Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Djamila's Abenteuer (SnB)

von Kimila
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Jafar Masrur OC (Own Character) Sinbad
10.09.2016
15.05.2017
8
10.110
2
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
10.09.2016 1.499
 
Hallo erstmal, manche von euch sind vielleicht hier weil sie meine andere FF verfolgen. Da geht es ebenfalls um Djamila oder eher gesagt einer Frau die Djamila ähnelt und sogar denselben Namen trägt. Falls ihr Interesse daran habt, hier ist der Link:
Das Schicksal ist auf deiner Seite

Ich schreibe das hier extra, weil ich diese ganze Vorgeschichte nicht mit einbringen kann in die Hauptfanfiktion. Das ist also mehr ein Nebenprojekt :) Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß :D
____________________________________


Kapitel 1: Ein gewöhnlicher Alltag, voller Gestank und Schweiß

Ein Tag wie jeder andere auch, ich stehe auf und meine persönlichen Dienstmädchen helfen mir mich anzukleiden. Mein Zimmer ist schön eingerichtet, das finde zumindest ich, ein Bett in das ich mehr als zehn Mal reinpassen würde, der Boden der mit dem besten Teppich versehen war. Die Schränke, Tische, Kommoden, der Nachttisch und die vielen Vasen, in denen sich Blumen befanden, hergestellt aus dem besten Material. Ihr Zimmer war mit zarten Farben geschmückt und wirkte mit den goldenen Gardinen edel. Das ganze Zimmer wirkte warm und einladend, ein ruhiger Ort wenn man wieder Mal zu viel zutun hatte. Zumindest sah es wie ein ruhiger Ort aus, bis meine Stimme wieder durch das Zimmer hallte.
„Was soll das nun schon wieder? Die Kleider sind ebenso schrecklich wie die zuvor… ich möchte etwas neues.“, befahl ich den jungen Damen, die sich nur entschuldigend verbeugten und schnell meine Schränke durchsuchten nach etwas Gutem, etwas das mir zusagte.

Fast eine ganze Stunde hatte es gedauert endlich etwas passendes zu finden. Ich betrachte mich im Spiegel und mit meinen 9 Jahren wirke ich schon wie eine Dame. Ich trage ein langes rotes Kleid, mit ebenso langen Ärmeln, sie reichen bis auf den Boden. Das Muster auf dem rot war in einem schönen Gold. Ich habe sehr langes hellgrünes Haar, das mir über die Hüfte reicht, das man hochsteckte und mit Perlen und einem Diadem schmückte. Ausgenommen davon schmückte meinen Körper sehr viele goldene Accessoires. An beiden Armen habe ich viele Armreife, manche eng anliegend, andere ganz locker, ich liebe den Klang von aufeinander prallendem Gold. Mein Hals wurde von einigen Ketten geschmückt, eine schwerer als die Andere, dann war da noch ein goldener Gürtel um meine Hüfte, der ebenso ein beachtliches Gewicht hatte. Es ist schwer in den ganzen Sachen zu laufen, doch ich mag es, es ist wie die Last die eines Tages auf meinen Schultern liegen wird.


Sobald ich aus meinem Zimmer rauskomme, folgen mir zwei Wachen überall hin. Mir darf immerhin nichts passieren. Mein Blick ist immer nach vorne gerichtet, den Gang entlang. Bevor mein langer Tag beginnt, bevor ich wieder unzählige, unnütze Dinge lernen soll, muss ich den König grüßen.
„Djamila, guten Morgen.“ Ein junger Mann grüßte mich, ich war wieder zu sehr in meinen Gedanken versunken, weshalb ich ihn erst bemerkte als er mich rief, obwohl er direkt vor mir steht. Er hat ebenso wie ich hellgrünes Haar und stechend rote Augen, seine Haut die ebenso hell ist wie meine, zeigt das auch er nicht zu viel Zeit an der Sonne verbringt. Er ist der Sohn des Königs und mein Verlobter, so wurde es zumindest entschieden. Anfangs wollte ich das nicht, doch nun habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden und er ist ganz in Ordnung.
„Guten Morgen Laith.“ ,war alles was ich sagte, bevor ich weiterlaufe. Er folgt mir, läuft neben mir her. „Ist sonst noch etwas?“, ich versuche meinen Atem anzuhalten, er stinkt und schwitzt auch noch. Ich habe ja nichts dagegen aber der Gestank ist fürchterlich, er kommt wohl gerade vom Training. Er steht immer viel früher auf als ich und hat viel mehr zu lernen als ich und es ist auch viel interessanter als das was ich lernen soll.

„Du musst doch zum König, da muss ich auch hin, darum würde ich dich gerne dieses Stückchen begleiten.“, lächelte er mich an, woraufhin ich nur ein kleines Lächeln erwidere.
„Dann nimm bitte so viel Abstand zu mir, das ich nicht ohnmächtig werde oder meine Wachen.“
„Das ist bloß der Geruch eines hart arbeitenden Kriegers.“, legte er sich die Faust auf den Brust. Er trägt einfache Sachen, eine bloße Stoffhose und ein Hemd. Zum Training braucht man wohl nicht mehr.
„Hebe nicht deinen Arm an! Das wird ja nur noch schlimmer.“, halte ich mir die Nase zu, die Männer hinter uns nehmen unauffällig etwas Abstand, um wieder etwas frische Luft einzuatmen. Auf meinen Protest hin streckt sich der Prinz, mein Gesicht vergrabe ich in meinen Händen, die zum Glück noch nach dem Parfüm duften, das ich am Morgen aufgetragen hatte. Er lachte bloß über meine Reaktion und hörte nicht auf mich zu ärgern, so wie er es immer tat.



Im Thronsaal angekommen sind wir wieder mucksmäuschenstill und blicken auf zu dem Mann, der auf dem Thron saß. Seine Haltung, seine strengen Augen, seine bloße Präsenz, alles an ihm verlangt Respekt. Wir verbeugen uns Beide vor ihm, zollten ihm den Respekt den er sich verdient hatte, woraufhin seine Augen auch wärmer wurden und ein kleines Lächeln seine Lippen umspielte.
„Ich wünsche Ihnen einen guten Morgen, mein König.“, begrüßten wir ihn.
„Laith, du siehst aus wie ein bloßer Bauerntölpel, du magst zwar mein Sohn sein, trotzdem solltest du dich in der Gegenwart deines Königs passend kleiden. Nimm dir ein Beispiel an Djamila, jedes Mal wenn sie hier rein kommt ist sie dementsprechend gekleidet.“ Der König seufzte über die Aufmachung seines Sohnes. Er würde in naher Zukunft selbst König sein und wer sollte ihn so schon respektieren?

„Entschuldige vielmals Vater, ich wollte dich nicht beleidigen. Ich kam gerade nur vom Training und als ich auf dem Weg Djamila begegnete, musste ich sie hier her begleiten. Ein guter König ist doch ebenso ein guter Ehemann, demnach auch ein guter Verlobter. Ich konnte meine Verlobte doch nicht alleine lassen, nachdem ich sie gesehen hatte. Es gehört zu meinen Pflichten ihr beizustehen, sei es als Mann, als Krieger, als Prinz, als Verlobter oder als zukünftiger König. Bitte entschuldige also meine Kleidung, aber ich erfüllte nur meine Pflicht, in dem Fall ist es doch unwichtig was ich trage.“ Er verbeugt sich erneut vor dem Älteren, der nur seufzen konnte.
„Schon gut, dann kümmere du dich das nächste Mal darum das er nicht so hier hinein läuft.“ Wendet er sich nun an mich, ich kann nur ein Nicken erwidern. Ich wollte nicht unbedingt mit zu Laith, damit er duschen und sich neu einkleiden konnte aber wenn der König das wünschte…, dann muss ich das wohl erledigen. „Ich sehe schon meinem Sohn geht es wie immer gut, was ist mit dir Djamila?“
„Ich kann nicht klagen. Ich möchte mich erneut dafür bedanken das ich hier sein darf, das ich unter diesem Dach leben kann, so nah an meinem Verlobten und so weit über dem Dorf. Es ist immer wieder schön hinauszublicken und die schöne Aussicht zu genießen. Danke sehr für dieses Leben, für die Bildung und die Sicherheit, auch wenn ich nicht glaube hier irgendwelche Sorgen haben zu müssen.“ Als Zeichen meiner Dankbarkeit verbeuge auch ich mich wieder.

„Du sagst mir das nun schon so viele Jahre, jeden Tag.“, lächelte der Mann auf dem Thron, er wirkte amüsiert.
„Ich kann meine Dankbarkeit nicht in Worte fassen, ich hoffe einfach das wenn ich es oft genug sage, Sie meine Gefühle verstehen können.“



„Schleimer.“, kam es vom Prinzen nachdem wir wieder auf dem Gang waren. Die Wachen die mir folgen, sind weg. Sie sind die besten Männer des Königs und jeden Tag, wenn ich lernen muss, treffen sie sich alle um etwas zu besprechen. Was genau es ist weiß ich nicht und selbst wenn ich frage, antworten sie nicht. Immerhin sind sie nicht verpflichtet solche Informationen an mich weiterzugeben.
„Ich sage nur was ich fühle, versuche du das doch auch mal.“
„Damit mein eigener Vater mich köpfen lässt? Das käme die gerade zu Gute oder nicht.“
„Nicht doch, wer sollte denn sonst an meiner Seite auf dem Thron sitzen? Deine Schwester etwa? Sie ertrage ich ja nicht mal im Moment und sie ist nicht anwesend.“
„Aber dein Bauern Freund soll besser sein?“
„Jeder auf dieser Insel ist erträglicher als diese Kuh.“
„Du bist doch nicht ernsthaft noch immer sauer, weil sie dir am Tisch dein Lieblingsgericht wegschnappte?“
„Das war das letzte, dann kommt sie mit ihren Griffen und nimmt es sich einfach! Es lag direkt vor mir!“, verliere ich langsam meine Fassung, was ihn Grinsen lässt, aus einem mir unerklärlichem Grund mag er das, so sagte er mir das zumindest.

„Ist ja schon gut, beruhige dich, du musst noch zu deinen Lehrern.“ Sieht er zu den Jüngeren runter, die seufzte.
„Muss ich wohl.“ Wir trennten uns, er geht sich waschen und etwas neues anziehen, damit auch er lernen kann. Ich muss nun zu meinen Lehrern, die mir das nötigste beibringen, dann gehe ich zu meiner Mutter und daraufhin werde ich kurz ins Dorf gehen, ich möchte meinen Freund besuchen.

Es ist ein ganz normaler Tag in meinem Leben, so hatte er zumindest begonnen, doch es würde kein schönes Ende nehmen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast