Melancholy Love

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Sakuya Watanuki Tsubaki
10.09.2016
21.11.2016
18
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Prolog: My Saviour


"Ich will nicht mehr... Ich kann nicht mehr... Ich beende es hiermit...", sprach das junge Mädchen, die sich während des Unterrichts auf das Schuldach stahl, um ihr altes Leben ein für alle mal hinter sich zu lassen.
"Es würde mich eh keiner vermissen... Mich würde auch niemand auffangen... Niemand..."
Sie stürzte hinab.

Es dauerte normalerweise nur wenige Sekunden, bis das Leben in so einer Situation auf den Tod küsste, doch in dem Moment schien es unendlich lang zu dauern.
Sie war es einfach nur leid.

Sie schlug auf.

"... Endlich ...", war ihr letzter Gedanke.

Das strahlende und köstlich aussehende Blut, welches sich auf den Asphalt verteilte, floss wie ein kleiner Bach dahin und hinterließ eine riesige Lache.
Das Mädchen lag da, kreidebleich und regte sich kein Stück mehr.
Ihre Augen waren geschlossen. Sie lag ... Friedlich da, befreit von jeglichen Qualen.

"(y/n) ... Du armes Ding... Du hast es nun doch getan. Wie bedauerlich..."

Ihre Augenlider flatterten sachte, als sie ganz leise im Hintergrund eine wirre und dumpfe junge Männerstimme wahrnahm, die sich in deutlicher Trauer wog.
Mit letzter Kraft hob sie ihren Kopf schweren Mutes nach oben, wenn auch nur um einige Zentimeter über den blutverschmierten Asphalt.
Sie sah nur zwei nackte Füße, mehr nicht. Zu schwer war ihr ganzer Körper, um weiter nach oben zu schauen.
Jedoch hätte sie zu gerne gesehen, wer diese erste Person war, die sie auf ihrem letzten Weg in ein anderes, neues Leben begleitete.
"Wer...?", fragte sie mit dünner Stimme, welches ein Zeichen war, dass ihre Kräfte immer mehr nachließen.

"Erinnerst du dich nicht mehr? Ich habe dich vor ein paar Wochen noch besucht", antwortete die unbekannte Stimme, nun aber etwas sanfter und verständnisvoller, "wir waren Eis essen und sind spazieren gegangen."

Obwohl sie es schon längst aufgegeben hatte, jetzt in dem Moment noch mal über irgendetwas nachdenken zu müssen, gab sie diesem fremden Mann noch eine Chance.
... Da klingelte es plötzlich.

"Ts... Tsubaki...?", hauchte die mühselig von sich und auf den Lippen des jungen Mannes zierte sich ein breites Lächeln.

"Richtig", gab er sanft von sich.

Er kam langsamen Schrittes näher auf sie zu und hockte sich dann anschließend zu ihr nieder. Mit zwei Fingern half er ihr, den Kopf ein wenig mehr zu heben, sodass das kleine, hilflose Mädchen direkt in seine purpurnen roten Augen sehen konnte.
Tsubaki's Lächeln wurde immer breiter.

"Ich habe dir versprochen, dass ich dich holen werde, sollte der Tag kommen, an den du alles beenden willst", sprach er zu ihr und hob ihren schwachen, fast leblosen Körper hoch, um sie in seine Arme zu schließen, "und heute bin ich hier. Ich werde dafür sorgen, dass dein neues Leben besser wird."

Mit einer seine spitzen Eckzähnen biss er sich feste auf seine schmale Unterlippe, wobei er dabei keine Miene verzog. Es machte ihn wahrscheinlich nichts aus.
Mit seinen langen, dünnen Daumen strich er sanft über ihre blassen Lippen und betrachtete (y/n) noch für einen Moment.

"Du bist so schön...", stöhnte er mit einem leicht verlangendem Ton zu ihr und biss sich ein zweites Mal auf seine Unterlippe, um seine innere Begierde nach ihr ein wenig mehr zu zügeln.

Diesmal rann ein dünner Blutfaden seinen Lippen und Kinn herab und tropfte leise auf dem Boden.

Dann küsste er sie.

Tsubaki's schmale Lippen liebkosten ihre und für (y/n) schien dieser Moment ewig still zu stehen.
Ein leicht metallischer Geschmack, welches sie zunächst nicht zuordnen konnte, verteilte sich in ihrem Mund und je mehr sie davon kostete, desto größer wurde ihr Verlangen nach mehr.
Unwillkürlich fing (y/n) an, an seiner unteren Lippe zu saugen, einfach nur, um mehr von diesem Geschmack zu kosten.
Während sie dies tat, flüchtete ein leises Stöhnen aus Tsubaki's Mund und er legte seine Stirn behutsam auf ihre.

"Ja... So ist es richtig... Koste ruhig mehr davon", hauchte er mit sanfter Stimme und streichelte mit einer Hand über (y/n)'s Wange, "später wirst du von diesem Geschmack niemals mehr genug bekommen."

"Ts...Tsubaki...", war das einzige, was (y/n) gerade noch so über ihre schwachen Lippen brachte, ehe ihre Gedanken und ihr Bewusstsein endgültig von der anbahnenden Dunkelheit verschlungen wurde.
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