Small bump

von Eternity-
OneshotDrama, Übernatürlich / P12 Slash
Lawless / Hyde Licht Jekylland Todoroki
09.09.2016
09.09.2016
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Inspiration: Ed Sheeran – Small Bump



Wir sind ans Meer gefahren-weit weg von Tokyo…ein großer Abstand zwischen den anderen Servamps und deren Eves…einfach eine kleine Auszeit…um es einfacher zu machen…

Ich überlasse dir die Entscheidung, obwohl ich dich längst hätte töten sollen. Seit dem Vorfall mit Tsubaki ist unsere Bindung jedoch anders…weniger hasserfüllt. Und mir ist es nicht möglich dir auch nur ein Haar zu krümmen. Ich habe beschlossen, dich den nervigsten Bengel – diesen verdammten Engel – zu beschützen… Deswegen lasse ich dich entscheiden. Genau aus diesem Grund lehnen wir jetzt beide am Geländer des Hafens, schauen den Wellen zu wie sie an den Klippen zerschellen und hören dem Kinderlachen im Hintergrund zu.

Längst suchst du keinen Blickkontakt mehr mit mir…nicht aus Angst, viel mehr weil dich das alles zu sehr beschäftigt. Ich hatte so einige Reaktionen erwartet, als sie dich wissen ließen, was denn nun genau nicht stimmt, aber du hast einfach deine Sachen gepackt und bist mit dem nächsten Taxi ins Hotel. Als du mich einfach dort hattest stehen lassen, dachte ich schon du willst den Vertrag auflösen- so viel Abstand wie möglich zwischen uns bringen, stattdessen allerdings fand ich dich in meinem Bett liegend vor. Mit offenen Augen hattest du an die Decke gestarrt und einfach kein Wort gesagt. Eine Hand auf den entblößten Bauch, die andere auf die Stirn gelegt. Wir haben in dieser Nacht kein Auge zu getan, nicht miteinander geredet, lediglich unsere Finger haben einander berührt.

Über die Wochen hinweg hat sich nichts gebessert, aber unsere Leben sind trotzdem weiter gegangen. Du klavierspielend und ich jobbend…Kranz hat sich durchgehend Sorgen um dich gemacht, doch du hast ihn einfach ignoriert. Deine Eltern haben dich nur über Anrufbeantworter erreicht. Mahiru hat dir etliche Male getextet, irgendwann aber einfach aufgegeben, natürlich erst als ich meinem großen Bruder versichert hatte, dass mit dir alles in Ordnung sei und du nur keine Zeit hättest.

Meine Lüge war nicht die beste…

Er hat nichts gesagt, aber dieser Blick…der hatte einfach Bände gesprochen…

Ich versuche dich aus unseren Vampirangelegenheiten rauszuhalten…irgendwie…

Doch jetzt, verdammt Licht, weißt du eigentlich wie nahe du dem Tod bist? Welche Auswirkungen diese Entscheidung haben könnte? Für dich ist es nur Ja oder Nein. Für mich bedeutet es, dass wir für immer einander gebunden sein werden. Dass ich für euch kämpfen werde bis mir C3 das Licht auspustet…dass ich selbst zum Held unserer eigenen tragischen Geschichte werde…

„Gibt es eigentlich Halbvampire, Hyde?“

Deine Frage reißt mich kurzerhand aus meinen trüben Gedanken. Die Nennung meines Namens schockiert mich allerdings noch mehr als die Frage an sich. Wir sehen uns beide an. Deine tiefblauen Augen treffen auf die meinen. Und ich schlucke nervös und räuspere mich bevor ich mit einem Kopfschütteln deine Frage beantworte.

„Gar keine?“, hakst du nach. Nein, verdammt Licht! Bitte hör einfach auf mit diesem Thema, schreie ich gedanklich. Doch du und ich, wir beiden wissen, dass wir darüber einfach reden müssen und ich bin kurz davor wieder davonzulaufen. Ich merke, dass du dich für diese winzige Leben entscheidest…obwohl wir beide nicht das perfekte Paar abgeben, es vermutlich nie werden… Ich würde zu gerne wissen, was dich dazu bewegt dich dafür zu entscheiden. Und ich raufe mir die Haare und du siehst mich einfach nur verständnislos an. Ich müsste dir so vieles erzählen…ich müsste dir die Konsequenzen wie auf einem Silbertablett offen darlegen, aber nichts davon tue ich, weil mich diese bescheuerte Angst davon abhält und mich dazu bewegt mir zu wünschen du würdest „Nein“ sagen.

Ich weiß, dass diese Gedanken unglaublich egoistisch sind, aber ich versichere dir, dass ich nur an dich denke…an uns…gib uns einfach noch Zeit…Zeit, die wir nicht haben…Dieses winzige Leben ist einfach nur ein verdammtes Wunder, Licht.

„Dann wird es als Mensch geboren?“, fragst du mich weiter und wieder verneine ich. Ich merke wie dir der Geduldsfaden reißt und du schreist mich an, ich soll endlich vernünftig antworten, beschimpfst mich, benutzt allerdings nicht deine Stiefel, um mich ordentlich zu vermöbeln.

Sag mir, Licht, wie wichtig ist dir dieses winzige Leben bereits?

„Ich weiß es nicht“, antworte ich wahrheitsgemäß. Du drehst den Wellen den Rücken zu und beobachtest die Kinder, die mit einem Hund spielen und dein Blick wird weicher. Deine Karriere wird dadurch unterbrochen, doch das habe ich dir bereits gesagt. Ich habe dir so vieles gesagt, dass am Ende nicht so gemeint war, nur weil ich ein verdammter Feigling bin. Heute bin ich froh, dass du mich einfach ignoriert hast…

„Willst du es überhaupt?“

Ich zucke bei dieser Frage merklich zusammen. Vor genau dieser Frage hatte ich am meisten Angst. Meine Hände ballen sich zu Fäusten und mein ganzer Körper schreit Verzweiflung. Ein Kind fällt hin und schreit plötzlich laut auf. Der Hund bellt daraufhin und die anderen Kinder kommen heran gelaufen. Ich stelle mir vor, dass dieses verletzte Kind unseres ist…Und wenn du Nein sagst, wird diese Vorstellung niemals Realität. Wenn wir uns dafür entscheiden, es zu töten, was wäre dann? Würdest du es verkraften? Dieses verdammte kleine Wunder, dass womöglich niemals wieder passieren wird…

Aber dann denke ich daran, dass wir uns ja nicht lieben…Dass dieses winzige Leben eine Anomalie sein wird- weder Vampir noch Mensch. Und dass wir einfach nichts wissen…

Dass uns niemand helfen kann…

Dass wir wohl immer auf der Flucht sein werden…

Aber weder du noch ich bringen es übers Herz diesem Leben ein Ende zu bereiten… Ich kenne meine Antwort wie ich deine kenne…

Hinter dieser Wand bestehend aus Verzweiflung und Angst schreit ein winziges Wesen aus voller Brust „Ja!“. Und ich muss mich jedes Mal davon abhalten, dir nicht beschützend meinen Arm um deinen empfindlichen Bauch zu legen…

Ich werde später den Arzt anrufen…die Entscheidung ist demnach gefallen…Zum ersten Mal in meinem Leben will ich etwas aus vollstem Herzen…

Ich drehe mich zu dir, sehe dir fest in die Augen und antworte dir mit klarer Stimme…

Weil ich es will.

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Dieser Oneshot soll ein kleiner Einstieg in eine FF sein, die ich im Moment noch plane und vermutlich erst in einigen Monaten online stellen werde. Mit diesem Oneshot will ich nur einmal wissen, ob überhaupt Interesse an einer solchen Story besteht. Lasst mir einfach ein Review oder einen Favoriteneintrag da, wenn euch so etwas interessieren würde.
Liebe Grüße

*weitere Infos sind meinem Profil zu entnehmen. Es wird definitiv eine mpreg-story dazu geben .) danke für die lieben reviews und die favoeinträge <3
Die story wird in englischer Sprache im Archive of Our Own unter dem Pseudonym MaddyEternity gepostet!
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