Maybe its Love?

von No0ne
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Allan A Dale Djaq Little John OC (Own Character) Robin Sir Guy of Gisborne
05.09.2016
11.07.2019
21
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Heyyy erstmal an alle meine treuen Leserinnen und Leser die anscheinend doch noch hier vorbeischauen, ich weiß das die Kapitel hier seeehr unregelmäßig kommen, aber ich habe vor diese Geschichte wie geplant zu ende zu schreiben, die Kapitel werden weiterhin kommen, nur eben leider mit Abstand…Ich hoffe ihr seid mir deswegen nicht böse und freut euch trotzdem immer wieder über die Updates!Viel Spaß mit diesem Kapitel ^^

Liebe Grüße,

Eure No0ne



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Kapitel 21: Von (teilweise sogar erfolgreichen) Rettungsaktionen




Coralies Sicht:

Verdammt. Ich hatte in großes Problem. Oder eigentlich mehrere. Problem Nummer eins war offensichtlich Gisborne. Problem Nummer zwei würde sich erst ergeben sobald Problem Nummer eins gelöst war. Wie sollte ich eine am Boden liegende Djaq sicher von hier wegschaffen? Zuerst zu Problem Nummer eins, auch bekannt als Gisborne, dass mir während meiner kurzen Denkpause ziemlich nahegekommen war. Okay Coralie, konzentrier dich. Wie setzt man am besten einen Mann außer Gefecht, der mindestens einen Kopf größer ist als man selbst? Genau, mein vertraut am besten seinen Instinkten, und das tat ich auch. In diesem Fall sagten sie mir Gisborne so fest wie möglich zwischen die Beine zu treten und zu den Pferden zu rennen. Auf die bewusstlose Djaq vergaßen sie in diesem Moment leider. Kaum ging Gisborne vor Schmerzen stöhnend in die Knie, drehte ich mich auch schon um und rannte so schnell wie möglich zu den Pferden. Kaum saß ich im Sattel preschte das Pferd auch schon in Richtung des Sherwood Forest.

Allerdings hatte ich die Jungs aus den Augen verloren und trabte nun, da ich wieder klar denken konnte, fluchend durch den Wald, um den Rest meiner Truppe zu finden. Ich hatte es schon aufgegeben und war kurz davor den Wald zu verlassen, um dann unser Lager zu suchen, als ich gedämpfte Stimmen hörte. Ich trieb das Pferd an und lenkte es in Richtung der Stimmen. Als ich immer näher kam, konnte ich meine Freunde erkennen. Ich seufzte erleichtert und wollte sie schon freudig begrüßen, als ich bemerkte das Gisborne vor Robins Füßen am Boden lag. Anscheinend hatte ihn mein Tritt wohl nur kurz aufhalten können. Gerade als ich abstieg, konnte ich Wills Stimme hören. „Wartet, wo ist Djaq?“ „Auf diese Frage könnte ich vielleicht eine Antwort haben“, meldete ich mich endlich zu Wort. Die Männer, die mich alle nicht bemerkt hatten, fuhren erschrocken zusammen. „Wo kommst du denn auf einmal her?“, wollte Much wissen. „Und was meinst du, wo ist Djaq?“, fragte Will erneut. „Naja, also, die Sache ist so, ich glaube der Sheriff hat sie. Sie ist da so am Boden gelegen und Gisborne ist auf mich zugekommen und ich hatte Panik und habe es nicht mehr geschafft sie mitzunehmen. Es tut mir leid“, murmelte ich. Die übrigen Outlaws sahen mich alle fassungslos an. „Aber hey, seht es positiv, wir können mal wieder in die Kerker von Nottingham einbrechen.“ Robin sah mich genervt an. „Nein. Zuerst bringen wir Gisborne in unser Lager. Seine Männer werden ihn bestimmt suchen.“ Jetzt war es an mir genervt zu schauen, das konnte doch nicht sein Ernst sein?

Anscheinend war es doch sein Ernst. Großartig. Anstatt Djaq zu helfen standen wir nun alle im Lager herum, Gisborne an einen Baum gefesselt und diskutierten ob dieser im Heiligen Land versucht hatte den König zu ermorden. Meiner Meinung nach ziemlich nebensächlich, wenn man bedachte das Djaqs Leben auf dem Spiel stand, aber mich fragte ja keiner und Robin wirkte nicht so als wäre er bereit nachzugeben und Djaq zu retten. Ich ließ mich genervt auf den Boden fallen, nachdem die Männer in eine hitzige Diskussion ausgebrochen waren. Allerdings endete diese schneller als gedacht, als Little Jon Robin einfach bewusstlos schlug. Ich sprang auf. „So, jetzt wo unsere Probleme beseitigt sind, können wir ja nach Nottingham und Djaq holen. Much, du bleibst bei Robin, pass gut auf ihn auf, binde ihn an einem Baum fest und wehe du lässt ihn frei! Alle anderen, hopp hopp, mir nach!“

Ich marschierte sicheren Schrittes in den Wald, ohne zu wissen ob die anderen mir folgten oder ich überhaupt in die richtige Richtung ging. „He, Coralie, nicht so schnell, warte auf uns!“, hörte ich Allan hinter mir keuchen und grinste selbstzufrieden. Ich blieb abrupt stehen und drehte mich um und Allan prallte mit voller Wucht gegen mich. Ich taumelte einen Schritt nach hinten. „Okay, ich hätte nicht gedacht, dass du so knapp hinter mir gehst. Also nun zum Plan: Wir werden Djaq aus Nottingham befreien!“, verkündete ich. Little Jon schnaubte belustigt. „Und wie willst du das anstellen?“ „Wir schleichen uns einfach in die Burg, holen Djaq und schleichen uns wieder hinaus. Das kann nicht so schwer sein.“ „Und wie willst du das mit dem schleichen bitte machen? Wir sehen nämlich nicht gerade unauffällig aus“, warf Allan ein. „Gut, dass du fragst, ich kenne da nämlich ein paar Leute, die schulden mir noch einen Gefallen.“ Mit diesen Worten drehte ich mich am Absatz um und marschierte weiter durch den Wald.

„Und du glaubst wirklich, dass das funktioniert?“, fragte Little Jon skeptisch, als wir als Bauern verkleidet auf einem Gemüsekarren, von einem Maultier gezogen, auf Nottingham zusteuerten. „Natürlich, überlass mir einfach das Reden, dann wird schon alles gutgehen“, meinte ich zuversichtlich, Jon schnaufte nur ungläubig. „Mein Vater und ich haben eine Lieferung für die Burg“, sagte ich, als wir vor den Soldaten am Tor standen und schenkte ihnen mein unschuldigstes Lächeln. Meine Nervosität ließ ich mir kaum anmerken, als zwei andere Soldaten den Wagen abtasteten. „Ein halber Penny Zoll“, sagte einer von ihnen. „Das ist ja Wucher“, grummelte Jon und ich rammte ihm fest meinen Ellenbogen in den Bauch und überreichte dem Wachmann mit einem freundlichen Lächeln das Geld. „Kannst du nicht die Klappe halten?“, zischt ich, sobald wir das Tor passiert hatten. „Ich habe dir gesagt du sollst mir das Reden überlassen, was wenn er etwas bemerkt hätte?“ „Hat er aber nicht, also entspann dich, Coralie, und konzentriere dich auf unsere Mission!“ Jetzt war es an mir empört zu schnaufen und die Arme beleidigt über der Brust zu verschränken. Als ob ich unkonzentriert wäre, pf.

In der Burg angekommen, schlichen wir langsam und leise durch die verlassenen Gänge. Den Weg zum Burgkerker kannten wir mittlerweile alle schon ziemlich gut. Dort angekommen, fanden wir diesen allerdings ziemlich leer vor. „Häh, wo sind denn alle?“, fragte ich verwirrt. „Kommt euch das nicht komisch vor?“, wollte Allan wissen. „Vielleicht ist es eine Fa-“ Er konnte seinen Satz nicht zu Ende bringen, da ich ihn mit einem schrillen Schrei unterbrach, als ich von hinten gepackt wurde. Wir konnten uns allerdings alle denken was er sagen wollte, denn er hatte Recht. Wir waren dem Sheriff direkt in eine Falle getappt. Ich schlug und trat um mich bis ich den Soldaten anscheinend erwischt hatte, denn er ließ mich los und ich stolperte einige Schritte nach vorne. Mittlerweile waren mehr Wachmänner in die Verließe gestürmt und waren uns zahlenmäßig überlegen. Juhu, ich konnte mal wieder beweisen wie aufgeschmissen die Männer ohne mich im Kampf wären. Zumindest glaubte ich das, als ich fleißig Wachen k.o. schlug. Die eigentliche Retterin war dann Djaq, die aus dem Nichts herangestürmt kam und einige Soldaten mit einem schweren Holzbalken zu Boden schlug. Diese hatten mit ihrem Angriff genauso wenig gerechnet wie wir und in kurzer Zeit war das Blatt gewendet und die Männer des Sheriffs lagen bewusstlos am Boden. „Geht es dir gut?“, fragte Will die Sarazenin besorgt. „Geht es euch gut?“, konterte diese. Will nickte nur atemlos. „Ob es und gut geht? Wir sind doch gekommen, um dich zu retten!“, warf Allan ein. „Aber jetzt rette ich euch.“ „Du bist eine Frau, wir sind Männer“, fing Allan an, wurde aber von einem harten Tritt gegen das Schienbein meinerseits unterbrochen. „Aua“, maulte er. „Wofür war das jetzt schon wieder?“ „Passiert automatisch wenn du Blödsinn redest, ist leider ein Reflex“, gab ich frech zurück und marschierte zu den Kerkertreppen. „Kommt ihr, Jon wird schon ungeduldig.“

Mit Djaq in der Mitte stürmten wir durch die Burg, Jon an unserer Spitze, was vermutlich der Grund dafür war das wir nun in einer Sackgasse waren und nicht weiterkonnten. „Toll, und wohin jetzt?“, fragte Djaq nervös. „Keine Ahnung, ich war noch nie in diesem Teil der Burg“, antwortete Allan. „Wo ist Robin?“ „Ähm, der war verhindert.“ „Wollte er nicht mitkommen, weil ich eine Frau bin?“, fragte Djaq empört. „Nein, er ist heute grundsätzlich…etwas komisch drauf. Oh, seht mal, eine Seitentür!“ Gut gemacht, Coralie, du hast mal wieder den Tag gerettet, wenn mich schon sonst keiner lobte musste ich es eben selbst tun, immerhin hatte ich gerade unseren Fluchtweg entdeckt. Little Jon öffnete die Tür und schloss sich hinter sich, als er als letzter den ziemlich kleinen und engen Raum betrat. „Na seht euch das einmal an“, meine Allan fröhlich. „Ein Innenklo. Gut gemacht, Coralie!“ „Halt doch die Klappe“, knurrte ich beleidigt. „Ich kann ja nicht wissen was hinter der Türe ist.“ Allan öffnete die Klappe im Boden und sofort schlug uns furchtbarer Gestank entgegen. „Und jetzt?“, fragte ich spitz. „Der Schacht führt nach draußen“, meinte Allan und zuckte die Schultern. „Ganz bestimmt nicht.“ „Was? Hast du eine bessere Idee?“ „Naja, nicht jetzt sofort, aber es muss einen anderen Weg geben.“ „Schluss ihr Beiden, wir nehmen diesen Weg!“, unterbrach Little Jon unsere Diskussion. „Los, Will, Allan!“ Will schnappte einmal tief Luft und ließ sich in das Loch im Boden fallen. Bevor Allan rutschen konnte, packte ich ihn am Arm. „Du fängst mich unten auf, verstanden?“ Er nickte brav und war als nächster im Boden verschwunden. Ich war als nächste an der Reihe. Ich atmete noch einmal tief ein, schloss die Augen und stieg in das Loch. Nach einer kurzen Rutschpartie landete ich überraschenderweise wirklich in Allans Armen und nicht im Dreck. Er konnte ja doch ganz brav sein, wenn er wollte. Little Jon kam als nächster durch die Luke im Boden gerutscht. Kaum hatte er uns erreicht, hörten wir wie von oben hektisch der Deckel fallengelassen wurde und die Stimme des Sheriffs. Ganz toll, jetzt hatten wir Djaq mit meinem meisterhaften Plan gerettet, nur damit sie wieder gefangen werden konnte. Großartig. Ich sah in die mürrischen Gesichter meiner Freunde, bis Will endlich aussprach, was wir uns alle dachten. „Wir brauchen Robin.“

Ziemlich niedergeschlagen, und ich für meinen Teil auch müde, stiefelten wir ins Lager zurück. „Was hast du dir von mir erwartet, er war zehn Jahre lang mein Herr!“, begann Much zu plappern, sobald wir das Lager betraten. Ich verdrehte die Augen. Natürlich hatte er Robin losgebunden. „§Was ist passiert?“ Wollte Much wissen und schnüffelte in der Luft. „Ihr…stinkt“ „Ach halt doch die Klappe!“, fauchte ich genervt und ließ mich zu Boden fallen. „Wo ist Djaq?“ „Es war eine Falle.“ „Wir mussten durch das Klo fliehen.“ „Sie haben sie wieder erwischt.“ Much bekam von Allan und Will anscheinend wirklich nur die Kurzfassung. Ich war nur gespannt wie sie Robin davon überzeugen wollten Djaq aus Nottingham zu befreien. Ich seufzte und rappelte mich auf, um zum Rest der Truppe zu stoßen. „Ich denke hier an England und seine Bevölkerung, ihr nur an einen einzigen Mann!“, hörte ich Robin wütend sagen. „Djaq ist kein Mann, sondern eine Frau, hast du dir schon einmal überlegt was mit ihr passiert, wenn der Sheriff das herausfindet?“, fauchte ich. Langsam reichte es mir wirklich mit Robin und seiner Dickköpfigkeit. „Wenn die wissen das wir kommen sterben wir vielleicht alle.“ „Aber es geht um Djaq!“, warf Will ein. „Will, wirklich, danke für deine Unterstützung gegen Lord Sturkopf hier, aber was soll das schon wieder heißen, es geht um Djaq?“ „Naja weißt du…“, stammelte Allan, als es aus Will herausplatzte. „Ich denke ich liebe sie!“ „Du denkst du was?“, fragte ich entgeistert und mir klappte der Mund auf. „Who, das habe ich jetzt wirklich nicht kommen sehen.“ Die restliche Truppe anscheinend auch nicht, denn außer mir sagte keiner ein Wort. „Naja also, wir könnten Gisborne gegen Djaq eintauschen, dann würden wir nicht in eine Falle laufen?“, schlug ich vor und klopfte mir innerlich auf die Schulter, heute hatte ich anscheinend wirklich nur gute Ideen. „Nein, auf keinen Fall! Ich lasse ihn nicht einfach so damit davonkommen!“ Natürlich musste mir unser Anführer sofort meine gute Laune vermiesen. „Robin, aber es muss sein!“ „Nein, ganz sicher nicht!“ Ich setzte gerade zu einer Schimpftirade auf Robin an, als Little Jon das Problem einmal wieder löste, indem er diesen einfach niederschlug. Mir gefiel diese Taktik langsam immer besser.



Ich hatte beschlossen im Lager zu bleiben während die Jungs sich, erneut, auf den Weg machten, um Djaq zu retten. Sie hatten mir versichert den Austausch auch ohne mich abschließen zu können und ich hatte beschlossen meine Zeit allein für ein Bad zu nutzen. Allan hatte mich zwar aufgefangen, aber ich roch und fühlte mich trotzdem ziemlich widerlich. Als ich am Abend, frisch gebadet und nicht mehr wie ein Misthaufen stinkend, ins Lager kam, war der Rest meines Outlawhaufens bereits von der Rettungsmission zurückgekehrt. Diesmal sogar mit Djaq. Ich grinste breit und rannte auf sie zu. Djaq, die nicht mit meinem Angriff gerechnet hatte, viel mit einem überraschten Quietschen zu Boden, als ich sie stürmisch umarmte. „Jaaa, du bist wieder zurück! Ich dachte schon du bist zum Sheriff übergelaufen und lässt mich allein, als einzige Stimme der weiblichen Vernunft in diesem ganzen Männerhaufen.“ Djaq musste ebenfalls lachen. „Glaub mir Coralie, das würde ich dir nie antun!“ „Na das will ich ja mal hoffen! Also, was gibt’s zu essen? Ich habe Hunger!“



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So, das wars dann auch schon mit diesem Kapitel. Diesmal gab es leider etwas weniger Coralie&Allan-Action, ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen! In den nächsten Kapiteln gibt es dann dafür wieder etwas für die Romantiker unter euch ;)

Liebe Grüße,

Eure No0ne
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