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Ginny und Harry im 6. Band

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
04.09.2016
27.08.2018
32
31.904
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06.11.2016 767
 
Der Tag der Rückreise ist gekommen. Jegliche Schutzmaßnahmen sind getroffen worden. Tonks ist schon einige Tage vorher nach Hogwarts gereist.
Als die verbliebenen Schüler der Familie Kings Cross erreichen, herrscht trübe Stimmung. Molly lässt ihre Tochter keine Sekunde aus den Augen.
"Hast du auch wirklich alles dabei?" Fragt sie besorgt.
"Ja, Mom." Antwortet Ginny traurig lächelnd.
"Und du meldest dich? Wenn was ist meldest du dich?" Ihre Augen sind aufgerissen als sie mit ihrer Tochter spricht.
"Ja, Mom. Versprochen."
"Pass auf euch zwei auf ja?" Gibt ihr Molly auf den Weg, als sie Ginny in ihre Arme schließt. So stehen  sie sehr lange da, keiner traut sich die Umarmung zu lösen. Wer weiß wie oft sie das noch tun können. Wer weiß was passieren wird und wann sie sich sehen.
"Und du beschützt sie vor allem was kommt, hörst du Harry?" Dieser nickt nur etwas eingeschüchtert.
"Ach komm her." Und plötzlich schließt Molly auch ihn in die Arme.
Danach sind Ron und Hermine an der Reihe. Diese Tage waren für die Weasleys wundervoll. Sie genossen die gemeinsame Zeit, die Familienzeit, so sehr. Es war wichtig für Arthur und Molly ihre Kinder mal bei sich zu haben und sich nicht ständig sorgen zu müssen. Zwar fahren sie nun nach Hogwarts, wo sie unter Dumbledores Schutz stehen, doch es ist immer noch etwas anderes beisammen zu sein.
Die vier steigen in den Zug und setzen sich in einen leeren Waggon, derweil steht Molly weinend und vor Angst zitternd alleine am Bahnhof. Sie tut Harry leid, doch er kann nicht ändern, dass sie fort müssen. Auch wenn Molly natürlich am meisten Ginnys Sicherheit fürchtet.
Lange Zeit sitzen die vier schweigend einfach nur da. Niemand hat etwas zu Sagen, die Geschehnisse der letzten Zeit sitzen einfach zu tief.
Doch nach einigen Stunden Fahrt ist das Schweigen langsam gebrochen.
Harry, Ron und Hermine witzeln die ganze Zeit über die verschiedenen Lehrer. Nur Ginny ist mal wieder sehr still.
"An was denkst du?" Fragt Harry vorsichtig, als Ron und Hermine das Abteil verlassen um ihre Pflicht als Vertrauensschüler zu erfüllen.
"An nichts." Lügt Ginny als Antwort.
"Ach komm schon, Gin. Ich kenne dich doch, irgendwas geht doch gerade in dir vor." Hakt er grinsend nach.
"Ich will nicht drüber reden." Entgegnet sie schmollend.
"Jetzt sag schon." Er rückt automatisch etwas näher und nimmt ihre Hand in seine.
"Es nervt einfach." Rückt sie allmählich raus.
"Was nervt?"
"Schwanger sein." Harry kann sich ein Lachen nur schwer verkneifen.
"Geht das auch genauer?" Fragt er grinsend.
"Alle machen sich ständig um mich Sorgen. Dass es mir auch ja gut geht und dass ich mich richtig verhalte. Jedes Tischgespräch handelt von mir. Und ich kann mich nicht einmal selbst verteidigen, dazu brauche ich Hilfe von ungefähr jedem! Das ist so ein schreckliches Gefühl, Harry." Sie schmollt weiter indem sie nicht Harry, sondern den Boden betrachtet.
"Mensch Ginny, das ist halt so wenn man schwanger ist. Klar, jetzt nervt es bestimmt, dass ständig jeder alles mögliche über deinen Gesundheitszustand wissen möchte. Doch bald hört das auf. Bald hältst du deinen Sohn in den Händen und wirst dich über all die Sorge und all die Schutzmaßnahmen freuen."
Sie erwidert zwar seinen Blick nicht, aber er weiß, dass sie lächelt.
"Aber ich fühle mich so hässlich, so dick und.."
"Stopp, kein Wort davon." Unterbricht er sie sofort. "Das ist Schwachsinn. Du bist die wunderschönste Frau auf der Welt. Und das nicht nur, weil du mein Kind bekommst, sondern weil du du bist. Für mich bist du einfach perfekt." Er blickt ihr verliebt in die Augen.
Und endlich erwidert sie den Blick. Für einige Sekunden sehen sie sich nur an. Es ist als würde die Welt in dieser Zeit still stehen. Es gibt nur sie beide. Und dann plötzlich küsst sie ihn und legt ihre Arme um seinen Hals.
"Stören wir?" Fragt Ron lachend.
Harry und Ginny lösen sich schnell voneinander und schauen sich verwirrt um. Hermine und Ron lachen nur uns setzen sich ihnen gegenüber.
Die restliche Fahrt lässt Harry seine wunderschöne Freundin nicht mehr aus den Augen. Er liebt sie einfach, und sie liebt ihn. Wäre da nicht noch die Sache mit Voldemort und der nahen Zerstörung der gesamten Welt und die damit einhergehenden Gefahr, wäre alles perfekt. Wobei gerade wenigstens in diesem Moment, ist eigentlich alles perfekt, zumindest für Harry und Ginny.
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