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Ðestiny

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Alice Hutmacher OC (Own Character)
04.09.2016
14.07.2017
10
11.656
 
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04.09.2016 1.216
 
Eines Tages gab es Alice, die Alice Liddell. Das Mädchen, welches durch ein Loch in das Wunderland fiel und die kuriosesten Abenteuer erlebte. Denn in diesem Wunderland besaß jeder eine Rolle, die er auszuführen hatte, so wurde es von Lewis Carroll bestimmt. Doch wer ist dieser Lewis Carroll eigentlich? Niemand hatte ihn, außer der kleinen Alice, jemals zu Gesicht bekommen. Jedoch wussten die Wunderländer auch gar nicht, dass sie nur aus der Fantasie eines Schriftstellers stammten. Vielleicht waren sie auch glücklicher so. Denn so konnte er ungestört unter ihnen verweilen. Er konnte alles prüfen und beobachten, während die Dinge seinen Lauf nahmen. Aber auch er war nur ein Mensch. Lewis Carroll hatte dem Hasen die Aufgabe erteilt, verschollene Menschen ins Wunderland zu bringen. Und so kam es zu einer Begegnung, die den Alltag einer gewissen Person so ziemlich auf den Kopf stellen sollte.



♥♣♦♠




„Hm, mir ist so langweilig. Hast du vielleicht eine Idee?“
„Natürlich, jedoch nur nicht eine nach Eurem Vergnügen.“
„Und du bist dir sicher, dass du nicht willst?“ Seufzend fuhr sich die Frau durch die dunklen Haare. „Ich werde gewiss nicht mit Euch ins Bett steigen, verehrte Queen.“ Schmollend und mit einem Anflug von Enttäuschung ließ sich der Braunhaarige in den Thron sinken. Dieses Nichtstun ermüdete ihn.  „Zudem wolltet ihr noch Alice sprechen.“
„War es dringend?“  
„Nur ein Nachmittagsplausch.“
„Hm, na gut. Reich eine Einladung für heute Nachmittag ein.“ Mit einer knappen Verbeugung verließ die Frau den Thronsaal. „Dabei verstehe ich nicht, was an ihm so besonders ist…“


♥♣♦♠



„Trainierst du wieder?“ Der Zylinderträger stellte sich an die Wand und zündete sich eine Zigarette an, während er die stehenden Dosen auf der Kiste betrachtete.  Anschließend sah er zu dem Jungen. „Aus dir wird nie etwas.“ Zugleich zückte er seinen Revolver und schoss drei Mal und traf alle drei Dosen. Stumm steckte er es in den Halter zurück und atmete den Qual aus. Eine Weile schwieg der Blonde, bevor er sich dem Hutmacher widmete. „Tze! Das waren doch nur Glückstreffer!“ Der Hutmacher beschloss nicht darauf einzugehen und drückte sich von der Wand ab, ging an den Dosen vorbei, hinaus aus der Gasse auf die Straße des Wunderlands. „Wenn du wirklich Alice werden willst, dann solltest du dich lieber zusammenreißen und ernsthaft schießen lernen. Der weiße Hase wird für dich sicher nicht still stehen.“  Mit den Händen in den Hosentaschen spazierte er die Straße hoch, der Junge folgte ihm hinterherrufend. Er ging aber nicht drauf ein, stattdessen rauchte er seine Zigarette gemütlich weiter. „Hei hörst du mir überhaupt zu?“ Nein, das tat er gewiss nicht. Er hatte keine Lust mehr den Babysitter dieses Jungens zu spielen, der angeblich Alice sein sollte. Was dachte sich diese verdammte Katze eigentlich? Vor allem, wenn er schon jemanden ins Wunderland eindringen ließ, wieso dann nicht ein Mädchen, das Alice sein könnte? Und nicht so ein Dreikäsehoch mit einem Ego von zwei Pferden. Es würde sich spätestens dann zeigen, wenn er den weißen Hasen erschossen hatte. Falls er überhaupt in der Lage war, ihn zu erschießen. Oder ihn überhaupt zu fangen. Bis dahin erwarteten ihn noch einige Aufgaben, die er zu meistern hatte. Denn jeder in diesem Wunderland diente zu einem Zweck. Es gab ihn, den Hutmacher. Seine Aufgabe war es, die alle Alices zu beschützen. Dann gab es den weißen Hasen, der sie sorgfältig aussuchte und herbrachte. Der Joker, der leider Gottes eine schlechte Karte gezogen hatte, sollte die Queen beschützen und die Queen war das komplette Gegenteil von einer Frau. Kurz gesagt, die Heart Queen war ein Mann, was sich der Hase dabei dachte blieb ein Rätsel.
Mit dem letzten Zug an der Zigarette warf er den Stümmel auf den Boden und trat die kleine Glut aus. Daraufhin öffnete er die Tür des kleinen Saloons und setzte sich an den Tresen, zu seinem Bedauern folgte Alice ihm immer noch. „Der Junge scheint dir ja wie ein Schatten hinterher zu laufen“, lachte der Bärtige, der im ganzen Land als die Schlafmaus bekannt war. Er schlief den ganzen Tag, trank den ganzen Tag und niemand wusste, was er so im Kopf dachte. Zudem war er ein guter Freund des Hutmachers. „Erinner mich nicht daran. Es reicht mir schon, wenn ich seine Stimme höre.“ – „Hei! Tut nicht so, als wäre ich nicht anwesend!“
Die Schlafmaus lachte auf und goss in Hutmachers bestellten Tee einen guten Schluck Rum ein. „Da hast du recht. Sie ist echt nervig.“ – „Tz, ich gehe und schaue mich um…“ Natürlich bemerkte der Zylinderträger wie Alice aus dem Saloon ging. Der Junge war mehr als ein Dickkopf. Liefe er gegen eine Wand, so zerbröckelte sicher die Mauer und nicht sein Kopf. „Er raubt mir echt den letzten Nerv.“
„Ich hätte nicht gedacht, dass dies jemals möglich wäre.“ Der Hutmacher, der grade seinen sechsten Löffel Zucker in den Tee hinzugab, sah seinen Freund mit den verschlafenen Augen an. „Bilde ich mir es nur ein, oder sind deine Augenringe tatsächlich schlimmer geworden“, der Bärtige lachte und trank den Rest aus der Flasche auf ex. „Du bist unverbesserlich, Doormouse…“, seufzte dieser und stand auf, „ich sollte mich wohl auf die Suche nach ihm machen, bevor er sich noch Ärger einhandelt.“  Der Hutmacher stand auf und sah auf seine Taschenuhr, dessen Zeiger auf  Punkt sechs zeigten. Es ist Zeit für den Mittagstee, dachte er sich und verließ den Saloon ebenfalls. Das helle Tageslicht war im Gegensatz zur dunklen Bar wie Gift für seine Augen, sodass er seinen Zylinder tiefer ins Gesicht zog. Gerade als er losgehen wollte, bemerkte er einen huschenden Schatten im Augenwinkel. Nun galt Hatters Blick den Dächern, in der Hoffnung, dass es nichts mit Alice zu tun hatte. „Ich sollte mir wirklich mehr Tee machen“, seufzte er und lief los, vernahm aber schon nach kurzer Zeit die nervige Stimme des Jungen und die noch nervigere Stimme der Cheshire Katze. Nicht schon wieder dieses Tier, seufzte er innerlich und ging an den beiden vorbei, wohl gemerkt, die  Katze ignorierend. „Ah, der Hutmacher. Was für ein schöner Zufall~“ – „Wir gehen.“  Verwirrt blickte Alice ihm nach, bevor er seine genervt dem Älteren hinterher lief. Er machte doch tatsächlich nur das, was er wollte. Langsam platzte Alice der Kragen. „Zuerst ignorierst du mich die ganze Zeit und jetzt soll ich mit dir kommen? Du erwartest doch nicht wirklich, dass ich jetzt große Lust dazu habe!“
Auf einmal blieb der Schwarzhaarige stehen und drehte sich zu dem Blonden. Seine kalten Augen hinter den schwarzen Strähnen ruhten auf der Statur des Jungen. Schon wieder lag eine Zigarette zwischen seinen Lippen, die bei jedem Zug rot glühte. Ein Schweigen herrschte zwischen den beiden Männern, während sie sich nur ansahen. „Oh je, da hat jemand wohl schlechte Laune, hmh?“ Cheshire spazierte von hinten an, stellte sich neben Alice und grinste unschuldig, bekam jedoch vom Mad Hatter einen abfälligen Blick zugeworfen. Blitzartig weiteten sich seine Seelenspiegel und er wich mit einem Schritt nach hinten aus. Noch gerade rechtzeitig, denn knapp vor ihm steckte ein Pfeil inmitten der Mauer, dort wo er vorher gestanden hatte. „Was zum-…!“ entfuhr es Alice, „woher und wer…?“
„Ay, es sieht mir nach einer Einladung aus!“ grinste Cheshire und deutete auf den Zettel mit dem königlichen Siegel.





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So, das ist meine erste AYA FF :D Ich hoffe sie gefällt euch :D
ich werde natürlich versuchen so gut es geht weiterzuschreiben
GLG ich ;D
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