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Höchste Not oder unerwartetes Abenteuer?

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
OC (Own Character) Old Shatterhand Winnetou
04.09.2016
08.01.2017
7
9.869
1
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
04.09.2016 2.071
 
Hallo ihr Lieben,

ich habe vor vielen Jahren schon mal eine Geschichte hier eingestellt, diese dann aber abgebrochen, weil ich einfach keine Ideen hatte wie ich es hätte weiterführen können. Das ist bei dieser Geschichte anders.
Daher hoffe ich sehr, das ihr Kayla, meine Hauptfigur, bei ihrem großen Abenteuer begleiten werdet.
Ich weiß, das diese Geschichte niveaumäßig sowohl vom Schreibstil als auch vom Inhalt  nicht an so manche Story hier heranreicht (*Richtung Anmiwin, MountainHigh, kleine Waldfee und viele andere hinüberschiel*), dennoch würde ich mir wünschen das der ein oder andere Leser hier vorbeischaut und einfach Spaß und Freude am Lesen hat.
Ich freue mich sehr über Reviews und konstruktive Kritik (oder Lob ;-) ) ist sehr gerne gesehen, also lasst gerne welche da :-)
Ansonsten bliebe noch zu sagen das es hier weder Slash noch andere Romanzen geben wird (voraussichtlich, manchmal entwickeln Stories ja ein Eigenleben...).

So, genug palavert... Viel Spaß nun mit dem ersten Teil meiner Geschichte. Ich hoffe es gefällt euch.

Achso, eins noch bevor es los geht: Die Charaktere von Karl May habe ich mir nur ausgeborgt und ich verdiene damit keinen Ruhm, kein Geld oder sonstiges. Nur Kayla entspringt meiner eigenen Fantasie und gehört mir :-)

So, jetzt aber........................

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Hallo,
mein Name ist Kayla und ich muss euch sagen: Neugier kann so verdammt gefährlich sein…Man muss nur zur falschen Zeit am falschen Ort sein.
Ich möchte euch gerne meine abenteuerliche Geschichte erzählen und wie es dazu kam.

Wie jedes Jahr war ich auch dieses Jahr wieder zu den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg angereist. Was sonst immer nur als Tagesausflug angelegt war, hatte ich diesmal in ein langes Wochenende gepackt. So hatte ich auch mal Zeit mir den Ort rund um den Kalkberg ein wenig genauer anzusehen.
Heute war Freitag und es war schon dunkel. Morgen, also am Samstag wollte ich die Vorstellung „Der Schatz im Silbersee“ mit Jan Sosniok als Winnetou und Till Demtröder als Old Shatterhand ansehen. Ich war sehr gespannt und freute mich bereits jetzt wahnsinnig darauf.
Da ich es liebte in aller Ruhe spazieren zu gehen beschloss ich, dass auch an diesem Abend zu tun.
Als ich bereits auf dem Rückweg war stockte ich. Ich stand zufällig gerade hinter einem Mauervorsprung und konnte dadurch ein paar Männer sehen, und vor allem hören, die sich heftig stritten. Wahrscheinlich wäre ich einfach unbehelligt weitergegangen, aber irgendetwas hielt mich davon ab hinter dem Mauervorsprung hervorzukommen.
Die Stimmen wurden im lauter und wütender. Gerade als ich das Gefühl hatte den Zorn, der von der Gruppe ausging, greifen zu können, ertönte ein lauter Knall. Unwillkürlich zuckte ich zusammen und hielt die Luft an. Meine Hände waren mit kaltem Schweiß überzogen. Was war das?
Ich spähte vorsichtig um die Mauerecke herum, nur um mich dann sofort wieder zurückzuziehen, mit Grauen in den Augen.
Einer der Männer lag reglos am Boden. Ein anderer hielt noch eine Pistole in der Hand und sah auf den Toten hinab. Die Erkenntnis brauchte ein wenig bis sie in meinem Hirn angekommen war: hier wurde gerade ein Mann erschossen…
Panisch überlegte ich was zu tun wäre. Meine Hände zitterten, am liebsten wäre ich einfach weggerannt, doch das konnte ich nicht tun, solange die Männer, oder, jetzt waren es ja Mörder, noch da waren.
Ich wollte eigentlich heimlich die Polizei rufen aber ich hatte mein Handy, natürlich, nicht bei mir. Also beschloss ich lieber in meinem kleinen Versteck zu warten und ruhig zu bleiben.
Während ich weiter die Szene und die Menschen die darin verwickelt warten beobachtete begann plötzlich meine Nase zu kribbeln. Ich hielt sie mir hektisch  zu, denn ich wusste, wenn ich jetzt niesen würde, würden die Typen es hören. Und die würden bestimmt nicht allzu begeistert sein, bei ihrem Tun beobachtet worden zu sein. Angestrengt dachte ich über eine Lösung nach, ich rieb und drückte meine Nase in alle erdenklichen Richtungen, doch es wollte einfach nicht helfen. Auf irgendetwas in meiner Nähe reagierte ich scheinbar allergisch.
„Vielleicht ja auf die Mörder…“, dachte ich mit Galgenhumor. Doch eigentlich war mir alles andere als zum Lachen zumute.

„Hatschi!“, rutschte es mir plötzlich doch heraus. Ich erstarrte und hielt panisch den Atem an, in der Hoffnung, vielleicht doch nicht gehört worden zu sein. Dann würde ich einfach noch ein Weilchen hier sitzen bleiben und dann schleunigst die Polizei aufsuchen. Doch meine Hoffnung sollte sich als unerfüllt erweisen.
Als ich wieder vorsichtig um die Ecke spähte war niemand mehr zu sehen. Beinahe wollte ich erleichtert alle Luft aus meinen Lungen entweichen lassen, als plötzlich meine Oberarme von 2 kräftigen Händen, Schraubstöcken gleich, gepackt wurden.
Vor Schreck blieb mir mein Hilfeschrei im Halse stecken. Ich wurde herumgerissen und mit dem Rücken gegen die Wand, die vorher mein ach so sicheres Versteck gewesen war, gestoßen.
Ich keuchte ängstlich vor mir hin und bemerkte die Ohrfeige erst, als die Hand auf meine Wange traf. Eine kleine blutende Wunde an meiner Wange, wo die Haut eingerissen war, zeugte von der Kraft des Schlages.
Nun wurde meine Schulter gepackt und ich wurde noch fester gegen die Wand gepresst, das ich dachte ich würde in ihr versinken.
„Was hast du hier zu suchen?“, zischte mir der Mann, der mich hielt ins Gesicht. Er war groß, bestimmt eineinhalb Köpfe größer als ich, mit meinen 1,65m. Er hatte dunkle Haare und ebenso dunkle Augen, die jetzt vor Wut sprühten. Am Hals entdeckte ich eine Narbe, wollte mir lieber aber nicht vorstellen wo er die herhatte. Vor Angst wie gelähmt war ich nicht in der Lage auch nur einen Ton über die Lippen zu bringen und starrte  daher nur aus aufgerissenen Augen, stumm wie ein Fisch, zu ihm nach oben.
Der Griff des Mannes wurde fester und seine tätowierten Finger gruben sich schmerzhaft in meine Schulter.  „Also?“, flüsterte er gefährlich leise. Seine Kumpane standen abwartend neben und hinter ihm. Ich versuchte mich aus seinen klammernden Fingern zu winden oder wenigstens seinen Griff zu lockern, doch vergebens.
„Lass mich los!“, schaffte ich es endlich hervorzubringen. Meine Kehle fühlte sich nach diesen drei Worten staubtrocken an und mein Herze klopfte bis zum Hals. Erneut nahm ich alles von meinem Mut zusammen, von dem leider nicht mehr viel übrig war. „Bitte, ich habe nichts gesehen“, flüsterte ich leise hinterher. Im gleichen Moment wurde mir klar wie dumm dieser Satz eigentlich war. Wenn ich wirklich nichts gesehen hätte, hätte ich nicht gewusst, dass es etwas zu sehen gab.
Angespannt wartete ich auf eine Reaktion meines Gegenübers.
Der Mann schüttelte den Kopf… „So ein Pech…für dich…“.
Ich versteifte mich unter seinem Griff. Der Mann der mich hielt drehte sich leicht in Richtung seiner Freunde und grinste. „Wir nehmen sie erstmal mit! Für den Fall das es noch mehr unfreiwillige Zeugen gibt“. Im gleichen Moment riss er mich herum, so dass ich nun nicht mehr mit dem Rücken sondern mit dem Gesicht voran gegen die Wand gepresst wurde. Der Gangster der mich hielt drehte mir die Arme auf den Rücken und hielt meine Handgelenkt fest umklammert. Mit der anderen Hand drückte er mich zwischen den Schulterblättern fest gegen die Wand. „Marc, gib mir das Tape! Nicht das uns unser Gast so schnell wieder verlässt…“
Mir traten Tränen in die Augen, die ich versuchte wegzublinzeln. Es wollte nicht so recht gelingen. Langsam bahnte sich die erste Träne ihren Weg meine Wange hinunter, verharrte kurz an der Wunde, die von der Ohrfeige herrührte, und tropfte schließlich von meinem Kinn zu Boden. Ich wusste ganz genau, wenn die mich erstmal gefesselt hatten, dann hatte ich keine Chance mehr. Zu verlieren hatte ich also nichts mehr. Mit dieser Erkenntnis kam auch wieder ein wenig von meinem Mut zurück. Vielleicht war es auch Leichtsinn, wer weiß das schon. Während mein direkter Gegner gerade abgelenkt war um das Tape von diesem Marc entgegen zu nehmen, lockerte sich für einen kurzen Moment sein Griff um meine Handgelenke und die Hand zwischen meinen Schulterblättern verschwand.
Das war meine einzige Chance. Jetzt oder nie.

Mit großem Schwung drehte ich mich um, entwand mich dem Griff und riss mein Knie nach oben.
Volltreffer!
Es landete genau da wo es weh tut… Mein Gegenüber sah mich für eine Sekunde erstaunt und erschrocken zugleich an, bevor sich sein Gesicht zu einer Maske aus Schmerz und Wut verzog und er in die Knie ging. Auch die anderen waren von meiner plötzlichen Gegenwehr so verdattert, das niemand eingriff als ich an ihnen vorbeistürmte.
Doch nach nur wenigen Metern vernahm ich das wütende Gebrüll der Bande. Verdammt, wenn die mich jetzt erwischten hatte ich ein richtiges Problem…
Erneut schossen mir die Tränen in die Augen. Ich versuchte sie wegzublinzeln, was nur minder-erfolgreich gelang. Ich brauchte klare Sicht und vor allem klare Gedanken, sonst hätte ich keine Chance diesen Gangstern zu entkommen. Stehen bleiben und in Ruhe nachdenken kam allerdings auch nicht in Frage.
Ich drehte mich kurz um. Der Schlag in die Weichteile meines Widersachers hatte mir einige Meter Vorsprung gewährt, aber sie waren hinter mir. Wenn mir nicht schnellstens was einfiel dann war‘s das...
Nun liefen mir doch die Tränen die Wangen herunter. Ich konnte sie nicht stoppen. Ich wusste noch nicht einmal wo ich genau hinsollte, kannte ich mich doch in diesem Ort nur sehr, sehr begrenzt aus.

Wie in einem schlechten Krimi war zu dieser Stunde natürlich keine Menschenseele mehr auf der Straße, die ich hätte um Hilfe bitten können. Die einsame Heldin rannte um ihr Leben…Ich schluckte den aufsteigenden Schluchzer herunter und rannte weiter. Die Tränen brannten in der Wunde, die der Schlag des Mannes hinterlassen hatte. Hinter mir hörte ich die Schritte meiner Verfolger. Wurden sie lauter? Kamen sie schon näher? Mein Atem verließ stoßweise meine Lunge.
Plötzlich sah ich etwas was mir zumindest ein klein wenig Hoffnung geben wollte. In einer Mauer, gleich hinter einer Kurve, war ein schmaler Spalt. Ich zwängte mich dazwischen. Er schien recht lang zu sein. Ich zwängte mich so schnell ich konnte weiter hindurch, schürfte mir dabei Knie und Arme ab, aber es war mir total egal. Ich wollte einfach nur weg.
Immer weiter tastete ich mich durch den Mauerspalt. Ich sah auf der Seite, durch die ich hineingekommen war die Männer vorbeilaufen und erstarrte. Würden sie merken wohin ich verschwunden war? Oder hatte ich so tatsächlich eine Chance zu entkommen?
Noch immer starrte ich zum Eingang des Spaltes, doch es erschien kein mörderisch wütendes Gesicht davor. Ich atmete die angestaute Luft aus. Dann arbeitete ich mich weiter durch den schmalen Spalt. Ich wusste, dass die Gefahr noch nicht vorbei war. Nur weil ich die Gangster im Moment nicht mehr sehen konnte hieß es nicht, dass ich ihnen entkommen war...
Endlich hatte ich das Ende der Mauerspalte erreicht. Vorsichtig schob ich meinen Kopf heraus und sah nach links und rechts. Die Luft war rein. Ich atmete einmal tief ein und wieder aus. Dabei spürte ich die Erschöpfung, die mich plötzlich übermannen wollte.
Ich biss die Zähne zusammen und trat aus dem Spalt. Schnell sah ich mich noch einmal um und rannte wieder weiter. Ich wusste, dass die Männer noch ganz in der Nähe waren, also hastete ich so schnell ich konnte durch die Straßen. Irgendwo musste doch mal jemand auftauchen den ich um Hilfe bitten konnte. Oder wenigstens um ein Handy…
Dann gelangte ich an eine Treppe. Gerade als ich die ersten zwei Stufen eilig nach unten hinter mich gebracht hatte ließ mich ein lautes Geräusch zusammenfahren. Ich sah hinter mich, von wo das Geräusch kam und sah noch wie die Katze sich hinter der umgefallenen Mülltonne versteckte.
Aber, was soll ich sagen… Treppen plus große Eile plus nach hinten gucken plus Panik ist keine gute Kombination.
In meiner Hast  verfehlte ich die nächste Stufe. So fiel ich und krachte mit einem erstickten Aufschrei am Fuße der Treppe auf den Boden.
Kurz blieb ich einfach nur benommen liegen. Von dem harten Aufprall war alle Luft aus meinen Lungen gepresst. Ich bewegte mich nicht. Dann hörte ich hastige Schritte. Noch immer lag ich unbewegt am Fuß der Treppe, die Augen geschlossen und versuchte den stechenden Schmerz in meinem Handgelenk weg zu atmen. Schließlich öffnete ich meine Augen ein wenig und erblickte 2 paar Beine, die schnell auf mich zu kamen. Nun konnte ich das Schluchzen nicht mehr zurückhalten. Sie hatten mich. Und sie würden bestimmt nicht zimperlich sein, nachdem ich ihnen solche Scherereien bereitet hatte.

Aaaaalso...Dies war dann der erste Teil. Ich würde mich freuen, wenn ihr das ein oder andere Review dalasst.

Bis zum nächsten Kapitel :-)
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