Schwarzleser aller Nationen, vereinigt euch

GeschichteAllgemein / P6
02.09.2016
19.09.2016
2
1733
7
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Viele hier beschweren sich ja das die Zehntausende Klicks haben und nur fünf Reviews und die dann nur von den gleichen Leuten. Dann wird sich ersteinmal darüber beschwert, wie scheiße die Community ist und das sich kaum jemand die Mühe macht ein Review dazulassen. Doch das kann viele Gründe haben. Hier erkläre ich, wieso ich nur wenige Reviews hinterlasse und mich gleichzeitig über fast jede Review freue und zu jeder nach Möglichkeit eine Antwort verfasse. Viel Spaß und vielleicht erkennt sich der eine oder andere darin ja oder ihm werden die Augen geöffnet.

1. Wenn du nichts gutes sagen kannst, dann halte die Klappe
Viele scheinen nach diesem Grundsatz zu reviewen. Ich jedoch nicht, obwohl ich es verstehen kann. Man möchte ja die Autoren für ihre (Mach-)Werke loben. Man möchte sie mit positiver Bestätigung antreiben. Doch dies hat zur Folge, das die meist auf einem Niveau bleiben und sich nicht verbessern. Wenn A funktioniert hat, wieso sollte man da B ausprobieren und damit eventuell Schiffbruch erleiden. Schreibt auch Reviews wenn euch etwas nicht gefällt und nennt auch dieses etwas beim Namen. Wer sich damit nicht abfinden kann, der sollte das Schreiben sein lassen, da er nicht mit Herzblut bei der Sache ist.

2. Keine Lust an einem Kinski zu geraten
Wer kennt Klaus Kinski? Hand hoch. Oder auch nicht ich kann es ja nicht sehen. Er war berühmt berüchtigt für seine Ausraster. Hier kann man auch auf Minikinskis treffen die jede Kritik, ob berechtigt sofort persönlich nehmen und einem am liebsten an die Gurgel springen würden. Von solchen Leuten sollte man sich nicht abhalten lassen. Die haben hier auch wenig zu suchen, da sie auch ein kollegiales Miteinander unmöglich machen. Berechtigte und konstruktive Kritik ist besser als jedes Lob da man dadurch etwas lernt und in Zukunft diese Kritikpunkte vermeiden kann.
Wenn die Kritik persönlich ist oder nur auf dem Geschmack des Lesers beruht, dann kann man sie auch gleich wieder aus dem Gedächtnis löschen. Betitelt nicht jeden der eine negative Kritik hinterlässt gleich als Hater. Es gibt nicht nur Fanboys und Hater.

3. Angst vor Rache.
Ich bin mir sicher, viele hier schreiben keine Reviews unter schlechte Geschichten weil sie keine Rachereviews wollen. Dabei sollte sich doch jeder über Reviews freuen. Mehr bekommen wir hier nicht für unsere Arbeit. Und wenn da ein paar Rachereviews dabei sind. Was solls. So hat man wenigstens eine Reaktion erreicht. Solche Leute lassen einen dann mietfrei in deren Hirn leben.

4. Was soll ich zu Mittelmaß schreiben?
Hierzu zähle ich mich zusammen mit dem nächsten Punkt. Ich lese eine Geschichte und sitze danach ratlos vor dem Bildschirm und weiß nicht was ich dazu schreiben soll. Die Protagonisten sind nichts besonderes, die Handlung war schon zu oft da und keine besonderen Stilmittel würden verwendet. Was soll man da schreiben? "Tolle Rechtschreibung" "Perfekte Interpunktion?" "Leider nur Mittelmaß?" "Nichts besonderes. Versuch es weiter?"
Viel mehr fällt mir bei den meisten Geschichten hier nicht ein.  Vielen von euch geht es bestimmt genauso. Klar ist es scheiße, aber soll man lügen und somit die Leute auf dem Mittelmaß lassen ohne das sie ihr Potential ausschöpfen? Eher nicht.

5. Hab kaum das erste Kapitel gelesen
Auch hier finde ich mich oft wieder. Ich fange eine Geschichte an, bin aber nach den ersten paar Absätzen genervt und klicke weg. Was soll man da schreiben? Soll man sich durchquälen um nachher vernichtend zu kritisieren? Soll man sich wirklich beinahe körperliche Schmerzen zufügen um eine berechtigte Review dazulassen? Ich meine ich schalte nen Film auch an wenn er mich langweilt oder so grottenschlecht ist, das er durch diese miese Qualität nicht Mal unfreiwillig lustig ist. Die einzige Ausnahme sind die SchleFaZ auf Tele 5. Außerdem kritisiere ich immer Leute die über nen Film oder n Buch als ganzes herziehen ohne ihn ganz gesehen zu haben. Sofern nicht die Aussage kommt: "Der war da schon so schlecht, langweilig ... das ich abschalten musste!" Es muss nichtmal wirklich schlecht sein dafür. Es reicht schon wenn man ne Spannungskurve hat die einer waagrechten Geraden gleicht. Obwohl ich hierbei meist weiterlese um herauszufinden ob ich mit meiner Vorhersage über den Handlungsverlauf recht hatte.
Wo es wirklich berechtigt ist, wenn man sich nach dem ersten Sätzen oder Kapiteln sagt, "Das intressiert mich nicht" und dann wegklickt, weil man sich etwas anderes erhofft hat.

6. Mal sehen wie es weitergeht
Dieser Punkt trifft auch auf mich zu. Viele Werke gehen ja über mehrere Kapitel. Wenn man mit einer neuen anfängt, also sie zu lesen, dann hat sie häufig nur ein oder zwei Kapitel und wenn die zwar vielversprechend sind aber noch keine Highlights bieten, wartet man an wie sich das ganze entwickelt und schreibt erst dann etwas dazu, jenachdem in es in die positive oder die negative Richtung ausschlägt. Also schreibt weiter, meine werten Kollegen, und lasst euch nicht entmutigen wenn nach den ersten drei Kapiteln nich keine Reviews da sind. und bitte, versucht etwas besonderes zu machen. Verliert euch nicht im Mittelmaß. Ihr müsst nicht das nächste Game of Thrones schreiben, aber versucht etwas einziges zu erschaffen. Das ist eure Pflicht als Autoren.

7. Faulheit
Das lasse ich absolut nicht gelten. Wenn ihr die Zeit hattet, die Geschichte zu lesen, dann nehmt euch die Zeit auch etwas dazu zu sagen. Sofern ihr etwas zu sagen habt, aber wenn das nicht der Fall ist, dann seit ihr nicht faul.

So das war's. Viel Spaß ihr ganzen Schwarzleser.
Review schreiben