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World´s Collide

von Maligne
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Gen
01.09.2016
29.09.2017
91
68.799
2
Alle Kapitel
74 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.09.2016 500
 
Diese fiktive Geschichte spielt in einer Welt die beinahe Identisch zu unserer Welt ist.
1 Fakt unterscheidet unsere Welten.


- Albert Einstein wurde nie geboren, die Welt hat die Nukleare Energie noch nicht wirtschaftlich nutzen können und von daher wurde das  AKW 1954 nicht in Betrieb genommen.

1.
Schemenhafte gestalten in einer farblosen Welt sind schlagartig wie weggewischt.
Fahles Licht strahlt durch das Glas lose Fenster an die graue Wand.
Ich zieh den Schlafsack bis zum Kinn hoch. Staub wirbelt auf, und fällt in Zeitlupe zu Boden, färbt die Welt grau.
Eine Pflanze rankt durch das Fenster, grün und saftig, wie ein Besucher aus einer fremden Welt.
Ich bin wach.
Reglos lieg ich da, starre die Decke an von der eine Ecke fehlt durch die sich dieses Fahle, traurige Licht hindurchzwängt.
5 Minuten noch, hätte ich früher gesagt, ich will nicht aufstehen, ich bin krank Mama, hab´ Bauchweh.
Es stimmt mir schmerzt der Magen, doch dieses taube Gefühl ist keine Verstimmung sondern ein Gefühl das mir früher nie wirklich bewusst war, Hunger.
"Ich bin hungrig", jedes mal wenn ich das sagte, log ich, ich hatte gar keine Idee wie es sich anfühlt hungrig zu sein, nie hatte ich wirklich hunger gefühlt bis zu jenem Tag. Ich habe über belangloses geweint. Ich weine nicht mehr, ich habe alle Tränen verbraucht und jammern und beten hat nicht geholfen, hat weder Durst noch Hunger gestillt.
Vögel sangen, sie hatten wohl jeden Grund dazu. Hunde bellten in der Ferne.
"Bist du wach?" eine helle fies klingende Stimme ertönte, ähnlich einem frechen Kind das es genoss jemanden zu ärgern.
"Bin ich" meine Worte hallten im leeren Raum zu mir zurück.
Gähnend stand es vor mir und rieb sich die Augen.
"Meine Runde etwas zu schlafen" verlangte es.
Ich stand auf, streckend ging ich ihm entgegen.
Violette Zipfelohren, ein rotes Halstuch und ein blasses Gesicht das ständig ein höhnendes Grinsen aufgesetzt hatte, so stand es vor mir.
Und doch war mir der Anblick dieses Wesens vertrauter als der Anblick eines Menschen.
"Dein Zug, Impmon"
"Lass mich länger als nur 2-3 Stunden schlafen" nörgelte mein Weggefährte.
"Der Hunger wird dich bald wecken, glaub mir"
"Ich hatte fast vergessen wie hungrig ich war" wie ein Kind dem man die Süßigkeiten verboten hatte, schaute er bedrückt auf den Boden während er sich einen Bauch rieb.
Ich ging die Treppe runter.
An einem Fenster in dem noch etwas Glas war blieb ich stehen.
Meine Reflektion.
Das war ich?
Mein ernstes Gesicht lugte unter einem Olivgrünen Kapuzenpulli hervor. Die dunklen braunen Haare zerzaust, das Gesicht ungewaschen. Ich sah weitaus älter als 15 aus, ich war erwachsen geworden, nicht weil ich wollte, weil ich musste. Die Sonne stieg, und Licht fiel gegen das Glas, löschte meine Reflektion aus.
Ich trat aus der Tür hinaus.
Graue Häuserfassaden gespickt mit grünen Pflanzen und moos, herumstreunende Tiere.
Doch es waren nicht die Tiere vor denen ich mich fürchtete....
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