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we were meant to be

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12
01.09.2016
01.09.2016
8
16.511
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01.09.2016 1.383
 
Hey meine Lieben!
Schön, dass ihr euch dazu entschieden habt, dieser Geschichte eine Chance zu geben.
Am Anfang werde ich noch einige Zeitsprünge machen, denn das erste Kapitel soll die Geschichte nur einleiten.
Später, wenn es dann an die beiden Hauptcharaktere geht, werde ich detaillierter.
Nun, viel Spaß beim Lesen!
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WE WERE MEANT TO BE

Es war einer schöner sonniger Tag, die Vögel zwitscherten, die Ferienkinder spielten mit dem Ball und die Pferde grasten friedlich auf der Weide. Holger musste noch eine Box ausmisten, während Bibi und Tina den Tisch für das Mittagessen deckten. Frau Martin stand am Herd und goss gerade die Nudeln ab, es roch köstlich! Nicht mal fünf Minuten später war jeder Platz am Tisch besetzt und die Kinder konnten es kaum abwarten endlich das leckere Essen zu genießen, wenn man bedenkt, dass sie doch heute schon ganz fleißig alleine die Pferde gesattelt haben. Ja, sie haben es sich redlich verdient. Dieser Meinung war auch Holger, als er mit dreckigen Händen und Klamotten in die Küche trat und sich gleich als erster den Löffel für die Nudeln nehmen wollte, aber da hat er wohl nicht mit seiner Mutter gerechnet, die ihm prompt einen Klaps auf die Hände gab.
„Aua! Wofür war das denn?“ entgegnete Holger.
„Sie doch nur wie du aussiehst! Umziehen und Hände waschen, zack zack!“ befahl Frau Martin mit halb belustigter Miene. Die Ferienkinder kicherten leise vor sich hin, daraufhin stand Holger grinsend auf und lief ins Bad.
„So, jetzt nehmt euch mal eure Portion, sonst wird das Essen kalt.“ meinte Frau Martin, die sich sogleich auch an den Tisch setzte. Die Kinder schmatzten und lachten vergnügt, Frau Martin genoss leise ihre Nudeln und Holger, der in der Zwischenzeit wieder geputzt und gestriegelt am Tisch saß, aß als wäre es seine erste Mahlzeit seit Tagen. Bibi und Tina waren schon fertig und planten ihren Tag.
„Wollen wir mit Alex nachher ein Eis essen gehen?“ fragte Tina.
„Oder lass uns zum See reiten und baden!“ schlug Bibi vor.
„Wir könnten auch bei der alten Mühle picknicken.“ meinte Tina voller Freude.
„Ihr könntet aber auch beim Ställe machen helfen.“ warf Frau Martin ein.
Bibi und Tina sahen sich nicht sehr begeistert an.
„Aber Mutti, es ist so schönes Wetter, müssen wir wirklich?“
„Nur, wenn ihr vorher in die Stadt reitet und mir ein paar Sachen besorgt.“ verhandelte Tinas Mutter und gab ihnen einen Einkaufszettel.
„Einverstanden!“ riefen Bibi und Tina im Chor und grinsten sich an.
Daraufhin musste auch Frau Martin lachen und die beiden Mädchen machten sich sofort auf, um keine Zeit zu verlieren.

...

Bibi und Tina haben Frau Martin alles gebracht, was sie auf den Zettel geschrieben hatte, aber vorher haben sie noch Alex abgeholt und in der Stadt ein Eis gegessen. Danach ritten sie zum See, mit Picknickkorb und Handtüchern ausgerüstet und kühlten sich an einem schönen heißen Sommertag ab. Auch die Pferde spielten im kalten Nass und erfreuten sich an dieser Abkühlung.
Nachdem die drei genug vom Baden hatten, legten sie sich auf ihre Handtücher und ließen sich von der prickelnden Wärme der Sonne trocknen und hofften zugleich ein wenig Farbe zu bekommen.

Währenddessen saß Frau Martin gemütlich auf ihrer Bank, genoss ein kühles Glas Wasser und las in der Falkensteiner Tageszeitung. „Erdbeeren im Angebot, Pferdemarkt in Rotenbrunn, neue Fahrzeiten für den Bus- und Bahnverkehr..“ flüsterte sie gelangweilt. Mal wieder nichts los in Falkenstein, dabei hatte Frau Martin endlich mal wieder Zeit und Lust etwas zu unternehmen.
Die Ferienkinder sind versorgt, der Stall ist gemacht, es grenzt fast an ein Wunder und doch weiß sie nicht, was sie sinnvolles mit ihrer Zeit anfangen soll. Kaum wollte sie darüber nachdenken, setzte sich auch schon ihr Sohn Holger an den Tisch.
„Die Kühe sind jetzt auf der Weide. Für heute ist alles erledigt. Also, was wollen wir heute noch machen?“
„Ich weiß es nicht.“ gestand Frau Martin.
„Wir könnten Bibi, Tina und Alex zum See nachreiten und mit den Kindern baden gehen.“ schlug Holger vor. Frau Martin überlegte. Es ist wirklich sehr warm und eine Abkühlung würde jedem mal gut tun, warum also nicht.
„Gut, ich sage es den Kindern und du machst die Pferde fertig.“ meinte sie.
„Einverstanden!“ grinste Holger seine Mutter an.

...

Eine halbe Stunde später kamen sie auch schon am See an und blickten in verwunderte Gesichter.
„Was macht ihr denn hier?“ fragte Tina mit hochgezogener Augenbraue.
„Das gleiche wie ihr oder gehört euch jetzt der See?“ neckte Holger seine kleine Schwester.
Daraufhin rollte Tina ihre Augen und musste lachen, was auch Holger ansteckte.
Die Ferienkinder waren schon ganz aufgeregt und konnten es kaum abwarten ins Wasser zu springen, doch trotz der Ungeduld, banden sie ihre Pferde noch brav an und verpflegten sie.
Frau Martin faltete derweil eine große Decke aus und packte Butterkuchen und Getränke aus der Satteltasche darauf.
„Nehmt euch ruhig, es ist genug für alle da.“ sagte sie.
Das ließ Alex sich nicht zweimal sagen und schnappte sich ein Stück Kuchen. Er biss hinein und verzog genießerisch das Gesicht.
„Schmeckt wieder fantastisch!“ lobte er Frau Martins Backkünste.
„Schön zu hören.“ lachte sie dankbar.
Einen Moment später kamen auch schon die Ferienkinder und beeilten sich ihre Klamotten loszuwerden, um sich endlich abzukühlen. Nicht mal eine Minute haben sie gebraucht und schon waren alle im See und spritzten sich das Wasser ins Gesicht.
Holger, der das bunte Treiben beobachtete, bekam nun auch Lust eine Runde schwimmen zu gehen.
„Kommt jemand mit ins Wasser?“ fragte er an Bibi, Tina und Alex gewandt.
Diese nickten sich nur grinsend an und sprangen dann motiviert auf.
„Natürlich kommen wir mit!“ antwortete Bibi und so liefen alle vier den Strand entlang zum Wasser. Frau Martin schaute ihnen hinterher und beschloss sich erst mal hinzulegen und sich zu sonnen, nach baden war ihr nicht.

...

So vergingen etwa drei Stunden, in denen sie schwammen, spielten und sich sonnten.
Sie packten gerade zusammen. Bibi wollte die ganzen Sachen zusammen hexen, damit es schneller ging, aber das war nicht in Frau Martins Sinn. Holger half den Ferienkindern mit den Pferden und Bibi, Tina, Alex und Frau Martin packten ihre Decken, Handtücher und die Verpflegung wieder in den Picknickkorb und in die Satteltasche.
„Wisst ihr was wir heute Abend machen könnten?“ fragte Bibi in die Runde, ohne eine Antwort zu erwarten.
„Was denn?“ meinte Tina neugierig, während sie gerade die leere Plastikbox einpackte, in der mal Kuchen war.
„Wir machen ein Lagerfeuer!“ sagte Bibi begeistert und sah ihre beiden Freunde an.
„Ja!“ stimmte Tina ihrer Freundin zu „Und Holger könnte auf seiner Gitarre spielen!“
„Nicht zu vergessen: Marshmallows!“ planten die Mädchen.
Alex sah zwischen den beiden hin und her, sie planten und planten, bis sich Tinas Mutter zu Wort meldete.
„Halt, halt, halt! Wie habt ihr euch das vorgestellt? Und wo auf dem Hof wollt ihr ein Feuer machen? Und wer kümmert sich dann darum?“ sah sie die beiden prüfend an.
Ohne lange zu überlegen beantwortete Tina die Fragen ihrer Mutter.
„Wir gehen auf den Reitplatz, da kann nichts passieren und die Pferde bekommen auch nichts mit.“
Dann schaltete sich auch Bibi ein.
„Genau! Wir würden uns um alles kümmern und falls es noch nicht reicht, dann hexe ich einen Sicherheitszauber.“
Frau Martin holte gerade Luft, um etwas zu sagen, als Bibi sie unterbrach.
„Ausnahmsweise natürlich und im äußersten Notfall!“ fügte sie schnell hinzu, was Frau Martin ihren Mund wieder schließen ließ.
„Also Mutti, was sagst du?“ fragte Tina hoffnungsvoll.
„Na schön..“ gab sie nach.
Bibi und Tina jubelten.
„Aber!“ fing Frau Martin an und die Mädchen verstummten.
„Ihr organisiert alles und ich möchte, dass der ganze Hof am nächsten Morgen noch steht!“
„Natürlich, dass schaffen wir!“  meinte Bibi.
„Du kommst doch auch oder Alex?“ fragte Tina ihren Freund.
Dieser erschrak sich leicht, da er so direkt angesprochen wurde, fing sich aber schnell wieder.
„Mein Vater bestand darauf, dass ich heute pünktlich zum Abendessen erscheine.“ sagte er.
„Frag ihn doch einfach, ob er auch kommen will, dann gibt es keinen Ärger.“ verhandelte Tina.
„Ich weiß nicht..“ setzte Alex an, wurde aber von Frau Martin unterbrochen.
„Ich rufe Falko an und frage ihn, wenn wir wieder auf dem Martinshof sind. Essen gibt es ja reichlich.“
„Klasse!“ rief Bibi und beendete somit das Gespräch.
Holger und die Ferienkinder warteten schon und als auch die letzten endlich auf ihren Pferden saßen, ritten sie zurück zum Martinshof.
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