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*Welcome to the other side*

von JanesBaby
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / FemSlash
30.08.2016
03.03.2021
40
94.773
43
Alle Kapitel
437 Reviews
Dieses Kapitel
27 Reviews
 
 
30.08.2016 1.924
 
Dies ist ein P 18 Femslash. Wer Probleme damit hat, dass Menschen des gleichen Geschlechts zueinanderfinden, wenn deine Religion Homosexualität verpönt oder verbietet, wenn du ein Gegner sexuell, graphisch detaillierter Handlungen bist oder denkst das ein "Rizzles" einfach der TV Serie gegenüber unangebracht ist. Bitte lies diese FanFic NICHT!!

Es sind keine Urheberrechtsverletzungen beabsichtig, geschweige denn ist es gewollt, das Ansehen der Charaktere bzw. der Darsteller zu schädigen. Diese Geschichte ist reine Fantasie. Sie wurde nur geschrieben, um die Fantasie der Leser zu beflügeln.




WELCOME TO THE OTHER SIDE




https://www.youtube.com/watch?v=eJwNm-rvRdg


20.00 Uhr - BPD

(Janes Sicht)

„Sieht nach einem Abend im Dirty Robber aus, oder Janie?“, Frankie grinste mich an.

„Absolut und da wir ja den Chef kennen...“, ich zwinkerte Korsak zu.

„Von mir aus gern, ich wollte sowieso mal nach dem Rechten sehen. Ich hatte die letzten zwei Tage kaum Zeit für die Bar, Angela hat alles übernommen.“

„Großartig.“

„Was ist mit Maura?“

„Ich fahre runter und hole sie. Wir treffen uns in zehn Minuten draußen.“


(xxx)

„Maura?“, mein Rufen hallte von den gefliesten Wänden der Pathologie wider. Doch hier schien sie nicht zu sein. Ohne zu klopfen betrat ich ihr Büro.

„Maura?“

„Ich bin hier.“, ich sah nur einen Teil ihres Kopfes, der andere war unter ihrem Schreibtisch verschwunden.

„Wir wollen auf ein paar Bier in den Dirty Robber und...ahh...was?“, doch mir versagten die Worte.

Mir stand wohl der Mund offen, als Maura hinter dem Schreibtisch hervorkam. Sie trug ein schwarzes Kleid, das meiner Meinung nach viel zu kurz geschnitten war, High Heels, die jedem den Atem raubten und ihre Beine noch länger und schlanker erscheinen ließen. Ihre Haare waren perfekt frisiert, dezentes Make Up und dazu der Duft ihres bevorzugten Parfums.

„Habe ich...", ich leckte mir über die trockenen Lippen, "...habe ich etwas verpasst?“

„Ich habe es dir doch erzählt.“

„Was hast du mir erzählt?“

Maura ging um mich herum und verließ das Büro.

Sie ließ mich einfach stehen...

„Hallo?“

„Ich bin sicher, ich habe es dir gesagt...“, perplex lief ich ihr zum Fahrstuhl hinter her.

„Ich denke nicht.“

„Nun...“

„Du hast ein Date?“

„Ahm...“

„Du musst ein Date haben. Schwarzes Kleid, fuck me Pumps...“

„Sprache, Jane.“, mahnte sie mich.

„Entschuldige, aber so wie du aussiehst, ziehst du alle Register. Ich... ich... bin sicher, dass hast du mir nicht erzählt.“

„Es ist kein Date in dem Sinne...“

„Was ist es dann?“

„Ich treffe mich mit jemandem in einer Bar, mehr nicht.“

„In dem Outfit?!“, kam es wohl etwas zu laut und skeptisch von mir.

„Warum nicht, ich habe kaum mehr Gelegenheit mich mal etwas feiner anzuziehen.“, anhand ihrer Tonlage erkannte ich, dass sie leicht genervt war.

„Ist ja gut...“, ich hob beruhigend beide Hände, "... ich hoffe, er ist nett, ich gönne es dir.“, sie blickte mich seltsam an.

„Danke.“, war ihre knappe Antwort.

„Sei bitte vorsichtig, wenn etwas ist, ruf bitte an und pass auf dein Getränk auf.“, Maura verdrehte die Augen.

"Jane, ich bin erwachsen...“, sie drückte meine Hand leicht, „... wir sehen uns morgen.“

„Ja... wir sehen uns morgen.“, murmelte ich noch, bevor die Fahrtstuhltür sich schloss. Erst als der Aufzug nach oben fuhr wurde mir bewusst, dass ich nicht mit in die Kabine gestiegen war...


(xxx)

„Maura kommt nicht mit?“, Frankie sah mich fragend an.

„Nein, sie trifft sich mit jemandem...“

„Ok...“, er startete den Motor, ohne die Sache weiter zu kommentieren.

Während der Fahrt überlegte ich, mit wem sie sich wohl traf. In letzter Zeit hatte ich weder bemerkt, dass Maura jemanden kennengelernt hatte, noch andere Anzeichen, wie vermehrte Telefonate oder ihr ständiges Lächeln, wenn es jemanden gab, der ihr Interesse geweckt hatte.
Sonst sprach sie mit mir darüber...

Selbst im Dirty Robber konnte ich mich nicht entspannen oder die Ausgelassenheit der Anderen nachempfinden.

„Was ist los?“, meine Mutter kam zu mir an den Tisch und blickte von oben auf mich herab, „... wenn du die Flasche weiterhin nur anstarrst wird das Bier warm.“

„Es ist nichts...“

„Komm schon, was bedrückt dich?“, als sie sich neben mich setzte, wusste ich, dass um ein Gespräch nicht herumkam, seufzend sah ich sie an.

„Maura hat ein Date...“, begann ich langsam.

„Das ist alles?“, sie verzog das Gesicht.

„Normalerweise macht mir das nichts aus, doch sonst erzählt sie mir zumindest davon.“

„Ah, ich verstehe. Du machst dir Sorgen.“

„Na ja, nach allem was Maura so datet schon.“

„Jane, entspann dich. Maura hat einen schönen Abend, freu dich für sie. Es wird schon nichts passieren, gerade weil sie einige...“, meine Mutter hustete leicht, „...Fehlgriffe hatte, wird sie vorsichtig sein.“

„Fehlgriffe? Du nennst Serienkiller und einen Aufenthalt im Gefängnis, Fehlgriffe?!“

„Ach komm schon. Es wird ein ruhiger Abend sein, Maura wird danach nach Hause gehen und sich morgen melden, wie immer.“

„Fragt sich nur, ob sie alleine geht, oder...“

„Selbst wenn, ich denke, das ist der Teil eurer Freundschaft, der privat bleiben sollte.“

„Angela, könnte ich noch ein Bier haben?“, rief ein junger Mann, der mit einigen Damen an einem der Ecktische saß.

„Natürlich, Bobby.“, rief sie, „... Jane, ich muss weitermachen. Hör auf dir den Kopf zu zerbrechen und entspann dich.“, sie legte mir kurz die Hand auf die Schulter und ging.

(xxx)

Ich war die Erste, die den Robber verließ. Bei mir im Apartment angekommen, fand ich dennoch keinen Schlaf, doch ich zwang mich Maura keine Nachricht zu schreiben, wodurch das Warten zur Qual wurde. Irgendwann fiel ich in einen unruhigen Schlaf.


7 Stunden später

Die Sonne weckte mich unsanft, meinem Wecker nach zu urteilen war es 9.30 Uhr.
Sofort griff ich nach meinem Handy, das ich zur Sicherheit auf die lauteste Stufe gestellt hatte, falls sie anrief, und sah auf das Display.

Keine Nachricht...

Kein Anruf...

Wieder war es die innere Unruhe, die mich antrieb. Dieses Mal schrieb ich ihr..

Guten Morgen :)
Schon ausgeschlafen?
Ich hoffe, du hattest einen schönen Abend?
Meld dich bitte.
Jane.

Minutenlang saß ich schweigend vor dem Telefon und wartete, doch es kam nichts...
Gegen 10.00 Uhr beschloss ich duschen zu gehen, in der Hoffnung, sie würde sich währenddessen melden. Doch auch danach blieb alles stumm.

Egal wie lange Maura sich die Nächte um die Ohren schlug, um diese Zeit kam zumindest eine knappe Nachricht. Langsam wuchs die Sorge um meine beste Freundin. Es folgten zwei weitere Nachrichten und eine Stunde Wartezeit.

Nichts...

Gegen 11.30 Uhr wurde ich zu nervös und beschloss zu ihr zu fahren, ich hatte für alle Fälle einen Zweitschlüssel, den ich jedoch ungern benutzen wollte, da ich nicht wusste, ob Maura eventuell allein war und um einer peinlichen Situation vorzubeugen.

Immer wieder, wenn ich an einer Ampel stand, galt mein Blick meinem Telefon, doch es brachte nichts.

Endlich hatte ich ihre Haustür erreicht, den Schlüssel für den Notfall in der Jacketttasche, die Dienstwaffe sicher verstaut im Holster.

Plötzlich kam ich mir albern vor. Was würde sie denken? Wahrscheinlich, dass mich die Neugier hergetrieben hatte und nicht die Sorge um ihre Sicherheit, doch mein Gefühl ruhte nicht, sondern sorgte dafür, dass ich Magenschmerzen bekam. Ich wollte ja nur sehen, ob es ihr gut ging. Genau damit rechtfertigte ich meinen Gedankengang und klingelte...

Doch die Tür öffnete sich nicht...

Noch einmal betätigte ich den Knopf und wartete. Als nichts geschah, griff ich nach dem Schlüssel. Gerade als ich ihn im Schloss herumdrehen wollte, bemerkte ich die Silhouette. Schnell zog ich ihn zurück.

„Jane?“, Mauras Stimme klang leicht heiser und sie sah aus als hätte sie eine lange Nacht gehabt, „...was machst du denn hier?“, ihr Morgenmantel hing leicht schief und zeigte mir mehr als ich eigentlich sehen wollte. Als Maura es bemerkte, verschloss sie ihren Ausschnitt mit einem kleinen Lächeln.

„Entschuldige, ich...“, ich presste meine Lippen aufeinander.“...ich... ich habe mir Sorgen gemacht, du hast nicht auf meine Nachrichten geantwortet und...“

„Du hast dir sonst etwas ausgemalt...“, betreten sah ich zu Boden.

„Geht es dir gut?“, fragte ich vorsichtig.

„Jane, ich weiß deine Fürsorge wirklich zu schätzen, doch sagte dir gestern schon, ich bin erwachsen.“

„Ich bin wirklich erleichtert...“, Maura lächelte mich an, „...auf den Schreck wäre ein Kaffee toll.“, ich lächelte zurück.

„Ahh...“, Maura schien urplötzlich sehr nervös.

Ich brauchte etwas um zu begreifen...

„Ohh...“, ich blickte sie mit offenem Mund an, „...ohhh!“, zog ich das Wort in die Länge, „...du... du bist nicht allein.“, mein Mund wurde schlagartig trocken.

Maura biss sich auf beide Lippen.

„Ok... ähm... ja... dann...“

„Wir sehen uns nachher im BPD, Jane.“, sie nickte mir zu und verschloss die Tür.

Ich stand da wie bestellt und nicht abgeholt und starrte ins Nichts.

„Ja... wir... sehen uns im BPD...“, nuschelte ich, bevor ich nachdenklich zu meinem Wagen ging.

(xxx)

Der Kaffee neben meinem PC war schon lange kalt und die Donuts hatte ich auch nicht angefasst...

Mauras Geheimnistuerei hielt meine Gedanken auf Trab, ich saß hier seit geschlagenen zwei Stunden und hatte nur wenige Sätze verfasst.

„Kommst du voran?“, Korsak stellte sich neben mich und sah über den Rand seiner Brille hinweg auf meinen Monitor.

„Nicht wirklich...“, seufzte ich matt.

„Darf ich?“

„Bedien dich.“, beherzt griff er nach dem Gebäck.

„Wie geht es Dr. Isles?“

„Ich war heute morgen kurz bei ihr.“, antwortete ich ihm knapp.

„Guten Morgen.“, Maura kam lächelnd auf uns zu und hielt mir den Bericht entgegen.

„Guten Morgen? Es ist Mittagszeit...“, entwich es mir schärfer als ich wollte. Sofort verschwand Mauras Lächeln, doch sie sagte nichts.

„Das hier ist der Laborbericht, es ist tatsächlich das Blut des Opfers.“

„Das sind doch gute Neuigkeiten. Wie war Ihr Abend?“, fragte Korsak höflich. Maura sah mich kurz an.

„Er war sehr anregend...“, ich verdrehte die Augen, doch bevor ich etwas sagen konnte, war sie verschwunden.

Wir beide wussten, dass ich es nicht dabei belassen würde...


(1 Stunde später)

Mit einem merkwürdigen Gefühl im Magen klopfte ich an ihre Bürotür.

„Komm rein.“

„Woher wusstest du, dass ich es bin?“, Maura setzte ihr, `Ich kenne dich sehr gut Jane'-Gesicht auf und ich grinste schief.

„Also?“

„Also was?“

„Du weiß, was ich meine...“

„Hör mal, ich, ich wollte heute morgen nicht stören. Ich wusste ja nicht das du...“, Maura verschränkte die Arme vor der Brust, „...das du... ahm... Maura komm schon, du bist meine beste Freundin, ich habe mir wirklich nur Sorgen gemacht.“

„Ist schon gut. Du brauchst dir wirklich keine Sorgen machen.“

„Das heißt, er ist nett?“, versuchte ich mehr herauszufinden.

„Es ist mehr als das.“, ich bewegte die Hände um zu signalisieren, dass ich mehr hören wollte, doch Maura schwieg.

„Was ist los?“

„Es ist kompliziert, Jane. Ich würde das gerne vorerst ruhen lassen... ich...“

„Ist er beim FBI? CIA?“

„Nein.“

„Ist er verheiratet?“, flüsterte ich.

„Ach, Jane...“, wieder dieser genervte Unterton.

„Verzeih, doch normalerweise reden beste Freundinnen...“, ich zeigte erst auf sie und dann mich, „...darüber.“

„Dieses Mal geht es nicht... noch nicht...“

„Und ich soll mir keine Sorgen machen?“

„Jane, es ist...“

„Kompliziert, ja Maura. Das sagtest du bereits...“

„Ich will es dir ja nicht vorenthalten, doch der Zeitpunkt stimmt nicht.“

„Ok...“

„Ich werde es dir sagen, gib mir noch etwas Zeit.“, ich ließ es mir nicht anmerken, doch ich war nicht nur beunruhigt, sondern auch auf eine merkwürdige Weise traurig und etwas beleidigt.

„Gut...“, ich nickte schnell, „...ähm, wie wäre es heute Abend mit einem Film? Pizza, Bier... Wein? Ich verspreche dir das Thema nicht mit einem Wort zu erwähnen.“, versuchte ich abzulenken.

„Das ist sehr nett und ich würde gerne...“, ich atmete laut aus.

„Aber du bist verabredet...“

„Ja...“

„Ich verstehe...“

„Wie wäre es übermorgen?“

„Klingt gut.“, innerlich war ich mehr als nur verletzt, doch ich schwieg...
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