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Roommates

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Derek Hale Laura Hale Lydia Martin Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi Peter Hale Scott McCall
30.08.2016
19.05.2021
19
30.493
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30.08.2016 2.189
 
Roommates?
Stiles stand vor einem relativ großen Apartmentkomplex und sah ein paar Mal von seinem Zettel zu dessen Hausnummer. Er hatte es sich so notiert, war aber fast sicher das er sich etwas falsch aufgeschrieben hatte. Es war ein großes, modernes Gebäude, mit riesigen Balkonen und er konnte in der Lobby einen Portier sitzen sehen. Er musste auf jeden Fall falsch sein.
Begonnen hatte es damit, dass er am schwarzen Brett der Uni einen Aushang für ein Zimmer entdeckt hatte. Der Aushang war schon etwas älter, also hatte er angerufen und gefragt ob das Zimmer noch frei sei. Am anderen Ende war ein Mann gewesen, Derek, wie er sich vorstellte, der zwar etwas grummelig war, aber ihm sagte, dass das Zimmer noch frei war. Also hatten sie einen Termin ausgemacht für heute.
Die Wohnung war nur wenige Minuten von der Uni entfernt und wäre daher perfekt. So müsste er nicht mehr jeden Tag so weit fahren.
Aber wenn er sich das hier so ansah, würde er sich vermutlich nichtmal die Abstellkammer leisten können.
Es hatte ihn ein wenig gewundert, dass auf dem Aushang keine Miete gestanden hatte, aber er dachte sich eigentlich, ein Studentenzimmer wäre wohl bezahlbar.
Er zupfte an seinem Shirt und betrat etwas schüchtern die Lobby. “Hallo. Ich denke ich bin möglicherweise falsch. Ich wollte zum Apartment 12, Derek Hale” erklärte er dem Portier. “Wirklich?” entgegnete dieser verwundert. “Ja, aber ich habe mir vielleicht die falsche Hausnummer notiert” wand Stiles ein. “Nein, Sie sind hier richtig. Es ist nur ungewöhnlich” murmelte sein gegenüber. “Wieso?” fragte er nach. “Mister Hale bekommt sonst nie Besuch, außer von seinem Onkel, aber bitte, ich lasse Sie hinauf” sagte der ältere Mann und führte ihn zu den Aufzügen. Es waren alte, goldene Aufzüge, wie man sie aus Filmen kannte und Stiles staunte erneut. “Fünfter Stock” lächelte der Portier und drückte für ihn den Knopf, nachdem er eingestiegen war.
Eigenartig, sehr eigenartig, dachte er während er nach ganz oben fuhr. Nachdem er ausgestiegen war, sah er sich um. Scheinbar gab es nur eine einzige Tür auf diesem Flur. Gehörte diesem Typen etwa die ganze obere Etage? Es wurde immer abgefahrener. So langsam bekam er auch ein komisches Gefühl im Magen. Ein Typ ohne Besucher, in so einem Haus, der ein Zimmer vermieten wollte?
Nun, Stiles war allerdings niemand der den Schwanz einkniff und außerdem war er unglaublich neugierig, also ging er zu der Tür und klopfte.
Nach kurzem wurde die dunkelbraune, schwere Holztür geöffnet und ein Mann stand ihm gegenüber. Aber nicht irgendein Mann, es war...der gutaussehenste Mann der ihm je in seinem Leben begegnet war. Er war groß, hatte breite Schultern, muskulöse Arme, hatte ein perfektes, kantiges Gesicht, wunderschöne, grüne Augen, einen sexy Dreitagebart, dunkle Haare und sah einfach nur unglaublich aus.
Stiles starrte ihn einfach nur sprachlos an.
“Wegen des Zimmers?” fragte der Adonis und sah ihn fragend an.
Es dauerte noch einen Moment bis Stiles sich gefangen hatte und nickte.
Derek drehte sich um und ging in die Wohnung, ließ die Tür offen, so dass Stiles ihm folgen konnte. Der jetzt die Rückseite des wunderschönen Mannes bewunderte.
“Kannst du kochen?” fragte der dunkelhaarige und setzte sich auf einen Sessel.
“Wie bitte?” entgegnete Stiles, der zu abgelenkt war vom Blick auf den Hintern seines Gegenübers.
“Kannst du kochen?” wiederholte dieser.
“Ähm, ja...ich...eigentlich schon” antwortete Stiles jetzt und setzte sich zögerlich auf das schwarze Ledersofa.
Derek nickte und schien mit der Antwort zufrieden. “Bist du ordentlich?” fragte er dann.
“Ja, meistens schon, ich meine, ich lasse schon mal was liegen...aber natürlich nur in meinem Zimmer…” stammelte er, nachdem er Dereks Blick gesehen hatte.
“Ich mag es nicht wenn Dinge einfach so herumliegen” erklärte der dunkelhaarige.
“Verstehe” nickte Stiles und schluckte.
“Haustiere?” stellte Derek eine neue Frage und Stiles schüttelte den Kopf. “Aber ich habe nichts gegen Tiere, ich mag sie, aber ich habe keine” sagte er.
“Es werden hier keine Tiere gehalten” erklärte Derek erneut. Dann schien er zu überlegen, was er noch fragen wollte. Er wirkte irgendwie nicht so als hätte er gern jemanden in seiner Wohnung, oder als hätte er es nötig.
“Hey, ähm, darf ich dich auch etwas fragen?” erkundigte sich der jüngere vorsichtig.
Derek nickte etwas skeptisch.
“Ich frage mich nur...naja...es sieht nicht so aus als wolltest du einen Mitbewohner, nimm es mir nicht übel, außerdem sieht es vor allem so aus als bräuchtest du keinen Mitbewohner, denn...die Bude hier ist...wow, beeindruckend. Ich war noch nie in so einer tollen Wohnung. Naja und dann, selbst wenn,...glaube ich nicht das ich es mir leisten könnte, ich suche eigentlich nur ein Zimmer in der Nähe der Uni, damit ich es nicht so weit habe” lächelte Stiles dann etwas verlegen.
Derek sah ihn eine Weile nur an. Irgendwie hatte sich sein Blick verändert. Am Anfang war er komplett abwehrend gewesen, das schien sich jetzt zu legen.
“Hast du Freunde an der Uni?” fragte der dunkelhaarige dann.
Stiles sah ihn verdutzt an. “Ja, wieso?”
“Na gut, versuchen wir es” murmelte Derek mehr zu sich selbst als zu Stiles. “Ich will keine Miete von dir. Du kannst dafür kochen und Ordnung halten. Immer Donnerstags kommt die Putzfrau. Keine Laute Musik und keine Dates. Du kannst alles benutzen, dich aber nicht ausbreiten mit irgendwelchem Kram” sagte Derek bestimmt.
“Keine Miete? Nur kochen?” hakte Stiles erstaunt nach.
“Ich brauche das Geld nicht” entgegnete der dunkelhaarige lediglich. “Ich zeig dir das Zimmer” fügte er hinzu und bedeutete ihm, ihm zu folgen.
Erst jetzt schaute er sich das Apartment ganz genau an. Im Wohnzimmer, wo sie gegessen hatten, hab es eine Sitzecke mit Sofa und Sesseln, einem riesigen Bücherregal und sogar Kamin. Gegenüber war eine Glasfront, davor ein großer Esstisch mit Stühlen und hinter der Ecke war eine große, moderne Küche mit Kücheninsel und Barstühlen. Derek führte ihn jetzt einen Flur entlang.
“Es gibt zwei Gästezimmer, du kannst dir eins Aussuchen. Da hinten ist das Bad, dort der Fitnessraum. Das hier ist mein Schlafzimmer” er deutete auf eine Tür “und die Treppe führt zur Dachterasse.
“Dachterasse” murmelte Stiles andächtig. “Darf ich sie ansehen?” fragte er und stieg dann die Stufen hinauf.
Derek folgte ihm.
“Wahnsinn” staunte der Junge, als er oben war. Der Blick war einfach umwerfend, er konnte sogar den Campus sehen. Außerdem war die Terrasse einfach traumhaft. Eine helle Rattanlounge, Sessel und Sofas, Sonnenschirme, eine richtige Bar und ein Wirlpool sogar. “Meine Güte” seufzte Stiles beeindruckt.
“Ich bin nicht sehr oft hier oben, aber...dann wird es vielleicht mal genutzt” sagte Derek hinter ihm.
Bisher hatte sich Stiles zurück gehalten, er wollte ja einen guten Eindruck machen, aber nun brach es aus ihm heraus.
“Was? Es ist der absolute Hammer hier oben. Ich würde nur hier oben sein und Partys schmeißen an deiner Stelle” brabbelte er aufgeregt.
Der dunkelhaarige, grummelige Mann lächelte tatsächlich ein wenig und es stand ihm hervorragend.
“Auf die Gefahr hin, du willst mich dann vielleicht doch nicht hier haben, aber ich rede gerne viel und bin ein wenig anhänglich manchmal” gestand Stiles verlegen. “Aber, bitte, ich will hier nicht mehr weg” sagte er dann und setzte einen bettelnden Hundeblick auf.
Derek atmete tief durch und sah ihn noch einen Moment an. “Du kannst bleiben” sagte er dann, wirkte aber immernoch skeptisch.
Als nächstes zeigte er Stiles die beiden Gästezimmer, die sich recht ähnlich sahen und Stiles sich das aussuchte, was näher am Wohnzimmer und an Dereks Zimmer dran war. Es war groß, viel größer als jedes andere Schlafzimmer in dem er je gewesen war und hatte ein riesengroßes Fenster.
“Es hat allerdings keinen Balkon” sagte Derek fast entschuldigend.
“Oh, ja, das ist natürlich furchtbar” witzelte Stiles.
Derek schaute ihn leicht fragend an, als wäre er nicht sicher ob es ernst gemeint war.
“Das war ein Witz. Das Zimmer ist unheimlich toll” klärte Stiles ihn auf. “Wirklich? Wenn irgendetwas fehlt…” begann der dunkelhaarige. “Nein, wirklich nicht, es ist super. Vielen Dank” lächelte der jüngere.
Sie schwiegen einen Moment.
“Dann...hast du also einen Balkon an deinem Schlafzimmer, ja?” fragte Stiles neugierig. “Ja” nickte der dunkelhaarige. “Darf ich es mal sehen?” strahlte Stiles ihn an.
Derek schien mit sich selbst zu hadern. So richtig war ihm das wohl nichts, aber scheinbar stimmte ihn das breit grinsende, fröhliche Gesicht vor sich um. “Okay” stimmte er zu und führte den jüngeren in sein Zimmer.
Insgesamt war es alles ziemlich dunkel, modern, minimalistisch und sehr ordentlich. Es lag nichts herum und Möbel gab es auch wenig. Ein Kommode, einen Schrank, ein riesengroßes Bett und einen Nachttisch. Die großen Fenster waren mit schweren Vorhängen zugehangen, nur das Balkonfenster war frei. Stiles lugte durch die Glastür. Dort standen zwei sehr große, klobige, gemütlich aussehende Sessel, ein kleiner Tisch mit einem Aschenbecher und ein Sektkühler. “Du rauchst?” fragte er neugierig.
Derek schüttelte den Kopf. “Nein, mein Onkel, Peter, er raucht manchmal und ist ab und zu hier” erklärte der ältere.
Ah, der Onkel, dachte Stiles, sagte aber nichts, er wollte schließlich nicht, dass der nette Portier ärger bekam.
Ohne darüber nachzudenken setzte sich Stiles auf Dereks Bett und federte ein wenig nach.
Als sein Blick wieder zu Derek wanderte hatte dieser die Augenbrauen hochgezogen und sah ihn mit einem undeutbaren Blick an.
“Oh, Verzeihung, ich wollte nicht…” stammelte er und sprang vom Bett auf. “All meine Freunde haben nicht so viele schöne Möbel wie du...da sitzt man...auf dem Bett” versuchte er sich zu erklären.
“Schon okay” schüttelte Derek den Kopf. “Ist nicht schlimm...ich bin es nur nicht gewohnt” sagte er dann. “Du hast nicht oft Besuch...oder?” fragte Stiles vorsichtig.
“Nein, eher nicht. Ich bin darin nicht gut und ich habe eigentlich auch kein Interesse daran, aber ich habe Peter versprochen, es zu versuchen” gab der dunkelhaarige seufzend zu. “Er meint es sicher nur gut” lächelte Stiles. “Und ich finde, das hier ist doch ein guter Anfang” fügte er dann hinzu und deutete auf sie beide.
“Das war auch Peters Idee. Er war auch das mit dem Aushang” erklärte Derek.
“Oh, ach so, naja, weißt du wenn du mich gar nicht hier haben willst...dann...versteh ich das” murmelte Stiles etwas niedergeschlagen.
“Nein, ich hab gesagt du kannst bleiben, das war ernst gemeint” entgegnete Derek.
Stiles strahlte wieder und sah ihn an. “Bin ich dir etwa sympathisch? Aber darüber musst du dir keine Sorgen machen, ich habe auf jeden diese Wirkung” kicherte er. “Und möglicherweise kann ich dir sogar helfen, wenn du willst.”
Erneut zog Derek die Brauen hoch.
Stiles kicherte noch immer. “Wie wäre es, wenn ich für uns beide morgen Dinner koche? Dann kannst du dich gleich davon überzeugen ob ich kochen kann oder nicht” schlug er dann vor.
Der dunkelhaarige nickte langsam.

Das war vielleicht seltsam gewesen, dachte Stiles, als er später nach Hause ging. Dieser Derek war komisch, aber irgendwie mochte er ihn auch, was vielleicht auch zum Teil daran liegen könnte, wie gut er aussah. Er war schon sehr verschlossen und offensichtlich ein echter Einzelgänger, aber das würde Stiles schon ändern.
Und diese Wohnung war der absolute Wahnsinn. Er glaubte immernoch nicht, dass er dort wohnen könnte, Mietfrei. Er würde es vermutlich erst glauben, wenn er den Schlüssel in der Hand hielt.
Diese wunderschöne Dachterasse hatte es ihm am meisten angetan. Neben dem sexy Mitbewohner, den er bald haben würde.
Hoffentlich lief dieser gerne nackt durch die Wohnung, dachte er grinsend.

“Ach Unsinn. Erzähl mir keine Märchen Derek, sonst muss ich dir die Ohren lang ziehen. Ich habe sowieso die Hoffnung aufgegeben. Bisher hast du jeden vergrault. Ich sehe ein, ich kann dich nicht zwingen ein Sozialleben zu haben” sagte Peter und nahm sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank.
“Ich lüge dich nicht an” versicherte Derek seinem Onkel.
“Also du willst mir sagen, du hast jemanden gefunden den du hier wohnen lässt? Ehrlich?” fragte Peter und sah ihn skeptisch an. “Frau oder Mann?”
“Er war gestern hier” antwortete sein Neffe und verdrehte die Augen. “Ein Mann also. Ein Student? Ist er süß?” grinste der ältere und setzte sich auf einen Barstuhl.
“Ja ein Student und...was weiß ich” murmelte Derek und kramte ein Glas aus dem Schrank hervor.
“Aha...alsoo findest du ihn nicht niedlich und hast ihn vielleicht deshalb nicht sofort vergrault?” bohrte Peter nach und betrachtete seinen beschäftigt wirkenden Neffen amüsiert.
“Unsinn” stritt es dieser sofort ab.
“Dann kannst du ihn mir ja vielleicht mal vorstellen” grinste der ältere jetzt.
Derek warf ihm einen bösen Blick zu, woraufhin Peter leise lachte. “Also findest du ihn doch ein bisschen toll.”
“Ach halt die Klappe. Ich will vor allem nicht, dass du dich an meinen Mitbewohner ranmachst. Zumal du viel zu alt bist für ihn” knurrte der dunkelhaarige.
Peter schnappte empört nach Luft. “SO alt bin ich nun auch noch nicht. Gib doch einfach zu, dass du ihn magst, was ja auch endlich mal Zeit würde, dann werde ich ihn nicht anrühren.” versprach er grinsend.
“Mhpf” kam es von Derek und er wand sich dem Kühlschrank zu. “Möglicherweise...ist er...ganz okay” räumte er dann ein.
Sein Onkel grinste zufrieden und klopfte sich in Gedanken selbst dafür auf die Schulter. Vielleicht war ja bei Derek doch noch nicht alles verloren.
 
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