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Trost

von T-Lana
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Charles Tucker III T'Pol
29.08.2016
01.09.2016
2
1.919
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01.09.2016 1.104
 
Die nächsten Tage verbrachte Trip wie im Trance. Sein Alltag zog an ihm vorüber ohne dass er viel davon mitbekam. Es war ein Glück, das nichts wirklich wichtiges passierte, da er in diesem Falle vollkommen nutzlos gewesen wäre. Erst am Abend klärten sich seine Gedanken. Seit er vor ein paar Tagen bei T’Pol rein geschneit war und die Nacht bei ihr verbracht hatte, hatte sich dies zu einem Täglichen Ritual entwickelt. Meist saßen sie Stundenlang einfach nur da oder  Unterhielten sich. Meistens solange bis beide noch halb im sitzen in einen erschöpften Schlaf sanken. Es war ihnen Recht. Nicht ein einziges Mal hatte er in letzter Zeit schlecht geschlafen. Der Schmerz brannte immer noch tief in seiner Brust, doch wenn er bei T’Pol war, war er in der Lage ihn für einige Zeit zu vergessen.
Mit der Zeit wurde es besser. Der Scherz ließ zwar nicht wirklich nach, aber er lernte damit zu leben, bis es zu einem dumpfen Gefühl in der hintersten Ecke seines Bewusstseins abklang. Er machte weiter. Er fing an allmählich wieder ein wenig Spaß am reparieren der ewig kaputten Maschinen zu haben und besuchte sogar wieder die Messe. Hin und wieder Lachte er. Es hatte sich alles langsam zum besseren gewandt und doch war alles fest miteinander verbunden, eine lange Kette von Ereignissen, dass es schwer war den Konkreten Auslöser dafür zu finden. Dass er zu T’Pol gegangen war hatte alles ins Rollen gebracht, wodurch es nicht sehr überraschend war, das er bei ihr zum ersten Mal seit langen den Schmerz vergaß und für einen kurzen Moment wieder Trip war.
„Bist du dir sicher?“ hatte sie mit ihrer gewöhnlich kühlen Stimme gefragt.
„Wann war ich das jemals?“ seine Stimme hatte so traurig, so gebrochen geklungen.
„Ich halte dies für keine gute Idee.“
„Alles andere wäre ein Wunder.“
Sie hatte ihn verständnislos angesehen. Dementsprechend war ihre Antwort ausgefallen. „Ich verstehe nicht ganz.“
„Sind die Vulkanier nicht immer der Meinung man sollte doch noch ein bisschen warten?“ Sie hatte dem Drang mit den Augen zu rollen, aufgrund diesem immer wieder auftretendem Thema, widerstehen müssen. „Ich glaube dieses Thema hatten wir schon.“
„Dann können wir das Gespräch ja auch überspringen. Ich würde sowieso gewinnen.“ Ein leicht neckisches Grinsen hatte dabei seine Lippen umspielt, was sich bei seinen folgenden Worten sogar noch ein wenig verstärkt hatte. „T’Pol kann es vielleicht sein das sie sich um mich Sorgen machen?“
„Ich halte es lediglich nicht für besonders klug schon wieder an einer Außenmission teilzunehmen. Es ist noch nicht lange her.“ Seine Miene hatte sich bei diesen Worten  ein wenig verhärtet.
„Ich schaff das schon.“ Damit hatte er sich umgedreht und wollte gerade ihr Quartier verlassen als er sich doch noch einmal umwandte. „Du machst dir wirklich Sorgen, oder? Nein, sag nichts, ich weiß das ich recht habe.“ Und bevor sie irgendetwas zweifellos Logisches sagen konnte womit sie seiner Theorie den Boden unter den Füßen weggezogen hätte, stürmte er aus dem Raum und ließ eine T’Pol mit halb geöffneten Mund zurück.
Ein paar Tage später hörte man ihm seit langer Zeit wieder lachen, auch wenn es verhaltener und steifer war als normaler weiße.
Langsam ging es bergauf und so kam es das er manchmal nur noch abends bei T’Pol zu Besuch war und dann in seinem eigenen Bett schlief. Nach einiger Zeit wurden auch seine Besuche unregelmäßiger. Manchmal kreuzte er Tage hintereinander nicht auf, um dann allerdings umso länger bei ihr zu bleiben. Ihre Gespräche nahmen einen fröhlicheren Klang an, allerdings zog sich auch T’Pol wider von ihm zurück. An manchen Tagen bemerkte er es kaum und zweifelte sogar an seiner Urteilskraft, an anderen Tagen war es hingegen so sehr spürbar dass es seine Stimmung unweigerlich in ungeahnte Tiefen zog. An einem Tag der zweitgenannten Sorte platzte ihm der Kragen und er machte seinen Gefühlen Luft.
„Was soll das?“ Sie schaute ihn verständnislos an.
„Was soll was?“
„Na das!“ antwortete er hitzig und gestikulierte wild mit seinen Händen abwechselnd zwischen ihnen hin und her.
„Ich fürchte du musst dich noch etwas genauer ausdrücken.“ Meinte sie Kühl. Er stöhnte genervt auf.
„Du machst mich wahnsinnig. In einem Moment sind wir uns wahnsinnig nah, das ich das Gefühl habe dir alles erzählen zu können und im nächsten Moment stößt du mich von dir.“ Bei jedem anderen wäre er sich sicher gewesen gesehen zu haben wie sich ihr Gesicht verspannte, allerdings war es nicht irgendjemand sondern T’Pol und so konnte er nur wider an seiner Wahrnehmung zweifeln. Dennoch hatte er das Gefühl das in ihrer Stimme eine Spur Schärfe mitschwang.
„Ich weiß nicht was du meinst.“
„Doch das weißt du ganz genau.“
„Ich kann mich nicht erinnern, dass der Doktor erwähnt hätte dass du plötzlich zum Telepathen geworden bist.“
„T’Pol du weißt was ich für dich empfinde. Wenn du auch nur etwas für mich übrig hast dann entscheide dich, bitte! Ich bin es leid nie zu wissen wo ich gerade bei dir stehe. Du verletzt mich mit jedem kalten Wort, mit jeder abstoßender Geste.“ Sie machte keine Anstalten zu antworten so dass er sich seufzend erhob und zur Tür ging. „Dann eben nicht.“ Er hatte die Tür schon geöffnet, als ihn ihre leise Stimme zurück hielt.
„Ich bin nicht gerade für Beziehungen wie du sie willst geeignet. Es wird immer Momente geben in denen ich dich von mir stoße.“ Er drehte sich zu ihr um. Sie schaute ihn mit ihren großen braunen Augen an und er konnte nicht anders als sanft zu lächeln.
„Ich weiß. Du bist Vulkanierin. Es ist die Ungewissheit die mich in den Wahnsinn treibt. Nie zu wissen, ob du mich von dir stößt, weil ich dir zu nahe bin und du es nicht möchtest oder ob dir deine Gefühle zu viel werden. Ich habe Angst dass ich mir etwas vor mache, was das zwischen uns angeht. Es ist mir egal wie Antarktis mäßig du manchmal drauf bist. Ich habe mich in dich verliebt, du kalter Eisblock. Ich will einfach nur Gewissheit. Ein wenig festen Boden.“ Er blickte ihr fest in die Augen welche während seiner Rede kaum merklich weicher geworden waren. Eine Weile sagte niemand etwas.
Sie war es die schließlich die Stille durchbrach. „Ich liebe dich.“ Er konnte sehen wie viel Überwindung diese drei Wörter sie gekostet hatten.
„Und ich liebe dich.“  Mit diesen Worten senkte er seinen Kopf und versiegelte ihre Lippen zu einem Kuss, von dem Beide Hofften er möge nie enden.

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So, das wars dann. Puh. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben und ich hoffe es hat euch gefallen. Ich würde mich wirklich seeeeehhr über Reviews freuen. (Hier bitte einen Hundeblick denken)
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