Geschichte der Vergangenheit

von Babsi1511
GeschichteAllgemein / P12
Carter Isabelle
28.08.2016
28.08.2016
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Ein paar Tage nachdem Nathaniel besiegt war, kerhte allmählich wieder Ruhe in das Elite Internat Cimmeria Academy ein. Wie fast jeden Tag machte sich Allie auch heute wieder auf den Weg zu Isabelles Büro. Sie mussten alles mögliche, was Aurora anging, besprechen, bzw. Formulare ausfüllen und unterschreiben . An Isabelles Büro angekommen, ging Allie schließlich ohne zu klopfen durch die Tür. Sie empfand es nicht mehr als nötig, und Isabelle hatte normalerweise auch nichts dagegen. Normalerweise. Doch jetzt wünschte Allie sich doch angeklopft zu haben.Der Grund?  Ihre Rektorin stand knutschend mit Julian Bell-Howard vor ihr. Die beiden schienen sie nicht zu bemerken. Nach wenigen Sekunden räusperte sich Allie schließlich. Schnell ließ Isabelle von Julian ab und starrte Allie überrascht an, bevor sich ein rotschimmer auf ihre Wangen legte und sie versuchte ihre Haare zu richten. Julian hingegen konnte sich ein Lachen nur schwer verkneifen. Allie kam diese Situation nur allzubekannt vor, nur dass sie dieses mal diejenige war, die Isabelle beim knutschen erwischt hatte .,, Ach, Isabelle, da bist du ja! " diesen Satz konnte sie sich nicht verkneifen, genauso wenig wie das Grinsen, dass sich nun auf ihre Lippen schlich. Nun lief Isabelle entgültig rot an. Um von sich abzulenken, schickte sie Julian nach draußen, der sie erst einmal empört betrachtete. Nach mehreren Augenblicken, die mit einem Blickkampf von Isabelle und Julian gefüllt waren, machte er sich schließlich seufzend auf den Weg nach draußen. Er hatte verloren. Isabelle sah ihm kurz nach, bevor ihr Blick an Allie hängen blieb.,,Was steht heute an?" fragte Allie, als ob nichts wäre. Isabelle, die froh über den Themenwechsel war, nahm gleich ein paar Blätter vom Schreibtisch und hielt sie Allie entgegen. Dabei viel ein Bild von dem Tisch, das nun am Boden lag. Isabelle jedoch bemerkte es nicht.,, Du musst hier nur ein paar Sachen unterschreiben..." erklärte sie Allie was zu tun war. Doch Allie hörte ihr nicht zu. Ihr Blick war auf das am Boden liegende Bild geheftet. Schließlich hob sie es auf und betrachtete es näher.,, Ist das Carter?  " fragte sie schließlich. Isabelle blickte ihr von hinten über die Schulter und nickte lächelnd.,, Ja. Da war er fünf..." Allie betrachtete das Bild noch eine Weile, bevor sie sich Isabelle zuwandte.,, Fünf? Da sind doch seine Eltern gestorben, oder?  " Isabelle nickte wieder. Dieses Mal lag Trauer in ihrem Blick. Schweigend betrachteten die Beiden weiter das Bild. Auf ihm zu sehen waren Carter mit Isabelle und Bob. Carter lag lachend im Schlamm während Isabelle und Bob alles andere als erfreut wirkten. Allie war neugierig was damals vorgefallen war, doch bevor sie nachfragen konnte, begann Isabelle schon mit der Erklärung :,, Kurz nachdem Carters Eltern starben, haben Bob und ich abwechselnd auf ihn aufgepasst. Naja, ich eher unfreiwillig. Nachts stand er oft einfach vor der Tür und wollte eine Geschichte hören, etwas vorgesungen bekommen oder einfach nur kuscheln. Naja, das mit dem singen konnte ich ihm meistens ganz schnell wieder ausreden...

Rückblick :

Wie so oft stand Carter auch heute Nacht wieder vor Isabelles Tür. Das diese zugeschlossen war, störte den 5 jährigen wenig. Schnell machte er sich an dem Schloss zu schaffen und schließlich lies sich die Tür problemlos öffnen. Leise trat er ein, schloss die Tür hinter sich und ging dann auf das Ehebett zu, auf dem Isabelle lag. Es war zirka Mitternacht und auch heute hatte Carter sich wieder aus Bobs kleiner Hütte geschlichen, da er eine Geschichte vorgelesen bekommen wollte. Klar, Bob konnte das auch, aber noch lange nicht so gut wie Isabelle, wie Carter fand. Nun stand er vor der schlafenden jungen Frau und flüsterte ein paar Mal ihren Namen, um sie aufzuwecken. Vergeblich. Also rüttelte er an ihr. Wieder nichts. Schließlich reichte es ihm und er schrie ihr grell ins Ohr. Endlich schreckte Isabelle auf, und sah ihn aus verschlafenen Augen an.,, Was machst du denn hier...? " fragte sie ihn und streckte sich, bevor sie einen Blick auf die Uhr warf. 00:07.,, Ich kann nicht schlafen. Liest du mir was vor?" fragte der kleine Junge unschuldig und blickte sie mit Hundeaugen an. Isabelle seufzte, bevor sie ihn neben sich auf das Bett hob, aufstand und ein Buch holte. Schließlich setzte sie sich wieder neben ihn und fing an ihm vorzulesen. Carter legte seinen kopf sofort in ihren Schoß und schloss die Augen. Nach wenigen Minuten war er eingeschlafen. Isabelle betrachtete ihn lächelnd, während sie Gedankenverloren durch seine Haare strich. Nach weiteren Minuten, legte sie sich schließlich hin, ihn neben sich. Augenblicklich schmiegte Carter sich im Schlaf an sie, was Isabelles lächeln wiederrum größer werden ließ . Der kleine war wirklich ein Sonnenschein, und das er sie mochte freute sie jeden Tag auf's Neue. Lange dachte sie noch über den kleinen Racker nach, bevor auch sie ins Land der Träume abdriftete.

Müde schlug Isabelle am nächsten Morgen die Augen auf. Carter war schon längst munter und hüpfte fröhlich auf dem Bett herum. Daran, dass er seine Eltern nie wieder sehen würde, wollte er nicht denken. Lachend setzte Isabelle sich auf, schnappte sich den Jungen und kitzelte ihn ein paar Minuten durch. Schließlich konnte Carter sich ihren Händen entwinden und rannte aus dem Zimmer. Isabelle hinterher. Auf dem Flur erwartete Bob die beiden schon. Sein Blick wanderte von Isabelle, zu Carter und wieder zu Isabelle. Immer wieder hin und her, bis er schließlich bei Carter hängen blieb.,, Mensch, Carter!  Du kannst doch nicht einfach so abhauen! Ich hab mir Sorgen gemacht!  Was wenn dir nun was passiert wäre?! " polterte Bob auch schon los. Schuldbewusst sah Carter auf den Boden, doch als Bob nicht aufhörte auf ihn einzureden, blickte er schließlich hilfesuchend zu Isabelle. Diese Verstand sofort und mischte sich ein,, Bob, es ist doch nichts passiert!  Du weißt doch das er immer zu mir kommt. " Nun war Bob still. Nach einer Weile meldete sich auch Carter zu Wort.,, Tut mir leid... aber ich konnte nicht einschlafen... "
,, Aber da hättest du doch auch zu mir kommen können!  " konterte Bob direkt. Carter blickte ihn ein paar Augenblicke Schweigend an, bevor er zu einer Erklärung ansetzte :,, Aber Isabelle kann besser vorlesen!  " Wie eiskalt Kinder doch sein konnten. Grinsend sah Isabelle Bob an.,, Tja, da hast du den Grund. Lern erstmal Bücher besser vorzulesen, bevor du von ihm verlangst zu dir zu kommen. " Nun musste auch Bob grinsen.,,Klar, wird gemacht. Irgendwann vielleicht. " Daraufhin holte Carter ein Buch aus Isabelles Zimmer, ging zu Bob und reichte es ihm.,, Viel Spaß beim Üben! " meinte er und streckte dem Gärtner die Zunge 'raus. Isabelle lachte Bob aus, während dieser Carter auf den Arm nahm und ihm zum Spaß den Mund zuhielt.Das Buch ließ er dabei achtlos auf den Boden fallen.,, Na na, was hab ich dir über's Zunge 'raustrecken erzählt? " Carter biss ihm in die Finger, sodass Bob gezwungen war seine Hand von Carters Mund zu nehmen.,, Das es nicht nett ist. Ich bin nicht nett, also darf ich das. " erklärte Carter ernst. Isabelle konnte nur schwer ein Lachen verkneifen, während Bob ein Grinsen unterdrückte.,, Nein. Du darfst das nicht. " bemerkte er,, Doch. Ich darf das. Du aber nicht! " konterte der kleine wiederrum, bevor er das Thema wechselte.,, Gehen wir 'raus?  Biiiiiiiiitteeeeeeee?? " Isabelle und Bob blickten sich kurz an, bevor sie synchron die Achseln zuckten und nickten.,, Klar, warum nicht? "
Zusammen liefen die drei nach draußen, wobei Carter von Bob getragen wurde. Auf der Wiese angekommen wurde Carter jedoch auf den Boden gestellt, und sofort rannte er in Richtung Wald. Kurz davor blieb er stehen, drehte sich um und rannte zurück. Geradewegs in eine Schlammpfütze in der er ausrutschte und sich schließlich lachend darin wälzte. Isabelle und Bob rannten sofort zu ihm.,, Aber Carter, du bist doch kein Schweinchen! " bemerkte Isabelle wenig begeistert davon, was der Junge dort trieb. Auch Bob schien nicht gerade erfreut darüber zu sein. Just in diesem Moment schoss Zelazny ein Foto von den dreien. Ja, schon richtig gelesen, Zelazny. Auch er konnte ab und zu nett sein.

Zurück in der Gegenwart :

,,Isabelle, das reicht. " unterbrach Carter ihre Erzählung. Die beiden Frauen hatten garnicht bemerkt das er hereingekommen war, doch jetzt stand er, die  Arme verschrenkt vor ihnen.,, Ach, hab dich doch nicht so!  Ist doch süß!" erwiderte Allie und musste bei dem Gedanken an "Mini-Carter " grinsen. Carter jedoch fand das garnichts lustig, süß oder sonst was. Er fand es einfach nur peinlich, dass Isabelle so Geschichten, aus der Vergangenheit, über ihn erzählte. Wenn es nun wenigstens jemand anderes gewesen wäre, hätte es ihm ja nicht viel ausgemacht doch bei Allie war das anders. Schließlich war sie seine feste Freundin, und da wollte er ganz sicher nicht, dass sie von seiner Kindheit erfuhr. Zumindest nicht so etwas, und erstrecht nicht von Isabelle! ,, Nein. Ist es nicht. " antwortete er schließlich. Allie und Isabelle verdrehten gleichzeitig die Augen. Haben die das einstudiert?, schoss es Carter durch den Kopf. Anscheinend sah er die beiden ziemlich grimmig an, denn Isabelle machte eine ziemlich dumme Bemerkung :,, Hör auf so zu gucken, da bekommt man ja Angstzustände! " Sofort musste er grinsen. Allie und Isabelle sahen sich ersteinmal verwundert an, bevor ihr Blick an Carter hängen blieb.,, Das ist gruselig. " bemerkte Allie, was Carter und Isabelle wiederrum zum Lachen brachte. Allie blickte die beiden Verständnislos an, bevor sie die Blätter, die Isabelle ihr zuvor entgegen gehalten hatte, nahm und überall auf der dafür vorgesehenen Zeile unterschrieb. Danach ging sie zu Carter, nahm seine Hand und zog ihn aus dem Büro. Draußen erzählte sie ihm, dass sie Julian und Isabelle beim Knutschen erwischt hatte, was Carter zum grinsen brachte.Auch er konnte sich nur zugut an die Situation unter der Treppe erinnern. Schließlich gingen sie zusammen Händchenhaltend den Flur entlang, auf dem Weg zur Bibliothek, um dort ein wenig mit den anderen zu lernen.
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