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MMFF - Wunschkonzert [Anmeldung OFFEN]

Kurzbeschreibung
MitmachgeschichteAllgemein / P16 / Mix
28.08.2016
23.06.2022
184
373.899
68
Alle Kapitel
330 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
28.08.2016 2.359
 
Herzlich Willkommen bei meinem Harry-Potter-Wunsch-Konzert!

Die Idee ist sehr simpel. Ihr wünscht euch eure Lieblingslieder von mir und ich setze sie in Form einer Song-Ficition um. Es sind eigentlich nur zwei, drei Kleinigkeiten zu beachten.

1. Bei der Liedwahl - alle Genre sind willkommen! -  sind keine Grenzen gesetzt, wenn es jedoch in einer anderen Sprache als Deutsch, Englisch oder Französisch ist, bitte ich um eine Übersetzung - ob von euch selbst oder in Form eines Links zu einer Internetseite, ist mir hierbei egal.
2. Keine Erfüllung von inhaltlichen Wünschen, Pairingzwängen und so weiter und so fort.
3. Ab sofort kann leider niemand mehr ohne Account teilnehmen, da reine Wunschreviews von der Webseite nicht akzeptiert, sondern früher oder später gelöscht werden. Das tut mir herzlich leid für alle, die gerne teilnehmen wollen, aber keinen Account haben. Wünsche bitte ausschließlich als PN oder telepathisch. Oder eben in Verbindung mit einem richtigen Review, in dem ihr euch wirklich inhaltlich etwas ausführlicher zu einem der Kapitel äußert. Das ist das "Schlupfloch" für alle, die sich auf Teufel komm raus kein Profil anlegen wollen.
4. Ein Review zu schreiben oder sonst irgendwie Feedback zu hinterlassen, ist keine Bedingung für eine Teilnahme. Aber es ist natürlich schon schöner, wenn nicht bloß ein Wunsch hinterlassen wird, mit dem ich mich dann auseinandersetze... nur um niemals zu erfahren, ob ich jemandem sein Lieblingslied oder einen aktuellen Ohrwurm ruiniert habe.

Ergänzung: Ich behalte es mir vor, vereinzelt Wünsche abzulehnen, wenn ich die Interpreten politisch/ethisch untragbar finde! Das trifft beispielsweise auf Künstler wie Xavier Naidoo oder Freiwild zu. Ich muss den Content immerhin auf meinem Profil verantworten. Ich habe natürlich nichts gegen Lieder mit einer richtigen Message jenseits von Liebe und Glück, ernste Themen oder gesellschaftskritische Texte sind sehr gerne gesehen, insofern Rassismus/ Nationalismus/ Sexismus etc. sich nicht in einer Weise aufdrängen, die ich nicht akzeptieren kann und möchte.

EDIT (13/9/2020): Ich habe auf Spotify eine Playlist mit allen Liedern (die ich dort finden konnte) angelegt, die stetig aktualisiert wird, wenn ich einen neuen Wunsch erfülle. Vielleicht entdeckt durch dieses multimediale Gadget jemand einen neuen Ohrwurm? Vielleicht hilft es auch einfach, um ein bisschen Orientierung zu gewinnen?

Zur ultimativen Playlist bitte hier entlang!!

Zum Thema Copyright : Die Figuren werden J.K. Rowling gehören, die Lieder den jeweiligen Interpreten, die ich vor jedem Kapitel nennen werde und wenn möglich bekommt ihr auch immer einen Youtube oder Soundcloudlink, um beim Lesen das entsprechende Stück hören zu können.

Als Eröffnungslied erfülle ich mir einen eigenen kleinen Wunsch.
Das Lied ist "Mind Games", der Interpret ist John Lennon und hier ist der Link : https://www.youtube.com/watch?v=H6G2s6LNQQY

Viel Spaß und ich freue mich auf eure Liederwünsche!

* * *


Mind Games


Wenn sie etwas hasste, dann war es Unpünktlichkeit. Darauf reagierte sie nahezu allergisch.

Und ganz besonders zuwider war es ihr, wenn sie ein Slytherin warten ließ, der für die Vertrauensschülerwache ihren Aufpasser geben sollte.

Diese ganze Idee war sowieso absurd, fand Luna. Es machte das ganze System kaputt – aber daran lag ihnen ja. Doch was brachte es noch, Vertrauensschülern in allen Häusern zu ernennen, wenn Snape – seines Zeichens offensichtlich Schulleiter – jedem von ihnen einen seiner Lieblings aufs Auge drückte – als Aufsicht. Und wenn diese Aufsicht, dann auch noch unpünktlich war …

„Lovegood.“

„Du bist zu spät.“

„Ich weiß.“

Es war unglaublich. Diese Dreistigkeit, seit das Schuljahr – das wohl schrecklichste in der Geschichte von Hogwarts, würde sie behaupten, selbst ohne diese gelesen zu haben – vor einigen Wochen begonnen hatte, hielten sich die meisten Slytherins unübersehbar für etwas Besseres. Waren sie ja auch – für sich selbst und diejenigen, die in dieser Schule am längeren Hebel saßen.

Und sie stand sich hier vor Dumbledores ehemaligen Büro die Beine in den Bauch und musste diese Nachtschicht auch noch solange wie möglich ziehen. Aber das ganze war ja ihre Idee gewesen – mehr oder weniger.

„Deswegen musst du lange nicht so dämlich grinsen.“ Entfuhr es ihr trotzdem und er hob die Augenbraue. Sie hatte laut gedacht.

„Hm?“

We're playin' those mind games together
Pushin' the barriers, plantin' seeds
Playin' the mind guerrilla
Chantin' the mantra, peace on earth


„Vergiss es. Wollen wir los?“

Er zuckte mit den Schultern, doch sie vermutete dennoch, dass er es genoss, privilegierter zu sein als sie es war. Wenn auch nicht für immer – hoffte sie. Die Gänge waren nachts noch düsterer als am Tag und sie wünschte sich wirklich, es wäre ihr gestattet ihren Zauberstab in der Hand zu halten, doch das war es nur, wenn es einen konkreten – und mindestens einem Inferno entsprechenden – Anlass gab, dies zu tun – ganz im Gegensatz zu ihm.

„Leuchte mal was weiter zu mir rüber.“ Bat sie ihn und der Strahl schwenkte bloß weiter nach vorne, sodass sie ins Licht lief und ihm dennoch nicht näher kam. „Das ist nicht witzig.“

„Habe ich das behauptet?“

„Nein.“

„Und weißt du worum es hier geht?“

„Gespenster suchen.“

„Kontrolle.“

„Schon klar.“ Sagte sie und konnte einen säuerlichen Unterton nicht ganz unterdrücken – nun war klar, wie sich Hauselfen fühlen mussten. Ein ewiges Anhängsel – das war sie, warum auch immer. Sie verschränkte ihre Finger ineinander und begann ihre Handflächen zu massieren. Sie durfte nicht garstig sein, sie musste ihn am Reden halten, so hatten Ginny und Neville mehr Zeit … und Zeit war das Wichtigste.

We all been playin' those mind games forever
Some kinda druid dude liftin' the veil
Doin' the mind guerrilla
Some call it magic, the search for the grail


Luna dachte fieberhaft darüber nach, womit sie Zabini länger als fünf Sekunden beschäftigen konnte. Seine Gedanken mussten auf irgendetwas anderes gerichtet sein, als die Wache … als die Kontrolle. Ginny hatte scherzhaft gemeint, Luna sollte ihm doch einfach einen kleinen Schmatzer aufdrücken, Nevilles Kommentar dazu war, dass Beinchenstellen es auch tun würde. Luna wollte ihn aber gedanklich beschäftigen, sie wollte das Gefühl haben, ihn richtig abgelenkt zu haben.

„Ich wäre auch fast nach Slytherin gekommen.“ Brach sie das Schweigen, nicht ihr bester Anfang, aber dennoch ein Anfang.

„Ach … und was soll mir das jetzt sagen? Dass du vertrauenswürdig bist?“ Natürlich, dass war alles woran er dachte.

„Nein, ich meinte eigentlich mehr, dass die Häuser doch wesentlich näher beieinander liegen, als die meisten denken. Du hättest auch in Ravenclaw landen können, oder in Gryffindor. Mit Sicherheit.“

„Immerhin sagst du nicht Hufflepuff.“ Kam es abfällig zurück und sie rang sich ein Lächeln ab.

Love is the answer
And you know that for sure
Love is a flower
You gotta let it, you gotta let it grow


„Hufflepuff ist also schlimmer als Gryffindor?“ Er sah und leuchtete weg.

„Ansichtssache.“

„Und wie ist es deiner Ansicht nach?“

„Was interessiert dich meine Ansicht?“

„Mir ist langweilig. Ich habe nichts zu tun.“

„Wenn ich dich fragen würde, ob es schlimmer wäre, wenn du dir die Beine brichst oder erblindest, was würdest du dann sagen?“ Überging er ihren Kommentar und kam zu dem demnach wirksamen Beispiel zurück.

„Dann würde ich mir lieber für immer beide Beine brechen, denn wer nicht sehen kann, der kann auch nicht auf einem Besen fliegen, oder einen Thestral reiten.“ Er schwieg wieder, warum konnte er bloß keine Plaudertasche sein? Wäre sie mal an Pansy Parkinson geraten, die hätte ihr alles über die Federkissen in Slytherin erzählt. „Aber das meinte ich auch nicht, ich meinte bloß, dass wir beide doch eigentlich nicht so unterschiedlich sind.“

„Willst du mich anbaggern oder was wird das, Lovegood?“    

So keep on playin' those mind games together
Faith in the future, outta the now
You just can't beat on those mind guerrillas
Absolute elsewhere in the stones of your mind


Sie konnte nicht anders, ihr schlich sich ein Grinsen auf die Lippen. War Wunschdenken unter Slytherins nicht so etwas wie die Pest? Zumindest gelang es ihm problemlos völlig an ihren Absichten vorbeizudenken.

„Momentan fände ich es interessanter zu wissen, warum du deinen Zauberstab verwenden darfst und ich nicht. Und jetzt sag nicht, weil du älter bist.“

„Dann eben weil ich größer bin.“

„Die paar Zentimeter. Nein, weißt du warum das so ist?“

„Es ist eine Regel, Lovegood.“

„Ja, und warum ist es das? Es hat keinen Sinn, es ist völlig bescheuert. Wir sollen die Schule beschützen, aber wir tun nichts, als hier rumzulaufen und zu leuchten – nicht mal das tue ich – und es geschieht nichts. Wer soll uns noch angreifen?“

„Der dunkle Lord.“ Sagte er nach einer Weile ohne jegliche Überzeugung und ihr entfuhr ein Kichern.

„Ich wusste ja gar nicht, dass du so einen guten Sinn für Humor hast.“ Bemerkte sie und brachte nur ein gequältes Grinsen zustande.

Yeah, we're playin' those mind games forever
Projectin' our images in space and in time


Schließlich blieb er stehen und sie tat es ihm nach. „Gut, dann halten wir eben keine Wache und gehen schlafen.“

„Das würde man bemerken.“

„Ach, und wozu dann die Diskussion? Debattierst du einfach mal gerne um ein Uhr morgens? Wenn ja, dann leite ich dich doch lieber an Filch weiter, ihr könnt zusammen über seine neue Streckbank sprechen und warum sie jetzt wieder aktuell ist.“ Kam es patzig von ihm und sie bemühte sich um ein weiteres Lächeln. Ginny und Neville verließen sich auf sie und ihren Charme, der in etwa dem eines Trockenobsts entsprach – wenn man großzügig war.

„Lass uns einfach hierbleiben, wir können nicht schlafen, aber wir müssen ja auch nicht laufen. Außerdem ist es hier so leise, dass wir schon hören, wenn irgendwo die Hölle aus dem Boden wächst.“ Sie hoffte, dass Zabini dieser Gedankensprung zu Neville und seiner Leidenschaft für Gewächse einen Ticken zu weit gedacht war. Sie hoffte es von ganzem Herzen.

Er sah sie kurz an und setzte sich dann gegen die Wand gelehnt auf den Boden. „Kein Kissen?“ Nachdem keine Antwort kam, ließ sie sich ebenfalls wortlos neben ihm nieder und wartete darauf, dass ihr irgendetwas Geistreiches in den Sinn kam. „Es geht nicht.“ Sagte er, als sie beinahe weggesackt war … ins wunderbare Land der Träume. „Das hier ist nicht mein Zauberstab, dieser hier ist nur in der Lage, Licht zu erzeugen und Ganzkörperklammern hervorzubringen.“

„Fast wie eine Taschenlampe.“ Platzte sie ein wenig zu triumphierend heraus. Taschenlampen, ein Spielzeug der Muggel, das ihr Arthur Weasley einmal hatte schmackhaft reden wollen. „Das sind solche Stäbe, die leuchten auch, mit Batterien-“

„Ich weiß, was eine Taschenlampe ist, Lovegood.“

„Oh, das hätte ich nicht gedacht.“

„Ja … soll vorkommen.“

Yes is the answer
And you know that for sure
Yes is surrender
You gotta let it, you gotta let it go


Dann sagte niemand mehr etwas und Luna spürte, wie sie von Atemzug zu Atemzug müder wurde. Dabei hatte sie vor dem Abendessen doch extra noch etwas geschlafen. Aber sie durfte nicht einschlafen, wenn etwas schief ging musste sie in der Lage sein ihn auszuschalten – notfalls mit seinem Taschenlampenlasso.

Sicherlich war Filch auch irgendwo unterwegs … obwohl sie ihn noch nicht getroffen hatte, in diesem Schuljahr. Vielleicht schlummerte er ja auch irgendwo mit seiner Katze im Arm … und einer von den Carrows ging um. Oder nicht mal das.

Sie gähnte und lehnte sich gegen ihn. Sie konnte der Versuchung nicht widerstehen für eine Minute die Augen zu schließen, sicherlich konnte sie ihn auch einfach unter sich begraben – in der Ruhe lag ja angeblich die Kraft. Darüber, dass ihm das missfallen könnte, dachte sie gar nicht nach und er tat auch nichts, außer sich ein wenig zurechtzurücken, was es ihr aber eigentlich nur noch ein wenig bequemer machte…

„Luna!“ An ihrer Schulter wurde gerüttelt und sie riss erschrocken die Augen auf. War sie etwa … - Gott, sie war wirklich eingeschlafen. Und wurde jetzt von Zabini geweckt, der sich offensichtlich überhaupt nicht daran stören ließ, dass sie halb auf seinem Schoß lag. Soviel zum Thema Schoßhündchen. „Hörst du das auch?”

Sie versuchte zu lauschen und hörte tatsächlich leise Schritte, die über den Gang huschten. Ginny und Neville – ganz sicher, oder Mrs. Norris. Im schlimmsten Fall jemand ganz anderes …

„Wahrscheinlich Filch.“ Mutmaßte sie.

„Wir müssen nachsehen.“

„Nach Filch?“

„Nehmen wir an, es ist nicht Filch.“

„Es ist Filch – oder Mrs. Norris. Wer sollte es sonst sein?“

„Schüler?“

„Sind wir auch.“

„Aber wir dürfen hier sein.“

„Tatsächlich? Dürfen wir hier wirklich vor uns hin dösen?“

„Mit dir zu reden hat echt keinen Sinn, oder?“

So keep on playin' those mind games together
Doin' the ritual dance in the sun
Millions of mind guerrillas
Puttin' their soul power to the karmic wheel


Er machte kurz Anstalten aufzustehen, doch sie griff wahllos nach seiner Hand und zog ihn wieder zu sich hinab. Er sah sie – ja, beinahe verdutzt – an, doch schüttelte sie nicht ab. Wohl doch nicht so steinhart – oder er hatte auch ein wenig geschlafen. „Es ist Filch, was soll der Aufstand?“

„Ich mache keinen Aufstand.“ Behauptete er und setzte sich rasch wieder hin. Da wollte sich wohl jemand nicht blamieren …

„Tust du doch, aber egal … das ist süß.“ Nun müssten bei ihm spätesten alle Alarmglocken schrillen, aber vermutlich hielt er sie einfach nur für ein bisschen unterzuckert.

„Du bist müde.“

Love
I want you to make love, not war
I know you've heard it before


„Hmm, kann sein.“ Machte sie, sobald sie erschreckend nahe das Geräusch von zwei Paar Füßen vernahm – das eine etwas unsicher, dass andere von Streifzügen durch den Fuchsbau routiniert. Sie nahm alle Kraft zusammen, die ihr verschlafener Kopf parat hatte und lief mit ihren Fingerspitzen an seinem Arm hoch, so, wie Kinder es manchmal bei ihren Müttern taten, wenn sie in der Phase vor dem akuten Quengeln waren.

„Geht es dir gut?“ Fragte er und sie lächelte.

„Schon, ich will nur schlafen.“ Antwortete sie und platzierte ihren Kopf diesmal direkt an seiner Brust, sodass sie es auch merken würde, wenn er wieder hektisch wurde. Momentan waren sie vielleicht auf einer vertraulichen Ebene angelangt, aber spätestens Morgen, wenn Snape ihnen allen die Hölle heißmachen würde, dann wäre es damit vorbei.

Kurz bevor sie die Augen endgültig schloss, sah sie jedoch das Aufflackern einer Silberklinge am Ende des Ganges, und war sich sicher, dass das Schwert von Gryffindor in wenigen Minuten sicher im Haus von Ginnys Tante Muriel eingelagert wäre. Ganz sicher.
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