Mass Effect: Dawn of the future

GeschichteSci-Fi / P12 Slash
Aria T'Loak Commander Shepard Grunt Jack "Subject Zero" Liara T'Soni Urdnot Wrex
28.08.2016
21.08.2020
32
235.228
4
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28.08.2016 2.819
 
[Vorwort: Die ersten Kapitel der Story habe ich nahezu am Stück weg runter geschrieben (daher finden sich bestimmt eine ganze Menge Tippfehler, nur so als Vorwarnung. Bitte einfach überlesen - danke :) ), als ich nach unzähligen Triologie-Runs mal den Mehem-Mod (Happy Ending-Mod) probiert habe. Überglücklich, meine Shepard endlich mal nicht einem ungewissen Schicksal überlassen  sondern tatsächlich überlebt zu haben, kam mir prompt die Idee zu einer daran anschließenden Geschichte. Der Anfang mag sich wie üblicher "Fanservice" lesen, allerdings wird es keine schlichte Romance-Story werden - just saying ; ) ]

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Um sie herum nur Dunkelheit.
Schmerzen hatten ihren Körper gelähmt.
Sie spürte den Rauch, der beißend ihre Kehle erstickte und das Atmen nahezu unmöglich machte.
Hitze. Feuer.

Und eine beängstigende Stille.

Sie konnte nichts sehen. Hörte lediglich ihr eigenes, leises Keuchen. Schmeckte das Blut in ihrem Mund.

Wie in einem dichten Nebel gefangen, wußte sie nicht, wo sie war. Ob sie noch lebte oder bereits tot war. Einzig diese unsagbaren Schmerzen ließen sie erahnen, dass sie noch nicht gänzlich von dieser Welt gegangen war.

Panik stieg in ihr auf. Sie konnte sich nicht bewegen, war begraben unter Trümmern. Der Kampf.
Ihr Herz schlug schneller, pochte so stark, dass sie das Gefühl hatte, es würde aus ihrer Brust springen. Es wurde heißer. Das Feuer kam näher. Alles brannte. Dunkelheit.




Jane Shepard fuhr mit keuchenden Atem aus ihrem unruhigen Schlaf auf.
Dieser Traum. Immer und immer wieder verfolgte er sie, seit der entscheidenden Schlacht gegen die Reaper auf der Erde. Drei Jahre waren bereits vergangen, und immer noch quälten sie körperliche und seelische Wunden - tiefe Narben, die wahrscheinlich noch eine lange Zeit brauchten, um zu verheilen. Selbst wenn der Kampf gegen die Reaper gewonnen war.
Die ehemalige N7-Soldatin richtete sich auf, rieb sich mit der Hand ihren Kopf, um sich wieder zu sammeln. Das matte Licht warf einen tiefen Schatten auf ihr Gesicht.
"Heilige Scheiße...", murmelte die Rothaarige leise, „...vielleicht sollte ich das Therapieangebot der Allianz doch in Anspruch nehmen..." Sie schloss ihre Augen, ließ die Bilder und Empfindungen aus ihrem Traum in ihrem Inneren nochmal vorbeilaufen, eher sie mit einem Seufzen wieder aufsah.
"Ich brauche frische Luft." Mit diesem Gedanken schlug sie die Decke zurück und stand auf. Sie warf noch einen kurzen Blick auf die andere Hälfte des Bettes, obwohl sie schon bei ihrem Erwachen gemerkt hatte, dass diese leer war. Ihr Blick verharrte für einige Sekunden auf jener Stelle, wo sonst ihre Partnerin lag. Es war in den letzten Monaten nicht ungewöhnlich gewesen, dass Liara bereits wach und aufgestanden war, bevor Jane das Bett verließ.
Selbst wenn die junge Frau sich bemühte, mit der Asari aufzustehen, hielten ihre inneren Bilder sie nachts häufig zu lange wach oder in einem unruhigen Dämmerungszustand verhaftet, so dass sie in den frühen Morgenstunden den Schlaf nachholen musste, der ihr in der Nacht nicht gegönnt war. Nicht selten stand sie dann einfach auf. Zum einen, um Liara nicht zu wecken und zum anderen, um nach ihrer kleinen Tochter zu sehen.
Bei dem Gedanken an ihre Tochter schlich sich ein Lächeln auf Shepards Lippen. Sie und Liara waren der Grund, warum sie selbst so schnell nach den Erlebnissen auf der Erde wieder auf die Beine gekommen war. Obwohl dem Tod wieder nur knapp entkommen, war Liaras "Geständnis" kurz nach ihrem Erwachen aus dem Koma Grund genug, schnellst möglich wieder zu Kräften zu kommen. Und rechtzeitig zur Geburt ihres Kindes konnte sie die Klinik wirklich wieder verlassen. Das zuständige Team aus Ärztinnen und Ärzten hielt die verhältnismäßig schnelle Regeneration von ihr bis heute für ein medizinisches Wunder.
Nun musste Jane ein wenig schmunzeln. "Von wegen Wunder...", murmelte sie, immerhin wusste sie selbst am besten, das ihre schnelle Genesung vor allem ihrer tiefen Verbundenheit zu Liara geschuldet war. Und der Gedanke, endlich ein ruhiges, normales Leben mit der Asari zu führen, die in all den Jahren zu der wohl wichtigsten Person in ihrem Leben geworden war - neben ihrer Tochter. Auch wenn ihre Zeugung zu einer extrem bedrohlichen Zeit, kurz vor der letzten Schlacht mit den Reapern auf der Erde, und ohne Shepards Wissen geschah, liebte sie dieses Kind mit jeder Faser ihres Körpers. Als Liara ihr damals im Krankenhaus gestand, dass sie aus Angst, sie bei dieser letzten Schlacht wieder zu verlieren und somit aus einem gewissen Egoismus heraus sich entschieden hatten, einen Teil von Shepards DNA in sich aufzunehmen, war die Soldatin über diese Neuigkeiten zwar sehr überrascht, aber keineswegs verärgert gewesen. Zu Liaras Erstaunen hatte sich Shepard zu dieser Zeit sehr über jene Neuigkeit gefreut.

Shepard schüttelte die bedrückende Last ihres Traumes von sich, drängte sie zurück und verließ das Schlafzimmer. Sie ging durch das geräumige Apartment, dass zwar nicht unbedingt akkurat aufgeräumt aber relativ gemütlich war und durch eine große Fensterfront im Wohnbereich überaus hell und freundlich wirkte.
Die Sonne schien durch die Glasfassade, und die Rothaarige sah schon vom Innenraum ihre Partnerin auf der kleinen Veranda sitzen, die einen hübschen Blick auf die kleine Koloniesiedlung bot, in der sich das Paar kurz vor der Geburt ihrer Tochter eingerichtet und niedergelassen hatten.
Die Kolonie lag auf einem angenehm temperierten und friedlichen Planeten in einem eher unbekannten Sternensystem, welches nur sehr selten mit ernsteren Problemen als Ernteeinbußen durch einheimische Tierarten konfrontiert war. Es war eine uninteressante Welt, kaum verlockend für Überfälle, Söldnergruppen oder politische Machtfragen - genau deswegen fiel auch Shepards und Liaras Wahl auf jene Kolonie. Sie wollten Ruhe und Abstand von all den furchtbaren Ereignissen, die sonst über die Jahre hinweg ihre Beziehung mehr als einmal auf eine harte Probe gestellt hatten.

"Hey..." Jane trat auf die kleine Veranda und schenkte ihrer Freundin ein sanftes Lächeln, dass diese ebenso erwiderte. Die junge Frau beugte sich zu ihrer Freundin und gab ihr einen Kuss, bevor sie dem schlafenden Kleinkind im Arm der Asari über den Kopf streichelte. "Der nächtliche Spaziergang durch die Wohnung hat sie anscheinend ziemlich müde gemacht, hm?"
Liaras Gesicht wurde bei der Äußerung ihrer Gefährtin besorgt. "Du hast wieder diesen Traum gehabt.", stellte die Wissenschaftlerin fest, „...und ich habe mich schon gefragt, warum sie seit heute Morgen so ruhig geschlafen hat."
Die Angesprochene nickte kurz, setze sich dann neben ihre Partnerin und ließ ihren Blick über die Siedlung schweifen. "In letzter Zeit kommt er wieder häufiger. Ich kann mir auch nicht erklären wieso." Noch eher Liara etwas dazu sagen konnte, winkte Shepard jedoch ab. "Aber es geht mir gut. Du musst dir keine Sorgen machen."
Die Asari blieb skeptisch, und die junge Frau spürte die Sorge ihrer Freundin auch ohne ihren Blick zu sehen. "Wenn du darüber reden möchtest, dann...", Liaras Versuch, weiter darauf einzugehen, wurden mitten im Satz von dem ehemaligen Commander beschwichtigt. "Liara...danke", erwiderte Jane, „...aber ich wüsste nicht, was ich dir erzählen sollte, was du nicht sowieso schon weißt." Sie wusste, dass ihre Partnerin es nur gut meinte und vor allem besorgt war um ihren Zustand. Aber Shepard wollte den Tag auch nicht damit beginnen, Liara noch ein weiteres Mal von ihrem Traum zu erzählen, der schon zu oft Gesprächsthema zwischen den Beiden war. Viel mehr, so beschloss sie, wollte sie heute lieber die gemeinsame Zeit mit ihrer kleinen Familie genießen. Ohne nagende Gedanken an die Vergangenheit.
"Du bist ein elender Sturkopf. Die Allianz hat dir schon so oft Hilfe angeboten.", Liara seufzte leise, da ihr - wie all die vielen Male zu vor - klar war, dass diese Unterhaltung zu keinem Ergebnis führen würde. Sie kannte ihre Freundin zu gut, und wusste, dass sie Hilfe immer erst dann annahm, wenn sie selbst es wirklich für nötig hielt. "Okay...möchtest du wirklich eine Diskussion darüber anfangen, warum ich diese Therapie bislang nicht angefangen habe...," Shepard warf der Asari einen Blick von der Seite, und trotz des eher leidigen Gesprächsthemas schmunzelte die junge Frau, "...oder hättest du nicht mehr Lust darauf, dass ich uns etwas Vernünftiges für ein Frühstück zusammensuche?"
Obgleich Liara immer noch besorgt um den mentalen Zustand ihrer Geliebten war, sie aber auch wusste, dass ein Weiterführen des Themas derzeit nichts bringen würde, gab sie schließlich nach. Es fiel ihr schwer, wirklich konsequent und streng gegenüber Jane zu sein. Trotz, und wahrscheinlich auch unter anderem wegen ihrer Eigenheiten liebte sie diese Frau, die mehr als einmal nicht nur das Leben der Asari sondern auch die ganze Galaxie gerettet hatte. Der "Vater" ihrer Tochter war mehr als nur eine einfache Soldatin. War Shepard vor dem endgültigen Sieg über die Reaper schon ein Symbol für die Entschlossenheit und Stärke der Menschheit, war sie spätestens nach ihrer letzten Mission eine Heldin, dessen Namen fast jedem intelligenten Lebewesen im bekannten Universum ein Begriff war. Ihre Gefährtin, die gerade mit einem nicht übersehbaren, triumphalen Schmunzeln im Gesicht und lediglich mit ihrer Schlafkleidung zurück ins Apartment gegangen war, um ein Frühstück zuzubereiten, war Specter, Retterin der Galaxie und wohl eine der berühmtesten Persönlichkeiten ihrer Zeit.
Liara konnte einen gewissen Stolz darauf nicht abstreiten. Aber vor allem war sie erleichtert darüber, dass die Zeiten der lebensbedrohlichen Gefahren und waghalsigen Selbstmodermissionen vorbei waren - die Reaper waren vernichtet, die Crew der Normandy hatte zum großen Teil überlebt und nun hatten Shepard und sie wirklich das, was sie sich schon lange gewünscht hatten. Ein ruhiges, friedliches Leben, Zeit für einander ... und für eine Familie. Lange Zeit schien die Erfüllung dieser einfachen Wünsche so weit entfernt und so utopisch, dass sie lange gebraucht hat, um nach ihrer Ankunft in der Kolonie zu realisieren, das sie nicht träumte.
Die Asari schaute auf das kleine Wesen in ihrem Arm hinab. Kurz vor der finalen Konfrontation mit den Reapern auf der Erde, hatte Shepard ihr das Versprechen gegeben, ihre Kindern würden in einer Galaxie groß werden, in der Reaper nur noch Schreckensgestalten in Geschichten sind. Immer noch rührte Liara dieses Versprechen und mehr noch, dass ihre Partnerin wirklich Wort gehalten hatte. "Ich hoffe doch, dass du nicht allzu sehr nach deinen Eltern kommst meine Kleine..", mit einem Lächeln strich sie dem Kind sanft über die Wangen, "...es reicht, wenn sich zwei Mitglieder dieser Familie jahrelang mit übermächtigen Feinden angelegt haben." Halb im Scherz gemeint, wünschte sich Liara natürlich trotzdem ein Leben für ihre Tochter, dass von Frieden und Glück bestimmt war, und nicht von Kämpfen mit synthetischen Maschinenvölkern, die die gesamte Galaxie auslöschen wollten. Diese Zeiten waren hoffentlich für immer vorbei.
Das Kind in ihren Armen erwachte aus seinem Schlaf durch ihre Stimme, gähnte schlaftrunken und erwiderte schließlich das sanfte Lächeln ihrer Mutter mit einem fröhlichen Lachen. Seine stechend grünen Augen, die denen von Shepard zum Verwechseln ähnlich waren, sahen die junge Asari erwartungsvoll und strahlend an. Als ihr "Vater" zurück auf die Veranda kam, dieses Mal mit einem leichten Hemd und einer Hose bekleidet und mit einem Tablett mit dem versprochenen Frühstück in der Hand, streckte es mit einem aufgeregten "Dada!" die Arme nach der Rothaarigen aus. "Da ist wohl jemand aufgewacht, was?" Shepard stellte das Tablett auf einem kleinen Tisch nahe der Bank ab, auf der Liara saß, nur um im nächsten Moment ihrer Gefährtin das quengelnde Bündel aus dem Arm zu nehmen. Als sie ihre Tochter hoch nahm, lachte das Kind erfreut, und schmiegte sich schließlich zufrieden an die Brust der ehemaligen Soldatin.
Während Liara und Shepard gemeinsam aßen, und ihre kleine Tochter ihr Tun mit kindlicher Neugierde und brabbelnden Lauten kommentierte, verging der Morgen und schließlich stand die Sonne hoch am Himmel.
"Wieso sagst du nicht deinen Videokonferenz heute ab, und wir machen stattdessen lieber einen kleinen Ausflug?" Shepard kam diese Idee, als sie in der Küche das Frühstück vorbereitet hatte. Die Angesprochene sah die junge Frau neben sich erstaunt an. Es war selten, dass Jane derartige Vorschläge machte. "Du weißt, dass das eine wichtige Konferenz ist...," erwiderte die Asari, "..es geht um die Veröffentlichung meiner neusten Forschungsergebnisse über die protheanische Kultur zu ihrer Hochzeit." Ein Interesse, dass die Wissenschaftlerin nie losgelassen hatte, und über dass sie seit einigen Monaten sogar in einer der angesehensten Universitäten Thesias Vorlesungen hielt. Ihre  Forschungen waren hoch angesehen, allerdings nicht erst seit dem Ende des Krieges.
"Jaja..das weiß ich." Ihre Freundin macht eine beschwichtigende Handbewegung, gefolgt von einem Lächeln. "Aber das Wetter ist heute definitiv zu schön, um den ganzen Tag im Haus zu bleiben. Diese ganzen Geier von den Verlagsfirmen und Forschungseinrichtungen warten doch sicher gerne noch einen Tag länger, um der klügsten und schönsten Asari dies- und jenseits der Milchstraße irgendwelche Angebote für ihre Arbeit machen zu dürfen." Liara entging nicht die Betonung auf das implizite Kompliment, auch wenn sie wusste, dass Shepard sie damit aus der Reserve locken wollte. "Versuchst du mich gerade mit Schmeicheleien zu überzeugen..?" entgegnete die Asari, und obwohl sie ernst bleiben wollte, konnte sie sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
"Mhm..ich weiß nicht...," die Angesprochene erwiderte das Schmunzeln, allerdings wirkte es bei ihr wesentlich süffisanter, "....hat es denn funktioniert?"
Die Blicke der beiden Liebenden trafen sich, und es war einer dieser Momente, in denen Liara und Shepard keine Worte brauchten, um zu wissen, was die jeweils andere dachte. Die Anziehungskraft zwischen ihnen war über die Jahre hinweg nur stärker geworden, und ihre tiefe Verbindung zueinander war von einem unerschütterlichen Vertrauen und einem leidenschaftlichen Begehren gekennzeichnet. Die Worte der Frau hatte ihre Wirkung auf die Asari nicht verfehlt, und wäre nicht plötzlich etwas mit einem klirrenden Geräusch zu Boden gefallen, wäre beide dieser Anziehung wohl erlegen.

Das Paar, von dem Geräusch aus ihrer wortlosen Zweisamkeit gerissen, wandten ihre Blicke voneinander ab und mussten feststellen, dass ihre Tochter die Situation genutzt hatte, um mit Hilfe ihrer biotischen Kräfte das gesamte Frühstücksgeschirr zu Boden zu befördern. Sichtlich amüsiert über diese Tatsache, klatsche das Kind vergnügt in seine kleinen Hände, ungeachtet des Chaos, dass es angerichtet hatte. "Gerade mal zwei Jahr alt, und schon so fleißig am trainieren," Shepard musste ein wenig grinsen, völlig ignorierend, dass ihre Tochter gerade den Moment der Unachtsamkeit völlig ausgenutzt hat,"…das ist mein Mädchen!" Stolz hob sie das Kind, dass die Zeit über auf ihrem Schoß gesessen hatte, hoch, während ihre Gefährtin allerdings weniger erfreut war. Um das Geschirr war es ihr nicht schade, jedoch war dies nicht das erste Mal, dass ihr Kind schon jetzt Anzeichen einer überragend biotischen Begabung zeigte.
"Wenn sie weiter so große Fortschritte macht, dürfen wir sie bald nicht mehr aus den Augen lassen. Sonst bringt sie sich irgendwann noch selber in Gefahr." warf Liara ein, die zwar auch einen gewissen Stolz ähnlich wie Shepard verspürte, aber mehr noch Sorge hatte, dass sich ihre Tochter ihrer biotischen Kraft in keinster Weise bewusst war, und damit vor allem sich selber gefährdete. "Was erwartest du Liara...," die Rothaarige schien wesentlich weniger besorgt, sondern schien eher noch zu Scherzen aufgelegt, "..du weißt doch, wer ihre Eltern sind. Die berühmteste Asariwissenschaftlerin unserer Zeit, in ihrer Freizeit Shadow Broker und begnadete Biotikerin und... nun ja...ein verrückter Spectre, die eine offensichtliche Affinität dazu hat, sich ständig mit übermächtigen Feinden anzulegen." Ein Grinsen zierte das Gesicht des ehemaligen Commanders, und obwohl Liara in ihrem Inneren zugeben musste, dass die Anmerkung ihrer Partnerin nicht unberechtigt waren, erwiderte sie ihre Aussage mit einem leicht verärgerten Gesichtsausdruck. "Das ist nicht komisch Jane...", erwiderte sie, "..es kommt oft genug vor, dass sogar ältere Asarikinder mit weniger ausgeprägten biotischen Fähigkeiten sich selbst durch den Einsatz ihrer Kräfte verletzen. Da können die Eltern auch profanen Verwaltungstätigkeiten auf der Citadel nachgegangen sein...."
Shepard verstand natürlich, was ihre Freundin meinte, und ebenso wenig wie sie wollte sie, dass ihre Tochter sich selbst in Gefahr brachte oder gar verletzte. "Vielleicht braucht sie auch einfach nur mal wieder ein paar ebenbürtigere Spielgefährten als das Frühstücksgeschirr." Die junge Frau schaute zu ihrem Kind, das immer noch voller Freude war über seine Handlung. "Was sagst du Shiani...sollen wir vielleicht Onkel Wrex und seinem Clan mal wieder einen Besuch abstatten, damit du seinen ganzen Nachwuchs ein bisschen aufreiben kannst?" Fraglich, ob das Baby ihren "Vater" wirklich verstand, schien es zumindest erfreut darüber zu sein, dass Shepard direkt mit ihr sprach. Sie lachte, als würde sie diesem Vorschlag uneingeschränkt zustimmen. " Na, dann müssen wir wohl nur noch deine Mutter von dieser Idee überzeugen." Wie als hätten sie sich vorab abgesprochen, schaute nun Shepard und das Kind auf ihrem Schoß mit einem erwartungsvollen Blick zu der Asari neben ihnen.
Liara schüttelte leicht den Kopf, musste jedoch lächeln. Auch wenn viele Shepard für unnahbar und rücksichtslos hielten, so zeigten solche Momente doch, dass ihre Partnerin ein ebenso weiches Herz hatte und nicht weniger ein liebevoller Elternteil sein konnte, wie andere. "Nun gut...ihr habt gewonnen. Machen wir einen Ausflug nach Tuchanka."
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