Late Night Gaming (KuroxReader)

OneshotRomanze / P12
Sleepy Ash / Kuro
28.08.2016
28.08.2016
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"Ahhh, nicht schon wieder! Ich verlange noch eine Revanche!"

Es war mal wieder einer dieser Abende, an denen der Eve (y/n) haushoch gegen ihren Servamp Kuro beim videospielen verlor. Als ob überhaupt jemand Kuro in so etwas schlagen könnte, denn Videospiele waren seine Manie.

"Noch eine?"; gab der träge Vampir von sich und schaute seinen Eve mit einem stark gelangweilten Blick an, "das wäre dann jetzt ... Die 13. Revanche."

"Und wenn es die 100. Revanche wird! EINMAL möchte ich gegen dich gewinnen!", stampfte (y/n) wütend auf und stemmte ihre Hände an den Hüften ab.

"Ahh... Du bist verdammt anstrengend, wenn du so wütend wirst..."

Dies mochte er gewiss nicht. Nicht, weil sein Eve ihn Leid tat, sondern generell einfach nur, weil ihm solche Situationen zwischen ihnen einfach nur anstrengend und unangenehm waren.
Er konnte mit so etwas nicht umgehen.

Es hilft ja alles nichts ... , dachte sich Kuro und seufzend nach, sie würde eh weiter darauf bestehen.

"Ist doch gar nicht wahr!", protestierte (y/n) lautstark und setzte sich mit ihrem von Anfang an ausgewählten Controller zurück neben Kuro.

Dieser war gerade dabei, sich einen neuen Charakter auszusuchen. Doch egal, welchen Charakter er nehmen würde, er würde immer und immer wieder gewinnen. Das wusste (y/n), jedoch wollte sie einfach nicht aufgeben! Es würde der Tag kommen, an dem sie ihrem Servamp besiegen würde!
Fest entschlossen wählte auch sie endlich einen Charakter und sie durfte von Kuro aus die Kampfstage aussuchen.

Und schon ging es los!

Während (y/n) wie eine Furie wild auf den Tasten herumtippte, brachte er gelassene Kuro mit gekonnten Tastenkombinationen eine starke Technik nach der anderen heraus.
Je mehr er dies tat, desto wütender wurde (y/n) und nachdem auch die 13. Revanche mit einer weiteren deutlichen Niederlage für die zu Ende ging, legte sie ihren Controller beiseite und stand wütend auf.

"Ich spiele nie wieder mit dir!", polterte sie los und verschwand mit lauten Schritten von Dannen.

Kuro fuhr bei dem donnernden Knall der Zimmertüre heftig zusammen und saß einen Moment lang stumm da. Er regte sich auch nicht, sondern fing an zu schmollen, wie er es immer tat, wenn sein Eve wütend auf ihn war.
Es kam zwar nicht oft vor, dass sie sich stritten, doch wenn es so weit kam, dann immer aus den einen und denselben Grund: Videospiele.
So schlecht war (y/n) in videospielen eigentlich nicht, dass musste sich Kuro schon zugegebenermaßen eingestehen, jedoch nur solange sie alleine spielte. Sobald er dazukam, war ihr Können von jetzt auf Gleich verflogen.
Es kam zwar mal vor, dass sie Kuro auch schlug, jedoch glich dieses Phänomen genauso wie eine Sichtung von dem berühmten Loch Ness Monster.
Dennoch war Kuro das egal, solange er mit ihr zusammen spielen konnte. Da konnte er auch schon mal eine Niederlage einstecken.
Was ihn jedoch mehr weh tat, wie ein Messerstich durch's Herz, waren (y/n)'s Worte.

" ... Dem bin ich echt nicht gewachsen...", murmelte der träge Servamp zu sich und stand langsam auf.

Mit seiner üblichen gebeugten Körperhaltung verließ er das Wohnzimmer und machte sich auf die Suche nach seinem Eve.
Wenn der Abstand zu groß werden würde, würden sich ja die leuchtend grünen Seelenketten bemerkbar machen. Das taten sie jedoch nicht, also konnte sie ja nicht so weit weg sein.
Er suchte überall: in der Küche (wo er sie eigentlich meistens fand, da sie gerne was für sich und ihn kochte, was Kuro sehr gefiel), im Schlafzimmer (der meistens von Kuro in Beschlag genommen wurde), sogar im Bad schaute er nach. Nichts. (y/n) war nirgends zu finden.

In Kuro machten sich allmählich die Sorgen breit.
Was wäre, wenn sie nun wirklich nicht mehr mit ihm spielen würde?
Was wäre, wenn sie bereuen würde, mit ihm zusammen zu sein?
Was wäre, wenn sie ihn vor lauter Wut nun loswerden wollte?

Je mehr er sich darüber Gedanken machte, desto schlimmer wurden seine Sorgen und es mischte sich ein noch beklemmenderes Gefühl dazwischen: Angst.

Hals über Kopf stürmte er durch das Treppenhaus nach unten und suchte (y/n) draußen vor dem Gebäude. Wieder nichts.

"Wo ist sie denn nur...?", murmelte Kuro erneut und schaute sich mit trauriger Miene nochmals um.

Und dann sah er sie. Ganz oben auf der Dachterasse des Familienhauses lehnte sie an der Mauer und blickte zum leuchtenden Sternenhimmel hinaus.
Kuro fiel ein wahsinnigen Stein vom Herzen und sprang mit aller Kraft das komplette Gebäude hinauf und landete exakt vor (y/n) auf der Mauer.
Nun hockte er vor ihr und ihre Nasenspitzen berührten sich leicht.

"Meow", hauchte Kuro ein wenig wehleidig von sich, während er vor seinem Eve hockte und rieb wie eine Katze seinen Kopf an ihrem.

"K-Kuro...", hauchte (y/n) leise zurück und erwiderte seine liebliche Katzengeste, indem sie es ihm gleich tat.

Mit einem erleichterten und sanften Lächeln sprang er aus seiner Hocke und landete hinter seinem Eve.
Unsicher, was er nun sagen sollte, ging er einfach nur leisen Schrittes auf sie zu und umarmte sie zärtlich von hinten, seinen Kopf auf ihre Schultern liegend.
In mitten der Umarmung drehte (y/n) sich um und vergrub ihr Gesicht in Kuro's Brust.

"Kuro... Es tut mir leid, dass ich mich vorhin so daneben benommen habe...", entschuldigte sie sich, wobei ihre Worte leicht gedämpft waren.

Der besagte Servamp errötete leicht und streichelte behutsam ihren Kopf.

"Mit dir hat man es auch nicht immer leicht", seufzte er und raufte ihr mit geschlossenen Augen sanft das Haar, "das weiß ich manchmal nicht, wie ich damit umgehen soll. Und außerdem..."
An dieser Stelle hätte sich Kuro jetzt am liebsten mit seinen spitzen Zähnen auf die Zunge gebissen.

"Außerdem, was?", fragte (y/n) und blickte zu ihm hoch.

Doch anstatt ihren fragenden Blick zu erwidern, versteckte Kuro sein Gesicht hinter seinen ins Gesicht fallenden Pony, löste die Umarmung abrupt auf, und sprang einen ordentlichen Satz nach hinten in eine von Schatten belegte Ecke.

Außerdem habe ich mir verdammte Sorgen um dich gemacht! Wie konntest du nur ohne ein Wort zu sagen einfach verschwinden!? ... Magst du mich jetzt nicht mehr? Bereust du es mit mir zusammen zu sein? ... Willst du ... Das ich ... Gehe?

All diese Gedanken kreisten in seinem Kopf herum und bemerkte dabei nicht, wie sein Eve näher auf ihn zukam.
Langsam näherte sie sich ihn mit einem besorgtem Blick über ihr zartes Gesicht und hatte eine Hand auf ihre Brust gelegt. Sich neigte sich leicht zur Seite, um Kuro in seine blutroten Augen schauen zu können, doch als er sie bemerkte, wich er wieder ihren Blick aus.

Er schämte sich, all diese Gedanken zuzugeben und brachte diese kaum über seine Lippen, sodass er genau das tat, was er schon immer getan hatte: Er flüchtete.
(y/n) seufzte schwer und hockte sich nun zu Kuro.

"Hey... Was ist denn los? Du weißt, dass du mit mir reden kannst, wenn du was hast. Ich würde dich gerne verstehen, doch dazu musst du mit mir reden."

Dieser Satz von ihr machte ihn doch noch ein bisschen mehr Mut. Es war etwas, was er besonders an seinem Eve mochte: Ihr Verständnis und die Tatsache, dass sie ihn zum Reden bringen kann, ohne ihn direkt mit seinen Problemen zu konfrontieren.

"Außerdem...", begann er wieder, "Außerdem habe ich mir Sorgen um dich gemacht... Du hättest Gott weiß wo sein können, nachdem du so wütend abgezischt warst."

Er fand sogar den Mut, (y/n) nun direkt in die Augen zu sehen. In ihre wünderschöne (e/c) leuchtenden Augen, wie er jedesmal fand.
Er erklärte weiter.

"Und ich dachte... Das du mich nun vielleicht gar nicht mehr magst und mich nun loswerden möchtest. Ich mag dein Temperament zwar sehr, jedoch verunsichert mich das jedes Mal. Und... Dann weiß ich nicht, ob ich dem gewachsen bin, oder nicht..."

Je mehr Kuro redete und je mehr er von seinen Gefühlen preisgab, desto mehr errötete er. Nachdem er seinen Schwall beendete, blickte er beschämt zu Boden und zeichnete mit seinem Zeigefinger etwas unrekenntliches auf dem Boden.

"Awww Kuro...", seufzte (y/n) und musste unfreiwillig lächeln.

Sie hockte sich zu ihm und hob seinen Kopf ein Stückchen nach oben und legte ihre Stirn sanft auf seine.

"Ich muss einfach versuchen mich besser mit meinem Temperament zu zügeln. Klar, ich war gerade mördermäßig wütend auf dich, aber das verfliegt bei mir genau so schnell, wie es gekommen ist", kam nun eine Erklärung Ihrerseits und diesmal war sie es, die Kuro durch seine Haare flauschte, "deine Angst kann ich jedoch auch sehr gut verstehen. Das Beste ist einfach, mit für eine bestimmte Zeit in Ruhe zu lassen. Dann komme ich schon von alleine wieder. ... Es sind meistens eh nur 5 - 10 Minuten."

Als sie ihre Beruhigungszeit erwähnte, streckte sie ihm neckend die Zunge raus und lachte. Dann legte sie ihre Hände behutsam auf seinen Wangen und küsste Kuro zärtlich.

Kuro ließ sich voll und ganz diesen Kuss ein, denn mit dieser Erklärung fiel ihm alle Last und Unsicherheit von seinen Schultern.
Er legte seine Arme um seine geliebte Eve, und zog sie mehr zu sich. Es vergingen ein paar Sekunden, ehe Kuro und (y/n) diesen liebevollen Kuss wieder lösten.

"Ich liebe dich, Kuro. Und nichts in der Welt wird diese Tatsache ändern. ... Nicht einmal wenn du mir ständig beim videospielen den Hintern versohlst", lachte (y/n) leise und gab Kuro nochmal einen kleinen Eskimokuss.

"Ich liebe dich auch...", antwortete Kuro und konnte sich in dem Moment selbst ein kleines Grinsen nicht verkneifen.

Zusammen und Händchen haltend verließen sie die Dachterasse und stahlen sich zurück in die Wohnung.
Als Kuro mit ihr zurück ins Wohnzimmer wollte, hielt sie ihm an der Hand zurück.

"Weißt du... Ich bin zwar nicht gut in Rennspielen oder Kampfspiele... Aber", zog sie Kuro wieder an sich und dann langsam in die Richtung Schlafzimmer, "in Rollenspielen bin ich unschlagbar."

"... Das stimmt. In Rollenspielen bin ich wirklich nicht gegen dich gewachsen", antwortete Kuro frech grinsend und entführte seine geliebte Eve ins Schlafzimmer.
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