Captured

GeschichteDrama, Suspense / P16 Slash
Lawless / Hyde Licht Jekylland Todoroki Mahiru Shirota Sleepy Ash / Kuro Tsubaki
28.08.2016
29.04.2017
14
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Und ich melde mich zurück, direkt mit der nächsten SerVamp-FF ~

Diesmal ist hier ein Mehrteiler zu finden, mal sehen wie viele Kaps es werden, dato sind drei Stück fertig owo
Auch weiß ich noch nicht in welchen Abständen ich hochlade, denke mal das kommt darauf an wie es das Privatleben so zulässt, jede Woche eins oder alle zwei Wochen eins <3

Das erste Kapitel ist sehr Team Schwermut-betont! Die nächsten Kaps gehen dann zu den anderen Teams, also es geht wirklich nicht nur um Schwermut, auch wenn Tsubaki ständig da ist owo

Ein Pairing ist noch nicht in Sicht, aber ich hoffe noch eins einbauen zu können *-* Mal sehen was sich ergibt! ~


Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich immer über Feedback und auch über Kritik :3


Perspektive: Tsubakis "Richtung"
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„Ich habe gewonneeeeeen!“, begeistert sprang Belukia vom Tisch auf, riss die Arme in die Luft und zeigte bei seinem strahlendsten Grinsen die spitzen Zähne. Dass er dabei Shamrocks Stuhl fast mitnahm und Otogiri zur Linken die Karten fast aus der Hand schlug, ignorierte er geflissentlich. Sham seufzte tief – selbst nicht mehr mitzählend zum wievielten Mal schon.
„Belukia? Du hast nicht gewonnen. Die Karten passen nicht zueinander“, mit wie immer leiser Stimme brachte ihn Otogiri zu Stocken und richtete die gelegten Karten. „Hier. Die Abfolge stimmt nicht.“
„Waaaas?“, geräuschvoll fing der viel zu aktive Vampir an zu jammern. „Aber so geht das doch! Dann hat man doch gewonnen!“
Und erneut – vielleicht war er schon bei hundert angelangt – ein Seufzen von Shamrock.
„So geht das Spiel nicht, aber das kannst du ja nicht wissen, weil du während meiner exzellenten Erklärung keine Ruhe geben konntest“, zusätzlich zum Seufzmarathon folgte nun ein schnippisches Zungeschnalzen. Gerade wollte er seine Predigt fortsetzen, als die Tür aufging und Higan die Wohnung betrat.
Es war kein großes Appartement, doch es reichte für den kleinen inneren Kreis von Team Schwermut. Das Wohnzimmer bestand bloß aus Fernseher, Sofa, Tisch und ein paar Stühlen. Es gab ein kleines Bad und die Zimmer wurden zum Teil geteilt. Alles in allem war es nun mal ein Hotel-Appartement und nicht ausgelegt für einen Urvampir mit fünf seiner Abkömmlinge. Zumal Tsubaki selbst oft unterwegs war und Higan für gewöhnlich ebenso...gewöhnlich.
„Wo ist Tsubaki??“, ohne weitere Umschweife kam der Rothaarige zum Punkt. Belukia sprang erneut vom Stuhl auf, alamiert von seinem eindringlichen Ton.
„Ist etwas mit Tsubakyun?“
„Der junge Meister ist in seinem Zimmer. Er schien müde und wollte -“, Shamrock kam gar nicht mehr zum Aussprechen, denn in dem Moment ertöne ein gläsernes Klirren und ein Knall aus dem Zimmer nebenan. Perplex wurde selbst Sakuya auf der Fensterbank aufmerksam und schob die Kopfhörer von den Ohren, während Bel und Sham bereits zum Zimmer ihres Schöpfers eilten und die Tür aufrissen. Zum Vorschein kam ein kleiner, schwarz-weißer Fuchs auf dem Boden, umringt von Glassplittern und dem Rest der Nachttischlampe, die scheinbar den Krach verursacht hatte. Das kleine Ding jammerte geradezu erbärmlich, schüttelte die Scherbenspliter aus dem seidigen Fell und sah erst dann zu der kleinen Versammlung an der Tür.
„Tsuba...kyun? Was tust du da...?“, Bel war der erste, der sich vorwagte und die Sprache wiederfand.
Anstatt zu antworten fixierte ihn der kleine Fuchs mit schwarzen Knopfaugen und stieß abrupt eine Reihe von Lauten aus. Mittendrin stoppte er, pausierte kurz und stieß dann die nächste Tirade an Fuchslauten aus, bevor er erneut anfing zu winseln wie ein getretenes Junges, Anlauf nahm und Belukia genau in die Hände sprang. Hastig fing der seinen jungen Herrn auf und betrachtete ihn mit geweiteten Augen.
„Junger Meister...? Was...?“, verwirrt musterte Sham das Tier, das doch eigentlich sein Meister war...und doch eigentlich sprechen konnte, auch als Fuchs. Tsubaki starrte mit kummervollen Augen zurück. Seine Abkömmlinge, seine Familie, sie verstanden ihn nicht! Aber warum...?
Jeder SerVamp hatte eine festgelegte Tiergestalt. Jeder Urvampir hatte die Fähigkeit, als Mensch oder als Tier aktiv zu werden. Sie konnten zwischen den Gestalten wechseln wie es ihnen beliebte, so war es seit der zweiten Geburt gewesen. Doch nun...
Die hektische Hand Belukias strich immer wieder über den zierlichen Kopf und Tsubaki sah die Panik auch in den Augen der anderen. Er hing hier fest in diesem vierbeinigen Körper, wie sollte er ihnen erklären, dass er sich nicht verwandeln konnte...?
„Wenn das wieder einer deiner dummen Scherze sein sollte...“, Sakuya kniff die Augen leicht zusammen. „Spar dir deinen Lachanfall und verwandel dich einfach zurück. Das war nicht lustig und Belukia bekommt gleich einen Herzkollaps.“
Wieder ein durchdringendes Bellen. So lange, bis es Sakuya zu viel wurde und er das Tierchen im Genick fasste, sodass es in der Luft strampelte.
„Ich mein's ernst, das ist nicht mehr lustig, okay??“
„Sakuya“, Higans Stimme unterbrach den jungen Grünhaarigen und beendete damit auch das Gejaule Tsubakis, der sich scheinbar mehr als angegriffen fühlte. Man hätte meinen können, man hörte den jungen Urvampir jammern. „Er macht das nicht absichtlich. Deswegen bin ich hier.“
Die roten Augen beobachteten den Fuchs eindringlich und schließlich nahm Higan Sakuya den Fuchs ab. Abwägend betrachtete er ihn genauer und hielt ihn mit beiden Händen fest.
„Tsubaki-san kann sich nicht zurückverwandeln. Es geht schlicht nicht. Und er ist nicht der Einzige.“
Nicht der Einzige... Tsubaki wurde hellhörig und erwiderte Higans Blick eindringlich. Das hieß, es musste seinen Geschwistern ähnlich gehen. Hieß, vielleicht würden die ein Gegenmittel finden, gegen...was auch immer hier los war.
„Angefangen hat es mit der Habgier. Ich hörte, er konnte sich von jetzt auf gleich nicht mehr in menschliche Gestalt begeben und blieb ein Igel. Wohl bereits seit ein paar Wochen. Die Hochmut soll genauso betroffen sein, von den anderen weiß ich nichts. Scheinbar konnten sie nicht mehr sprechen und sind aufgeschmissen, was die Rückwandlung betrifft...mehr weiß ich auch nicht.“
Es wurde still um Tsubaki und irgendwie spürte er die Hilflosigkeit ansteigen. Ein Tier... ein Tier! Ein Fuchs! Für die Ewigkeit! Das konnte doch nicht wahr sein! Wie sollte das in Zukunft aussehen?? Wie sollte er seinen Plan durchführen, wenn er nichts anderes konnte, als auf vier Pfoten durch die Gegend zu tapsen und zu winseln?
Belukias Hand legte sich zum x. Mal auf seinen Kopf und versuchte ihn durch hektisches Kraulen zu beruhigen – was es um ehrlich zu sein auch nicht sonderlich besser machte. Die Panik des Abkömmlings legte sich inzwischen genauso auf das kleine Tier.
„Und was machen wir jetzt? Wir können den doch nicht so lassen“, erneut nahm Sakuya den Fuchs aus Bels Händen und betrachtete ihn eingehend. „Ich meine, für eine Weile könnte es ganz angenehm sein, aber auf Dauer dieses Gequietsche...“
„Es geht hier doch gar nicht um die Laute, die der junge Meister jetzt benutzt! Es geht hier einzig und allein um sein Wohlergehen und das ist auf diese Weise nicht gesichert. Wir müssen doch eigentlich bloß einen Weg finden, um es dem Meister zu ermöglichen, wieder menschliche Form anzunehmen“, nachdenklich fing Shamrock an den Raum abzulaufen. Voller Gedanken lief er unruhig zurück ins Wohnzimmer und begann auf einem Zettel herumzukritzeln. „Dafür müssen wir nur herausfinden, was genau dieses Phänomen verursacht... und wer dafür verantworlich ist. Diese Person hat sicherlich auch das Gegenmittel.“
Stolz hob er den Zettel hoch und präsentierte ihn seinen Kameraden.
„Das sind die Personen, die wir als erstes abklappern sollten. Angefangen mit der Habgier, denn immerhin war er das erste Opfer. Danach sollten wir uns durch die Urvampir-Geschwister arbeiten und wenn wir dann immernoch keine Lösung gefunden haben, bleibt uns nur noch eine Wahl.“
Tsubakis Knopfaugen weiteten sich ein wenig, doch nur kurz. Sofort versteckte er das Gesicht wieder, indem er auf Sakuyas Schulter sprang und sich ihm um den Nacken legte wie ein Schal. Sein Verhalten wurde mit mehrdeutigem Blick registriert – die Reaktion ließ nur auf eines schließen. Wer sonst könnte sonst noch der Auslöser sein, falls die Urvampire wirklich nichts wussten?
Sollte Fall x eintreten, gab es nur noch einen Ort, um Nachforschungen zu betreiben: C3.

„Also dann“, Shamrock schien ganz in der Organisation und Planung aufzugehen. Seine Augen funkelten geradezu vor Entschlossenheit. „Beginnen wir mit der Einteilung. Ich denke, der junge Meister sollte erstmal Zuhause bleiben.“
Sofort ertönte protestierendes Gejaule von Belukias Schultern. Tsubaki nahm leicht Anlauf und sprang auf den Tisch, direkt auf die gezeichneten Pläne und Karten, die Sham inzwischen  angefertigt und ausgelegt hatte. Auf jeder Karte war der Aufenthaltsort eines jeden SerVamps markiert, fein säuberlich daneben der Name und ein paar Daten des Eves. Dazu noch waren sie alle in Gefährlichkeitsgrade eingeteilt, um besser darüber urteilen zu können, wen man wo einsetzen könnte.
Ohne auf den Grad zu achten marschierte der kleine Fuchs zu einer bestimmten Karte und deutete mit der Pfote auf das kleine Kreuzchen, das einen Urvampir markierte.
„Die Habgier? Du willst die Habgier befragen? Bist du noch ganz dicht?“, Sakuya lachte beinahe auf. „Die machen doch Kompott aus einem wehrlosen Tierchen wie dir. Der Eve ist tödlich, der SerVamp total durchgeknallt und soweit ich weiß hat der sogar einen verdammt starken Abkömmling mit Leibgarde oder sowas bei sich. Die machen dich fertig bevor du nur einmal winseln kannst.“
Dafür fing sich der junge Vampir bloß ein Knurren seitens des Fuchses ein. Dann zeigte Tsubaki erneut auf das Kreuzchen, diesmal dringlicher.
Shamrock seufzte.
„Wenn Sie sich wirklich sicher sind, junger Meister... Na schön. Und wer soll Sie begleiten?“
Noch bevor sich Tsubaki irgendwie dazu äußern konnte, sprang Belukia auf.
„Ich mach das! Ich begleite Tsubakyun! Wir machen das schon!“, der durchgeknallte Abkömmling zeigte sein strahlendstes Grinsen und malte jeweils einen pinken und einen schwarzen Punkt neben das Habgier-Kreuzchen.  
Erneut lachte Sakuya leise auf.
„Dann kann ja gar nichts schief gehen...“
„Dann übernehme ich in der Zeit die beiden SerVamps, die weiter weg sind... Die Völlerei und den Zorn“, mischte sich nun Higan ein, malte jeweils einen roten Punkt neben benannte Kreuzchen und stand auf. „Die beiden leben nicht in Japan und bis ich zurück bin, seid ihr wahrscheinlich fertig mit euren Arbeiten hier.“
Langsam nickte Shamrock.
„Gut... Dann pass auf dich auf, alter Mann. Bei einem Versagen wirst du hart bestraft. Du genauso Belukia!“, noch einmal sah er in die Runde. „Setzen wir erstmal Teil eins des Plans in die Tat um und warten auf die Ergebnisse. Dann sehen wir weiter.“
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