Der absolut falsche Zeitpunkt

GeschichteKrimi, Romanze / P16
Javier Esposito Kate Beckett Kevin Ryan Lanie Parish OC (Own Character) Richard Castle
27.08.2016
14.04.2018
22
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Bevor die eigentliche Geschichte anfängt hier noch ein paar Anmerkungen der Autorin vorweg.
Also die Geschichte spielt während der achten Staffel aber ohne LokSat und so. Esposito ist Sergeant und Ryan wird zum zweiten Mal Vater.
Es könnte sein das einzelne Charakter ein wenig OOC sind, das will ich nicht ausschließen. Konstruktive Kritik wird immer gerne gesehen. Und es wird leider unregelmäßige Upload-Zeiten gegeben. Eventuelle Rechtschreibfehler und Kommasetzungsfehler bitte ich zu Entschuldigen.
Alle hier verwendeten Charaktere, außer die von mir erfunden Charaktere, stammen aus der Fernsehserie Castle und somit sind geistiges Eigentum von ABC Studios und Beacon Pictures. Die Rechte an diesen Charakteren gehören allein ihnen. Ich habe nicht vor mit dieser Fanfikition Geld zu verdienen.


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Blinzelnd öffne ich die Augen. Mein Kopf dröhnt. Das ist nicht mein Bett und das ist auch nicht meine Wohnung. Wo bin ich? Ich drehe mich zu Seite. Scheiße, wer ist der Typ neben mir im Bett? Und oh fuck. Warum trage ich nur meine Unterwäsche? Ich hab doch nicht etwa? Scheiße. Ich lass mich zurück ins Bett fallen. Ok, Gwen ganz ruhig. Alles wird gut. Tief durch atmen. Also, an was kannst du dich noch von gestern erinnern. Mhmm. Also du warst in dieser Bar. Wie hieß sie noch gleich? Sunshine Bar, glaube ich. Und dann, keine Ahnung. Dann musst du ganz schön was gebechert haben. Ich lasse meinen Blick durch das Zimmer gleiten. Immer hin scheint der Besitzer des Zimmers Stil zu haben. Ich drehe mich zu dem Typen neben mir um. Er liegt mir mit dem Rücken zu gewandt und scheint zu schlafen. Sein Oberkörper bewegt sich regelmäßig. Langsam setze ich mich auf. Mein Kopf pocht, ich glaube er explodiert gleich. Ich fasse mir an die Schläfen. Wo sind eigentlich mein Kleid und meine restlichen Sachen? Verdammt. Der Typ dreht sich auf die andere Seite. Er schläft noch, zum Glück. Verdammt. Der Typ sieht auch noch scharf aus. Obwohl Latinos eigentlich nicht so mein Typ sind. Ich schaue mich weiter im Zimmer um. Seine Kleidung kann ich erkennen. Ich sehe eine Hose und ein Hemd. Aber von meinen Sachen sehe ich nichts. Mist. Sie liegen wahrscheinlich in einem anderen Raum. Ich muss hier dringen weg. Am besten noch bevor der Typ wach wird. Ich stehe auf. Mein Schädel explodiert gleich. Langsam gehe ich zu Tür.

„Wo bin ich? Warte mal. Das ist mein Bett“, sagt plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich drehe mich um. Der Typ ist wach. Er sieht mich an. Dann hebt er die Decke  hoch und sieht darunter. „Scheiße“, flucht er. „Ähm und wer bist du?  Und was machst du hier? Und warum trägst du nur Unterwäsche?“, fragte er mich und setzt sich auf. „Also ich heiße Gwendolyn Parker. Was ich hier will, keine Ahnung. Und warum ich nur Unterwäsche trage, wüsste ich auch gerne. Und wer bist du und wo sind wir hier? Und wie bin ich hier her gekommen“, antworte ich. „Ich heiße Javier Esposito. Und wir befinden uns in meiner Wohnung, in meinem Schlafzimmer und wie wir hier hergekommen sind weiß ich auch nicht so genau“, antwortet er und steht auf. Zu meinem Glück trägt er Boxershorts. „Ähm, kannst du dich an irgendetwas von gestern Abend erinnern?“, frage ich Javier. Er schüttelt den Kopf und hebt seine Kleidung auf und wirft sie in einen Wäschebox. „Sag mal wolltest du gerade Abhauen?“, fragt er mich während er sich frische Kleidung zum Anziehen raus sucht. „Ähm, vielleicht. Ich suche meine Tasche und mein Kleid und das Bad“, antwortet ich. „Das Bad ist die erste Tür links, wenn du von hier aus den Flur betrittst. Wo deine Sachen sind keine Ahnung“, antwortetet er und zieht sich ein Shirt über. „Ok“, antworte ich und öffne die Tür zum Flur. Im Flur liegen meine Handtasche und meine Schuhe. Ich hebe meine Tasche auf und schaue nach ob noch alles drin ist. Zum Glück ja. Ich nehme mein Handy  und ein paar Tabletten mit und lege die Tasche zurück in den Flur. Dann gehe ich ins Bad. Das Bad ist klein aber sauber. Und da liegt auch mein Kleid. Ich werfe einen Blick in den Spiegel. Man sehe ich scheiße aus. Dann schlüpfe ich in mein Kleid.

Und öffne in meinem Handy den Chat mit meiner besten Freundin Anne.
Ich: Hey, ich bin gerade neben einem ziemlich heißen Typen wach geworden und kann mich an nichts mehr von der gestrigen Nacht erinnern. Was soll ich tun? Hilfe!

Ich schließe den Chat und lege mein Handy weg. Ich fülle einen Zahnputzbecher mit Wasser und nehme erst die Pille die ich immer nehme und um wirklich sicher zugehen die Pille danach. Ich spüle die Tabletten mit Wasser untern. Dann Wasche ich mein Gesicht. Ohne Make-up sehe ich wirklich aus wie ein Zombie mit dicken dunklen Augenringen.

Auf meinem Handy ploppt eine Nachricht auf. Anne, endlich.
Anne: Uhi, du Arme. Ich bemitleide dich.
Ich: Anne das ist nicht witzig. Ich kann mich echt an nichts erinnern. Und er wohl auch nicht.
Anne: Aha. Hattest du was an als du aufgewacht bist?
Ich: Nur Unterwäsche. Leider.
Anne: Und er?
Ich: Dito.
Anne: Oh. Scheiße. Und du kannst dich an nichts erinnern?
Ich: Nein.
Anne: Ok, das ist schlimm. Habt ihr miteinander geschlafen?
Ich: Ich weiß es nicht. Prinzipiell ist es möglich ja.
Anne: Wie viel hast du getrunken?
Ich: Keine Ahnung. Viel würde ich sagen. Meinem Kater nach zu urteilen.
Anne: Alkohol löst deine Probleme nicht Schätzchen.
Ich: Ich weiß.
Anne: Soll ich dich abholen?
Ich: Oh ja bitte. Ich schreib dir wo, sobald ich Javier gefragte habe wo er wohnt. Und sagt bitte Jason nichts.
Anne: Mach ich schon nicht keine Angst. Er hat sich noch nicht bei dir gemeldet oder?
Ich: Nein.
Anne. Gut.


Als hätte ich es geahnt ploppt jetzt eine Nachricht von Jason auf meinem Handy auf. Scheiße. Scheiße. Scheiße.

Jason: Hey Süße. Ich wollte dir nur sagen, dass es ok ist wenn du immer noch sauer auf mich bist. Ich weiß ich war ein Idiot und es tut mir leid. Ich hätte es dir früher sagen sollen. Aber wenn ich den Job nicht angenommen hätte, dann würde ich das bis an mein Lebensende bereuen. Es ist schon immer mein Traum gewesen eine Klinik zu leiten und dann auch noch die des Cedars-Sinai Medical Center in LA. Verdammt, Gwen ich wäre ein Idiot wenn ich den Job angelehnt hätte. Wenn du willst kann ich dir hier in LA eine Stelle besorgen. Aber ich weiß, dass du deinen Job am Mount Sinai Hospital in New York liebst. Aber es wäre echt einfacher für uns. Ich hasse jeden einzelnen der ungefähr 3.936 Kilometer zwischen uns. Ich vermisse dich unendlich. Was hast du Zeit mit mir zu skypen oder zu telefonieren. Ich muss deine Stimme hören. Ich bin ja nur drei Stunden vor dir. Ich liebe dich.

Ich öffne seinen Chat und schließe den mit Anne.
Ich: Ich ruf dich später an. Und ich weiß das es schon immer dein Traum und deswegen werde ich dir und deinem Traum nicht im Weg stehen. Ich liebe dich und vermisse sich.

Dann klopft es an der Tür. „Hey, kann ich jetzt auch mal ins Bad?“, fragt Javier. Ich öffne die Tür. Javier tritt zu mir ins Bad. „Willst du auch eine Kopfschmerztablette?“ Fragte er mich. Ich nicke.

Auf meinem Handy ploppt eine Nachricht auf.
Jason: Ich liebe dich noch mehr und ich warte sehnensüchtig auf deinen Anruf.

Und dann noch eine.
Anne: Also Gwen, wo bist du denn nun?

Javier holt eine Kopfschmerztablettenpackung auf dem Schrank. „Wir sollten aber erst mal was essen, weil man die Tabletten nicht auf nüchternen Magen nehmen soll“, erklärt Javier. „Mhmm, ok. Wo bin ich hier genau?“, antworte ich. „In meiner Wohnung“, antwortet Javier irritiert. „Nein, das meine ich nicht. Ich meine die Adresse“, antworte ich. „Ähm ach so“, antwortet Javier und nennt mir seine Adresse und ich schick sie Anne mit der bitte mich in zwei Stunden dort abzuholen. Dann gehen wir in die Küche. Ich setze mich an den Küchentisch. Javier brüht Kaffee auf. „Auch Kaffee?“, fragt er mich. Ich schüttle den Kopf. „Wasser?“, fragt Javier und sieht mich an. Ich nicke. „Warum redest du nicht mehr mit mir?“, hackt er nach und holt ein Glas aus seinem Schrank und eine Wasserflasche aus dem Kühlschrank. „Weil ich eigentlich gar nicht hier sein sollte, in der Wohnung eines Fremden und ohne Erinnerungen an gestern Nacht“, antworte ich. Javier schmunzelt. „Glaubst du wir haben…?“, beginnt er seine Frage beendet sie jedoch nicht und reicht mir das Glas mit Wasser. Dann holt er zwei Teller aus dem Schrank. „Ich weiß es nicht. Es durchaus im Bereich des Möglichen, das wir es getan haben“, antworte ich. Er nickt und stellt die Teller auf dem Tisch. „An was kannst du dich erinnern?“ frage ich ihn. Er zögert. „Ehrlich gesagt, an nicht viel. Ich weiß, dass ich gestern Abend in der Sunshine Bar war. Und das ich dort etwas getrunken haben muss, meinem Kater und Filmriss nach zu urteilen. Aber wie ich dich kennen gelernt habe und wie wir hier gelandet sind und vor allen was dann hier passiert ist oder auch nicht, weiß ich nicht. Kannst du dich an mehr erinnern?“, antwortet er während er Marmeladen und Butter auf den Tischstellt und Toast in den Toaster steckt. „Nein. Ich weiß auch nur noch das ich in dieser Bar war, aber alles andere ist weg“, antwortete ich. Er nickt und schenkt sich eine Tasse Kaffee ein und holt noch zwei Messer und legt sie auf den Tisch.

Dann setzt er sich zu mir an den Tisch. „Also fassen wir mal zusammen. Wir waren in derselben Bar, haben was getrunken und wissen beiden nicht wie wir in deine Wohnung gekommen sind und was dort passiert ist“, resümiere ich. Er nickt. Dann reicht er mir ein Toast. Ich schmiere mir Butter und Marmelade drauf. „Und was wollen wir jetzt tun?“, fragte er mich mit vollem Mund. „Hat dir niemand erklärt, dass man mit vollem Mund nicht reden soll“, verbessere ich ihn. Er grinst und schluckt sein Essen runter. „Doch. Du hast meine Frage nicht beantwortet“, antwortet er. Also so schlimm scheint der Kerl wohl doch nicht zu sein. „Ich weiß. Wir könnten in die Bar gehen und schauen ob irgendwelche Erinnerungen zurückkommen“, schlage ich vor. Javier macht zwei weitere Toast in den Toaster. „Das können wir machen, wenn du Zeit hast“, antwortet Javier und trinkt einen großen Schluck Kaffee. „Ich habe heute frei, also sollte das kein Problem sein. Meine beste Freundin Anne holt mich gleich ab und fährt mich nach Hause. Heute nach Mittag hätte ich Zeit“, antworte ich. „Gut dann treffen wir uns heute Nachmittag. Ich habe auch frei, dann geht das“, antwortet Javier und holt die anderen beiden Toasts ausdem Toaster und reicht mir eines davon. Ich schmiere mich mir Butter und Marmelade auf das Toast. „Wäre es eigentlich so schlimm wenn wir wirklich mit einander geschlafen hätten?“, fragte er mich plötzlich. Ich sehe ihn an. „Zuerst mal bin ich verlobt, wenn mein Verlobter das herausfindet, könnte es Ärger geben. Dann könntest du mich mit irgendeiner Krankheit wie AIDS angesteckt haben oder mich im schlimmsten Fall geschwängert haben“, erkläre ich. Javier wird blass, daran hat er wohl nicht gedacht. Er schluckt. „Also ich kann zumindest in einem Punkt beruhigen, ich habe kein AIDS oder so. Und nimmst doch die Pille oder?“, fragte Javier. „Ja, natürlich und für solche Notfälle habe ich immer die Pille danach dabei. Du benutz doch Kondome?“, antworte ich. „Also eigentlich ja. Aber ich weiß nicht ob ich Suff noch so klar gedacht habe“, antworte Javier. Ok, das klingt nicht gut. „Wie wahrscheinlich ist es, dass dein Verlobter hier auftaucht?“, fragte Javier. Eine berechtigte Frage. „Sehr unwahrscheinlich, er arbeitet in LA und wohnt auch dort“, erkläre ich. Auf meinem Handy ploppt eine Nachricht auf. Jason. Scheiße.
Jason: Ach Schatz bevor ich es vergesse, schau mal im Kleiderschrank in den roten Karton. Da ist eine Überraschung für dich drin.

Eine Überraschung? Oje, ich ahne böses. „Dein Verlobter?“, fragt Javier. War das so offensichtlich? „Ja, er hat irgendeine Überraschung für im Kleiderschrank deponiert“, antworte ich. Er schmunzelt. „Als was arbeitest du eigentlich?“, fragt er mich und trinkt noch einen Schluck Kaffee. Sehr plötzliche Themaänderung. „Ich bin Ärztin im Mount Sinai Hospital und du“, erkläre ich. „Ich bin Polizist genau genommen bin Sergeant im 12 Revier“, erzählt er und ich höre wie ein gewisser Stolz mitschwingt. „Aha und hast du eine Freundin?“, frage ich ihn und beiße in mein Toast. „Nein, zu Zeit nicht“, antwortet er und beißt ebenfalls in sein Toast. Aha. Er ist also Single. Nicht das mich das interessieren würde, ich bin ja verlobt. Wir essen unsere Toast zu Ende und dann nimmt jeder von uns eine Kopfschmerztablette. Dann hole ich mein Handy hervor.

Ich: Mach ich, wenn ich Zeit dazu habe. Habe ich dir schon gesagt, dass ich dich liebe, bestimmt schon tausendmal oder?
Jason: Stimmt und genauso oft habe ich dir gesagt, dass ich dich liebe. Schade, dass ich dein Gesicht dann nicht sehen kann.

Ich lächle. Was mach ich mir eigentlich für Sorgen. Jason wird davon nichts erfahren. Alles wird gut. Javier mustert mich. Was denkt er wohl? „Wie funktioniert das eigentlich mit eurer Fernbeziehung, obwohl ich will ja nicht indiskret sein“, erklärt Javier. Gute Frage, wie funktioniert das mit unserer Fernbeziehung? „Keine Ahnung. Er ist ja auch erst seit 4 Tagen in LA“, antworte ich. „Aha und du vertraust deinem Verlobten?“, hackt er nach. Was soll das bitte? Natürlich vertraue ich Jason. Er würde mich nicht betrügen, nie im Leben. „Ich vertraue ihm. Was geht dich das eigentlich an“, antworte ich. „Nichts, du hast recht. Aber ich bin von Natur aus und nicht nur wegen meines Jobs sehr neugierig. Aber dein Leben geht mich nichts an. Wir kennen uns ja erst seit gestern Abend und können uns an nichts erinnern“, antwortet Javier und mustert mich. Er hat Recht, wir kennen uns nicht. Ich bin ihm also nichts schuldig. Javier sieht mich immer noch an. Ok, vielleicht ist er doch etwas verrückt.

Eine Nachricht auf meinen Handy ploppt auf.
Carter: Wir müssen reden. Die neue Chefin ist echt ätzten. Die scheucht uns wie ein Drillsergeant herum, meckert und motzt nur rum. Du wirst sie lieben. Warum musste dein Freund noch mal gerade nach LA gehen. Er war so ein toller Chef. Ihr habt euch doch nicht etwas getrennt oder? Wir brauchen dich dringen. Den armen Noah hat sie im Übrigen ganz besonders auf dem Kieker. Hilf uns! Scheiße Sie kommt.

Oje, der arme Carter und vor allem der arme Noah. Gut ich habe von Dr. Valerie Hunters Ruf gehört, aber das sie so fies ist. Ich werde wohl mit ihr reden müssen. Ich werde ihn antworten.

Ich: Sorry Carter ich hätte euch warnen müssen. Und nein Jason und ich haben uns nicht getrennt, im Gegenteil wir sind verlobt. Er wollte schon immer Chef spielen und jetzt kann er das. Richte Noah von mir aus das ich mit Dr. Hunter reden werde wenn ich Montag wieder arbeite. Bis dahin müsst ihr es leider ertragen. Ach und noch was, erwähn das mit der Verlobung bitte nicht gegenüber den anderen.  

„Schon wieder dein Verlobter?“, fragte Javier. „Nein, mein Arbeitskollege, die neue Chefin ist wohl nicht so toll“, antworte ich. Er nickt. Sein Handy vibriert er, schaut auf den Display und tippt irgendetwas. Auf meinem Handy ploppt eine weitere Nachricht auf. Es ist wieder Carter.

Carter: OMG, ihr seid VERLOBT! Ok, ich werde versuchen zu schweigen. Wann hat er und wie hat er? Ich werde Noah das ausrichten. Wenn du am Montag da bist, will alles wissen bis ins kleinste Detail. Du lädst uns doch hoffentlich alle ein? So jetzt muss ich wieder zur Arbeit Dr. Drillsergeant meckert sonst.
Ich: Du bekommst alle Details, aber jetzt solltest du wieder arbeiten.

Dann ploppt eine Nachricht von Joe meinem großem Bruder auf.
Joe: Hey, Schwesterherz. Ich brauch mal deinen Rat als Frau. Du kennst doch Stella, die blonde Anwältin aus der Kanzlei. Sie ist doch mit diesem Typen Anton Davis zusammen. Ich habe den mit einer Brünetten wild knutschend und fummelnd in einer Bar gesehen. Soll ich ihr das sagen? Du würdest sowas doch auch wissen wollen.
Ich: Wie nah stehst du ihr? Seid ihr nur Kollegen oder läuft da mehr?
Joe: Wir sind befreundet. Wir kennen uns seit dem Studium. Als Freund sollte ich das doch sagen oder?
Ich: Wenn das so ist, dann ja. Sie muss es wissen.
Joe: Gut ich werde es ihr versuchen so schonend wie möglich zu erklären.
Ich: Seid wann arbeitet ihr Samstag?
Joe: Der Chef will das so. Papierkram und so. Finde ich auch doof. Und Caroline auch.
Ich: Sei froh, dass du deine Freundin heute noch siehst. Ich sehe Jason erst in 3 Wochen wieder.
Joe: Oh, du Arme. Ich muss wieder arbeiten.

Ich schmunzle. Dann schaue wieder Javier an. Er hat sein Handy wieder weg gelegt und mustert mich ebenfalls. Er steht auf und geht um den Tisch rum zu mir. Was hat er verdammt noch mal vor? Unschlüssig bleibt er vor mir stehen. Er fährt sich durch die Haare. Was hat der vor? Er öffnet den Mund als ob er etwas sagen wollte, sagt aber dann doch nichts. Er mustert mich. „Schon wieder dein Verlobter?“, fragte er. Ich bin aber ziemlich sicher, dass er ursprünglich  etwas anderes fragen wollte. „Nein, mein Bruder und mein Arbeitskollege. Was hast du eigentlich mit meinem Verlobten?“, fragte ich ihn. „Keine Ahnung“, antwortet er und zuckt mit den Schultern. „Ganz dumme Frage, krieg ich deine Nummer?“, fragt er mich. Gute Frage. Soll ich ihm meine Nummer geben? Warum nicht er ist ja ganz nett. „Ja aber nur wenn ich deine bekomme“, antworte ich und gebe ihm meine Nummer und er mir seine. Danach gehen wir ins Wohnzimmer und setzen uns neben einander aufs Sofa. Er sagt nichts. Wahrscheinlich weiß er nicht mehr was er sagen soll. Ich will ihn jetzt nicht den Rest der Zeit anschweigen.  Javier steht nochmal auf und holt sein Handy. Er tippt irgendwas in sein Handy. Wahrscheinlich eine Nachricht aber es geht mich nichts an. Ich greife zur Fernbedienung und mache den Fernseher an. Javier scheint, dass nicht zu stören. Wir sehen beide Fern bis Anne kommt mich abzuholen.
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