Jugendliche im Jihad [weshalb Menschen in den Krieg ziehen]

GeschichteAllgemein / P12
27.08.2016
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„In Anlehnung an den ungarischen Friedensforscher István Kende (1917-1988) definiert die AKUF Krieg als einen gewaltsamen Massenkonflikt“

Bevor man sich mit den Gründen, weshalb es sich lohnen sollte in einen „heiligen Krieg“ zu ziehen, auseinandersetzt, ist es zunächst wichtig zu versuchen den Begriff Krieg allgemein zu erläutern und somit herauszufinden, welche Bedeutung diesem zugemessen wird. So definiert beispielsweise die AKUF, die Arbeitsgemeinschaft Kriegsforschung, jenen Begriff wie folgt: „an den „Kämpfen“ sind meist mehrere bewaffnete Streitkräfte beteiligt, bei denen es sich auf mindestens einer Seite um Einheiten der Regierung handelt. Zusätzlich muss auf beiden Seiten, das heißt, auf Seiten aller an diesen „Kämpfen“ Beteiligten, ein Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation gegeben sein.“

Das heißt beide Seiten operieren nach planmäßigen Strategien, wobei es keine Rolle spielt auf wessen Gebieten von welchen Gesellschaften diese „Auseinandersetzungen“ stattfinden und wie lange eben jene andauern.

Laut Stefan Wolf , einem Honorarprofessor der Universität Salzburg, ist das, was wir unter Krieg verstehen ein „mit Waffengewalt ausgetragener Konflikt zwischen Staaten oder Völkern, jedoch nur dann, wenn er sich mit einer gewissen Dauer zwischen Mächten ähnlicher Stärke abspielt“.

Der „heilige Krieg“ ist also ein Morden im Namen Gottes mit der Gewissheit das Richtige zu tun. Es herrscht ein „heiliger Krieg“ wenn es heißt „Tötet die Ungläubigen“. Der Jihad selbst wird erst seit der sowjetischen Invasion in Afghanistan 1979, als sogenannte „Aufforderung“, die zu jenem heiligen Krieg führte, der nun im Gange ist, definiert.

Als „heiliger Krieg“ wird also eine organisierte Gewaltanwendung bezeichnet, die durch Religion und mit der Vorstellung vom Auftrag Gottes, begründet wird.
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