"The two most important days in your life are the day you were born and the day you find out why."

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
OC (Own Character)
27.08.2016
27.08.2016
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Hey
Dies ist ein OneShot. :) Ich wollte eigentlich eine FF damit starten, doch zuerst habe ich mal ein OneShot geschrieben, um zu sehen, ob es ankommt (das ist ein Kapitel aus meiner FF). Wenn ihr wollt, dass es eine richtige FF wird, sprich lange Geschichte mit Romanze, Drama, Abenteuer und Freundschaft, dann schreibt es in Euer Review oder schreibt mir kurz eine Mitteilung. ;) Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und ich würde mich über eine kurze Rückmeldung von euch freuen, wie es euch gefallen hat. ^^

Beste Grüße Alphawolf7




—Der Mond im Auge—

"Vater wo bringt ihr mich hin?", fragte Kishou seinen Vater. Kishou war 20 Jahre alt und lebte mit seinem Vater in einem ruhigen Dorf. Es lag abseits eines Königreichs, wo der König Zeus herrschte und bald ein Kind erwarten würde. Seine Mutter war vor zwei Jahren an einer tiefen Einstichwunde gestorben als sie allein zuhause war und dort eingebrochen wurde. Kishou hatte dunkel braunes Haar mit ein paar blonden Strähnen drinnen die ihm bis zu den Schultern reichten. Er trug eine schwarze Hose, sowie ein schwarzes Hemd und schwarzen Schuhen. Sein Vater hatte ihm die Augen verbunden und führte ihn irgendwohin, er selber wusste es nicht.
"Vorsicht Baumstamm", sagte sein Vater.
Kishou stieg vorsichtig über den Baumstamm und dann gingen sie weiter. Es war Nacht, soviel wusste er. Sein Vater hatte ihn irgendwann zwischen 1 Uhr und 3 Uhr Nachts geweckt und ihn die Augen verbunden. Heute war der Tag des Vollmondes, denn an diesen Tagen konnte Kishou nie richtig schlafen. Alpträume plagten ihn dann immer und er konnte keine Ruhe finden.
"Wann sind wir denn da?", fragte er nach einer Weile.
"Es dauert nicht mehr lange", meinte sein Vater.
Kishou seufzte. Er versuchte durch das dunkle Band an seinen Augen durchzugucken, doch es war zu dunkel dafür. Daraufhin schloss Kishou seine Augen und ließ sich von seinem Vater führen, während er den Geräuschen um sich herum lauschte. Der Junge konnte das Heulen der Eulen hören, das Zirpen der Grillen und das leise sirren der Mücken. Sein Vater führte ihn weiter durch den Wald und bald kamen sie zu einer Höhle. Die beiden gingen weiter rein, immer tiefer und je tiefer sie gingen, desto kälter wurde es. Kishou hörte Schritte auf sich zukommen, zuerst leise dann immer lauter, bis sie stehen blieben. Sein Vater und er ebenfalls, dann gingen sie wieder weiter, mit demjenigen der gekommen war. Sie bogen ab, dann gingen sie wieder geradeaus, bogen ab und dann gingen sie erneut geradeaus.
"Wo sind wir, Vater?", fragte Kishou etwas ängstlich.
"Keine Sorge, mein Sohn, dir passiert nichts. Wir sind in einer Höhle", antwortete er, "Könntest du dich bitte hinlegen."
Es war keine Frage, sondern eine Aufforderung. Ohne zu Antworten oder zu fragen wieso, legte sich Kishou auf den kalten Boden. Er hörte leises Geflüster, dann hörte er etwas Klippern, doch nicht wie Glas, sondern wie etwas schweres. Bevor Kishou etwas tun konnte, spürte er wie jemand ihm an seinen Hand- und Fußgelenken Eisenketten anlegte.
"Vater was… was soll das?", fragte er ängstlich, "Was macht ihr mit mir?"
Sein Vater nahm ihm die Augenbinde ab und Kishou blinzelte erst einmal da der Raum in dunkel rotes Licht getaucht wurde. Über ihm entdeckte er den Vollmond am Himmel und die vielen Sterne die wie kleine Diamanten glitzerten. Der Junge schaute nach links und rechts und sah ein paar Leute vom Dorf, die jeweils eine feine Nadel in der Hand hielten. Kishou bekam Angst, er zog an den Eisenketten, doch sie waren zu stark und außerdem an der Wand fest verankert.
"VATER HILF MIR!", schrie er, doch dieser Antwortete nicht, sondern ging auf seinen Sohn zu. Er legte ihm seine Hand auf die Schulter.
"Ganz ruhig mein Sohn, es ist gleich alles vorbei", meinte dieser.
Kishou zog erneut an den Eisenketten als ihm etwas über ihm auffiel. Genau über seinem rechten Auge war eine Linse aufgebaut worden und genau in diesem Moment schon sich der Vollmond genau in diese Stelle.
"Haltet ihn fest", kommandierte sein Vater.
"Was…", weiter kam Kishou nicht, denn er spürte vier Hände. Zwei waren an seinen Beinen und zwei waren an seinen Schultern. Jemand kam zu ihm und machte etwas an seinem rechten Auge dran, damit sein Augenlied nicht mehr zufiel.
"Jetzt", hörte Kishou die Stimme seines Vaters.
Alle Dorfbewohner die eine Nadel in der Hand hielten kamen zu Kishou und stachen diese ganz vorsichtig um sein Auge in die Haut. Er schrie vor Schmerz auf und wollte sein Kopf bewegen, doch schnell waren zwei andere Hände da, um ihn still zu halten. Nachdem jeder seine Nadel platziert hatte gingen sie wieder an ihren Platz und murmelten in einer alten Sprache herum.
Plötzlich leuchteten die Nadeln lila auf und Kishou schrie vor Schmerz als der Mond anscheinend auf diese reagierte. Durch seinen ganzen Körper fuhr eine unglaubliche Hitze und diese sammelte sich in seinem rechten Auge. Es fühlte sich so an als ob Kishou in Flammen stehen würde. Dann nach ein paar Minuten verebbte die unglaubliche Hitze. Kishou spürte, wie ihm die Nadeln entfernt wurden und auch das Ding, was sein Augenlied festhalten sollte. Die Eisenketten wurden entfernt und der Junge öffnete sein linkes Auge. Vorsichtig setzte sich Kishou auf und starrte seinen Vater an.
"Ich-Ich kann auf meinem rechten Auge nichts sehen!?", rief er panisch, "WAS HAST DU MIR ANGETAN!"
"Beruhige dich, mein Sohn", sagte sein Vater und wollte seine Hand auf seine Schulter legen, doch Kishou schupste ihn weg und rannte aus der Höhle. Sein Vater rannte ihm hinterher, während die anderen in der Höhle stehen blieben.
Kishou rannte durch den Wald zu einem See um sein rechtes Auge zu sehen. Er erstarrte als er es sah. In seinem rechten Auge schimmerte ein fast voller Mond, in dem Kreis waren ein paar Wellen und am unteren Rand des inneren Kreises war ein kleiner gezackter Stern. Da drüber war ein viel größerer gezackter Stern, der jedoch immer noch in den fast vollen Mond passte, doch nicht den ganzen Mond ausfüllte. Der Junge starrte mit offenem Mund in den See.
"Wir mussten es tun", sagte sein Vater.
"Ach ja!? Und warum wenn ich fragen darf?", rief Kishou wütend. Er sah immer noch in den See, er drehte sich nicht zu seinem Vater um.
"Weil ein dunkle Macht kommen wird, die alles auf ihrem Wege verschlingen wird!", erklärte sein Vater, "Wir haben dich auserwählt, damit du dieses Unheil bekämpfen kannst bevor es unser Dorf zerstören wird."
Kishou stand auf und drehte sich zu seinem Vater um.
"Ich werde diesem Dorf nicht helfen", sagte er.
"Was!? Wieso nicht!", nun war sein Vater wütend, "Du wirst unser Dorf beschützen! Ob du es willst oder nicht!"
Kishou trat ein Schritt auf seinen Vater zu und packte ihn mit einer Hand an den Kragen. Er sah ihn mit seinen Augen durchdringend an.
"Ich werde dieses Dorf NICHT beschützen!", wiederholter er, "Nicht nachdem ihr mir das angetan habt! Ihr hättet auch einen anderen wählen können, nicht wahr, aber ihr habt mich gewählt! WIE KONNTEST DU MIR DAS ANTUN! DEINEM EIGENEN SOHN!"
Kishou ließ seinen Vater los, drehte sich um und ging davon. Seinen Vater ließ er alleine dort zurück. Er hatte ihm oft von diesem Ritual erzählt, doch das sein eigener Vater ihn auswählen würde, hätte sich der Junge nicht mal im Traum vorgestellt. Kishou wusste, dass, wenn man diesen Mond in seinem Auge hatte, dann würde ihm eine Fähigkeit zuteil werden, doch welche diese war wusste er nicht…
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