"Adolf, ich liebe dich."

GeschichteRomanze / P16 Slash
27.08.2016
27.08.2016
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WICHTIG!
Ich möchte ihr klar stellen, dass ich nichts hier von ernst meine und möchte mich von den Gedankengängen der Akteure entfernen. Dieses Kapitel dient zur Unterhaltung und ist eine riesige Hyperbel. Ich will niemanden hiermit angreifen, es soll lediglich als Satire gelten.


Donald Trump schenkte den Photographen noch ein letztes für sich einnehmendes Lächeln und betrat dann sein Haus. Eine angenehme Stille empfing ihn. Niemand, der seinen Namen rief oder ein Autogramm wollte, geschweige denn irgendwelche nervigen Flüchtlinge. Seine Frau war bei einer Freundin und würde erst in ein paar Stunden wieder kommen. Kurz gesagt, er war endlich allein und glücklich damit.

Allein würde er allerdings nicht mehr lange sein, denn er würde etwas wagen. Es war der Tag vor der Wahl und er musste sich einen letzten Rat holen. Aber nicht von irgendjemandem, nicht von irgendeinem Berater, sondern vom Meister selbst. Er strich sich über seine unechte Föhnfrisur. Ihm wurde oft gesagt, sie würde aussehen wie ein toter Hamster.  Er schmunzelte. Nette Vorstellung.

Gemächlich, allerdings mit klopfendem Herzen, schlenderte er in sein Büro. Dort angekommen, öffnete er die letzte Schublade seines Schreibtisches und drückte den roten Knopf auf der Fernbedienung, welche darin lag. Von diesem Geheimnis wussten weder seine Geschwister, seine Eltern oder seine Frau. Das Bücherregal hinter seinem Schreibtisch drehte sich zur Seite und gab so einen schmalen Durchgang frei.

Mit einigen Schwierigkeiten quetschte Donald sich an den Büchern vorbei. Als er es mit einiger Anstrengung geschafft hatte, zog er noch ein wichtiges Buch aus dem Regal: Mein Kampf. Dieses Buch war seine Bibel, sein Ein und Alles. Er liebte es noch mehr, als er seine Frau oder einen anderen Menschen auf der Welt liebte. Adolf Hitler war der größte Visionär gewesen, deshalb war es Zeit ihn zurück zu holen.

Donald schloss die Geheimtür und schlug "Mein Kampf" auf. Eigentlich brauchte er nichts aus dem Buch für das Ritual, das er gleich vollstrecken würde, aber er wollte noch etwas von dem Geist seines großen Idols in sich aufnehmen. Adolf hatte in allem so Recht gehabt. Seufzend legte er das Buch auf den Tisch, der in der Ecke stand und rollte dann den knallroten  Teppich zur Seite.

Dann ließ er seinen Blick schweifen. Wo hatte er die Schüssel mit dem Terroristenblut nur hingestellt? Das Blut hatte er sich extra aus Guantanamo liefern lassen. In der Anleitung, die er in einer kuscheligen Winternacht in "Mein Kampf" gefunden hatte, stand, dass man auch gleichermaßen Kindertränen oder deren Blut benutzen konnte, genauso wie das Blut x-beliebiger Feinde. Alles hatte den gleichen Effekt. Donalds Blick huschte über die Anweisung. Zuerst musste er das Blut in Form eines großen Hakenkreuzes auf dem Boden verteilen, dann mit vier kleineren, eins für jede Himmelsrichtung, ergänzen. Er liebte den Eisengeruch.

Wenn er es erst einmal geschafft hatte, wie sein großes Vorbild, das Ermächtigungsgesetz durchzubringen, würde noch mehr feindliches Blut fließen und damit würde er noch weitere historische Personen zurück ins Leben holen. Mit klopfendem Herzen blätterte er durch die Seiten bis er schließlich "Deutschland Deutschland über alles" gefunden hatte. Fast schon zärtlich strich er über die vergilbte Seite.

Er hatte dieses Lied schon oft mit Inbrunst in diesem schalldichten Raum vor sich hin gesungen und konnte  es mittlerweile fast auswendig. Er räusperte sich kurz und begann dann zu singen. Zugegeben er war nicht der beste Sänger, aber er versuchte jeden Ton klar und rein aus seinem Mund gleiten zu lassen. Denn bei jedem Patzer wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschwörung nicht funktionieren würde.

Donalds Augen weiteten sich, als sich eine dünne Rauchsäule aus der Mitte des großen Hakenkreuzes aufstieg. Dabei hatte er gerade mal die dritte Strophe angefangen. Der Rauch begann sich zu verfestigen, sich dann aber wieder in einzelne Schlieren zu verlieren. Donald sang unbeirrt weiter und als der letzte Ton seinem Mund entwichen war, hielt er gespannt den Atem an. Die Luft schien zu beben. Die Bücherregale, die Büchern vollgestopft waren, die in den meisten Bibliotheken verboten waren, zitterten. Es war sehr schwer gewesen an all diese Bücher heran zu kommen.

Der Rauch verfärbte sich plötzlich dunkelbraun, fast schwarz und verfestigte sich ein letztes Mal. Zuerst war nur so etwas wie ein unförmiges Knäuel zu erkennen, dann materialisierten sich plötzlich zwei Männer. Zwei? Er hatte doch nur einen gerufen. Donald konnte seinen Augen nicht trauen. Seine Beine gaben nach und er sackte auf die Knie. Vor ihm stand nicht nur Adolf Hitler, sondern auch Joseph Goebbels und sie hatten ihre Lippen aufeinander gepresst.

Fast schon neidisch sah der Milliardär zu den beiden auf. Die beiden waren so vertraut. Wie sie so verschlugen waren, es sah einfach wunderschön aus. Sie trugen ihre SS-Uniformen und diese stand ihnen vortrefflich. Donald konnte es einfach nicht begreifen, dass hier wahrhaftig der Führer und Joseph Goebbels vor ihm erschienen waren.

Plötzlich schien Adolf zu merken, dass er und Joseph nicht mehr allein waren. Er löste sich von ihm und blickte zu Donald, der wie ein kleines Kind, welches einen Lolli bekommen hatte, vor ihnen kniete. Zuerst war sein Blick wütend, denn immerhin war bei etwas sehr intimem unterbrochen worden, doch dann erkannte er, wer da vor ihm saß. "Donald Trrrrrump!", rief Adolf aus und seine  Miene hellte sich sofort auf. Der Benannte liebte dieses Rollende R. "Du kennst mich?", fragte er und war den Tränen nahe vor Glück.

Sie unterhielten sich auf Deutsch. Seiner Liebe zur NS-Zeit wegen hatte er sich diese Sprache angeeignet. "Natärrrrlich, känne ich dich. Ich habe dich immärrrr übärrrr dich gäwacht. Du bist auf einäm gutän Wäg." Donald konnte einfach nicken. Ihm hatte es die Sprache verschlagen. "Ich bin dein größter Fan", sprudelte es dann aus ihm heraus. "Ich will alles so machen wie du. Das mit dem verbrennen und außerdem, was hältst du von meiner Idee mit der Mauer?".

Adolf gab Joseph ein Zeichen und sie setzten sich zu Donald auf den Boden. "Hörrr mirrr gänau zu. Unsärrrä Zeit hier ist bägrrränzt." Er verstummte und betrachtete die durch den Vorgang des Rituals getrockneten und geschwärzten Hakenkreuze. "Wälches Blut hast du bänutzt?". "Terroristen", erwiderte Donald. Adolf nickte zufrieden. "Sährrr gut. Also, ich muss sagän, die Idä mit därrr Mauärrr ist fantastisch."

Der Milliardär hätte beinahe vor kindlicher Freude in die Hände geklatscht. Adolf Hitler fand seine Idee gut. Das war so wunderbar. "Darf ich eine Frage stellen?", fragte Donald schüchtern dazwischen. Der Führer nickte. Der Amerikaner wappnete sich für die Frage. "Wolltest du nicht immer die Homosexuellen verschwunden haben?". Adolf sah ihn lange nachdenklich an, dann sah er Joseph voller Liebe an und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.

Joseph grinste und Adolf strich sich über seinen Oberlippenbart. "Ich habe Eva nurrr wägen ihräm Namen gäheiratät, außärrrdäm habä ich die Schwulään nurr vergaßen lassän, weil ich gämärrkt habäää, dass ich schwul bin und mich nicht verliebän wolltä." "Das war unglaublich klug von dir", meinte Joseph zärtlich. "Ja, nächt wahrrr?". Sanft trafen sich die Lippen der beiden Nazis. Donals sah glücklich zu.

"Adolf, ich will euch wirklich nicht stören, aber was mache ich, wenn ich morgen die Wahl verliere?". Sie lösten sich wieder voneinander. "Na, was wohl. Verrrrgaßän!". "Das würde ich so gerne mit so vielen Menschen machen, diese ganzen Ausländer und die Demokraten, aber ich habe nicht die Macht."

Jetzt breitete sich ein Lächeln auf Adolfs Gesicht aus, sodass Donald warm ums Herz wurde. "Wänn jämand äs schafft verrrrgaßän durrrrch zu sätzän, dann bist du das." "Adolf, ich liebe dich, bitte bleib bei mir. Wie kann ich dich für immer bei mir behalten?". Wenn möglich, lächelte der Führer noch breiter. "Äch wärrde immärr bei däärrr sein." Und damit küsste er Donald. Es kam so überraschend, dass der Milliardär gar nicht wusste, wie ihm geschah.
Adolfs Bart kratzte etwas, aber das war Donald sowas von egal. Der Nazi war so dominant und es gefiel ihm unglaublich gut. Als sie sich wieder voneinander lösten sah Donald fassungslos zu Joseph, der zufrieden grinste, und dann wieder zu Adolf. "Das war unglaublich." "Äch weiß", kicherte der Führer und erhob sich. "Wänn du wällst, dass äch längärrr bleibäää, brauchst du määr Blut."

Donald nickte eifrig. "Das kriege ich hin." "Sährrr gut." "Eine Frage noch, seid ihr im Himmel oder der Hölle." Wieder lächelte Adolf und schlug Joseph auf den Hintern. "Dorrt, wo mein kleinäääärrr Schatz ist, ist meäin Himmäl." Damit lösten sie sich in Luft auf.
Donald saß noch einige Minuten da und wusste nicht, was er tun sollte. Der Kuss mit Adolf war schöner gewesen, als jeder andere in seinem Leben. Langsam erhob er sich. Er würde morgen gewinnen, das hatte er im Blut.
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