~Light will always break the shadow~

OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P12
Banri Watanuki Zange Natsume
25.08.2016
25.08.2016
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HEEEEYHOOOOO!
Ja, ich war sehr übermotiviert das zu schreiben und gegen den Teil wo Banri kam, habe ich selbst angefangen, mich so wie Zange zu verhalten, also sorry für Tippfehler und sonstiges, Ayanami Akira kann bestätigen, dass ich gezittert habe. xD
Es fing eigentlich alles damit an, dass ich mich wegen Zange wirklich habe spoilern lassen, weil es Ewigkeiten dauern kann, bis ich am Ende des Mangas bin. Ich bin halt erst bei Band vier. Aber ich kenne quasi die grobe Handlung und ja. ^^ Ihr dürft mich wenn ihr wollt gern weiter zu spoilern.
Es gilt übrigens auch Don't like don't read, weil es mich aufregt, wenn Leute andere runter machen, wenn sie selbst etwas nicht mögen. Es ist halt BanrixZange und es spielt noch vor dem Manga/Anime und ja... Es sind halt neun Jahre Unterschied. Und bei meinem zweiten der zwei OtPs of OTPs sind es elf Jahre. xD Aber ich finde Alter ist egal. Ist eure Sache.
Es ging eben weiter, dass ich ernsthaft abends um zehn oder elf Uhr angefangen habe das zu schreiben und es komplett überarbeitet habe.
(Ja, ich schreibe nur so lange Vorwörter, wenn ich echt mal sehr zufrieden mit einem OS bin. xDD)
Dabei hat mich eine Fliege genervt, die am Ende in meinen Haaren verreckt ist, wie auch immer. xD
Rest in peace.

~Schnuff

PS.: Reviews und Favos sind immer gern gesehen. ^^ Aber zwingt euch zu nichts! Ja, der Anfall den ich hatte war sehr, sehr groß. Aber was laber ich überhaupt? xD

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Ich fand schon immer, dass diese Welt unglaublich schrecklich ist.

Sie ist zerstört, schon seit Anfang an.
Ich würde gern jemanden beschuldigen, aber ich habe gar nicht das Recht dazu.
Und wenn etwas von Anfang an zerstört war, kann niemand es zerstört haben.
Ich wollte das nie akzeptieren. Weil ich... anders bin. Alle leben immer so in den Tag, machen das Beste daraus und hinterfragen ihre Existenz nicht. Ich gehöre allerdings zu den paar Leuten, die bemerken, dass etwas nicht stimmt. Und das liegt nicht an meiner Fähigkeit.
Ich kann nicht alles akzeptieren. So wie andere.
Allerdings... habe ich eine Zeit lang nur das Böse gesehen. Es gab nur Schatten. Ich kannte kein Licht.
Da ich nicht von dem Licht wusste, habe ich mich nie gefragt, ob es das Gute gibt.

Aber wie sollte ich davon auch wissen?

Ich war allen egal. Entweder das, oder sie hatten Angst vor mir. Weil ich eben nicht so war wie sie. Ich war... das Biest, das Monster.
Und vor allem war ich so dumm, es ihnen zu glauben.
Immer, wenn ich mein Spiegelbild im Wasser sah... ich sah nicht 'Zange'. Ich sah das 'Monster'.
Ich bin mir sicher, dass sie mich allein deswegen nie hätte lieben können.
Auch, wenn ich heute an sie denke... sie war wunderschön und sie wird es auch immer bleiben. Dank ihr habe ich begonnen, das Gute zu sehen.

Da war Licht.

Aber ich wusste auch schon immer, dass ich im Schatten bleiben würde.

Denn schließlich bin ich ein Monster.
Und sie war zerbrechlich. Wie eine Rosenblüte.
Aber sie war eben schön.
Und ich war zerbrechlich, wie ein spitzer Metallspan. Das Gegenteil von ihr.
Sie war eben nicht so verzweifelt wie ich.
Und das ist der Punkt, an dem wir uns unterscheiden.
Ich liebe sie immer noch. Nicht mehr so wie früher, aber ich könnte meine erste Liebe nie vergessen. Sie gehört zu mir und sie wird in meinem Herzen bleiben.

Für immer.

Und ich hasse sie auch nicht, wie viele Andere es tun würden. Hass ist schwach. Und Selbsthass ist noch schlimmer.
Ich habe mich gehasst. Schließlich musste es ja eine Eigenschaft an mir geben, weshalb sie mich nicht liebte.
Aber die Wahrheit ist doch nur, dass man Liebe noch nie kontrollieren konnte. Das ist auch gut so.
Klar, alle wären glücklich. Aber ohne den Schatten würden wir nicht wissen, was Glück und Freude wirklich bedeutet.
Klar, wir würden es kennen. Aber würden wir es auch zu schätzen wissen?
Das kann niemand wissen.
Ich bin Kagero dankbar, dass er mir so geholfen hat.
Ich weiß, dass ich keinen Grund habe, zu leben. Aber eines ist ganz sicher.
Irgendwann werde ich einen haben.
Ich höre ein dumpfes Klopfen aus der Richtung der Tür.
Wer sollte das um die Uhrzeit bitteschön noch sein?
Selbst für Kagero ist vier Uhr nachts doch ein bisschen spät.
Ich gähne und streiche mir die Tränen aus dem Gesicht. Ich weine in letzter Zeit viel zu viel. Um es genau zu nehmen, jede verdammte Nacht.
Weil ich viel zu oft an sie denke. Ich kann mir gar nicht erklären, warum überhaupt.
Hoffentlich sieht man mir nicht an, dass ich geweint habe. Und außerdem sind meine Haare offen und zerzaust und ich trage eine Jogginghose und T-Shirt.
Ich seufze, setze mein übliches Grinsen auf und laufe zur Tür.
Ich sollte wirklich aufhören, mich so zu verstecken. Aber sonst würden sich alle Sorgen machen. Vor allem Banri, weil er schon immer so war.
Gerade der hat sich schon genug Sorgen um mich gemacht.
Ich öffne und sehe mich nicht auf Augenhöhe mit einer Maske und das erste was ich höre ist kein: „Guten Morgen, mein Im-Sitzen-Pinkler!“
Sondern das erste, was ich sehe, ist ein blonder Schopf und diese Augen. Wie kann man so intensiv blaue Augen haben?
Und das erste, was ich höre ist nur ein leises, stark genervtes Brummeln.
Ich kann einen Moment nicht atmen, fasse mich aber wieder schnell.
„Banri?“, frage ich ihn verwirrt. Ich meine, was zur Hölle will er hier, um vier Uhr nachts?
Er stapft in meine Wohnung, schaut kurz um sich und lässt sich dann auf die gut sichtbare Couch fallen. Er war noch nie bei mir.
Ich folge ihm und wiederhole noch einmal seinen Namen.
Er wendet sich mir kurz zu. „Kann nicht schlafen...“, murmelt er und gähnt.
„Und... da kommst du zu mir?“ Mein Herz pocht so laut, dass ich glaube, dass es bald hinausspringt.
„Morgen ist Schule. Und außerdem willst du doch nicht so müde zu Karuta gehen?“ Ich ringe mir immer noch das Grinsen ab, aber eigentlich ist mir zum Heulen zumute.
Er zuckt mit den Schultern und sagt nichts.
„Willst du einen Tee?“, frage ich und kratze mich am Hinterkopf. Er schüttelt den Kopf.
Warum ist er so niedergeschlagen?
Ich lasse mich mit ungefähr einem halben Meter Abstand neben ihn fallen und blicke ihn von der Seite an. Er starrt den Fernseher an, auf dem nichts läuft, dann gleitet sein Blick kurz zu mir und unsere Augen treffen sich für einen Moment. Ich versuche, zu schlucken, aber ich schaffe es vor Nervosität nicht.
Ich schaue auch wieder weg.
„Ich wünsche mir, ich hätte deine Kräfte“, flüstert er leise und ich bekomme eine Gänsehaut, mein Grinsen wird für einen Moment verzweifelt.
„Und du würdest dir gleich darauf wünschen, dir das nie gewünscht zu haben.“
Es herrscht Stille. Bis auf das Ticken des Uhrenzeigers ist für gut zehn Minuten nichts mehr zu hören.
„Warum schläfst du noch nicht?“, fragt er und sieht mich an, aber ich ihn nicht, weil ich aufgrund dieser Frage wieder Tränen in die Augen bekomme.
„Mir geht’s gut. Mach dir keine Sorgen.“
Er seufzt nur. „Wie du merkst, tue ich das aber.“
Ich spüre die erste warme Träne wieder meine Wange hinabfließen.
„Mir geht’s gut“, sage ich monoton. Ich zittere ein bisschen.
„Schau mich gefälligst an, wenn du mit mir redest“, zischt er.
Langsam wende ich mein verheultes Gesicht ihm zu.
Ich hatte immer Angst davor, was er tut, wenn er nicht 'Zange Natsume' sieht, sondern 'Zange Natsume'.
Ich hatte immer Angst davor, dass er so etwas sagt wie: „Heul nicht rum“, oder „Du Mädchen“.
Stattdessen kommt ein leises, ruhiges „Schön zu wissen, dass du doch Gefühle hast“ über seine Lippen.

Ich halte inne und schaue ihn an.
Mein Blick gleitet von seinen Augen zu seinen Lippen und wieder zurück. Ich verliere mich komplett darin.
„Also. Warum weinst du?“ Ein leichtes Lächeln zieht sich über sein Gesicht.

„Ich... ich habe Angst“, wispere ich leise.

„Vor was?“
„In letzter Zeit... bin ich oft unkonzentriert und... habe keine Ahnung, was geschehen wird... und... mich macht das fertig! Und... noch etwas, aber damit will ich dich wirklich nicht belasten.“
„Wirklich nicht?“
„Nein“, hauche ich.
„Sagst du es mir... irgendwann?“
„Vielleicht.“
Ich schaue nun wieder auf die andere Seite, in Richtung des Fensters.
Es würde nichts bringen, wenn ich mich umbringen würde. Ich würde schließlich irgendwann weiter leben und mich daran erinnern und ich bin mir sicher, das würde es nicht besser machen.
Etwas warmes schließt sich um meine Hand und ich zucke leicht zusammen.
Ich blicke wieder zu ihm.
Seine Hand liegt auf meiner und sein Daumen streichelt mich sanft.
Ich zittere noch stärker, woraufhin er unsere Finger verschränkt und somit meine Tränen noch heftiger strömen ließ.
„Du... wolltest doch wissen, warum ich hier bin, oder?“
„J-ja...“, stottere ich, meine Gedanken sind unklar und mein Herz rast.
„Ich habe Karuta gesagt, dass ich sie nicht liebe. Und jetzt habe ich Schuldgefühle.“
„Warum hast du das gemacht, Banri? Ich meine... du... liebst sie doch, oder?“
Meine Stimme ist so schmerzerfüllt, dass es mich selbst erschrickt.
„Nein. Man merkt wirklich, dass du im Moment nicht alles sehen kannst.“
Es herrscht wieder Stille.
Das einzige, was uns verbindet, sind unsere Hände, und der leichte Druck, den er auf meine ausübt.
Ich zittere und weine immer noch und es lässt nicht mehr nach.
Es ist einer der schönsten Momente in meinen ganzen bisherigen Leben.
„Banri...“, sage ich leise, einfach, weil ich seinen Namen liebe.
„Sei gefälligst still.“
Ich tue wie geheißen.
Er hat recht. Das hier ist schöner, wenn keiner etwas sagt.
Er lässt meine Hand los und meine Tränen versiegen langsam, als er näher zu mir rückt, sich an mich presst und auch endlich wieder meine Hand nimmt.
Ich lege meinen anderen Arm um seinen Körper, damit er mir noch näher ist.
Er ist so warm.
„Hör bitte auf zu zittern, das nervt.“
„Ich... ich kann nicht...“
„Bitte...“, flüstert er noch einmal und legt seine andere Hand an meinen Arm, an dem er nicht lehnt und streichelt mich sanft mit seinen Fingerkuppen, er rückt noch ein bisschen näher und liegt letzendlich halb auf mir, sein Kopf an meiner Brust und wahrscheinlich hört er meinen lauten und schnellen Herzschlag.
Die Kirchglocke läutet halb fünf.
Es ist der schönste Morgen aus allen meinen Leben.
„Hör auf“, wiederholt er noch einmal und dieses Mal schaffe ich es.
Ich genieße seine Berührungen und jeden einzelnen Atemzug, den ich an meinem T-Shirt spüre.
Irgendwann beginne ich auch, mit meiner Hand leicht über seinen Rücken zu fahren, er lehnt sich stärker an mich.
Ich bin wie betäubt von meinen Gefühlen und dieser Wärme, die mich auszufüllen scheint.
Ich kann nichts dafür, aber ich fange wieder zu zittern und zu weinen an, ab und an schluchze ich auch, aber er ist bei mir und ich bin so glücklich darüber.
Ich schlucke einmal und atme aus.

Dann: „Banri... Ich liebe dich.“

Er antwortet nichts, sondern hebt seinen Kopf, setzt sich auf meinen Schoß und schaut mir in die Augen.
Ich lächele sanft, als seine Lippen meine berühren und er zärtlich meinen Hinterkopf streichelt.
Ich erwidere den Kuss ebenso leicht und schlinge meine Arme um ihn, drücke ihn so nahe an mich, wie nur irgendwie möglich.
Er öffnet den Mund ein wenig und ich tue es ihm gleich, ich überlasse ihm die Oberhand, da er mir erlaubt, mich fallen zu lassen und zu fliegen.
Als wir den Kuss lösen und ich unsere Blicke sich begegnen, weiß ich, dass er gar nicht antworten muss, sondern dass es einfach so klar ist.
Er dreht sich um, bleibt aber auf meinem Schoß sitzen, ich verschränke meine Arme vor seinem Körper und vergrabe mein Gesicht in seinen Haaren.
„Ich liebe dich“, wispere ich noch einmal und er schmiegt sich näher an mich.
„Ich liebe dich auch“, kommt es verschlafen von ihm, dann fällt er langsam in sich zusammen. Er ist eingeschlafen.
Ich bleibe hier so sitzen und schaue aus dem Fenster.






In der Ferne geht die Sonne auf und eine leichte Morgenröte breitet sich über den gesamten Himmel bis hin zu seinen Haaren aus.
Und endlich ist da wieder Licht, dass den Schatten durchbricht.













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