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I hope you can forgive me

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.08.2016
06.05.2021
41
83.475
23
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150 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
25.08.2016 1.239
 
Hey Leute!! ^.^
Hier ist er: der dritte und letzte Teil meiner Maze Runner-Geschichte mit Summer :D
Wow, endlich ist der Moment gekommen :>
Wie ich ja bereits erwähnt hatte, wird das hier der Teil sein, in dem sämtliche Mysterien und Geheimnisse gelüftet werden. Wer die ersten beiden Teile also nicht gelesen hat, sollte das vielleicht vorher tun :) (Link zum ersten Teil: http://www.fanfiktion.de/s/54c4cd6700048506108d9e0c/1/I-saved-your-life, Link zum zweiten Teil: http://www.fanfiktion.de/s/56928d8400048506ed4f2e3/1/I-betrayed-all-of-you)
Das erste Kapitel ist noch relativ kurz, aber die nächsten werden wieder länger, versprochen!
Bevor ich es euch lesen lasse, wollte ich aber noch schnell was loswerden: ich hab letztens den Honest Trailer zu Maze Runner gesehen, wo Teresa bezeichnet wurde als: „A girl, who does so little for the plot, she could be replaced by a houseplant and wouldn't make a damn bit of difference“ - Haha meine Worte ;D
Okay, eigentlich wollte ich euch noch viel mehr sagen, aber ich glaube, ihr wisst bereits, wie cool ich es finde, dass ihr meine Geschichten lest, favorisiert, reviewt und all so was!
Deswegen wünsche ich euch jetzt einfach viel Spaß beim lesen des ersten Kapitels des dritten Teils! <3 (Wow, ich bin echt aufgeregt, fast noch mehr als beim zweiten Teil :D)

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Allein. Isoliert. Und an der Schwelle zu einem Nervenzusammenbruch.
Vermutlich war es zum Teil die Enge des Zimmers, in dem ich jetzt schon seit Tagen eingesperrt war, die mich allmählich in den Wahnsinn trieb. Mehrmals hatte ich die Wände so genau wie möglich nachgemessen und war jedes Mal auf das gleiche Ergebnis gekommen: acht Quadratmeter.
Acht Quadratmeter, in die nicht mehr als ein in die Ecke geschobenes Bett und eine versteckte Toilettenschüssel passte, sowie der unsichtbare Türschlitz, durch den mir täglich etwas zu essen geschoben wurde.
Das Essen war jedes Mal dasselbe: zwei Scheiben Brot, Kartoffelbrei, rohe Karotten und ein Glas Wasser - ein Mahl, dessen Anblick mittlerweile ebenfalls dazu beitrug, mich wahnsinnig zu machen und das stets in unregelmäßigen Abständen serviert wurde. Eine Vorsichtsmaßnahme, damit ich vermutlich einerseits die Orientierung verlor und mich andererseits nicht auf die „Fütterung“ vorbereiten konnte, um einen Versuch zu starten aus dieser Zelle zu fliehen.
Allerdings hätte ich überhaupt nicht gewusst, wie ich das hätte anstellen sollen. Mich durch den kleinen Spalt zu quetschen, durch den gerade so ein gefüllter Teller und ein kleines Glas passten, war schließlich keine Option und die ganze Tür war nicht mehr aufgemacht worden, seit Janson vor weiß Gott wie vielen Tagen das Zimmer verlassen hatte, nachdem er mch mit einem Schlafmittel betäubt hatte.
Darus folgte, dass ich auch seit einer gefühlten Ewigkeit keinen sozialen Kontakt mehr gehabt hatte. Niemand sprach mit mir, weswegen ich meine eigene Stimme schon lange nicht mehr benutzt hatte. Das letzte Mal war bestimmt schon eine Woche her, als ich den Versuch gestartet hatte gegen die unsichtbare Tür zu klopfen und zu brüllen: „Hallo? Ist da jemand? Macht die Tür auf, bitte! Lasst mich raus!“
Leider war mir schnell klar geworden, dass nichts brachte.
Keine Menschenseele hatte sich erbarmt mir zu antworten, weswegen ich bis jetzt nicht wusste, wie lange ich hier noch festsitzen sollte und noch wichtiger: was das eigentlich sollte.
Wollte ANGST, dass ich allmählich den Verstand verlor?
Wenn ja, dann konnte ich ihnen versichern, dass ich auf einem guten Weg war.
Das Schlimmste, was mich wirklich in den Wahnsinn trieb, war die grelle weiße Farbe, die mich von allen Seiten umgab. Die Wände waren weiß, die Decke, das Bett und sogar meine Kleidung: ein strahlend weißes Nachthemd, das mir die Leute von ANGST angezogen haben mussten, als ich bewusstlos gewesen war, nachdem Janson mich betäubt hatte.
Eigentlich hatte ich nichts gegen die Farbe Weiß, aber im Zusammenhang mit ANGST wirkte sie völlig fehl am Platz.
Weiß verkörperte meines Wissens nach Reinheit und Unschuld - zwei Wörter, die zu der Organisation, die mich gegen meinen Willen gefangen hielt, so gar nicht passten. Wie heuchlerisch von ihnen. Oder dachte die Kanzlerin tatsächlich, dass sie durch ihre Taten noch keinen Dreck am Stecken hatte?
Nein, ich konnte mir unmöglich vorstellen, dass jemand bei dem Gedanken an ein Heilmittel so verblendet sein konnte.
Doch selbst wenn es nicht so wahr, half es mir nichts. Ich saß immer noch hier fest, wie so häufig in die hinterste Ecke des Zimmers gequetscht, den Kopf zwischen den Knien und die Augen fest zusammengepresst, hoffend, dass der Albtraum endlch ein Ende haben würde. Außerdem betete ich, dass es den anderen gut ging.
Da Janson nicht erwähnt hatte, was nach dem sogenannten „Zwischenfall“ passiert war, hatte ich keine Ahnung, wo sich meine Freunde befanden. Waren sie auch eingesperrt, so wie ich? In einem furchtbaren, engen, weißen Raum? Oder liefen sie immer noch in der Brandwüste herum?
Ich wusste es wirklich nicht, wobei ich auch nicht hätte sagen können, was besser wäre: gefangen von ANGST, die keine Skrupel hatten uns alle als Mittel zum Zweck in den Tod zu schicken oder gefangen in einer Wüste mit Cranks, die uns irgendwann töten würden, falls wir vorher nicht selbst zu welchen mutiert wären.
Das mit dem Brand war nämlich auch noch so eine Sache.
Janson hatte mir gesagt, dass wir immer noch infiziert waren und dass die Geschichte mit dem Heilmittel wenig überraschend eine Lüge gewesen war, was bedeutete, dass es noch einen anderen Grund gab, warum ich immer mehr den Verstand verlor: der Brand fraß sich unaufhaltsam durch mein Gehirn.
Zwar spürte ich ihn nicht, aber ich wusste, dass er da war. Vermutlich konnte man mich sogar schon als Crank bezeichnen, vielleicht hatten sie mich ja deswegen eingesperrt?
Jedenfalls konnte ich nur hoffen, dass sich der Brand nur langsam ausbreitete.
Ich wollte nicht zu einem gefühllosen Monster werden und in eine Art Trancezustand abgleiten, in dem ich nichts mehr fühlte und alle meine Erinnerungen vergaß.
Erinnerungen an die schönen Tage auf der Lichtung, wenn ich mit Chuck herum alberte oder mit Jeff und Clint bei der Arbeit war oder mit Milan und Phil bei Bratpfanne seinen Brei aß, an dessen Geschmack ich mich schon fast nicht mehr erinnern konnte.
Ich wollte nicht vergessen, wie Thomas auf der Lichtung ankam und durch seine Entdeckung des Griewerlochs die Hoffnung in den Lichtern weckte oder wie Minho uns mutig anführte, um das Labyrinth ein für alle mal hinter uns zu lassen.
Ich wollte nicht vergessen, wie ein Großteil der Lichter starb, um uns zu retten.
Doch vor allem wollte ich Newt nicht vergessen. Seine blonden, immer verstrubbelten Haare, seine schönen braunen Augen, die Kringel in seinen Mundwinkeln, wenn er lachte und seine Stimme, wenn er mir versprach, dass alles gut werden würde.
Leider konnte ich nichts dagegen tun.
Die Bilder in meinem Kopf waren schon jetzt trüb und verschwommen und deswegen fühlte ich mich immer einsamer.
Ich hätte alles darum gegeben, um wenigstens Newt wieder bei mir zu haben, doch diesen Wunsch wollte mir ANGST wohl nicht gewehren.
Vermutlich wollten sie mich hier verrotten lassen, gefangen halten, für immer.
Ich schlang meine Arme noch enger um meine Knie und wippte mich langsam vor und zurück.
Alles wird gut, alles wird gut, alles wird gut...
Nein, das wurde es nicht.
Das war Wunschdenken.
Ich würde hier drin bleiben.
Für immer.
Die Hoffnung hatte ich allmählich wirklich aufgegeben.
Und vielleicht war genau das der Knackpunkt, denn gerade, als ich drauf und dran war mein Schicksal endgültig zu akzeptieren, öffnete sich die Tür.
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