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Plausible Unmöglichkeiten sollten unplausiblen Möglichkeiten vorgezogen werden. (Marshall x Reader)

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Cake Fiona Marshall Lee Prince Gumball
21.08.2016
06.07.2017
3
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21.08.2016 563
 
Es war nun vier Tage her, seit dem du die zerschmetternde Diagnose bekommen hattest. Du würdest sterben.
Die Ärzte meinten, dass man dir nur noch den Weg bis zum Ende erleichtern, deinen Tod aber nicht vermeiden könne und dass du die Zeit die dir noch blieb genießen solltest. Doch was tust du? Du lebst weiter als wenn nichts wäre.
In der Schule bewahrtest du die stets freundfröhliche Maske, der man nichts ansah und Zuhause bliebst du in deinen eigenen vier Wänden. So wie du es schon immer getan hattest.
Du bevorzugtest einen ruhigen Abend mit einem Film, Musik, Knabbereien und Internet. Das Partyleben war nicht wirklich deine Welt, auch wenn sich deine Klassenkameraden regelmäßig die Kante gaben. Du konntest bis heute nicht verstehen, wie man sich dermaßen abschießen konnte und was dies für einen Sinn hatte. Man kann schließlich auch ohne Alkohol Spaß haben!
„____, mein Schatz. Ich habe dein Lieblingsessen gemacht. Komm doch bitte runter“
Schweigend starrtest du weiter auf den Bildschirm deines Laptops und tatst so, als hättest du sie gar nicht bemerkt, was deine Mutter schon als Antwort genug nahm. Sie war früher nie wirklich fürsorglich gewesen und nur weil du bald sterben würdest, musste sie jetzt nicht damit anfangen. Du warst ihr nicht so wichtig, wie sie versuchte es dir weiß zu machen und das wusstest du. Du hattest oft genug mitbekommen wie sie mit deinem Stiefvater über dich herzog und sich darüber beschwerte, dass ihr Leben mit dir so anstrengend wäre. Dass du lieber bei deinem Vater hättest bleiben sollen, was du auch liebend gern getan hättest. Doch leider meinte es das Schicksal mit ihm auch nicht besonders gut und du konntest ihn nur noch an seinem Grab besuchen, wo du mit einem kalten leblosen Stein sprachst.
Dein Stiefvater Steven war zwar recht freundlich und nett zu dir, allerdings litt er unter einer Bipolaren Störung, wodurch sich sein Gemüt im Sekundentakt ändern konnte. Das war zwar sehr anstrengend, aber du konntest schließlich nichts daran ändern, es war schließlich nicht seine Schuld. Doch sein Alkoholkonsum und die daraus resultierenden Streitereien waren es.

Müde, aber nicht gewillt schlafen zu gehen, surftest du weiter im Internet, wobei dich Youtube zu einem Video von Adventure time leitete. Du mochtest die Serie, auch wenn du sie nicht aktiv mitverfolgtest.
Neugierig klicktest du das Video an und lehntest dich sofort entspannt zurück, als Marcelines Stimme zu dem Lied “Everything stays“ erklang. Ihre Stimme war so beruhigend und das Lied ließ dich in deinen Erinnerungen umherschweifen. Sowohl in den guten, als auch schlechten. Leider überwiegten die schlechten Gedanken und stießen dich in einen Abgrund purer Verzweiflung. Du warst allein
Keine Freunde die an deiner Seite stehen. Keine Familie die dir den Rücken stärkte. Keine Möglichkeit dein Leben zu retten. Zu wenig Zeit und vor allem Dingen zu viel ungenutzte Zeit. Du wolltest noch so viel erleben, dass du gar nicht genau sagen kannst was.
Du warst jung und mit Träumen, eigentlich sollten dir alle Türen offen stehen! Doch leider schloss sich die Tür, die dich zu anderen Türen führen sollte und verschloss dich in einen immer kleiner werdenden Raum, ohne Fluchtmöglichkeiten, ohne Fenster.
Ein lautloses Schluchzen verließ deine Lippen, als eine einzelne Träne sich ihren Weg deine Wange hinunter bahnte und deine Sicht verschwamm.
Ich habe Angst…



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Irgendwie werden meine Geschichten immer depressiver xD

PS.: Ich werde hier nicht aktiv dran arbeiten, sondern so nebenbei :o
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