Destiny?

von Bellona88
GeschichteDrama, Romanze / P18
Akane Tendo Ranma Saotome
21.08.2016
20.08.2018
25
60680
13
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Dieses Kapitel
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So ich muss dieses Mal ein kleines Vorwort da lassen, damit ihr euch nicht völlig wundert, was zum Henker hier los ist!^^

Ich habe mich vor ein paar Nächten gefragt, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn meine Eltern damals wirklich mit mir umgezogen wären. Hätte ich jetzt den selben Mann an meiner Seite, weil ich ihn vielleicht während den Besuchen bei meiner Großmutter doch noch kennengelernt hätte? Hätte ich jetzt mein wundervolles Baby, dass ich mehr als alles andere auf der Welt liebe? Was würde ich arbeiten, hätte ich mich für den selben Beruf entschieden?

Und genau darauf werde ich niemals Antworten bekommen, vielleicht auch nicht so schlimm. Aber ich dachte, es wäre eine gute Vorlage für eine neue Story.

Wir alle kennen sie, haben sie uns schon mal selbst gestellt oder kommen irgendwann einmal zu dem Punkt an dem wir uns Fragen:

"Was wäre, wenn...?"

Viel Spaß beim lesen und vergesst bitte nicht mir eure ehrliche Meinung da zu lassen, nur so kann ich wissen ob die Story meine Zeit lohnt oder nicht. ; )

Alles Liebe
eure Bell <3

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Disclaimer

Die Figuren, teilweise die Schauplätze sowie die der Fanfiction zu Grunde liegende Vorgeschichte sind Kreationen der fabelhaften Rumiko Takahashi. Eventuelle Ähnlichkeiten mit anderen FFs sind reiner Zufall, sollten sich allerdings Ähnlichkeiten einschleichen, bitte ich dies zu verzeihen, ihr dürft euch auch gerne an meinem Gedankengut bedienen. ; )
Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld, aber hoffe, dass sie meinen Lesern Freude bereitet, auch wenn die Figuren nicht mehr ihren typischen Charakterrollen entsprechen. Viel Spaß ;-)

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Ranma wusste nicht womit er das jetzt schon wieder verdient hatte, schon wieder musste er Überstunden machen, sein Kindermädchen hatte ihm schon vor einer Woche gesagt, dass sie es diesen Abend nicht schaffen würde Mai von ihrem Training abzuholen und zu allem Überfluss schüttete es wie aus Eimern. Mai würde mal wieder stinksauer auf ihn sein und ihn mit ihrer kalten Schulter strafen. Mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern machte er sich schon auf das Schlimmste gefasst, als er das Studio betrat in dem kaum noch Licht brannte. Vom Flur aus konnte er leise Stimmen hören, davon eine eindeutig von seiner Tochter, die andere musste ihrer Trainerin gehören, die er – trotz mehrmaligem Beten von Mai – noch nicht getroffen hatte. Die Stimmung schien nicht besonders gut zu sein und als er hörte wie Mai schniefte blieb er erschrocken stehen.

„Oh Sweety komm schon, so schlimm kann es doch nicht gewesen sein. Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst, wir sind doch Freunde oder?“ hörte er die Frauenstimme beruhigend zu Mai sagen.

„Natürlich! Du bist meine beste Freundin, Sensei!“ schoss es aus Mai heraus, offensichtlich kurz ihre Trauer vergessend, was ihrer Sensei ein kleines Kichern entlockte.

„Na siehst du, Mai. Und Freunde können sich doch alles erzählen oder? Wenn du aber nicht darüber reden möchtest ist das auch in Ordnung. Wir können auch einfach noch eine Weile hier sitzen und uns Gesellschaft leisten oder was möchtest du machen?“ fragte die freundliche Erwachsene.

„Es ist nur… es hat gestern so stark gewittert…“ fing Mai zögerlich an und sprach nicht weiter.

„Ja, das stimmt. Es war ein fürchterliches Unwetter. Ich habe mich mit meiner Bettdecke auf dem Sofa breitgemacht und die Scorpions aufgelegt – auf voller Lautstärke habe ich ‚Rock you like a hurricane‘ gehört, bis das Toben draußen aufgehört hat. Es ist nicht schlimm vor etwas Angst zu haben. Im Gegenteil, Sweety, es zeigt von großer Stärke, sich seine eigenen Schwächen und Ängste einzugestehen.“ versicherte sie ihrer fast zehnjährigen Schülerin.

„Wirklich, Sensei? Du hast auch Angst vor Gewitter?“ fragte die Kleine ungläubig.

„Mittlerweile geht es schon besser, aber früher bin ich immer zu meiner großen Schwester ins Bett gestiegen und habe mich bei ihr versteckt.“

„Warum bist du nicht zu deiner Mama?“

„Meine Mutter ist gestorben als ich noch sehr klein war…“

„Oh, das tut mir sehr leid, Sensei.“

„Ist schon gut, Mai. Wie gesagt, ich war noch sehr klein und außerdem hatte ich dafür meine zwei älteren Schwestern.“

„Ich habe auch keine Mama mehr…“ gestand sie traurig.

„Aber du hast noch deinen Vater stimmt`s? Und du hast Ukyo und mich.“ versuchte sie wieder aufzumuntern.

„Ja, aber Papa hat seine neue Freundin.“

„Und ist das schlimm? Ich meine… weißt du Mai, ich bin sicher dein Papa liebt dich über alles und du bist ihm bestimmt eine wundervolle Tochter, aber manchmal… manchmal brauchen Erwachsene andere Erwachsene mit denen sie reden können und sich die Verantwortung teilen können, die jeder erwachsene Mensch zu tragen hat. Verstehst du?“

„Es ist nicht schlimm, aber… ich glaub… sie mag mich nicht.“ wieder diese traurige Stimme, die Ranma – der immer noch regungslos im Flur stand – mitten ins Herz stach.

„Wie kommst du denn darauf, Sweety?! Wie sollte man dich denn nicht mögen?! Du bist klug, hilfsbereit, freundlich und respektvoll, süss, mutig und stark. Alles ausgezeichnete Eigenschaften.“

„Findest du Sensei?“ Hoffnung schimmerte in ihrer kleinen zarten Stimme mit.

Ranma schluckte schwer, waren die Worte ihrer Trainerin doch so ehrlich und liebevoll ausgesprochen worden und die Hoffnung in Mais Stimme zeigte, wie sehr sie Wert darauflegte, was diese von ihr hielt.

„Aber natürlich! Du bist nicht umsonst meine Freundin und erzähl es bloß keinem weiter, aber du bist meine Lieblingsschülerin…“

„Wirklich?“ pure Freude jetzt voll und ganz in der Stimme.

„Ja, wirklich. Du lernst sehr schnell, bist aufmerksam, immer konzentriert bei der Sache und du hast diesen eisernen Willen, der einen Kämpfer ausmacht. Egal wie oft du etwas falsch machst, du gibst nicht auf und versuchst es so lange bis du es gemeistert hast. Du erinnerst mich manchmal so stark an mich selbst… mein Vater hat immer gesagt, ich hätte es im Blut, ich sei als Martial Artist geboren… vielleicht liegt es dir ja auch im Blut. Ich bin jedenfalls wirklich stolz auf dich, was du alles in diesem halben Jahr hier gelernt hast. Du wirst mal ein großartiger Martial Artist, wenn du so weitermachst.“ lobte ihr Sensei.

„Meinst du ich werde mal so gut wie du, Sensei? Werde ich dann auch so viele Narben haben wie du?“

„Ich hoffe doch nicht, Mai. Mein Training war etwas… sagen wir einfach, so sollte man eigentlich nicht mit seinen Schülern umgehen. Die Art wie ich gelernt habe, ist nicht die Art wie ich meinen Schülern den Kampfsport vermitteln möchte. Aber ich hoffe, dass ich es trotzdem schaffen werde euch und vor allem dir, alles beizubringen, ohne euren Körper so zu entstellen wie meinen, auch wenn ein paar Schwielen hier und da unvermeidbar sind.“ jetzt lag etwas Trauer in der Stimme der erwachsenen Frau und Ranma hatte das Bedürfnis sie zu trösten, so wie sie es bei seiner Tochter gerade getan hatte.

„Ich finde nicht, dass du entstellt bist. Ich finde dich schön, sehr schön, wie eine Prinzessin!“ platzte Mai in ihrer kindlichen Art heraus und brachte ihren Sensei damit wieder zum Kichern.

Ranmas Herz machte einen kleinen Hüpfer, als er das alles hörte und begann die unbekannte Frau sehr sympathisch zu finden. Ihr Kichern war wirklich süss und wie sie mit Mai redete war wirklich rührend. Anscheint brauchte Mai jemanden zum Reden und sehr wahrscheinlich wollte sie nicht mit ihm darüber sprechen.

„Danke, Sweety. Du weißt wie man jemanden wiederaufbauen kann… Also warum meinst du, dass die Freundin von deinem Papa dich nicht mag?“ sie wollte eigentlich nicht die Stimmung vermiesen, aber sie wusste, dass es die Kleine beschäftigte und sie wollte ihr helfen.

„Ich bin gestern Abend zu meinem Papa gerannt als es angefangen hat zu donnern und sie war da. Sie meinte es wäre okay, wenn ich bei ihnen schlafen würde. Aber am nächsten Morgen als Papa Frühstück gemacht hat, hat sie gesagt, dass ich langsam mal erwachsen werden sollte und nicht so ein Angsthase sein sollte. Sie meinte… eine Frau habe schließlich Bedürfnisse… was meinte sie damit, Sensei?“

„Was?! Uh… ähm… tja weißt du… es ist so… auch Erwachsene fühlen sich manchmal Einsam und dann… möchten sie gerne mit anderen zusammen sein um… zu reden oder… zu kuscheln. Jeder braucht doch mal eine feste Umarmung oder?“ versuchte sie sich zu retten und schien damit Erfolg zu haben, da ihre Schülerin nur zustimmend nickte.

Ranma stand unterdessen mit hochrotem Kopf im Gang und das gleich aus mehreren Gründen. Erstens war er total beschämt, dass seine Tochter dies ihrer Trainerin erzählt hatte. Zweitens, dass besagte Trainerin auch noch auf so eine Frage antworten musste, obwohl er zugeben musste, dass sie gut geantwortet hatte. Und drittens war er stinkwütend auf Shampoo, dass sie es gewagt hatte so mit seiner Tochter zu reden, was nahm sich dieses Miststück da eigentlich raus?! Sie hatten jetzt zwei Dates gehabt, nachdem sie ihn über Wochen hinweg angebaggert hatte, gestern sollten sie ihre erste gemeinsame Nacht haben, aber wie Mai schon erzählt hatte, ist diese geplatzt, was ihr jedoch nicht das Recht gab, so etwas zu sagen. Sobald er Zuhause ankommen würde, würde er sie anrufen und ihr sagen, dass sie sich gefälligst fern vom ihm halten solle!

„Hast du mit deinem Papa darüber gesprochen?“ hörte er die liebevolle Stimme wieder.

„Nein. Mit Papa kann ich nicht reden, er hört mir nie richtig zu und behandelt mich immer wie ein kleines Baby. Du und Ukyo seid die einzigen die mit mir normal reden, danke dafür.“

„Oh, Sweety, jederzeit. Du weißt, dass ich für dich da bin, wenn du mich brauchst. Aber du solltest wirklich versuchen auch mit deinem Papa zu sprechen. Ich bin mir sicher, dass er es nicht böse meint. Die Sache ist die, Erwachsene machen auch mal Fehler, egal wie alt wir werden, es gibt immer noch was dazu zu lernen und deswegen müssen wir uns gegenseitig sagen, wenn uns was nicht passt oder der andere etwas anders machen soll. Es ist nicht immer leicht der Erwachsene zu sein, auch wenn wir so coole Sachen machen dürfen, wie lange aufbleiben, Eis-Creme im Bett essen oder die leckeren Cocktails mit den Schirmchen trinken.“ witzelte sie und brachte damit auch ein Kichern aus Mai raus.

„Oder die tollen Schuhe kaufen mit den hohen Absätzen!“ warf Mai ein und erntete dafür ein größeres Lachen ihrer Trainerin und - versteckt vor den beiden - einen schmunzelnden Ranma.

„Oh ja! Schuhe, du hast Recht, wie konnte ich nur meine Leidenschaft vergessen?! High Heels sind mit das beste am Erwachsen sein.“ stimmte die Frauenstimme fröhlich mit ein.

„Was meinst du, wir holen uns unsere Jacken und sprinten rüber zum Eiscafé. Wir lassen deinem Papa einen Zettel an der Tür, dass er dich da drüben abholen kann und gönnen uns eine Portion von dem himmlischen Cookie-Eis, klingt das gut?“

„Ja! Papa liebt auch das Cookie-Eis am meisten. Ich mag eher Schoko-Brownie.“

„Dein Papa hat einen guten Geschmack, aber deine Wahl ist auch nicht schlecht. Weißt du was am besten wäre?! Eine Kombination aus beiden!“

„Mmmmh…“ hörte man nur noch von der kleinen Kämpferin.

„Du bist wirklich zu süss, wenn du lächelst, Sweety.“

„Die Leute sagen immer, ich hätte das Lächeln von meinem Papa.“

„Na, dann muss dein Papa ja auch ein schönes Lächeln haben.“

Ranma schlich sich – mit knallrotem Kopf und einem breiten Grinsen im Gesicht - schnell wieder raus, wollte er seiner Kleinen doch noch das Eis gönnen. Er würde einfach ein bisschen um die Ecke warten und dann zu ihnen stoßen. Mittlerweile war er wirklich gespannt wie ihr Sensei aussah, ihr sanfte Stimme und ihre mitfühlenden Worte hatten ihn schon fasziniert und als er sie kichern und dann sogar laut lachen hörte, ließ es sein Herz schneller schlagen und er wollte es immer und immer wieder hören. War er doch von seiner Ex-Frau nur dieses grässliche Gelächter gewohnt.

An der Straßenecke angekommen streckte er seinen Kopf gerade so herum, dass er sehen konnte, wie eine große Gestalt mit einer Kleineren an der Hand, aus dem Studio kam. Seine Augen weiteten sich und sein Kiefer klappte auf, als er sah, wie die größere Person die Kleine in die Arme nahm und in einer unmenschlichen Schnelligkeit über die Straße und zum Eiscafé sprang. Was zum Henker war das denn?! Er kannte nur eine Person die solche unmöglichen Stunts fertig brachte und das war sein Vater. War Mais Trainerin wirklich derart gut in Martial Arts? Er hatte angenommen sie sei eine gewöhnliche Karate-Lehrerin, aber das eben sah ziemlich vertraut aus – zu vertraut. Jetzt war er noch mehr darauf gedrillt sie endlich kennenzulernen.

Er selbst hatte als Kind Martial Arts von seinem Vater beigebracht bekommen. Sein Vater wollte ihn eigentlich immer mit auf Trainingsreisen nehmen, doch seine Mutter hatte protestiert, hatte gemeint, dass er zuerst seine Schule beenden solle und so trainierte er immer nur, nach der Schule und an Wochenenden. Mit sechszehn erfuhr er, dass er verlobt war und die Tochter eines reichen Mannes heiraten sollte. Sie war eine verzogene, egoistische und völlig verrückte Göre, die sich leider sofort in ihn verliebte oder zumindest in sein Aussehen. Mit siebzehn mussten sie tatsächlich heiraten und als sie ihrem Vater eröffnete, dass sie ein Modekaufhaus haben möchte, kaufte er ihr natürlich eins. Ranma hatte dann als Verkaufsleiter gearbeitet, während sie immer nur mal vorbeischaute um sich die neusten Kleider unter den Nagel zu reißen und die Angestellten bloß zu stellen.

Anfangs dachte er noch, dass es vielleicht funktionieren könnte. Sie übte gymnastische Martial Arts aus und er hatte die Hoffnung, dass sie vielleicht irgendwann ein Dojo eröffnen würden und er wie sein Vater irgendwann Trainer und Master der Arts werden könnte. Doch seine Frau hatte da andere Pläne, die sahen allerdings auch nicht vor, dass sie jemals schwanger werden würde. Die wenigen Male, die sie kühlen, lieblosen Sex hatten, hatten doch ausgereicht, dass Mai dann unterwegs war. Hätte Ranma sie nicht davon abgehalten, hätte sie ihre Tochter niemals bekommen. Sie wollte keine Kinder, doch als Ranma drohte sie zu verlassen, wenn sie es wagen würde sein Kind abzutreiben, lenkte sie ein.

Was jedoch nicht hieß, dass sie sich nach der Geburt jemals groß um Mai gekümmert hätte. Ranma war derjenige der nachts aufstand um ihr die Flasche zu geben, hatte sie gewickelt und gebadet und ihr all die Liebe gegeben, die er seiner Frau nicht geben konnte und die seine Frau für niemanden als sich selbst hegte.

Eines Abends kam er früher nach Hause, hörte seltsame Geräusche und erwischte sie mit einem anderen Kerl in ihrem Schlafzimmer – sie hatten getrennte Schlafzimmer, da sie es nicht lange miteinander aushielten. Es hatte ihm nicht mal etwas ausgemacht, sie mit einem anderen zu sehen. Er hatte die Tür hinter sich geschlossen, ging in das Zimmer seiner Tochter und hatte ihr solange beim Schlafen zu gesehen, bis er selbst eingeschlafen war. Als er die Trennung von seiner Frau verlangte, wurde sie so wütend, dass sie ihm seine Klamotten auf die Straße warf und meinte, er solle gefälligst seinen Schreihals von Tochter mitnehmen, er hätte sie schließlich gewollt.

Fassungslos über so viel Herzlosigkeit gegenüber ihrer eigenen Tochter, hatte er sich und seiner Tochter ein neues Zuhause – in einer weit entfernten Stadt - gesucht und schnell einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Leider wieder nur als Verkaufsleiter in einem kleineren Einkaufszentrum, da er ja nichts Anderes gelernt hatte. Zum Glück hatte er schnell Ukyo gefunden, die ein Restaurant leitete und neben bei als Kindermädchen arbeitete. Bis jetzt hatten sie es immer ganz gut geschafft, dass immer einer bei Mai war und Ukyo war es auch gewesen, die Mai in dem Dojo angemeldet hatte – mit seiner Erlaubnis – da ihre beste Freundin dort arbeitete und sie meinte, dass es helfen würde, Mais Selbstvertrauen aufzubauen. Sie hatte Recht gehabt, seit seine Tochter dort hin ging, schien es ihr besser zu gehen. War sie vorher wütend oder deprimiert, kam sie von ihrem Training immer wieder ausgelassen und entspannt nach Hause. Hatten sie Streit gehabt und sie wollte nicht mehr mit ihm reden, kam sie und entschuldigte sich bei ihm oder versuchte zumindest die Differenzen friedlich zu schlichten. Sie war glücklicher und zufriedener als vorher und langsam wurde er das Gefühl nicht mehr los, dass das alles mit ihrer Trainerin zusammenhing.

Er hatte beobachten können, wie sie sich einen Tisch im hinteren Teil des Cafés geschnappt hatten und nachdem der Kellner anscheint ihre Bestellungen gebracht hatte, ging er zur Tür um den Zettel abzumachen und machte sich dann auf den Weg zu seiner Tochter und der ominösen Frau, die ihr eine so gute Freundin war…
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