Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

- drawn life -

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Marco der Phoenix OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Thatch Whitebeard alias Edward Newgate
19.08.2016
11.08.2017
55
122.240
74
Alle Kapitel
206 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
19.08.2016 1.648
 
lebendes Bild


Hochkonzentriert und mit gezielten Fingerbewegungen verwischte die junge Frau vorsichtig die verschiedenen Blautöne auf der Leinwand. Sie hatte es fast geschafft. Gezielt griff sie nach einem kleinen Pinsel den sie in die weiße Farbe auf ihrer Palette tunkte. Ihr ganzer Körper stand unter Spannung, denn ein kleiner Fehler würde ihr Werk zerstören und dann könnte sie sich ein neues Geschenk für den Hochzeitstag ihrer Großeltern ausdenken. Langsam und sachte zeichnete die 22 Jährige die Gischt der Wellen nach und atmete erst tief durch nachdem sie den Pinsel weggelegt und sie zwei Schritte zurückgetreten war.
Sie hatte es geschafft. Ein breites Lächeln schlich sich auf ihre vollen Lippen und ein riesiger Stein fiel der jungen Frau vom Herzen. Sie hatte sich nun für zwei Wochen von allem und jedem abgekapselt um jede freie Minute für dieses Bild zu nutzen. Ihre Großeltern würden sich garantiert darüber freuen.
Wie aus dem nichts legten sich plötzlich zwei Hände auf ihre Schultern und sie zuckte heftig zusammen. „Entschuldige, Emely. Ich wollte dich nicht erschrecken, aber das Essen ist fertig und deine Arbeit scheint auch beendet zu sein“, erklang die tiefe, aber sanfte Stimme ihres Vaters, Ian. Der Schwarzhaarige schenkte seiner ältesten Tochter ein begeistertes Lächeln.
„Wie findest du es?“, wollte die Künstlerin wissen und deutete dabei auf die riesige Leinwand auf der man eine sehr grüne dschungelähnliche Insel erkennen konnte mit zahlreichen Palmen und einem sehr schönen Sandstrand. Die Insel wurde von einem wunderschönen blauen Meer umrahmt, dessen Wellen sich zu bewegen schienen. Im Hintergrund konnte man sehen, dass die Sonne gerade erst den Horizont berührte und im leicht orange schimmernden Himmel konnte man zahlreiche Vögel erkennen. Es waren recht einfache Motive und dennoch hatte man das Gefühl mittendrin zu stehen und die gezeichneten Dinge anfassen zu können.
„Es ist fantastisch und wirkt ziemlich echt“, lobte er Emely und strich ihr durch die dunkelroten, gewellten Haare. Ihre schokoladenbraunen Augen, die seinen farbtechnisch sehr ähnlich waren, suchten seinen Blick und flogen schließlich wieder zu dem Bild. Das Bild musste man einfach nur schön finden.
„Ich wünschte ich wäre wirklich dort. Es wirkt so real“, erklärte sie und lehnte sich leicht an ihn. „Wolltest du eigentlich etwas Bestimmtes von mir?“, änderte die 22 Jährige schnell das Thema woraufhin der Größere sofort nickte.
„Ich wollte dich zum Essen holen, Em. Es gibt heute Nudeln mit Tomatensoße“, entgegnete die 48 Jährige und lauschte kurz darauf dem knurrenden Magen seiner Tochter. Diese kicherte leise und legte eine Hand auf ihren Bauch. „Da hast du deine Antwort, Dad. Beeilen wir uns besser, sonst isst uns Abby alles weg!“
Ian lachte über den plötzlichen Tatendrang seiner Ältesten, die regelrecht aus dem kleinen Atelier, welches auch gleichzeitig ihr Schlafzimmer war, im Dachgeschoss lief und polternd die Treppe hinunter sprintete. Der Schwarzhaarige schüttelte leicht den Kopf und warf noch einen letzten Blick auf das gezeichnete Bild bevor er ebenfalls den Raum verlies. Er hörte nicht das leise Rauschen von Wellen und das leise Wispern des Windes, welcher durch die dichten Palmenblätter strich.

Am Abendtisch der Familie Woodley war ziemlich viel los. Ihre Mutter, Gina, hatte sich mal wieder mit der Tomatensoße übertroffen und während Abby, die kleine Schwester von Emely einen Teller nach dem anderen aß, brüstete sich Lou damit, dass er die Nudeln gekocht hatte. Die Rothaarige liebte ihre Familie und merkte erst jetzt wie sehr ihr diese gemeinsamen Essen in den letzten zwei Wochen gefehlt hatten. Die junge Frau hatte sich in ihrem Zimmer eingesperrt und war nur in die Küche gekommen, wenn sie sich eine Pause gegönnt hatte. Nun war das Bild fertig und sie konnte wieder den gemeinsamen Alltag erleben.
Lou, ihr kleiner 13 Jähriger Bruder lachte lauthals los und auch Ian konnte sich nicht mehr zurückhalten, als sich der Teller der 17 Jährigen Abigail selbstständig machte und sich das komplette Essen auf ihrem Schoss verteilte. Gina seufzte leise und strich sich durch die kupferfarbenen Haare. Das war wieder einmal typisch für ihre zweite Tochter. Abby schien hingegen alles andere als verstimmt zu sein, denn sie schnappte sich einfach die Gabel und aß die Nudeln von ihrer Hose aus.
Emely kicherte leise und schob den zweiten Teller von sich bevor sie sich langsam zurücklehnte.
„Hast du deine Arbeit beendet, mein Schatz?“, fragte ihre Mum neugierig und schenkte der 22 Jährigen ein liebevolles Lächeln.
„Ja und ich denke es wird auch Oma und Opa gefallen“, beantwortete Em ihre Frage, während sie die leeren Teller stapelte und sie schließlich in den Geschirrspüler stellte. „Es muss nur noch trocknen und dann können wir es einrahmen.“
Gina nickte erleichtert. Es war schön zu wissen, dass sie sich nun wieder darauf verlassen konnte im Haushalt eine helfende Hand zu haben. „Das freut mich wirklich. Schaust du noch einen Film heute Abend mit uns oder möchtest du gleich ins Bett gehen? Ich weiß ja leider nicht wann du heute Morgen aufgestanden bist.“
Emely zuckte mit den Schultern. Die Kunststudentin streckte sich kurz und nahm sich schließlich einen Becher den sie mit Leitungswasser füllte, um dieses kurz darauf in einem Zug auszutrinken. „Ich würde mich nur noch gerne duschen, aber danach leiste ich euch noch ein wenig Gesellschaft.“ Gina lächelte zufrieden, während Ian bereits mit Lou anfing zu diskutieren welchen Film sie denn anschauen wollten. Irgendwann klinkte sich auch Abigail in dieses Gespräch ein, woraufhin Em ihre Augen verdrehte. Gina machte schließlich eine verscheuchende Handbewegung und Emely verschwand wieder die Treppe hinauf um sich frisch zu machen.
Es dauerte eine gute dreiviertel Stunde bis sie schließlich zwischen ihren Geschwistern auf dem gemütlichen und vor allem großen schwarzen Sofa saß. Tatsächlich hatte der Rest der Familie ein paar Filmvorschläge in einen Los-Topf geworfen und Gina war die Ehre zuteil geworden ein Los zu ziehen. Nun mussten sie sich alle ihrem Schicksal ergeben, denn im DVD-Player lag die Aufnahme von Harry Potter und dem Gefangenen von Askaban.

Die Zeit verging wie im Flug und gegen Mitternacht schaffte es die 22 Jährige doch endlich in ihr Zimmer zurück. Gähnend streifte sie ihre Jogginghose von den Beinen und schlüpfte in ihre engen, schwarzen Schlafshorts. Kurz darauf landete ihre graue Joggingjacke über der Lehne ihres Schreibtischstuhles gefolgt von dem schlichten weißen Shirt. Müde öffnete die Rothaarige schließlich ihren Kleiderschrank und zog ein frisches, weinrotes Top hervor, welches bauchfrei war und viel von ihrem Ausschnitt preisgab. Dies alles war auch der Grund, weshalb sie dieses Top nur zum Schlafen anzog nie aber in der Öffentlichkeit. Es entblößte mehr als das es irgendetwas verdeckte.
Emely öffnete eines der Dachfenster bevor sie noch einmal vor ihrem Bild stehen blieb. Verträumt fuhr sie die nun trockenen Konturen der Wellen nach. Nach dem Unglück mit ihren damaligen besten Freunden war sie nicht mehr am Meer gewesen. Sie vermisste den Geruch des salzigen Wassers und das Geräusch der Wellen. Eine kleine Träne entkam ihrem Augenwinkel und lief ihr langsam über die recht blasse Wange. Em erinnerte sich gerne zurück an die schönen Urlaube mit ihrer Familie oder mit ihren Freunden, aber… wie lange war das Unglück nun her? 3 Jahre? Die 22 Jährige war sich nicht ganz sicher. Nachdenklich schloss sie ihre Augen und rief sich die Bilder des besagten Tages in den Kopf. Die Erinnerungen waren verschwommen und in ihrem Schädel breiteten sich schmerzen aus. Plötzlich stieg ihr ein bekannter Geruch in die Nase. Bildete sie sich das nur ein? Emely zog ihre Nase kraus und öffnete ihre Augen nur um kurz darauf mehrmals zu blinzeln. „Hab ich zu viel Farbgeruch inhaliert oder wie?“, fragte sie leise und beugte sich leicht nach vorne. Sie täuschte sich nicht: von diesem Bild ging ein zarter Geruch von Meeresluft aus und wenn sie ganz leise war, dann konnte sie das Rauschen der Wellen und das Gekreische von Seemöwen hören.
Em schluckte leise bevor sie ganz sachte über das Bild strich und dann, urplötzlich, fasste sie in ein Loch, welches eigentlich gar nicht da sein konnte. Die 22 Jährige fasste in das Bild hinein ohne auf der anderen Seite der Leinwand hinauszukommen. Kurz darauf ging ein heftiger Ruck durch ihren Körper und die junge Frau wurde durch das Bild in einen Strudel aus den verschiedensten Farben, Bildern und Geräuschen geworfen. Ihr schlanker Körper drehte sich ein paar Mal um ihre eigene Achse und so langsam wurde der 22 Jährigen einfach nur schlecht.
Und dann endete der Strudel abrupt.
Em riss ihre braunen Augen auf als sie den Boden immer näher kommen sah. Ein kleiner Schrei verließ ihre Lippen bevor sie durch dichtes Geäst und Blattwerk stürzte. Äste schnitten sich in ihre Haut und Zweige peitschten ihr ins Gesicht. Die Rothaarige kniff ihre Augen zusammen und krachte nur wenige Sekunden später in ein großes hölzernes Fass. Ihre spärliche Kleidung sog sich mit einer unangenehmen, kühlen Flüssigkeit voll und der beißende Geruch von hochprozentigen Alkohol stieg ihr in die Nase. Emely schluckte lautlos bevor sie ganz vorsichtig ihre Augen öffnete. Panik breitete sich in ihrem Körper aus. Wo war sie hier gelandet?
Mehrere unangenehme Geräusche erklangen und kurz darauf waren etliche Schwerter auf sie gerichtet. „Wer bist du?“ - „Gehörst du etwa zur Marine?“ - „Ist dir klar, dass du Pops Sakefass zerstört hast?“ - „Wo kommst du her?“ - „Wer schickt dich?“
Zahlreiche Fragen prasselten auf Emely ein, welche einfach nur mit großen Augen in der Alkoholpfütze saß und das riesige Schiff am Strand anstarrte.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Huhu :)

ich weiß... ich weiß... Ich schon wieder.
Aber was soll ich tun wenn mir eine Idee nicht aus den Kopf geht. Zumindest kann ich behaupten ein paar meiner abgebrochenen FFs gelöscht zu haben auch wenn es mir wirklich schwer fiel...
Wie dem auch sei.
Ich habe hier eine neue FF für euch und weil ich mich auch mal an eine "Mädchen kommt in die OP-Welt"-FF wagen möchte verschone ich euch hiermit nicht   >:D

Kritik? Anregungen? Morddrohungen? Lob? Ideen?
Immer her damit.

Liebe Grüße Sweety

PS: Die Rechtschreibfehler könnt ihr behalten genauso wie die fehlenden oder überflüssigen Kommas.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast