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GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kuroko Tetsuya
16.08.2016
11.10.2016
9
11.445
5
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Dieses Kapitel
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16.08.2016 1.435
 
Erschöpft, verschwitzt und übermüdet schlug Kuroko Tetsuya seine himmeblauen Seelenspiegel auf, starrte an seine kahle Zimmerdecke. Er fühlte sich kaputt. Aber es kam ihm nicht in den Sinn, wieso er sich so fühlte. Gestern noch hatte er - ganz normal - mit seinen Team trainiert und war danach mit seinem Partner, Kagami Taiga, zu Majis Brugers gegangen, um sich noch etwas zum Essen, in Tetsuyas Fall etwas zu trinken, zu kaufen, danach war er auf dem direkten Weg Nachhause. Natürlich, er war nach jedem Training so erschöpft, das es immer noch teilweise passierte, dass er zusammenbrach, aber im Normalfall erholte sich sein Körper beim Schlafen. Er kostete ihm sogar einiges an Kraft, um seine Hand hoch zu heben, damit er sich den Schweiß von der Stirn wischen konnte. Es erforderte sogar Anstrengung, damit er sich auf die Seite drehen konnte. Ob er krank wurde? Das wäre ein Ding der Möglichkeit. Fragend tastete er mit seiner Hand seine eigene Stirn ab - es erforderte noch immer viel zu viel Kraft - und stellte fest, das er wohl kein Fieber besaß. Er rappelte sich, mit Mühe, in die Höhe, starrte an die gegenüberliegende Wand, bis ihm ein ungewohntes Gewicht an seinem Oberkörper auffiel. Verwundert senkte der erschöpfte Basketballspieler seinen Kopf. Blinzelte einmal. Danach noch ein zweites Mal. Und schließlich ein drittes Mal, bis er endlich realisierte, was ihn so schockte.

Er besaß Brüste. So wie ein Mädchen. Das...war ein Traum, oder? Vorsichtig, zögernd, aber tatsächlich auch etwas zitternd, hob Tetsuya seine Hand, legte sie auf die Erhebung, die sich unter seinen Schlafshirt abbildete. Das was er erfühlte, fühlte sich viel zu echt an. Er schluckte trocken, kniff sich im nächsten Moment selbst heftig in die Seite und zuckte vor Schmerz zusammen. Das...war echt?! Tetsuya atmete einmal tief ein und aus, schloss seine Lider und versuchte sich Mut zuzusprechen. Das ist nur ein sehr realistischer Traum... Als Tetsuya seine Augen öffnete und erneut nach unten blickte, hatte sich rein gar nichts geändert. Ob da unten...? Unsicher, ob er sich diesen Anblick wirklich antun wollte, schlug Tetsuya die Decke beiseite, starrte auf seine nackten Beine, die lediglich von einer hellblauen Boxershorts bedeckt wurde. Tief einatmend zog Tetsuya den Bund seiner Boxershorts nach vorne, starrte auf den leeren Platz, wo eigentlich seine Männlichkeit sein sollte. Er ließ den Bund zurück schnappen und starrte für einige Sekunden monoton auf einen unbestimmten Punkt.

Die Melodie von Tage des Glücks - ein Lied das ihm sein Teamkamerad Izuki Shun geschickt hatte - riss ihn aus seiner Starre. Tetsuyas neuer Körper zuckte minimal zusammen, bevor sein Blick zu seinem Handy glitt, das neben seinem Bett auf dem Nachtisch lag. Durch die Melodie erkannte er sofort, wer ihn anrief. Der Name, der zusätzlich auf dem Display erschien, bestätigte sein Wissen; Kagami-kun. Er überlegte einige Sekunden, bevor er sein Handy zu Hand nahm - wohlgemerkt erforderte es noch immer etwas Kraft - und es, nachdem er es aufgeklappt hatte, an sein Ohr hielt. Bevor er ein Wort sagen konnte, erklang bereits die Stimme seines lauten Partners. "Oi! Kuroko, du Bastard. Wo bleibst du?! Wir haben uns doch ausgemacht gemeinsam zur Schule zu gehen?!" Der Rothaarige war wohl etwas aufgebracht. Trotz der skurrilen Situation brachte ihn dies dazu minimal zu Schmunzeln. "Kagami-kun. Gomene. Mir geht es nicht gut." Tetsuya tat sein möglichstes um eine tiefere Stimme hinzubekommen, da er in weiser Voraussicht schon gedacht hatte, dass sich nicht nur sein Körper verändert hatte. Es war kurz still am anderen Ende der Leitung, bis das Ass wohl die Worte verstanden hatte. "...Hm, was hast du?" "Mir ist heiß und meine Stimme ist etwas heiser, deswegen werd ich mich heute ausruhen." "Gut, ich komm nach der Schule vorbei." "Das ist nich-" Die Leitung war tot. Taiga hatte einfach aufgelegt. Tetsuya atmete tief durch, senkte seine Hand und seufzte anschließend aus. Der Tag fiel unter Unglückstag.

Mittlerweile hatte Tetsuya seine Kleidung gewechselt - schnell und ohne hinzusehen - und saß auf der Couch seiner Wohnung. Es war wohl Glück im Unglück das seine Eltern momentan im Ausland waren, beruflich versteht sich. Tetsuyas Großmutter dagegen wurde, auf ihren eigenen Wunsch, in ein Altersheim umgezogen. Somit war Tetsuya auf unbestimmte Zeit alleine Zuhause. In diesem Moment war es ihm mehr als Recht. Er hatte seine Beine angezogen, sein Kinn auf die Knie abgestützt und starrte aus dem Fenster, das sich direkt gegenüber der Couch befand. Der Fernseher war schwarz, kein Geräusch erklang. Tetsuya wusste nicht, wie er mit dieser Situation umgehen sollte.

Als sich sein Magen meldete, indem er Tetsuya Schmerzen bescherte, wusste Testuya nicht wie viel Zeit bereits vergangen war. Als er zur Wanduhr blickte, entdeckte er, das er wohl zwei Stunden regungslos auf diesem Platz verweilt war. Vorsichtig löste Tetsuya seine Position, streckte seine Beine aus und hörte kurz darauf ein unangenehmes Knacksen, das wohl von seinen Knien kam. Mit schlürfenden Schritten begab sich Tetsuya in die Küche, musste dazu am Spiegel vorbei, der im Flur hing. Auch wenn er eigentlich nicht rein sehen wollte, tat er dies reflexartig und erblickte sein neues Aussehen. Er verharrte davor, starrte noch immer verwirrt in den Spiegel und musterte sein Spiegelbild mit Argusaugen, erhaschte jede Veränderung. Sein Gesicht wirkte nun viel zierlicher, seine eigentlich kurzen hellblauen Haare hatten ordentlich an Länge gewonnen und selbst seine Schultern wirkten nun schmaler Eine plötzliche Eingebung sorgte dafür, das Tetsuya in die Küche spurtete und im Türrahmen stehen blieb. Er stellte sich mit dem Rücken zum Rahmen, hob zögerlich seinen Arm - mittlerweile fiel ihm das wieder leichter - und benutzte seine Hand, um seine Größe heraus zu finden. Anschließend drehte er sich und starrte auf das Maßband, das von seinen Eltern damals eingezeichnet wurde. Er atmete dankbar aus. Seine Größe war gleich geblieben. Immerhin, Tetsuya war unter seinen Teamkameraden der Kleinste und sollte er wegen dieser Veränderung noch kleiner geworden sein, würde das den restlichen Stolz seines ehemaligen Männerdasein vernichten. Seine Schultern sackten ab und seine Augen schlossen sich. Nachdem sich Tetsuya mental wieder beruhigt hatte, begab er sich endlich in die Küche und richtete sich etwas zum Essen her.

Mit einem leckeren Toast, sowie Ketsup, begab sich der mädchengewordene Junge wieder in sein Wohnzimmer, schaltete den Fernseher nun doch endlich ein und begann zuguter Letzt zu Essen, stillte das Verlangen seines Bauches. Als er sein Essen verputzt hatte, lehnte er sich nachhinten und ließ sich vom Programm berieseln. Er tat alles, nur damit er über seine momentane Situation nicht nachdenken musste.

Tetsuya steckte hoch, als auf einmal eine Klingel erklang. Verwirrt blinzelte er, starrte anschließend zu dem Fernseher, der noch immer lief. Noch immer verwirrt sah er einige Sekunden lang auf den Bildschirm, als erneut das penetrante Klingeln erklang. Erst jetzt kam es ihm, das dies die Türklingel war. Kagami-kun! Sofort war er auf seinen Beinen, raste zur Haustüre und verschloss schnell ab, bevor sich der Rothaarige selbst Zugang verschaffte. "Oi?! Kuroko?! Hast du gerade zugesperrt?!", brüllte eben jener außer sich, klopfte gegen die Tür und schien nur wenige Sekunden davor zu sein die Haustür einzutreten. "Kagami-kun. Bitte geh wieder. Mir geht es gut. Ich muss mich einfach ausruhen." Ein lahmer Versuch seinen Partner abzuwimmeln. Es war ihm eigentlich bewusst, das dies nichts half. Der Rothaarige war stur und würde nicht nachgeben, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte. "Kuroko! Mach jetzt die verdammte Tür auf oder ich tret sie ein!" Der Blauhaarige schluckte hart, lehnte seinen Kopf seufzend gegen die Tür. Es brachte nichts. Er musste den Rothaarigen - wohl oder übel - rein lassen. "Kagami-kun. Ich lass dich rein, aber bitte erschrick dich nicht.", sprach er leise, versuchte nicht einmal tiefer zu klingen. Es war kurz leise - wahrscheinlich wunderte sich sein Partner über die hohe Stimme - bis er schließlich ein ruhiges "Okey." erklang. Mit leicht zittrigen Händen drehte Tetsuya den Schlüssel im Schloss und trat anschließend einen Schritt zurück. Danach wartete er stumm und starr darauf das der Andere die Tür öffnete. Es verstrichen einige Sekunden - scheinbar musste Taiga erstmal verstehen, das er die Tür öffnen sollte - bevor sich die Haustür langsam öffnete und Tetsuyas neue Gestalt damit offen legte.

~*~
Solltet ihr Interesse daran hegen, könnt ihr den Charakteren gerne Fragen stellen, die ich dann in Form eines kleinen Anhangs am Schluss des Kapitels mit eben jenen Charaktern beantworte. :3

So, das erste Kapitel meiner ersten KnB Geschichte ist herausen. Zerreist mich bitte nicht gleich in der Luft, wenn die Charaktere zu OC sind. Ich geb mein Bestes, aber vorallem Tetsuya ist ein schwieriger Charakter.

Bis zum nächsten Kapitel.

Sayuri, Over and Out.
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