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Die Bananenvergiftung

GeschichteKrimi, Freundschaft / P12 / Gen
16.08.2016
03.04.2017
4
5.525
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Dieses Kapitel
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16.08.2016 1.353
 
Ab in den Süden!

Kim stöhnte. Es war gerade Pause. Jetzt noch eine nervige Stunde Englisch und dann gab es die Zeugnisse. Eine halbe Stunde danach hatte sie sich mit Marie und Franzi verabredet um die Zeugnisse vielleicht ein bisschen zu feiern und die Ferien entspannt zusammen anzufangen. Doch ihre Mutter hatte ihr heute morgen etwas vorgeschlagen, dass ihr ganz und gar nicht gefiel: Ihre Mutter wollte, das sie ihre wohl verdienten Ferien auf der Schulbank in Afrika verbringen sollte. Dann klingelte es. „Good morning!”, schmetterte ihr Englischlehrer Kim´s Klasse entgegen . Er tat leider vor den Ferien, immer so als ob es eine ganz normale Englischstunde sei. Doch irgendwann würde auch diese Stunde vorbei sein, dann endlich gab es Zeugnisse und danach konnte sie schön mit Franzi und Marie entspannen.

,,Nimm den Apfelkuchen mit bevor du rausgehst! Hast du das Geschirr schon mitgenommen?“, fragte Frau Winkler.
Franzi nahm den Kuchen und das Geschirr mit durch den Garten ins Hauptquartier der drei !!!. Sie stellte das Geschirr und den Kuchen auf den Tisch ab, auf den sie zuvor eine hellblaue Tischdecke gelegt und Gläser mit zwei großen Flaschen Limo hingestellt hatte. Sie wollte die  Sommerferien mal richtig schön ohne irgendwelche Fälle genießen, da sie fast jeden Monat einen neuen Fall an Land zogen.  
Keine 5 Sekunden später platzte Kim rein: ,,Meine Mutter will mich nach Afrika schicken!“ ,, Nun setz dich doch erst ein mal hin!“, brachte Franzi Kim zum stehen. Aber Kim lies sich nicht so wirklich hemmen und wollte sofort weiter sprudeln. Doch ein verlockender Geruch ließ sie eine kleine Pause machen: ,,Mhm.. riecht es hier aber lecker! Was ist das?“ Franzi  erwiderte: „Das ist Apfelkuchen. Den hat meine Mutter gebacken. Hier hab ich auch noch was zu trinken mitgebracht“, sie zeigte auf die Limo: „Aber erzähl mal weiter. Bevor wir den Kuchen essen, sollten wir aber noch auf Marie warten. Aber so ,wie wir sie kennen, wird das lange dauern.“  
Kim goss sich reichlich Limo ins Glas und fuhr weiter „Ich soll bei einem Schüleraustausch Projekt teilnehmen, in El Jadida in Marokko für drei Wochen! Dann sehen wir uns in den Ferien ja fast gar nicht, wenn Marie in den letzten zwei Wochen der  Ferien noch nach Spanien fährt. Stell dir vor: wir müssen von 9 Uhr morgens bis 14 Uhr pauken und das in den Ferien!“ ,,Beruhige dich, Kim. Außerdem kann man dort surfen und andere coole Sachen machen“, beruhigte Franzi Kim.
In dem Moment kam Marie herein. ,, Bin ich zu spät?“ fragte sie. Franzi lachte : „ Keine 10 Minuten ! Glückwunsch!“ ,, Ich habe beim Joggen mit Holger die Zeit vergessen.“ , murmelte Marie. Dann fiel ihr Blick auf Kims betrübtes Gesicht und wollte sie trösten: ,,Ist etwas mit Michi ? Du kannst jederzeit mit uns darüber reden.“
,,Nein, Marie meine Mutter“, Kim verdrehte die Augen ,,Sie will mich nach Afrika schicken“ Marie blieb der Mund offen stehen ,,Wie bitte ? Was sollst du da denn machen?“
„Französisch lernen“, entgegnete Kim schwach. „Aber du hast doch schon eine 2“, beschwerte sich Franzi.
„Eben. Aber meine Mutter meint mal wieder, dass ich überdurchschnittlich sein sollte und nicht genau der Durchschnitt sonst schaffe ich mein Abi nur mit einem Durchschnitt von 2,0, kriege keine Arbeit und blablabla.“
„  Bis dahin ist doch noch jede Menge Zeit und...“ , begann Franzi , doch Marie redete dazwischen: „Es stimmt zwar, dass man mit einem Abi-Durchschnitt von 2-Komma-irgendwas keine so gute Arbeit bekommt, aber deswegen muss sie doch nicht gleich so einen Wirbel machen. Sie sollte eher Angst davor haben, dass du von einem Löwen oder Tiger aufgefressen wirst.“
Jetzt mussten sie erst mal alle lachen.
,,Wollt ihr Kuchen?“ fragte Franzi. ,,Ja, gerne“ antwortete Marie. „Hmm der riecht himmlisch“ schwärmte Kim.
,,Apropos Noten, wie waren eure Zeugnisse?“, fragte Franzi. „ Ach, ganz gut.“ antwortete Marie. ,,Mama hat bei mir wieder mal ein Drama draus gemacht nur weil ich 2,16 stehe.“ berichtete Kim. ,,Da hast du ja noch Glück gehabt. Ich stehe 2,47!“ seufzte Franzi. Marie tröstete Franzi ,,Ach, das bessert sich bestimmt bald. Und zur Not kann ich dir noch Nachhilfe geben.“ „Lass das Marie!“, beschwerte sich Kim: „Wir wollen den Sommer doch genießen. Ohne Streit und ohne einen Fall.“ Kim biss genüsslich in ihren Kuchen , „Genau!“,stimmte Franzi schmunzelnd zu.
„Aber nochmal zu Afrika.“ , warf Franzi ein: „Wie wäre es, wenn wir mitkommen würden? Genauso wie nach Eastborn . Dann wird es nicht so langweilig.“, sie stieß Marie an: „Nicht wahr, Marie?“ Marie verzog das Gesicht. Dann sagte sie: „Also wenn wir nicht in Zelten mit lauter Moskitos und anderen Viechern schlafen müssen, einverstanden.“
„Würdet ihr das wirklich tun?“ fragte sich Kim. „Na klar!“ riefen Franzi und Marie im Chor. Kim antwortete: „Danke! Danke! Danke! , dass ihr mich mal wieder rettet“, sie schmunzelte:
„Und was dich Marie , mit den Insekten betrifft, lässt sich bestimmt googeln, außerdem sollen das wieder solche Hütten sein, so ähnlich wie die im Ski-Camp von unserem 33. Fall.
Oder auch wie die von unserem 36. Fall im Naturabenteuerwald.“
,,Da bin ich aber beruhigt!“, entgegnete Marie spöttisch.
Dann aßen sie endlich ihren Apfelkuchen und machten es sich im Hauptquartier gemütlich.

Detektivtagebuch von Kim Jülich
Mittwoch, 19:00 Uhr
Der Detektivclub macht Sommerferien!
Sechs Wochen Pause!
Am Strand in der Sonne liegen und faulenzen!
Freitag geht es nach Marokko!

Geheimes Tagebuch von Kim Jülich
Mittwoch, 21:00 Uhr
Du wirst es schrecklich bereuen weiterzulesen.
Ich sag nur Klick!
Einerseits kann ich es kaum erwarten nach Marokko zu fahren oder vielmehr zu Fliegen. Meine Mutter hat ziemlich große Augen gemacht und den Mund auch fast nicht mehr zu gekriegt  , als ich ihr erzählt habe dass ich schon ganz gerne nach Afrika fahren möchte. Und das schönste daran: Mit Franzi und Kim. Andererseits werde ich Michi schrecklich vermissen. Wir hatten eigentlich vor uns jeden Donnerstag im Freibad  zu treffen. Nun muss das auf die letzten drei Wochen der Ferien warten.
.
Jetzt muss ich aber Schluss machen. Ben und Lukas wollen gerade mit Pablo mein Zimmer als ihr Fußballfeld erweitern, obwohl sie eigentlich schon im Bett sein sollten. Aber was soll`s, es sind ja schließlich Ferien.
Jippie!!!          

Marie sah auf die Uhr. Es war schon zehn nach sechs. Sie konnte es nicht fassen sie stand schon zehn Minuten vor dem Flughafen doch Kim und Franzi waren immer noch nicht da.
Sie schaute sich um, aber ihre beiden Detektivkoleginnen waren trotzdem noch nicht zu sehen. Sonst war sie doch immer die, die zu spät kam. War etwas passiert?
Hatten sie etwa einen Unfall?
Doch dann erblickte Marie zwei bunte Gestalten, die ihr fröhlich zuwinkten.
,,Na da seid ihr ja, ich dachte schon euch wer was passiert!“ schimpfte erleichtert Marie.
,,Sorry, meine Eltern konnten mich nicht fahren weil in der Tierpraxis so viel los war und wir standen im Stau.“ antwortete Franzi. ,, Außerdem haben wir uns doch eine halbe Stunde früher als geplant verabredet.“, protestierte Kim.
Sie stellten ihre Koffer ab und starrten auf Maries Reisetasche und ihren Koffer. ,,Was hast du den schon wieder alles mitgenommen?“ wollte Franzi wissen. „Wieso? Wir sollten uns jetzt beeilen“ meinte Marie, sie nahm ihren Koffer und ihre Reisetasche und ging in Richtung Eingang.

,,Wir begrüßen sie herzlich an Bord. Der Flug nach Marokko, El Jadida dauert ungefähr 4 Stunden, unsere Stewardess werden ihnen allerlei  leckere Getränke anbieten.“

„Hoffentlich stürzt unser Flieger nicht ab.“,bat Kim. Franzi antwortete: „Das wird er nicht. Du brauchst dir darum doch nicht immer solche Sorgen zu machen. Marie stimmte Franzi zu: „Genau. Außerdem sollten wir die Fahrt genießen, damit wir im heißen Marokko richtig schön entspannen können.“ Kurz vor der Fahrt wollte Franzi noch einmal die Toilette benutzen.
Aber Kim riet ihr davon ab: „Mach das lieber nicht! Sonst schaffst du es vielleicht nicht rechtzeitig auf deinen Platz und fliegst dann im Flugzeug oder sogar raus.“Doch Marie besänftigte sie: „Keine Panik, Kim, du hast wahrscheinlich wirklich zu viele Krimis gesehen.“ Franzi setzte nochmal nach„ Das ist sowieso nicht möglich weil die Toiletten gesichert sind und die Türen auch geschlossen sind.“ Sie lachte, stand auf und ging in Richtung Toilette.
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