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Der Lehrer - Liebe und andere Probleme

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Karin Noske Michael Jäger OC (Own Character) Stefan Vollmer
13.08.2016
16.10.2016
5
4.314
 
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13.08.2016 984
 
Stefan Vollmer fuhr mit seinem Auto auf den Parkplatz der Schule. Er gähnte und seufzte. Die Ferien waren einfach viel zu kurz gewesen. Er dachte an seinen Urlaub zurück. Vier lange Wochen war er in der Karibik gewesen. Sonne, Strände, hübsche Frauen, keine Probleme und vor allem: keine nervigen Schüler. Doch nun, am ersten Tag nach den Ferien, hatte ihn der Alltag sofort wieder eingeholt. Die Probleme konnte er nun nicht mehr verdrängen. Nachdem Stefan sein Auto eingeparkt hatte, stieg er aus und ging in die Schule. Dann verschwand er im Lehrerzimmer. „Hallo Stefan“, sagte Karl und umarmte Stefan. Dieser lächelte und sagte: „Hey.“ „Stell dir vor, Barbara und ich waren in London“, sagte Karl. Stefan hörte ihm nicht wirklich zu. Gedankenverloren ließ er seinen Blick durch das Lehrerzimmer schweifen. „Wir haben den Big Ben gesehen und sind mit dem London Eye gefahren und wir haben…“, erzählte Karl. Stefan blickte zur Tür, wo Karin stand. Karl folgte Stefans Blick. „Hallo“, sagte Karin. Stefans Herz pochte gegen seine Brust. Warum empfand er noch so viel für diese Frau? Die beiden hatten doch miteinander abgeschlossen. „Hey Stefan“, sagte Karin, als sie an Stefan vorbeiging. Stefan lächelte und sagte: „Hallo Karin.“ Karl und Barbara gingen schon in die Räume, wo sie Unterricht hatten. Nun waren Stefan und Karin alleine im Lehrerzimmer. Verlegen blickten sie sich an. „Hast du heute Zeit?“, fragte Stefan. Karin nickte und blickte Stefan fragend an. Dieser sagte: „Ich würde dich gerne auf ein Kaffee einladen.“ „Soll das ein Date werden?“, fragte Karin. Stefan schüttelte den Kopf und sagte: „Wir können ja auch als Freunde Kaffee trinken gehen.“ „Klar. Wieso nicht?“, meinte Karin. Sie ging einen Schritt auf Stefan zu. Warum musste dieser Mann ihr solch ein Kopfzerbrechen bereiten? Es gab Zeiten, da hasste sie Stefan. Aber es gab auch Zeiten, da liebte sie ihn einfach. Am liebsten würde sie Stefan jetzt einfach umarmen. Plötzlich klingelte es. Stefan schnappte sich seine Tasche und ging. An der Tür drehte er sich nochmals um und sagte: „Heute um 14 Uhr.“ „Geht klar“, sagte Karin. Stefan zwinkerte ihr zu und verließ das Lehrerzimmer, um sich auf den Weg zum Kurs in der Oberstufe zu machen. Stefan hatte jetzt nämlich eine Klasse der Oberstufe, weil alle Schüler des G Kurses ihren Abschluss gemacht hatten.  

Alle Schüler der 12. Klasse saßen an ihren Tischen. Stefan musste schmunzeln. Diese Klasse war das absolute Gegenteil seines G Kurses. Stefan sagte: „Hallo. Ich bin Stefan Vollmer und werde euch in Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften und Sport unterrichten.“ Keiner der Schüler sagte etwas. Also sagte Stefan: „Dann legen wir mal los mit Mathe.“ Keiner protestierte. Es war ganz anders als im G Kurs. Daran musste sich Stefan erst noch gewöhnen. Er fragte: „Was habt ihr letztes Schuljahr alles in Mathe gemacht?“ Ein Mädchen mit blonden, lockigen Haaren meldete sich und zählte alle Themen auf. Doch plötzlich öffnete sich die Tür. Ein Junge mit braunen Haaren kam hinein. Seine Haare verdeckten den größten Teil seines Gesichtes. Stefan fragte: „Wie heißt du?“ „Janik“, antwortete der Junge. Stefan fragte: „Warum bist du zu spät?“ Janik antwortete nicht. Stefan wiederholte seine Frage. Janik rief: „Ich habe keinen Bock auf Schule!“ „Setz dich!“, rief Stefan in dem gleichen Tonfall. Janik blieb unschlüssig in der Tür stehen. Da wurde es Stefan zu viel. Er rief: „Setz dich oder hau ab!“ „Dann haue ich eben ab“, stieß Janik hervor, verließ den Klassenraum und schlug wütend die Tür zu. Stefan sagte: „Ich bin gleich wieder da.“ Dann rannte er aus dem Klassenzimmer. Er lief die Treppe hinunter und hielt nach Janik Ausschau. Wo steckte er bloß? Da entdeckte Stefan ihm am Ausgang. Er rief: „Janik! Bleib stehen!“ Doch der Junge hörte nicht auf ihn. Stefan rannte Janik hinterher. Als er auf dem Pausenhof ankam, hörte er nur noch das Geräusch eines Mopeds, was wegfuhr. „Shit“, fluchte er. Stefan ging wieder zu seiner Klasse und sagte: „Ihr könnt schon mal in die Pause gehen.“ Es waren keine Jubelschreie zu hören. Leise verschwanden alle Schüler aus dem Klassenraum. Stefan ging zum Lehrerzimmer und ließ sich seufzend auf einen Stuhl fallen. Das war ein wirklich mieser Start in das neue Schuljahr!

Plötzlich hörte Stefan, wie die Tür des Lehrerzimmers aufging. Er dachte, Karl würde reinkommen. Oder Barbara. Also drehte Stefan sich nicht um. Doch dann siegte die Neugier und er blickte die Frau an, die gerade ins Lehrerzimmer gekommen war. „Du? Was machst du denn hier?“, fragte Stefan, als er erkannte, dass es niemand anderes als seine Ex-Freundin Hannah Bauer war. Die Frau, mit den schwarzen, schulterlangen Haaren grinste und sagte: „Ich bin Lehrerin.“ „Du? Lehrerin?“, rief Stefan ungläubig. Nur mühsam konnte er ein Lachen unterdrücken. Hannah ging an Stefan vorbei und fragte: „Hast du ein Problem damit?“ Stefan schüttelte bloß mit dem Kopf. Hannah drehte sich nochmal zu Stefan um und sagte: „So trifft man sich wieder.“ „Mmh“, machte Stefan. Dann kam Karin heran. Sie musterte Hannah mit hochgezogenen Augenbrauen und fragte: „Wer sind Sie?“ „Hannah Bauer“, sagte Hannah. „Ich bin Karin Noske“, stellte Karin sich vor. Hannah wollte ihre Sachen auf Karins Platz legen, doch Karin rief sofort: „Halt! Da ist mein Platz!“ Erschrocken ließ Hannah die Kaffeetasse, die sie in ihrer Hand hatte, fallen. Der Kaffee war auf Hannahs Bluse und auf dem Boden. „Das wirst du noch bereuen“, zischte sie Karin zu, ehe sie wütend aus dem Lehrerzimmer lief. Karin blickte ihr kopfschüttelnd nach. Was war das denn bitteschön für eine eingebildete Ziege? Dann klingelte es wieder zum Unterricht und Stefan und Karin verschwanden in verschiedene Richtungen. Stefan hatte jetzt die zehnte Klasse in Sport und Karin hatte die elfte Klasse in Englisch. Vor dem Unterricht ging sie nochmal auf Toilette. Dort traf sie auf Hannah, die fluchend versuchte, mit einem Taschentuch den Kaffee aus ihrer Bluse zu bekommen. Karin sagte: „Es gibt eine tolle Erfindung, die sich Waschmaschine nennt.“ „Blöde Kuh“, murmelte Hannah. Karin grinste und verschwand.
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