Battle of Happy Endings

von Bellona88
KurzgeschichteDrama, Romanze / P18
Akane Tendo Ranma Saotome
12.08.2016
22.08.2019
18
47037
16
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Dieses Kapitel
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Disclaimer

Die meisten Figuren, Schauplätze sowie die der Fanfiction zu Grunde liegende Vorgeschichte sind Kreationen der fabelhaften Rumiko Takahashi. Eventuelle Ähnlichkeiten mit anderen FFs sind bitte zu Verzeihen, ist nicht mit Absicht, sollte es aber sein, werden die Autoren dankend erwähnt. Ich verdiene auch mit dieser Geschichte kein Geld, aber hoffe, dass sie meinen Lesern Freude bereitet, auch wenn die Figuren nicht mehr ganz ihren typischen Charakterrollen entsprechen. Viel Spaß ;-)



„Ach ja und das soll ich dir glauben, Ranma????!“ hörten die Schüler Akane durch den ganzen Schulhof schreien.

„Wie oft soll ich dir das noch sagen?!... Es war doch NUR ein Kuss!!“ brüllte Ranma zurück und verfolgte seine Verlobte, während diese vorhatte so schnell wie möglich von ihm weg zu kommen.

Sie musste natürlich gerade dann den Raum betreten, als Kodachi ihre Arme um ihn geschlungen hatte, er vor Schreck zu spät reagierte und sie schon ihre Lippen auf seine drückte. Fast in Lichtgeschwindigkeit hatte er sich von ihr befreit und ist dann seiner heimlichen Liebe hinterher gerannt. Warum mussten sie immer so ein verdammt schlechtes Timing haben?!

Von seinem letzten Satz plötzlich getroffen, kam Akane zu einem Halt. Sie drehte sich zu ihm um, sah ihm kurz in sein wütendes Gesicht und ging dann auf ihn zu. Ihr Blut kochte und schoss heiß durch jede einzelne Vene in ihrem Körper. Wie oft hatte sie sich schon seine Ausreden anhören müssen, wenn an ihm Frauen hingen, ihn küssten, sich an ihm rieben, in seinem Bett schliefen oder nackt mit in der Badewanne saßen?! Zu oft - entschied sie in diesem Moment.

Ranma bekam es plötzlich mit der Angst zu tun, er sah ihr in die Augen und erkannte dort nur tobende Wut und Entschlossenheit. Er machte sich schon auf einen alles vernichtenden Schlag gefasst, doch dieser sollte nie kommen. Sie war an ihm vorbeigegangen und als er sich umdrehte, sah er wie sie vor Hiroshi stehen blieb, eine Hand an seine Wange legte und ihn sanft auf die Lippen küsste! WAS…?!

Sie drehte sich zu ihm um, ging an ihm vorbei als wäre nie etwas gewesen und als sie ein paar Schritte vor ihm war drehte sie sich nochmal zu ihm um und sagte zuckersüß

„Es war ja nur ein Kuss, ne Ranma?!“ und damit ging sie weiter.

Ein dumpfes Geräusch hinter ihm ließ ihn wieder umdrehen und er sah Hiroshi – dessen Beine nachgegeben hatten – auf dem Boden sitzen mit dem verträumtesten Lächeln im Gesicht, dass er je gesehen hatte. Plötzlich aus seinem Schock-Zustand wieder herausgeholt, brach die Welle aus Rage und purer Eifersucht über ihn herein und wenn Blicke töten könnten, wäre Hiroshi innerhalb dieser Millisekunde nicht mehr am Leben.

Die Schüler die das Spektakel mit Begeisterung und Ehrfurcht angesehen hatten, zogen sich jetzt so leise und schnell sie konnten aus Ranmas Reichweite. Die Jungs die vorher noch vor Neid geplatzt wären, dass Hiroshi der Glückliche war, den Akane für ihre Rache genutzt hatte, hatten nun Mitleid mit ihm und hofften er würde es einigermaßen überleben. Doch hatten sie zu sehr Angst vor Ranma, als dass sie es wagen würden ihm jetzt zur Hilfe zu kommen.

Man hörte keinerlei Schmerzensschreie, Hiroshi war schon nach Ranmas erstem Schlag K.O. gegangen und lag jetzt mit einem blauen Auge auf dem Boden – sehr zu Ranmas Enttäuschung. Er hatte mit diesem „Kampf“ kein bisschen seine Gefühle ausleben können und kochte immer noch innerlich. Mit einem Satz sprang er auf das nächst gelegene Dach und sprintete über die Häuser zum Tendo Dojo. Dort angekommen machte er keinerlei Anstalten den anderen Anwesenden seine Anwesenheit zu verkünden, sondern ging direkten Weges ins Dojo wo er hoffte seine Verlobte zu finden.

Tatsächlich bewegte sie sich gerade durch den Raum in einem Misch aus einer Tendo- und Saotome-Style Kata und normalerweise hätte er sich die Zeit genommen sie in ihrer Grazie und Perfektion zu bewundern, doch nicht heute. Nicht nachdem was eben passiert war! Mit einem Satz sprang er vor sie und sie wich ihm in einem Rückwärtssalto aus um wieder etwas Raum zwischen sie zu bringen.

„Was sollte das?!“ keifte er sie an.

„Was meinst du, Ranma?“ fragte sie so unschuldig, als sei nie etwas gewesen.

„Du weißt ganz genau was ich meine! Warum hast du Hiroshi geküsst, ausgerechnet diesen Idioten?!“ forderte er zu wissen und ballte seine Fäuste so sehr, dass seine Knöchel schon weiß hervor stachen.

„Mir war einfach danach… was regst du dich so auf, war doch bloß ein Kuss…“ damit schnalzte sie mit der Zunge und zuckte mit den Schultern.

Sie würde den Teufel tun und ihm verraten, dass sie direkt die Zähne geputzt hatte, als sie nach Hause gekommen war. Dachte er wirklich sie wollte diesen Perversen küssen?! Er war einfach der nächste gewesen und ihre Wut und ihr Frust hatten sie so überwältigt, sie wollte Ranma einfach heimzahlen für das was er mit ihr alles gemacht hatte. Sie wollte, dass er mal sah wie es ist, an diesem Ende zu stehen, er sollte sehen, was sie immer sah, fühlen was sie fühlte. Und verdammt nochmal, er sollte endlich ein Mann sein und ihr ehrlich sagen was er will!

„Bloß ein… bloß ein KUSS??!!!“ schrie er sie jetzt an.

„Spiel dich hier nicht so auf, schließlich waren das deine eigenen Worte!“ warf sie ihm jetzt entgegen, wer war sie, dass sie sich von ihm hier so anschreien ließ?!

„Du hast sie doch nicht mehr alle! Du wirst nie wieder jemanden küssen, hast du mich verstanden?!“ brüllte er jetzt und fühlte wie sein linkes Auge anfing unkontrolliert zu zucken.

„Was glaubst du eigentlich wer du bist?! Du hast mir gar nichts zu sagen!“ konterte sie, jetzt selbst noch kaum ihre Wut unter Kontrolle haltend, hatte sie ihm bei jedem einzelnen Wort mit einem Finger in die Brust gestochen und ihn somit ein paar Schritte Rückwärts bewegt.

„Ich bin dein VERLOBTER!“ hielt er dagegen und ging wieder ein paar Schritte auf sie zu um sich vor ihr bedrohlich aufzubauen.

„Ach jetzt bist du auf einmal wieder MEIN Verlobter! Ich sag das jetzt nur einmal, also hör mir lieber genau zu. Ich. Lasse. Mir. Von. NIEMANDEN. Etwas. Sagen! Haben wir uns da verstanden? Es ist mir egal, ob du mein Vater, Verlobter, Ehemann, Buddha oder sonst was bist! Ich entscheide selbst über mein Leben, ob es dir gefällt oder nicht!“

Sie war diesmal keinen Millimeter zurückgewichen, egal wie sehr er versucht hatte sie durch seine breitere, größere Statur einzuschüchtern, sie hatte Stand gehalten. Ihr Blick hatte sich direkt in ihn hineingebohrt und ihre Augen hatten diese tiefe Entschlossenheit, diesen extremen Kampfgeist und diese reine Leidenschaft gespiegelt, die er so begehrte an ihr.

Seine Hormone nahmen die Kontrolle über seinen Körper ein und mit einem geschmeidigen jedoch sehr festen Schwung hatte er sie mit seinem Körper gegen die Wand gepinnt und seine Lippen auf ihre gepresst. Es hatte rein gar nichts liebevolles an sich, es war einfach nur ein unbeholfenes massives Drängen, er wollte damit irgendwie Hiroshis Berührungen verdrängen, wollte zurück erobern was rechtmäßig SEIN seien sollte. Es war ein primitives Bedürfnis und doch konnte er nichts dagegen tun.

Akane wehrte sich, stemmte ihre Hände gegen seine harte Brust, doch er bewegte sich nicht ein kleines bisschen, er war wie ein unzerstörbarer Felsbrocken. Er packte ihre Handgelenke und hielt diese über ihrem Kopf fest. Sie versuchte ihren Kopf zu irgendeiner Seite von ihm wegzudrehen, doch er presste seine Lippen nur noch fester gegen ihre, bevor er mit seinem Gesicht von ihr abließ.

„Akane, sie mich an.“ befahl er streng, doch sie widerstrebte ihm natürlich.

„Akane, bitte, sie mich an.“ bat er diesmal sanft und sie sah langsam zu ihm auf, mit diesem trotzigen, passionierten Blick, wie nur sie ihn hatte.

„Du gehörst MIR.“ sagte er jetzt schlicht, einfach und ehrlich.

Sie schoss Blitze aus ihren Augen und er hätte schwören können, dass er jeden einzelnen als einen Stromstoß durch seinen gesamten Körper spürte.

„Du gehörst mir, Akane… genauso wie ich nur dir gehöre. Ich will nur dich…“ erklärte er jetzt so einfühlsam er nur konnte und fing an mit seinen Daumen sanfte Kreise auf ihren Handgelenken zu zeichnen.

Seine Worte ließen ihre Augen vor Schock sich weiten und ihr Mund ging leicht auf. Ihr Körper spannte sich noch einmal mehr an – wenn überhaupt möglich.

„Lass mich los.“ befahl sie jetzt streng.

„Was?“ fragte er verwirrt.

„Lass. Mich. Los.“ wiederholte sie langsam und bedrohlich ruhig.

Etwas enttäuscht und verängstigt ließ er stückweise von ihr los. Als er zum zweiten Mal an diesem Tag sich auf ihren Angriff gefasst machte, wurde er wieder von ihr überrascht, doch dieses Mal zum Guten. Sie sprang ihm in die Arme, in einer fließenden Bewegung hatte sie ihre Arme um seinen Nacken geschlungen, ihre Beine um seine Taille geschwungen und ihre Lippen lagen auf seinen, bevor er auch nur ein Wort hervorbrachte.

Diesmal bewegten sich ihre Lippen gemeinsam, erkundeten die weichen Kurven, testeten den süßen Geschmack des anderen und genossen die warme Zärtlichkeit. Akane knabberte leicht an seiner Unterlippe und entlockte ihm damit ein tiefes Knurren. Sein Blut kochte jetzt vor Leidenschaft, die sie in ihm erweckte und so drückte er sie zurück gegen die Wand und hielt sie dort wieder mit seinem Körper gefangen. Seine Zunge strich über ihre zarten Lippen und sie gewährte ihm sofort Einlass. Der Kuss gewann an Hitze und ließ beiden - vor überschwemmenden Gefühlen – keinen einzigen klaren Gedanken. Als sie sich aus Luftnot voneinander lösen mussten, grinsten sie sich nur zufrieden an.

„Essen ist fertig!“ hörten sie Kasumi rufen.

Sie hatten im Eifer des Gefechts nicht mitbekommen, dass sie von der ältesten Tendo erwischt worden waren. Diese hatte nur in sich hineingelächelt und war fröhlich zurück zum Haus gegangen, sie würde dieses Geheimnis für sich bewahren, bis die Zwei soweit waren, es öffentlich bekannt zu geben.

Akane war die erste die sich wieder unter Kontrolle hatte und ließ langsam von ihm ab. Sie zog ihren Gi wieder zurecht, bevor sie Ranma ein paar Mal durch die Haare strich um ihre Verwüstung dort wieder einigermaßen zurecht zu biegen. Er grinste sie dabei nur verschmitzt an und wollte sich schon wieder zu ihr runter bewegen, doch sie legte ihm einen Finger auf die Lippen um ihn zu stoppen.

„Wenn ich dich noch einmal mit einer anderen so sehe wie heute oder – Kami bewahre – in einer noch schlimmeren Situation, weißt du ja jetzt was ich dann machen werde…“ damit ging sie zur Tür und als sie schon fast raus war drehte sie sich nochmal zu ihm um, lächelte das Lächeln, dass jeden Mann mit einem Puls zum Schmelzen bringt und sagte

„… schließlich gehörst du mir, Baka!“ mit einem frechen Augenzwinkern machte sie sich zügig ins Haus.

Ranma schüttelte seinen Kopf um das vorher geschehene zu verarbeiten und konnte nur von einem Ohr zum anderen Grinsen. Diese feurige kleine Sirene würde ihn noch in den Wahnsinn treiben… er liebte es!



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Mal ein  Anfangs-Oneshot, ich werde hier immer mal kurze Geschichten oder auch nur Oneshots reinstellen, die jedoch keinerlei Zusammenhang haben und keiner genauen zeitlichen Abfolge unterliegen. Hoffe sie treffen den ein oder anderen Geschmack, wie immer bin ich dankbar, wenn ihr mir eure Meinung dazu da lasst. ; )

Viel Spaß und liebe Grüße,
eure Bell <3
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