Identität

GeschichteDrama / P16
Hershel Layton Jean Descole OC (Own Character)
10.08.2016
03.10.2016
14
28998
3
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Dieses Kapitel
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Disclaimer: Keiner der Charaktere gehört mir, außer meiner vier OCs, von denen zwei im Canon erwähnt wurden, allerdings nicht namentlich. Ich verdiene kein Geld hiermit.

AN: Als ich „Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant“ noch einmal durchgespielt habe, ist mir die Idee gekommen, diese FF zu schreiben. Sie wird sowohl vor als auch während den Spielen stattfinden, also Achtung, Spoiler, wenn ihr die Prequel-Trilogie nicht gespielt oder den Film nicht gesehen habt. Die FF ist schon fertig geschrieben, und ich denke, ich werde jede Woche ein bis zwei Kapitel hochladen.
Viel Spaß beim Lesen!

Anmerkung: Ich weiß, in den deutschen Spielen heißt Desmond mit Nachnamen „Locklair“. Allerdings erinnert mich dieser Nachname so grauenhaft an diesen Goldlöckchen-Professor Lockhart aus „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“, dass ich ihn nicht benutzen wollte. In meiner Geschichte lautet der Nachname also wie im Englischen „Sycamore“. (Und Pokémon kenne ich nicht, deswegen ist es mir egal, dass es dort anscheinend auch einen Professor Sycamore gibt. :) )




Prolog
Hershel




"Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war.“
François Sagan




Hershel Bronev muss bereits schon mit zehn Jahren lernen, wie zerbrechlich Glück ist. Von einem Moment auf den anderen kann es einem genommen werden, und man merkt erst hinterher, dass man es besessen hat.
Es ist still im Haus. Hershel kauert in einer Ecke des Flures, seinen kleinen Bruder Theodore an sich geklammert, der immer noch ohne Unterlass schluchzt und weint. Er kann ihn nicht trösten. Seine Kehle ist wie zugeschnürt und seine Augen können sich immer noch nicht von der Tür abwenden, durch die Mum und Dad von den uniformierten Männern gezerrt worden sind. Sie sind weg.
Weg.
Alles ist still. Nur Theodores Weinen ist zu hören.
Die beiden Kinder sind allein. Ganz allein.
„Mummy... Daddy...“, schluchzt Theodore.
Hershel drückt ihn noch enger an sich und streichelt ihm übers Haar, in einem unbeholfenen Versuch, seinem Bruder zumindest etwas Trost zu spenden. „Es ist alles gut“, sagt er mit zitternder Stimme. „Ich bin da. Ich pass auf dich auf. Es ist alles in Ordnung.“
Theodores Hände verkrallen sich noch fester in dem Stoff des Pullovers seines Bruders. Hershels Hand fährt immer noch beruhigend über Theodores Haare – wie Dad es immer bei ihm gemacht hat, wenn er Angst gehabt hat. Er atmet tief durch und zwingt seine Tränen zurück. Er muss jetzt stark sein. Für seinen kleinen Bruder.


Die nächsten Wochen sind einsam und traurig. Hershel konzentriert sich vollständig darauf, dass es Theodore so gut geht, wie es eben möglich ist. Er achtet darauf, dass sein Bruder genug isst, genug schläft; er sitzt an seinem Bett, und hält und tröstet ihn, wenn er vor Weinen nicht einschlafen kann oder schreiend aus Albträumen hochschreckt.
Und als ihnen gesagt wird, dass eine Familie gefunden worden ist, die denjenigen von ihnen adoptieren möchten, der Hershel heißt, ist ihm klar, dass er diesen Platz nicht annehmen kann. Er kann Theodore nicht alleine lassen, sein Bruder ist viel zu klein, um alleine leben zu können. Es ist seine Pflicht als großer Bruder, ihn zu beschützen und dafür zu sorgen, dass er glücklich ist.
Und so ist sein Lächeln ehrlich, als er die Haustür öffnet, einen Arm um Theodores Schultern legt und zu dem Ehepaar hochschaut.
„Guten Tag, Mr. und Mrs. Layton. Das ist mein Bruder Hershel.“

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