Life is Fluid

von Lilli
GeschichteAllgemein / P12
Erin Lindsay Henry "Hank" Voight Jay Halstead OC (Own Character)
10.08.2016
11.02.2017
6
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Disclaimer: Natürlich gilt wie immer das gleiche. Alles frei erfunden. Alles nicht der Realität entsprechend. Jay und Erin gehören mir nicht und sie entspringen (leider) auch nicht meiner Federn, sondern Dick Wolfs.

Was hier folgt sind one-shots, die sich um Erin und Jay und ihre neue Verantwortung als werdende und später aktive Eltern drehen.
Viel Spaß!
Wenn ihr Verbesserungen, Anregungen und Vorschläge habt oder euch allgemein zum jeweils aktuellen Kapitel äußern wollt, würde ich mich freuen.

CPDCPDCPDCPD


„Oh Gott. Das arme Mädchen. Sie hat keine weiteren Familienangehörigen. Niemanden, der sich um sie kümmern kann“, wisperte Erin in die Dunkelheit, während ihr Kopf in Jays Armbeuge ruhte.

„Das wird sie über Jahre begleiten“, machte Erin Anspielungen auf den Fall, den das Team am Vortag bearbeitet hatte und sah ihren Freund und Kollegen nachdenklich an.

„Traurig aber wahr.“
Zärtlich strich sie mit ihren Fingerspitzen über Jays Brust. Dieser schloss genüsslich die Augen und spürte wie ihn die Schläfrigkeit ergriff, als ihn Erin zurück in die Realität holte.

„Jay?“

„Ja?“

„Ich muss dir was sagen.“

Halstead öffnete die Augen, erhob seinen Kopf, um Erin ausgiebig zu betrachten.
Er grinste süffisant.

„Bist du verheiratet? Sag mir jetzt nicht, dass du eine heimliche Affäre mit dem Typen hattest, den Platt ordern musste, um den neuen Kaffeeautomaten zu reparieren.“
Der ernste Blick in Erins Gesicht sprach Bände. Jay bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Was ist? Komm schon. Sprich mit mir, Erin“, bat er sie in einem Ton, der für Jay Halstead ungewohnt und fremd klang.
Sie schluckte laut hörbar, vermied es ihrem Freund in die Augen zu sehen.

„Ich habe meine Tage nicht bekommen. Ich glaube, ich bin schwanger.“
Jay blieb vor Schreck der Mund offen stehen. Völlig unter Schock sah er seine Freundin an.

„Ich weiß, das kommt vollkommen unpassend. Aber…ich musste doch mit dir sprechen. Es ist nur…“

Erin fehlten die Worte. Sie wollte sich hektisch nach oben aufsetzen, aber Halstead hielt sie zurück.

„Was ist mit einem Test?“
Sie nickte.

„Positiv.“
Der Raum wurde von einer langen Stille erfüllt. Für einen lang anhaltenden Moment, sahen beide Polizisten angespannt vor sich hin.
Jay spürte wie seine Beine zu zittern begannen. In diesem Moment war er heilfroh, dass er bereits im Bett lag.
Als er realisierte, dass Erin stumm weinte, zog er sie wortlos in eine lange Umarmung und drückte sie fest an sich, während ein Lächeln über seine Lippen kroch…

CPDCPDCPD

„Auf Jay und Erin“, hoben alle Versammelten im Mollys ihr Bier, um die Neuigkeiten über den Nachwuchs von Lindsay und Halstead gebührend zu feiern.

Mittlerweile war eine Woche vergangen, seitdem beide ihren Kollegen die unverhoffte Nachricht überbracht hatten und ausnahmslos alle- selbst Voight- waren völlig ausgeflippt vor Freude.

Burgess war intensiv damit beschäftig an Lindsay bevorstehender Baby Party zu planen, während Antonio Dawson begeistert sein Wissen mit Jay teilte, das er als Vater von zwei Kindern über die Jahre gesammelt hatte.

Unterdessen hatte sich Voight in einen überbesorgten Vater verwandelt, der Erin sämtliche Charaktereigenschaften zeigte, die sie so noch nie an ihm kennengelernt hatte.

Während er anfangs etwas skeptisch und verärgert reagierte, zeigte er sich nun äußerst besorgt, wenn es auf die Zeit bis zur Geburt zu sprechen kam.

Erin durfte nicht einmal mehr zu Tatorten fahren. Die meiste Zeit verbrachte sie im Büro mit Papierarbeit und dem Trösten von Opfern, die in Verbrechen verwickelt waren.
Niemals hätte sie sich vorstellen können, dass in Hank Voight ein derart fürsorglicher Chef steckte.
Er und Jay hatten bereits einen Wettkampf gestartet, wer Erin von beiden mit dem gesündesten Essen versorgte und ihre Arbeitsatmosphäre am komfortabelsten gestaltete.

„Ich habe immer noch nicht realisiert, dass du Vater wirst“, nahm Mouse einen Schluck von seinem Roadbeer und schüttelte ungläubig mit dem Kopf.

„Wisst ihr schon was es wird? Mädchen oder Junge?“

Jay rollte mit den Augen.

„Greg, Erin ist im 3. Monat.  Das sagen sie dir erst, wenn der Fötus die 20. Woche erreicht. Abgesehen davon ist mir das auch egal. Ich will, dass das Kind gesund ist. Das ist alles was zählt“

„Da sagst du was“, trat Alvin Olinsky zur Runde heran.
Das gesamte versammelte Team sah überrascht nach oben auf, als Erin die Bar betrat und einen Orangensaft bestellte.
Alvin kam auf sie zu und riss sie  sofort in eine stürmische Umarmung. Er sie freudig an, ehe Jay auf seine Freundin zuging und mit ihr in einem lang andauernden Kuss versank. Seine Hand wanderte zu ihrem Bauch.

„Ich kann es nicht erwarten, dich kennen zu lernen“, flüsterte er, als wäre es möglich mit dem ungeborenen Kind in Kontakt zu treten…

CPDCPDCPD


„Gratulation. Ihr solltet mehr blau als pink kaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Junge wird ist erheblich groß“, klärte Will Halstead seinen jüngeren Bruder und seine Schwägerin auf.
Fasziniert sah Jay auf das Ultraschallbild und taxierte, wie sich der winzige Körper bewegte, als ob er sich seinen Eltern von der besten Seite präsentieren wollte.

„Das ist auch gut so. Ein Mädchen hättest du definitiv nicht überlebt. Erst recht nicht, wenn es nach mir kommt“, scherzte Erin, woraufhin beide Brüder herzhaft lachten.

„Sieh dir das an. 4 Monate im Bauch und schon ein Halstead. Sieh dir die Finger und Zehen an. Er kommt total nach dir“, grinste Will ironisch, was Erin sogleich mit einer dementsprechenden Bemerkung reflektierte.

„Bringt dir auch nichts, wenn er den gleichen Charakter wie ich hat“, witzelte sie.

„Die Herztöne sind normal. Keine Abnormitäten. Ich könnte nicht zufriedener über meinen Neffen sein“, erklärte der Mediziner, ehe er die gelartige Masse von Erins Bauch entfernte, die er für den Ultraschall benötigt hatte.

„Genießt die nächsten Wochen. So ruhig wird es nie wieder. Besonders die Nächte“, zwinkerte Will den künftigen Eltern zu, ehe er sich von beiden verabschiedete.

„Ich glaube, da ist jetzt jemand glücklich“, schmunzelte Erin, ehe sie Jay einen langen Kuss auf den Mund drückte.

Halstead nahm ihr die Tasche ab, als sie das Gebüude betraten und Sgt. Platt am Eingang begrüßten.

„Es wird ein Junge“, strahlte Jay, als wäre er Weltmeister bei einem Sportwettkampf geworden.

Trudy rollte mit den Augen und zog Erin in eine lange Umarmung.

„Du Arme. Da wird eine harte Zeit auf dich zukommen. Ich habe gebetet, dass es ein Mädchen wird“, zwinkerte sie Erin zu, hielt sich dann aber mit weiteren Humorversuchen zurück.

„Das war natürlich nicht ernst gemeint. Ich hoffe er ist okay.“

„Alles da wo es sein soll“, schmunzelte Erin und holte das Ultraschallbild hervor, das sie ihrer Kollegin zeigte. Als sie Voight erblickte sahen beide nach oben auf.

„Schau mal Opa“, deutete sie auf das Bild auf eine ganz bestimmte Stelle.
Hank sagte zunächst nichts, schaute nur stumm auf das Foto und begann dann zu strahlen.

„Da hast du einen guten Job gemacht“, klopfte er Halstead auf den Rücken und deutete im Anschluss auf sein Büro.

„Kann ich dich kurz sprechen?“

„Sicher“, bestätigte ihm Jay, der unsichere Blicke zu Erin warf. Was er wohl wollte?

„Ich bin gleich wieder da“, wisperte Halstead seiner Freundin zu, löste seine Hand von ihrer.
Mit schnellen Schritten folgte er Voight in sein Büro.

„Setz dich“, forderte ihn der Ältere auf. Jay folgte der Anweisung.
Hank faltete seine Hände ineinander.

„Hör mal, ich freue mich wirklich für dich und Erin und ich werde euch unterstützen, ganz egal wie sich das zwischen euch entwickelt. Aber ich möchte, dass du ein verantwortungsvoller Vater für dieses Kind bist und noch dazu ein guter. Auch wenn ihr euch irgendwann trennen solltet oder nichts mehr füreinander empfindet. Versprich mir das.“

„Sicher. Auch wenn ich dafür keinen Grund sehe. Ich liebe Erin, wie ich niemals jemanden geliebt habe.“

„Ich weiß. Aber ein Kind groß zu ziehen ist anders.“
Henry Voight sah den Jüngeren ernst an.

„Dieses Kind wird eure Beziehung definitiv auf eine harte Probe stehe. Mach nicht die gleichen Fehler wie ich. Ich war für meinen Sohn nicht genug da, nachdem er geboren wurde. Die meiste Zeit wurde Justin von meiner Frau erzogen. Deshalb hat er das was er nötig gebraucht hätte nicht bekommen. Vielleicht würde er noch leben, wenn ich öfters zu Hause gewesen wäre.“

Die Männer sahen einander für einen langen Moment in die Augen.

„Aufgrund der Tatsache, dass  Erin kein komplettes Babyjahr nehmen wird, habe ich mir eine Möglichkeit überlegt, die euch beiden sehr entgegen kommen könnte. Was wäre wenn ihr euch die Elternzeit teilt? Erin nimmt die ersten 6 Monate und du die darauffolgenden 6. Das ist deine Chance, Jay. Denk immer daran: Die Zeit kommt nicht wieder. Wenn er erst einmal aus den Windel raus ist, wirst du es vielleicht bereuen.“
Halstead sah Voight aus weit aufgerissenen Augen an.

„Ich weiß nicht. Das kommt ziemlich überraschend. Kann ich eine Nacht darüber schlafen?“
Voight nickte.

„Nimm dir die Zeit, die du brauchst.“
Dankbar setzte er sich von seinem Stuhl nach oben auf. Er zögerte zunächst. Als ihm Voight dann aber seine Hände ausstreckte, nahm er das Angebot zögerlich an und umarmte ihn kurz.

„Sarge, ich weiß übrigens zu schätzen, was Sie für Erin und mich tun und auch bisher getan haben.“

Voight sah ihn mit schiefer Grimasse an.

„Halstead, ich bin dein Schwiegervater. Sagst du wenn wir unter uns sind noch einmal ,,Sie“, dann ziehe ich dir die Ohren lang“, scherzte er und sah ihn schmunzelnd an, ehe Jay zur Tür ging und Erin von den Neuigkeiten berichtete…
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