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Rache ist allgegenwärtig

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Daniel Grayson David Clarke Emily Thorne / Amanda Clarke Jack Porter Nolan Ross OC (Own Character)
08.08.2016
20.10.2016
4
2.529
 
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Dieses Kapitel
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20.09.2016 717
 
"Annabeth, nun steh doch endlich auf!", rief meine Mutter. "Noch fünf Minuten", nuschelte ich in mein Kopfkissen und fiel wieder in einen Sekundenschlaf. Und genau das war es auch nur, ein Sekundenschlaf, denn meine Mutter kam in mein Zimmer und riss mir die Decke weg. "Mum!", schrie ich und wusste, dass ich nun verloren hatte und aufstehen musste. "Was denn? Deine Schicht beginnt in einer halben Stunde. Also hopp, steh endlich auf." Ich verdrehte die Augen. Wie lange sollte ich noch bei meinen Eltern wohnen? Ich hatte es so langsam aber sicher satt, doch mit meinem Gehalt als Kellnerin konnte ich mir gewiss keine eigene Wohnung leisten. Und meine Eltern hatten selber kaum Geld, weswegen sie mich auch finanziell nicht unterstützen konnten. Wir hatten eigentlich nur uns und im Endeffekt reichte das auch, aber irgendetwas fehlte, das hatte ich schon immer gemerkt. Doch was es war, wusste ich nie. Nach einem kleinen Kampf mit mir selber stand ich schließlich auf, machte mich so schnell es ging fertig und eilte dann zur Arbeit. Wie sehr ich diesen Job hasste wusste natürlich niemand. Oder jeder wusste es, aber keiner wollte es wahr haben. Das konnte natürlich auch sein. Wie dem auch sei, dachte ich mir, band die Schürze um und fing an. "Beth, so schön wie immer", meinte mein Kollege George - und schon hätte ich mich wieder übergeben können. Der Kerl war so schmierig gewesen, dass einem einfach immer wieder das Frühstück hochkam, wenn er mit einem sprach. "Lass mich in Ruhe", raunte ich nur. "Ach Beth, was hast du denn nur schon wieder, meine Süße?" "Ich sagte, dass du mich in Ruhe lassen sollst, kapiert?!" Doch natürlich tat er das nicht und da wir gerade alleine im Diner waren, was so gut wie nie vorkam, meinte er, mir seine Hand um die Taille legen zu müssen. Ohne nachzudenken schlug ich ihm mit dem Tablett in meinen Händen auf die Finger. "Du verdammtes Miststück! Das wirst du bereuen!" In diesem Moment betrat unser Chef Cal den Laden. "Was ist denn hier schon wieder los?", fragte er sofort genervt nachdem er Georges Wutausbruch mitbekommen hatte. "Beth hat mich mit dem Tablett geschlagen", sagte der Mistkerl neben mir nur trocken. "Ja, nachdem er mich sexuell belästigt hat", verteidigte ich mich. "Annabeth, vielleicht solltest du besser Schluss machen für heute. Wir sehen uns dann morgen wieder." Es reichte mir jetzt. Ich zog die Schürze aus, knallte sie auf den Tresen und sagte mit wütender Stimme: "Weißt du was, Cal? Ich komme gar nicht mehr wieder. Ich kündige!" Wutentbrannt stampfte ich aus dem Diner.

Zuhause angekommen war ich natürlich alleine, wie ich feststellte. Was vielleicht auch besser war. Ich schlich mich auf den Dachboden, wo ich immer meine Ruhe fand. Ohne großartig nachzudenken schaute ich mir die alten Sachen meiner Großeltern an. Und dann fand ich da eine Kiste. "Für Annabeth, wenn sie soweit ist", stand auf dieser Kiste. Natürlich siegte meine Neugier und ich machte sie auf, egal ob ich nun soweit schon war oder nicht.  Meine Babykleidung war dort drin, sowie einige Briefe, wovon ich aber nur einen öffnete, der mit "Grandma" versehen war. Und genau das ruinierte fast alles.

Meine kleine Enkeltochter,

nachdem deine Mutter mir mitgeteilt hat, dass sie schwanger ist und eine wunderschöne Tochter gebar, schrieb ich diesen Brief. Natürlich wusste ich, dass sie es nie im Leben zulassen würde, dass du ihn erhältst, doch ich habe einen Ausweg gefunden, damit du ihn lesen kannst. Bei deiner Mutter habe ich so viele Fehler gemacht und das tut mir wahnsinnig leid. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass dein Leben anders verläuft. Eigentlich wollte ich dir nur mitteilen, dass ich dich liebe, mein kleiner Stern.

In Liebe, Großmutter Kara Clarke."


Ich stockte. Wer zur Hölle war Kara Clarke? Und wieso sollte ich keinen Kontakt zu ihr haben? Die Mutter meiner Mutter hieß Mathilde. Irgendwas stimmte hier nicht. Was genau wusste ich natürlich nicht, doch ich würde alles in Bewegung setzen um herauszufinden, was es war. Selbst, wenn mein Weltbild dadurch zerstört werden würde. Ich musste wissen, was hier vor sich ging. Egal wie.
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