Der Versuch stark zu sein. (Es ist nicht einfach)

GeschichteFreundschaft / P12 Slash
Jem Carstairs Tessa Gray Will Herondale
07.08.2016
07.08.2016
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Hallöchen.
Ja, ich hab schonwieder übersetzt. Ich finde auch, dass es hier im Fandom viel zu wenige Geschichten gibt. Da ich selbst grade zu unkreativ bin hab ich einen niedlichen kleinen OS aus dem Englischen Übersetzt, hier der Link zum (so viel besseren) Original: http://archiveofourown.org/works/6401794
Und zum Profil der Autorin: http://archiveofourown.org/users/24bookworm68/pseuds/24bookworm68

Zu der Übersetzung: Beim Übersetzen geht es darum den Schreibstil des Autoren so gut wie möglich zu übernehmen. Das ist mir gar nicht gelungen.
Ich hab es versucht, aber das hat absolut nicht geklappt, also hab ich recht viel abgeändert. Ich hab in einer anderen Zeitform geschrieben und... Ja. Und so weiter.
Der Anfang ist schleppend, aber ich verspreche, es wird besser!
Grüße und viel Spaß!
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Jem wachte auf (ein Ausdruck den er nur im Moment benutzte, weil es kein passendes Wort für das Gefühl gab, wenn man zwar körperlich wach war aber sich gleichzeitig so erschöpft fühlte, dass man genau so gut noch hätte schlafen können.) und alles schmerzte.

Das war nicht unerwartet.

Er hatte die Hitze die letzten Tage kommen sehen, er hatte es kommen sehen, weil er mehr schlief, weil seine Finger anfingen zu schmerzen, weil seine Temperatur in frustrierenden kleinen Schritten nach oben geklettert war – wenn er Fieber bekommen würde, würde sein Körper sich einfach anpassen.

Es war, entgegen der ersten Behauptung, nicht so das alles weh tat – nicht mehr als ein dumpfes, trübes schmerzen an den meisten Stellen. Seine Brust stach und sein Kopf pochte gedämpft, rhythmisch genug um dazu Violine spielen zu können, wenn seine Handgelenke nicht immer schlimmer werden würden. Sie waren geschwollen, und, wenn er genug Willenskraft hatte um seine Hände zum Spielen zu nutzen, fühlten sie sich an als würden sie glühen.
Doch das war nicht alles, alles schmerzte war eine melodramatische Behauptung und Jem Carstairs war viel, aber nicht melodramatisch.
Sein Gesicht juckte – vermutlich ein werdender Hautausschlag, er sollte daran denken seinen Arzt anzurufen – er würde es nicht tun, aber wenn er nur stark genug daran glaubte würde es dieses Mal vielleicht in seinem nebligen Kopf hängen bleiben.

Er erinnerte sich an fröhlichere Tage als er langsam und mit schmerzverzerrtem Gesicht aus dem Bett schlich – seine Knie schmerzten auch, merkte er als sein komplettes Körpergewicht auf einmal auf diese zwei Gelenke konzentrierte und ein Geräusch des Schmerzes seinen Mund verließ.

Ein Atemzug. Zwei Atemzüge. Lass den Nachttisch los. Übergib dich nicht. Er hatte das unter Kontrolle. Ein Atemzug. Noch ein Atemzug. Er hatte bereits einen Ausschlag, sah er, als er im Badezimmer über dem Waschbecken in den Spiegel schaute. Er erstreckte sich über seine Wangenknochen und er tupfte sie vorsichtig mit Creme ein.
Er nahm seine Medikamente und verfluchte diese dämliche Krankheit dafür, dass seine Handgelenke schmerzten und seine Leidenschaft blockierten.
Ein Atemzug. Zwei Atemzüge.
Sein Bett hieß ihn warm willkommen, als er sich glücklich wieder in die Federn sinken ließ.

Er wachte ein weiteres Mal auf, eine unbestimmte Zeit später, geweckt von einem lauten durchdringenden Ton. Handy, dachte er, als er die Quelle des Geräusches ausmachte und fand, dass dieses Gerät entweder sofort leise war, oder in seine Hand wanderte, ohne, dass er sich bewegen musste.
Unglücklicherweise macht das Leben keine Geschenke. Anscheinend war es später Nachmittag, was die vielen panischen Textnachrichten erklärte, die darauf warteten gelesen zu werden.

11:38, Will: Schläfst du noch?
11:41, Will: Jem, du weißt, dass es Dienstag ist, richtig?
11:50, Will: okay, jetzt bin ich besorgt.
12:30, Will: Jem, heilige Scheiße
12:30, Will: JEM!!!

12:31, Will: JEM CARSTAIRS
12:32, Will: 健铭!!!
12:32, Will: Naja, es war einen Versuch wert.
12:45, Will: James?

Und dann, die bedeutend ruhigere Variante.
12:00, Tessa: bist du okay?
12:30, Tessa: Will macht sich sorgen, meld dich mal bei einem von uns...
13:00, Tessa: schreib mir wenn du kannst…

Eine kleine Woge Mitleid überrollte ihn, weil er die Beiden dazu gebracht hatte sich Sorgen um ihn zu machen, normalerweise gab er ihnen Bescheid wenn er vorhatte den ganze Tag zu schlafen. Er antwortetebeiden mit: „bin krank, hab den ganzen Tag geschlafen, sorry“ und versuchte dann den restlichen Schlaf aus seinem Gehirn und seinem Körper zu verbannen.
13:02, Tessa: alles okay. Krank oder „krank“?
Er erinnerte sich nicht daran in welche der beiden Kategorien er fiel.
13:02, Will: geht skypen???
Jem wog die Alternativen in seinem Kopf ab. Entweder er versuchte seinen Laptop unter dem Bett hervor zu bekommen, was sicherlich kein spaßiges unterfangen war, wenn er an das Chaos unter seinem Bett dachte. Allerdings war es besser als den ganzen restlichen Tag immer wieder zum Nachttisch zu greifen um den panischen Nachrichten seiner Freunde zu antworten.
Er hatte Recht, es war überhaupt nicht spaßig den Laptop zu finden, aber nachdem er Tessas und Wills Gesicht sah dachte sich Jem, dass es das ganze Wert war.
Also gut, ich wollte nur sicherstellen, dass du nicht wieder im Krankenhaus bist, und es uns nicht erzählst.“, sagte Will mit einem falschen Lächeln.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das unhöflich war.“, ermahnte Tessa.
„Es klingt aber nach etwas, was ich machen würde, insofern...“ Jem seufzte, er ließ seinen Kopf in das Kissen sinken und genoss die Gelegenheit die beiden einfach anzuschauen. Tessa rührte in einem Kaffebecher, der fast zu groß für ihre Hände war, Will war immer noch im Schlafanzug und saß in seinem katastrophal unordentlichem Zimmer seines Elternhauses. Es waren Zeiten wie diese die es Jem schwer machten sich selbst einzureden, dass er nichts als Freundschaft für die Beiden fühlte.
„Nebenbei, du hast meinen Namen falsch übersetzen lassen.“, sagte er Will um sich selbst abzulenken.

Will stieß eine gespielt verzweifelten Seufzer aus, und die versteckte Anspannung wich von seinen Schultern.
Google hat mir zwei Optionen für beide Symbole gegeben, welcher von beiden war falsch?“

„Was hab ich verpasst?“, fragte Tessa – sie hatten ausgemacht sich gegenseitig immer auf dem Laufenden zu halten. Jeder wusste immer alles von allen. Das war so nett.
„Mir sind die Möglichkeiten ausgegangen Jems Name auf Englisch zu schreiben -“
„Dieser Mangel an Fantasie, wirklich, es gibt Tausend Möglichkeiten den Namen James abzuändern.“, murrte Jem, versuchte aber gleichzeitig sich ein Lachen zu verkneifen als Will – sehr reif – seine Zunge rausstreckte.
„Und es war das zweite Schriftzeichen, danke, was war so schwer daran einfach nur meinen ersten Namen zu schicken?“
Will funkelte verhängnisvoll, während er seine Brille sein Nasenbein nach oben, wie er es immer tat, wenn er versuchte einen Punkt zu machen.
„Das zeigt Mangel an
Engagement!“
„Aber es klingt normaler. Würdest du es mögen, wenn ich dich in einer normalen Konversation Gwilym Owain nenne?“, wurde eingeworfen. Tessa – Schreitet zur Rettung, Jem war nicht gut mir Worten, sogar wenn nicht gerade tausend Gedanken seinen Kopf zum rauchen brachten – nippte mit gehobenen Augenbrauen an ihrem Kaffe.
Dein Akzent ist grausam, aber ich verstehe was du meinst.“, gab Will beleidigt zu.
Tessa setzte ihren Becher ab und zeigte auf ihren Bildschirm. „Nach dem American Accent Challenge-Video hast du keinerlei Rechte mehr meinen Akzent zu kritisieren!“, empörte sie sich.
Jem vergrub sein Gesicht wieder in seinem Kissen und ließ das Geräusch der Beiden, wie sie einander neckten durch seine Ohren rauschen.
Es war angenehm – Er war müde und seine Gelenke schmerzten doch er hörte die Menschen um die er sich sorgte, die sich um ihn sorgten, genug sorgten das sie sauer wurden, wenn er ihren Nachrichten nicht antworteten, die sich genug sorgten um mit ihm zusammen zu leben – Die sich um ihn sorgten, weil sie sich um ihn sorgen wollten, nicht weil sie zufälligerweise in die gleiche Familie geboren wurden oder etwas in der Art. Es war ein warmes Gefühl so willkommen zu sein.
Die Konversation seiner Freunde lullte ihn ein, das bemerkte Jem, dann: „Ich glaube er schläft.“, wisperte Tessa mit sehr leiser Stimme.
„Bin wach“, nuschelte er, hob aber seinen Kopf nicht aus seine, Kissen. Will schnaubte und Jem lächelte, auch wenn er sich nicht ganz sicher war, was Will diesen Laut entlockt hatte. Will lachte nicht oft, was schade war, weil er wirklich schön dabei aussah.
Okay, er sollte hier aufhören.
„Sollen wir auflegen, damit du dich ausruhen kannst?“, wollte Tessa wissen und das einzige was Jem darauf erwidern konnte war ein genervtes brummen aus seiner Kehle.
„Dann… Sollen wir einfach weiter reden?“
Er schaffte es seinen Kopf hoch genug zu heben, um die beiden wieder anzuschauen.
Besorgte Blicke musterten ihn. Die Sonne, die durch Tessas Fenster schien ließ ihre
wilden Locken in einem warmen Bronzeton schimmern. Will lächelte, es war eines seiner wenigen ernst gemeinten Lächeln.
Jem ertappte sich bei dem sündigen Gedanken, dass er, wenn er bei einem Skypegespräch seine Gedanken nicht unter Kontrolle hatte, wie sollte er es dann überleben mit den Beiden zusammen zu leben?
„Ja, das wäre schön.“, antwortete er endlich mit kratzender Stimme.
Als er wieder aufwachte war es dunkel und still und sein Körper tat nicht mehr ganz so weh. Er würde die Zeit genießen bis die Schmerzen wieder kamen.
Er stupste seinen Laptop an. Der Bildschirm wurde hell und er konnte sehen, dass Nachrichten auf ihn warteten.
15:04, Tessa: vergiss nicht deine Medizin zu nehmen!
15:04, Will: Und sprich mit deiner Katze, dass sie in Zukunft von deinem Computer weg bleibt.
15:05, Tessa: we <3 you!!!
15:06, Will: ja, du bist ganz okay, denke ich.
15:06, Will: schreib mir, wenn du wen zum Reden brauchst.
15:06, Tessa: ^^^
Jem hoffte joch vehement, dass seine Wangen rot waren, weil er krank war, und aus keinem anderen Grund, doch dann griff er nach seinem Kissen und drückte es in sein Gesicht.

Er war am Ende.
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