Alchemie und Zauberstab

von Dacolea
GeschichteRomanze, Tragödie / P16
07.08.2016
15.05.2019
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Zum Tropfenden Kessel


Ich hatte ein beinahe ganz normales Leben, bis ich meinen eigenen Körper transmutierte um meinem Bruder ein normales Leben in seinem Körper zu ermöglichen. Jetzt lebt er auf der anderen Seite des Tores und führt ein Leben bei seinen Liebsten…während ich hier in London versauerte. Alchemie war hier nicht bekannt und die normalen Leute nervten mit ihren Kommentaren, das ich zu meinen Eltern gehen sollte. Wenn diese dummen Menschen wüssten, dass es kein Zuhause mehr für mich gab, dann würden sie mich bestimmt in irgendein Heim für Jugendliche stecken…und das brauchte ich wirklich nicht.  
Mit meinem Koffer bepackt schlenderte ich durch die Straßen, auf der Suche nach meiner neuen Unterkunft. Denn gestern kam ein Wirt zu mir der eine Kellnerin suchte und auf meine Frage was ich dafür bekommen würde bot er mir eine Unterkunft an. Das war ein fairer Tausch, Arbeit gegen ein Dach über dem Kopf, Verpflegung und Gesellschaft. Jetzt musste ich nur noch den Pub Zum tropfenden Kessel finden und schon könnte ich anfangen…
Nach längerem umherirren kam ich doch an dem alten Pub an. Es war schäbig von außen, aber irgendwie hatte es was ganz Eigenes…etwas Magisches…
Mit geweckter Neugier schritt ich durch die alte Holztür und suchte den Raum ab. Ich warf meinen Koffer über die Schulter und ging mit zielstrebigen Schritten zum Wirt, welchen ich hinter der Theke entdeckt hatte. „Ich wäre nun hier“, meinte ich mit einem schiefen Grinsen, während ich mich an die schmuddelige alte Theke lehnte. „Ah Miss Elric, da bist du ja, ich hatte schon gar nicht mehr mit dir gerechnet“, meinte der Wirt überrascht und schob mir mit einer lässigen Bewegung einen Vertrag vor die Nase. „Lesen und Unterschreiben…dann kannst du das Zimmer beziehen und anfangen“, „Gut“, meinte ich grinsend und schnappte mir den Zettel. Gründlich las ich die Bedingungen und stieß auf einen merkwürdigen Ausdruck. „Was sind Todesser?“, fragte ich verwirrt und sah den Wirt an. „Wohl nicht von hier?“, scherzte er und auf mein Kopfschütteln fuhr er fort, „es sind die Anhänger eines Mannes der wirklich böse ist…“, meinte er schließlich todernst. „Und woran sollte ich erkennen, dass ich sie nicht bedienen soll?“, „Das lernst du noch, doch fürs erste halt dich erstmal an mich“, „Ähm…ok“, meinte ich und fragte mich wirklich, wer seine Anhänger so nennen würde? Ein Psychopath vielleicht? Und diese seltsamen Leute die hier so rumsaßen…in was für einem Film war ich hier nur gelandet? Ich hätte hier jeden als Irren eingeordnet. Naja ich würde hier ja nichts weiter machen als, ich sah auf die Karte des Pubs, Butterbier, Feuerwhiskey und andere seltsam klingende Dinge zu servieren. Ich fischte einen Stift aus einer kleinen Dose hinter dem Tresen und setzte meine Unterschrift unter den Vertrag. „Hier“, meinte ich und schob dem Wirt Zettel und Stift hin, „Ah, gut, dann zeige ich dir dein Zimmer“, antwortete der Wirt und nahm einen Schlüssel aus einer Schublade und nickte in eine Richtung in der ich die Zimmer vermutete.

Ich hatte mein Hab und Gut in dem kleinen Zimmer aufgebaut und war gerade dabei meinen geflochtenen Zopf zu erneuern. Mit geschickter Schnelligkeit flocht ich mein goldenes Haar und band es am Ende mit einem schwarzen Band zusammen.  
„Elric! Komm!“, rief der Wirt und ich gehorchte. Schnell schloss ich die Tür ab und eilte zu ihm. „Soll ich anfangen?“, fragte ich und setzte wieder mein schiefes Lächeln auf. „Ja, fang doch mit den Herrschaften dort hinten an“, meinte er und zeigte in eine dunkle Ecke des Pubs.
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