Belle und die Outlaws

von Luisa1904
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Allan A Dale OC (Own Character)
05.08.2016
20.09.2017
5
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„Du dummer Narr!" flüsterte ich einem betrunkenen Ritter zu, dem ich gerade seinen Geldbeutel stahl.
Schnell rannte ich aus der Kneipe hinaus und versteckte mich zwischen zwei Häusern.
Anders wie erwartet hatte mich keiner bemerkt und es war mir auch niemand gefolgt weswegen ich jetzt beruhigt einen Blick in den Geldbeutel werfen konnte.
Ich öffnete ihn erwartungsvoll und stellte dann glücklich fest, dass er mit vielen Gold- und Silbermünzen gefüllt war.
Leicht lächelnd band ich ihn wieder zu und befestigte ihn an meinem Gürtel.
Anschließend, nach dem der Geldbeutel sicher befestigt war, streckte ich meinen Kopf zwischen den zwei Häusern hervor um mich nach meinem Pferd umzusehen.
Ich hatte ihm antrainiert zu mir zu kommen wenn ich pfeife, also tat ich das.
Fieberhaft wartete ich nun darauf, dass mein Pferd um die Ecke kam, was dann auch in der nächsten Minute geschah.
,,Na, Süßer?“ sagte ich als ich vorsichtig zu ihm hervortrat.
Ich streichelte ihm kurz über seinen Nasenrücken um ihn zu loben und tastete mich dann zu seinem Rücken vor um ihm zu signalisieren, dass ich gleich aufsteigen würde.
Ich schenkte ihm ein beruhigendes Lächeln und schwang mich dann elegant in den Sattel.
,,Brav.“ tätschelte ich ihm lobend seinen Hals und schnalzte dann zweimal um ihn anzutreiben.
Gemütlich ritten wir bis zum Ende des Dorfes und wurden ab da dann immer schneller.
,,Es ist so heiß.“ dachte ich kurz und sah in die Sonne hinein.
Dann verlor ich mich in Gedanken.
Wir ritten ihr nach, der Sonne, so taten wir es immer.
Auf diese Weise kamen wir an neue, unbekannte Orte von denen wir bisher nichts wussten.
Nie wusste ich wohin mich der Weg führen mag, das mochte ich.
Wir ritten etwas langsamer, damit ich mich ein wenig umsehen konnte.
Es war eine schöne Gegend hier fand ich und während ich mich umsah, fiel mein Blick auf zwei Vögel die über mir flogen.
Leise beobachtete ich, wie sie fröhlich herum flogen und zwitscherten.
Entspannt lauschte ich dem Gezwitscher und ließ mir dabei den Wind durchs Haar wehen.
Von weitem sah ich dann einen großen Wald vor mir liegen, doch er war noch weit entfernt.
Ich wollte eigentlich schneller reiten, doch mein Pferd war bereits zu erschöpft.
,,Vielleicht sollten wir eine Pause einlegen..“ dachte ich als ich hörte wie stark mein Pferd schnaufte.
,,Brrr.“ flüsterte ich ihm zu und er blieb sofort stehen. ,,Gutes Tier.“
Lächelnd streichelte ich ihm seinen Hals und stieg ab.
Ganz sachte nahm ich seine Zügel in die Hand und führte ihn etwas.
Weit und breit kein Baum wo ich ihn anbinden konnte - Wir waren im offenen Feld.
Ich sah hoch in den Himmel.
Die Sonne war etwas gesunken und es war nicht mehr so heiß wie vorhin.
,,Komm.“ sagte ich zu meinem Pferd und trieb es noch etwas voran, dann sah ich mich um.
,,Tja, Süßer. Wir müssen wohl hier Pause machen.“
Beruhigend streichelte ich ihm nun über seinen Nasenrücken und gab ihm einen sanften Kuss darauf.
Zunächst vorsichtig ließ ich die Zügel los, doch er blieb stehen.
Nach dem ich ein paar Sekunden später sicher sein konnte, dass er nicht weg lief, griff ich schließlich nach dem Krug mit Wasser der an meinem Gürtel hing.
Ich nahm und öffnete ihn und ließ immer etwas Wasser in meine gerundete Hand laufen, damit mein Pferd trinken konnte.
,,Das ist erst mal genug, wir brauchen noch etwas für die Reise.“ sagte ich und schloss den Krug wieder.
Ich sah noch einmal zu dem Wald.
Wir waren ihm näher gekommen, jedoch noch nicht nah genug. Das heißt wir mussten uns beeilen.
Schnell stieg ich wieder auf mein Pferd und ritt los.
,,Wir müssen uns beeilen.“ sagte ich etwas unruhig.

,,Schneller, wir sind fast da!“ sagte ich hochmotiviert.
Ich konnte bereits den Waldweg erkennen auf dem wir entlang reiten würden.
Erleichtert atmete ich schließlich aus. Endlich waren wir hier, vor dem Wald.
Ich stieg ab und warf einen Blick nach hinten.
Es war fast Abend, also sollten wir uns einen Platz suchen wo wir nächtigen konnten.
Schnell schnalzte ich zweimal und trieb mein Pferd voran in den Wald.
Wir trotteten langsam durch den Wald auf der Suche nach einem geeigneten Platz.
,,Da!“ sagte ich schließlich und lenkte mein Pferd rechts durch die Büsche.
,,Perfekt.“ sagte ich und blieb stehen.
Ich band mein Pferd an einen dicken Ast und suchte dann nach abgebrochenen Ästen und Zweigen um ein Lagerfeuer zu machen.
Als ich nach einer Weile einige gefunden hatte, legte ich sie zu einem Haufen zusammen und machte ein Feuer, damit uns nicht kalt wird.
Ich holte meinen Rucksack den ich an Connors Sattel befestigt hatte und nahm eine Decke heraus, die ich zunächst auf den Boden fielen ließ.
Müde legte ich mich neben das Lagerfeuer und schob meinen Rucksack unter meinen Kopf um ihn als Kissen zu benutzen.
Dann deckte ich mich noch zu.
,,Gute Nacht.“ flüsterte ich zu Connor und schloss langsam meine Augen.
Innerhalb kürzester Zeit war ich im Träumeland versunken.
Am nächsten Morgen erwachte ich erst sehr spät. Es war schon fast Mittag.
Ich streckte mich einmal gründlich, ehe ich bereit war aufzustehen.
,,Auf geht’s.“ murmelte ich noch etwas verschlafen.
Ich band die Zügel los und stellte mich an die Seite von Connor.
Gerade hob ich meinen Fuß um in den Steigbügel zu steigen, als ich plötzlich hinter mir ein Geräusch vernahm.
Ich blieb ganz still stehen und bewegte meine Hand langsam auf die Schwertscheide zu.
Durch mein stilles Verhalten hörte ich die Schritte mehrerer Leute. Sie kamen auf mich zu.
Ich machte mich darauf bereit mich umzudrehen und vielleicht sogar zu kämpfen.
,,Was wollt ihr?“ fragte ich ernst als ich mich umgedreht hatte und ihnen mein Schwert entgegen hielt.
,,Hey, ganz ruhig. Wir wollen dir nichts tun.“ sagte ein braunhaariger Mann meines Alters.
Er trug Pfeil und Bogen mit sich.
,,Wer seid ihr? Etwa Räuber?“ fragte ich etwas gehässig und ließ mein Schwert sinken.
,,Nein, nicht ganz. Ich bin Robin Hood und das sind meine Freunde. Wir sind Outlaws.“
Ich warf einen kurzen Blick über die anderen. Es waren vier Männer und eine Frau.
Mit diesem Robin wären es dann fünf Männer. Ich sah wieder zu ihm.
,,Schön und was willst du von mir?“ fragte ich ihn etwas angespannt.
,,Weißt du..“ begann er während er sich auf den Baum neben mir zubewegte.
,,Es gab in den letzten Tagen mehrere Diebstähle hier in den Dörfern. Es heißt eine junge Frau soll diese begangen haben. Eine die noch nie zuvor hier gesehen wurde. Weißt du etwas darüber?“
Robin hatte sich gegen den Baum gelehnt und sah mich nun erwartungsvoll an.
Etwas überrascht sah ich zu Boden und dachte kurz nach.
,,Selbst wenn.“ sagte ich als ich meinen Blick wieder aufrichtete.
,,Was wollt ihr jetzt noch dagegen tun?“ Ich begegnete ihm nun genauso arrogant wie er mir.
,,Also eigentlich nichts. Wir hatten da nur eine Frage.“
Robin wendete seinen Blick von mir ab und sah zu Connor.
,,Ein schönes Pferd, ich bin beeindruckt.“
Er schenkte mir das letzte Mal seinen Blick und richtete sich dann auf und ging zurück zu seinen Leuten.
,,Entschuldigung, dass wir dich gestört haben. Wir werden dann gehen.“ sagte er zum Abschluss und ging davon.
Seine Freunde folgten ihm und ich drehte mich wieder zu Connor um.
Schnell steckte ich mein Schwert zurück und stieg auf.
,,Schnell weg hier.“ sagte ich und trieb Connor zurück auf den Waldweg.

,,Warte!“ flüsterte ich zu Connor. Ich hatte etwas gehört.
Langsam und leise stieg ich von Connor ab um mich richtig umzusehen.
,,Was wollt ihr denn schon wieder? Wolltet ihr nicht gehen?“ sagte ich genervt als ich mich umdrehte.
Ich hatte Schritte hinter mir gehört und dachte es seien wieder Robin und seine Bande, doch das zu glauben war ein Fehler.
,,Na, Hübsche? Lang ist es her!“ Ein Mann mit dunklen Haaren stand vor mir.
Ich erschrak als ich ihn erkannte.
Es war Even, ein arroganter Schnösel aus dem Dorf in dem ich lebte.
Ich sollte ihn vor sechs Jahren heiraten, eine Woche bevor ich fliehen musste.
,,Was willst du von mir, Even?“ fragte ich obwohl ich genau wusste was er wollte.
,,Das was mir vor sieben Jahren versprochen wurde.“
Er grinste hämisch und kam mir bedrohlich nahe. Ich wich zurück.
,,Scheu dich doch nicht so! Ich bin es doch nur, Even!“
Er kam immer näher und ich bemerkte, dass ich von Wachen umzingelt war.
,,Lass mich in Ruhe!“ bat ich ihn und wich immer mehr zurück.
,,Ganz sicher nicht.“ Er grinste schadenfroh und befahl den Wachen mich fest zu nehmen.
Panisch sah ich zu wie die Wachen auf mich zu kamen, dann reagierte ich.
Ich zog mein Schwert und kämpfte gegen sie. Zunächst hielt ich mich gut, doch es waren zu viele.
Sie entnahmen mir mein Schwert und ergriffen mich schließlich.
,,Nette kleine Vorstellung, meine Liebe.“ lobte er mich.
,,Lasst uns gehen.“ Er gab den Wachen ein Handzeichen und sie nahmen mich mit.
Ich versuchte mich zu wehren, doch sie waren einfach zu stark.
Demütig sah ich zu Boden, denn ich wusste ich hatte keine Chance.
,,Nicht so schnell!“ hörte ich eine Stimme und ich sah auf.
Robin Hood stand hinter Even, begleitet von seinen Leuten.
,,Gott sei Dank.“ dachte ich und lächelte erleichtert.
,,Wer seid ihr denn?“ fragte Even selbstsicher.
,,Das braucht dich gar nicht zu interessieren.“ sagte Robin und gab seinen Leuten den Befehl zum Angriff.
Sofort stürmten alle aufeinander zu und bekämpften sich.
Die zwei Wachen die mich festhielten, ließen mich ohne nachzudenken los, damit sie Even beschützen konnten.
,,Wie dumm kann man nur sein?“ dachte ich nur und sah mich nach einem dicken Stock um.
Als ich einen fand hob ich ihn auf und stürmte auf die Wache zu die mein Schwert hatte.
Gekonnt schlug ich der Wache auf den Kopf, sodass diese ohnmächtig wurde und ich mein Schwert zurück holen konnte.
,,Das ist meins!“ sagte ich und entnahm ihm mein Schwert.
Sofort schloss ich mich den anderen an und kämpfte gegen die Wachen.
,,Wo ist Even?“ dachte ich entsetzt. Ich konnte ihn nicht mehr sehen.
Die letzte Wache war besiegt doch Even war verschwunden.
,,Vorsicht, hinter dir!“ schrie einer der vier Männer.
Ich wollte mich gerade umdrehen, da war es auch schon zu spät.
Even nahm mich von hinten in die Mangel und hielt mir einen Dolch an den Hals.
,,Lasst mich gehen oder sie stirbt!“ rief Even den anderen zu.
,,Tja, ich befürchte dann hast du keine Braut mehr!“ sagte ich frech.
,,Halt die Klappe!“ sagte er laut und drückte den Dolch fester an meine Kehle.
,,Gut, wir werden euch nichts tun.“ sagte Robin und legte langsam seinen Bogen vor sich auf den Boden.
,,Die anderen auch!“ forderte Even.
Robin warf den anderen einen schnellen Blick zu die daraufhin ihre Waffen fallen ließen.
,,Gut.“ sagte Even leise und grinste.
Er nahm den Dolch von meiner Kehle und ich atmete erst mal durch.
Er schubste mich von sich weg und wollte in die andere Richtung fliehen, doch einer der Männer stand bereits vor ihm und schlug ihn so feste, dass er ohnmächtig zu Boden sank.
,,Gut gemacht, Allan.“ sagte Robin der an mir vorbei zu dem Mann ging.
Ich stand auf und sah wie die beiden Männer sich abklatschten.
,,Gib es zu! Du bist die Diebin!“ sagte Allan zu mir.
Ich schaute ihn ernst an und sagte kein Wort.
,,Wir haben dich gerade gerettet, du kannst es uns ruhig sagen!“ sagte Allan ungeduldig.
,,Ja, ich war es!“ sagte ich schließlich und verdrehte die Augen.
,,Hm..“ sagte Robin und kam auf mich zu. Ich sah ihn erwartungsvoll an.
,,Was würdest du davon halten, dich unserem Bund anzuschließen?“ fragte er schließlich als er vor mir stand.
,,Ich? Nein, danke.“ sagte ich abweisend.
,,Wieso nicht?“ fragte Allan.
Ich sah ihn an und antwortete ihm: ,,Weil ich euch nicht kenne. Ich weiß nichts über euch. Und außerdem: Warum fragte ihr gerade mich?“
,,Naja, du bist eine gute Kämpferin und du hast Erfahrung damit Leute zu bestehlen. Jemanden wie dich könnten wir gut gebrauchen.“ sagte Robin.
Ich sah ihn eine Weile an und sah dann zu Boden und überlegte. Sollte ich es tun?
Sollte ich mich ihnen wirklich anschließen?
Meine Reisen hätten dann endlich ein Ende und ich wäre nicht mehr allein.
Das wäre doch toll oder nicht?
,,Okay.“ sagte ich entschlossen als ich meinen Kopf wieder aufrichtete. ,,Ich schließe mich euch an.“
,,Schön.“ sagte Robin mit einem fetten Grinsen.
Es war deutlich zu sehen, wie er sich über diese Antwort freute.
Gedankenversunken sah ich Robin an als Allan meine Gedanken plötzlich unterbrach:
,,Gut, dann lasst uns zurück zum Camp gehen.“ schlug er vor.
Robin sah Allan kurz an und nickte dann zustimmend.
Sein Blick fiel anschließend auf Even, der noch immer bewusstlos am Boden lag.
,,Hilf mir.“ sagte er zu Allan, der Even dann gemeinsam mit Robin vorsichtig in ein Gebüsch legte.
Ich hatte Fragezeichen in den Augen. Warum töteten sie ihn nicht!?
,,Wir töten nicht.“ sagte Robin zu mir als er die Fragezeichen in meinen Augen sah.
Ich starrte ihn kommentarlos an und dachte mir meinen Teil dazu.
,,Nun kommt!“ forderte Allan uns ungeduldig dazu auf uns in Bewegung zu setzen.
Ich wollte gerade losgehen als mich von hinten jemand rief: „Hier! Dein Schwert!“
Blitzschnell drehte ich mich um und fing gerade noch so das geworfene Schwert auf.
Ein jüngerer Mann mit halblangen dunkelbraunen Haaren warf es mir zu, dieser mich anlächelte.
Dankbar lächelte ich zurück und steckte mein Schwert zurück in die Scheide.
Nun ging ich aber wirklich los. Robin und Allan waren bereits ganz weit vorne.
Nach nur einer kurzen Weile Fußmarsch bekam mich aber auf einmal das Gefühl, dass ich irgendetwas vergessen hatte.
,,Einen Moment mal..“ sagte ich leise und blieb nachdenklich stehen.
,,Connor!“ fiel es mir wieder ein. Schnell drehte ich mich um.
Suchend sah ich mich um, doch er war nicht da.
,,Was ist los?“ fragte der Mann, der mir mein Schwert zuwarf. Ich drehte mich zu ihm um.
,,Connor! Mein Pferd!“ berichtete ich ihm verzweifelt.
,,Es ist sicher weggelaufen als du überfallen worden bist. Er könnte überall sein.“ gab der Mann zurück.
Traurig sah ich zu Boden, denn ich wusste ich würde ihn niemals wieder sehen.
,,Sei nicht traurig. Ihm wird schon nichts passieren.“ sagte der Mann und schenkte mir ein beruhigendes Lächeln.
Demütig sah ich auf und sagte nur: ,,Na schön.“, dann ging ich weiter.
Der Mann folgte mir.
„Halt!“ gab Robin den Befehl zum stehen bleiben. Er war eindeutig der Anführer hier.
,,Was ist?“ fragte ich verwirrt. Robin kam mit einer Augenbinde auf mich zu.
,,Was soll das?“ fragte ich und starrte auf die Augenbinde.
,,Du darfst den Weg zu unserem Camp noch nicht wissen. Erst wenn wir uns sicher sind, dass wir dir vollständig vertrauen können!“ klärte Robin mich auf.
Mir war etwas unwohl dabei, aber ich willigte schließlich ein.
Robin trat hinter mich und verband mir die Augen.
Ganz vorsichtig und behutsam, damit sich meine Haare nicht in der Augenbinde verfingen.
Als ich dann nichts mehr sehen konnte, nahm mich irgendeiner an die Hand.
,,Ich führe dich, damit du nicht fällst.“ sagte eine Stimme. Ich erkannte die Stimme.
Es war der Mann dem ich von Connor erzählt hatte. „Danke.“ sagte ich leise.

,,Wir sind da!“ hörte ich Robins Stimme sagen.
Kurz darauf wurde mir auch schon die Augenbinde abgenommen.
Mein erster Blick galt Robin. ,,Willkommen in unserem Camp.“ sagte er triumphierend.
Ich sah mich um. Das erste was ich erblickte waren die sechs Betten in denen sie schliefen.
Ansonsten waren hier noch Waffen, Kleidung und irgendwelche Kisten zu finden.
,,Ach ja, wegen den Betten..“ begann Robin der meinem Blick gefolgt war.
,,Bis wir ein neues Bett gebaut haben, kannst du in meinem Bett schlafen. Ich werde heute Nacht auf dem Boden schlafen.“
Er lächelte mir zu, als Zeichen dafür, dass es kein Problem für ihn war mal eine Nacht auf dem Boden zu verweilen.
Ich lächelte zurück was soviel wie „Danke“ heißen sollte.
,,Gut, dann sollten wir jetzt schlafen gehen.“ schlug einer der Männer vor den ich noch nicht kannte.
,,Warte.“ sagte Robin zu ihm und sah mich dann an.
„Wir kennen deinen Namen noch gar nicht.“ stellte Robin fest.
,,Belle.“ sagte ich kurz. „Gut, Belle. Dann stelle ich dir jetzt noch die anderen vor..“
Ich sah Robin erwartungsvoll an. ,,Also das ist Will.“
Robin zeigte mit dem Finger auf den Mann der mich an der Hand zum Camp geführt hatte.
,,Und das sind Allan und John!“ machte Robin weiter.
Nun zeigte er auf Allan, dessen Name ich aber vorher schon mitbekommen hatte und auf einen großen kräftigen Mann der einen dicken Stock mit sich trug.
,,Und das ist Much.“ Robin zeigte auf den letzten der Männer.
,,Hallo!“ sagte Much zu mir und ich schenkte ihm ein leichtes Lächeln als Antwort.
Much trug eine Mütze und hatte dunkelblondes Haar.
„So und das ist Djaq.“ beendete Robin seine Erzählung. Djaq war die Frau.
Sie hatte kurzes schwarzes Haar, ich erkannte sofort dass sie eine Sarazenin war.
,,So und jetzt schlafen wir.“ forderte John die anderen auf in ihre Betten zu gehen.
Ich nickte zustimmend und bewegte mich auf die Betten zu, jedoch wusste ich nicht welches Robins war.
,,Das da drüben.“ sagte Robin der gerade eine große Truhe öffnete um eine Decke daraus zu holen.
Ich folgte seinem Blick und sah es schließlich. ,,Danke.“ sagte ich und setzte mich auf Robins Bett.
Neugierig sah ich Robin zu, wie er die Decke die er aus der Truhe genommen hatte auf dem Boden ausbreitete.
,,Also gut.“ sagte er auf einmal und sah zu mir auf.
Ich glaube er hatte bemerkt, dass ich ihn beobachtete.
,,Schlafen wir.“ sagte er auffordernd und setzte sich auf die Decke.
Sofort kam ich seinem Befehl nach und legte mich nieder.
Ein letztes Mal schaute ich nun zu ihm, ehe ich meine Augen schloss und kurze Zeit später einschlief.
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