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Die Fates-Chroniken: The Sky Knight and the Archer

von Die Hand
GeschichteMystery, Freundschaft / P12 / MaleSlash
04.08.2016
04.08.2016
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802
 
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Diese Geschichte habe ich im Rahmen des 2 Sätze-Projektes geschrieben, welches ihr hier findet:
http://forum.fanfiktion.de/t/9462/1

Das sind meine zwei Sätze: Er fror bitterlich, obwohl das Thermometer 30 Grad anzeigte.

„Bitte vergiss mich, aber so, dass du dich doch noch an mich erinnerst.“

-

Shigure flog mit seinem Pegasus über den Wald und suchte mit seinen Augen diesen ab. Er fror bitterlich, obwohl das Thermometer 30 Grad anzeigte. Na gut, zu seiner Zeit gab es noch keine Thermometer, aber wenn es eins geben würde, hätte es bestimmt 30 Grad gegeben. Es war ungewöhnlich heiß in diesem Winter, aber seitdem Corrin zur Königin von Valla gekrönt wurde, spielte aus irgendeinem Grund das Wetter andauernd verrückt.

Er flog bestimmt schon seit einer halben Stunde über den Wald, doch er hatte Kiragi noch nicht gesehen. Kiragi… Eigentlich wollte er den Wald nur betreten, weil er für die Gruppe, die aus ihm, Shigure, Dwyer, Siegbert und Kana bestand, etwas jagen wollte, doch als er nicht zurück kam, hatten sie abgemacht, dass Kana im Lager blieb, um auf es aufzupassen, während die übrigen drei Kiragi suchen wollten. Außerdem könnte es ja sein, dass Kiragi von alleine zurückkommen könnte. Die drei hatten abgemacht, dass sie zurückkommen wollten, wenn die Sonne unterging.

Shigure konnte gerade mal für fünf Sekunden aufhören, sich um Kiragi Sorgen zu machen. Zwar waren die beiden ziemlich beste Freunde, aber seit kurzem spürte er immer, wenn er ihn sah oder an ihn dachte, ein Kribbeln im Bauch. War das Liebe? Aber Shigure hatte andere Sorgen, als darüber nachzudenken, in wen er jetzt verliebt war oder nicht. Immer wieder warf er einen Blick zur Sonne. Er schätzte, dass er zwar noch mehrere Stunden Zeit hatte, bevor er wieder zum Lager musste, aber trotzdem… Nicht, dass Kiragi noch etwas schlimmes passierte, während Shigure zu lange brauchte.

Schließlich flog Shigure über eine Lichtung. Er sah auf dem ersten Blick gar nichts, doch als er die Lichtung etwas genauer unter die Lupe nahm, sah er, dass dort etwas lag…Im Sturzflug sauste er auf den Boden zu. Er konnte sehen, dass es Kiragi lag, der dort lag. Entsetzt stellte Shigure fest, dass ein Pfeil in Kiragis Brust steckte. Etwas Blut floss aus der Wunde und ein kleiner Teich aus Blut hatte sich um Takumis Sohn herumgebildet.

Entsetzt sprang Shigure von seinem Pegasus, als dieser den Boden berührte. „Kiragi!“, schrie er und kniete sich neben ihm. „Wer war das?“ „Soldaten… Vallas…“, flüsterte Kiragi leise. „WAS?“, schrie Shigure entsetzt. „Sie… Griffen mich an… Kamen aus dem Nichts… Wollten mich entführen… Wie Charlotte und Nyx…“ Charlotte und Nyx verschwanden kurz hintereinander. Beide wollten nach Hoshido reisen, um die dortige Königsfamilie zu besuchen, doch sie wurden beide kurz vor ihrem Ziel angegriffen und verschwanden. Fast jeder, der sie damals begleitete, wurde dabei getötet, doch die Angreifer ließen immer einen am Leben, der dann in Hoshido erzählte, dass die jeweilige Person entführt worden war- von Soldaten aus Valla. Besonders Rhajat, die Verlobte von Siegbert, war über das Verschwinden ihrer Mutter verbittert- so verbittert, dass sie sich seitdem nicht mehr aus ihrem Zimmer bewegt hatte. Deshalb hatte sich Siegbert auch als erstes gemeldet, um eine Gruppe anzuführen, die nach Valla gehen sollte, um dort weiteres herauszufinden. Auch Xander, Corrins Mann war interessiert an weiteren Informationen, aber da zurzeit ein Krieg mit dem wiedererbauten Kohga droht, muss er sich darum kümmern.

Kiragi spuckte etwas Blut, meinte dann: „Sie… Verschwanden, als… Du über die Lichtung… geflogen bist… Shigure… Sag Vater… Und Mutter… Dass ich schwul bin…“ Rinkah war Kiragis Mutter. „Du… Bist schwul?“ Shigure verwunderte das. Ihm kam eigentlich immer so vor, als ob Kiragi Gefühle für Selkie hätte. Genau das sprach Shigure auch aus. Kiragi antwortete darauf hin: „Das… Dachte ich auch… Aber… Ich war so verwirrt, dass ich… In… Dich verliebt bin… Ich… Redete mir ein, dass… Ich sie liebte.“ „Kiragi…“ Doch bevor Shigure sagen wollte, dass er auch ihn liebte, flüsterte seine große Liebe: „Bitte vergiss mich, aber so, dass du dich doch noch an mich erinnerst.“ Dann schloss er seine Augen und machte seinen letzten Atemzug. „Kiragi… Ich liebe dich“, flüsterte Shigure noch, dann schnappte er sich ihn, kletterte auf seinen Pegasus und flog zurück zum Lager.

„Also… Habe ich das richtig verstanden? Kiragi wurde von Soldaten aus Valla angegriffen, weil sie ihn wahrscheinlich auch entführen wollten, aber sie verschwanden, als du auftauchtest?“, meinte Dwyer, während er irgendetwas auf einen Notizblock kritzelte. Shigure nickte. Dwyer meinte weiter: „Du warst also dabei, als er starb, und seine letzten Worte waren angeblich: ‚Bitte vergiss mich, aber so, dass du dich doch noch an mich erinnerst‘?“ Dieses Mal nickte Shigure wieder. Nur… Er verschwieg, was Kiragi davor gesagt hatte. „Also gut! Dann sollten wir uns beeilen, schneller nach Valla zu kommen!“, sagte Dwyer in einem Ton, der keine Widerrede forderte.
 
 
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