Der Neubeginn

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Mary Stewart Sebastian "Bash" de Poitiers
02.08.2016
20.11.2016
5
6032
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
Heey,

bevor ihr euch wundert, nein diese FF hat nichts mit meiner anderen Reign FF zu tun. Diese FF ist in zwei Sachen neu für mich, denn sie wird sehr kurz werden ( 4-5 Kapitel) und es wird sehr kitschig, zumindest zum Ende hin.
In dem ersten Kapitel Spoiler für Staffel 3 Folge 5, aber anstonsten entferne ich mich von der Serie.
Viel Spaß:

Lächelnd sah Mary Francis an, der gerade mit einem breiten Grinsen auf sie zu kam. Sie standen am See, dort wo sich Mary und Bash das erst mal geküsst hatten, aber daran dachte sie schon lange nicht mehr. Francis war wichtig und, dass es Delphine geschafft hatte ihn von seiner Krankheit zu befreien. Der junge König war so gesund, als hätte es die Krankheit überhaupt nicht gegeben und dafür war Mary dankbar, sie hatte ihren Francis wieder!

Dieser war soeben bei ihr angekommen und nahm sie in die Arme, während er seine Lippen ihren Hals entlang wanderten, fuhren seine Hände an ihren Hüften entlang, sodass Mary ein wohliger Schauder über den Rücken lief. >“ Ich habe wunderbare Nachrichten, Mary.“<, murmelte Francis und liebkoste sanft die weiche Haut an ihrem Hals. Mary lächelte und fragte >“ Was ist denn los, Francis?“< Der König hob den Kopf und sah sie voller Wärme an, dann sagte er >“ Wir fahren nach Paris, heute Nachmittag. Ich habe das bereits mit meiner Mutter und Bash besprochen, sie werden sich solange um wichtige Dinge kümmern.“< Freudestrahlend fiel Mary ihm um den Hals und sagte >“ Oh, Francis, dass ist wundervoll.“< Glücklich machte sich das junge Königspaar auf den Weg ins Schloss.

>“ Und du bist sicher, dass dein Traum etwas mit Francis zu tun hat? Ich meine du siehst ihn doch nicht in deiner Vision, oder Nostradamus?“<, fragte Catherine aufgewühlt und sah den Medicus abwartend und besorgt an. >“ Es ist deutlich, zwar sehe ich ihn nicht, aber dennoch, diesen Traum hatte ich bereits als Königin Mary an den französischen Hof kam. Ich sehe eine Lichtung, auf der ein Baum steht um ihn herum ein Kreis aus weißen Blättern, die sich rot von dem Blut färben.“<, erklärte Nostradamus. Catherine nickte und sagte, mehr zu sich selbst. >“Gut, dann werde ich dafür sorgen müssen, das Francis das Schloss nicht verlässt, ich weiß er wird sich weigern und die Vision nicht akzeptieren, aber es ist zu seinem eigenen Schutz.“< Dann verließ sie eilig den Raum und machte sich auf die Suche nach ihrem Sohn. Als sie ihn gefunden hatte hielt sie ihn auf und ging mit ihm in einen Raum, wo sie ungestört waren. Dann erzählte sie ihm von Nostradamus' Vision. Francis sah die Besorgnis seiner Mutter, dennoch weigerte er sich das zu glauben und sagte. >“ Nostradamus sieht mich nicht in der Vision und deshalb werde ich mit Mary nach Paris fahren. Ich werde mich nicht verkriechen oder mein leben ändern. Ich treffe meine Entscheidungen selbst und das wirst du akzeptieren müssen, Mutter.“< >“ Aber Francis!“<, rief Catherine verzweifelt, doch er war schon zur Kutsche gelaufen, die für Mary und ihn bereit stand.

Gemeinsam mit ein paar Wachen verließen sie den Hof, Francis sah Mary verliebt an und streichelte sanft ihren Körper. Dann beugte er sich zu ihr und küsste sie voller Verlangen. Mary erwiderte den Kuss genauso leidenschaftlich und Francis klopfte gegen die Wand der Kutsche, nachdem sie sich voneinander gelöst hatten. Die Kutsche hielt im Wald und Francis sagte an die Wachen gewandt. >“ Wartet hier auf uns, bis wir zurückkehren.“< Dann begleitete er seine Frau, die in den Wald hinein lief, bis sie an einem See ankamen. Dort angekommen gingen die beiden in den See und küssten sich immer wieder, genossen ihre zweite Chance und als sie zu frösteln begannen gingen sie wieder an Land und setzten dort ihre Leidenschaft fort. Lächelnd hielt Francis sie im Arm und sagte >“ Ich liebe dich so sehr.“< >“ Ich dich auch.“<, erwiderte Mary, >“ Aber lass uns langsam zurückkehren, sonst kommen wir heute nicht mehr in Paris an Ich geh vor und sage den Wachen Bescheid, dass wir gleich weiterfahren. Du solltest dich noch etwas ausruhen, denn du bist immer noch nicht ganz gesund.“< Francis nickte und Mary machte sich auf den Weg zur Kutsche. Als sie weg war, schloss er kurz seine Augen und döste ein wenig vor sich hin.

Als er nach einer Weile seine Augen wieder öffnete bemerkte er, dass Mary immer noch nicht zurück war und begann sie zu suchen. Er kam auf eine Lichtung auf der ein Baum stand und um diesen herum bildete sich ein Kreis aus weißen Blättern. Dann erblickte er Mary, die von vier Männern festgehalten wurde. Er zog sein Schwert und stürzte sich mit einem Aufschrei auf den ersten Mann, diesen erledigte er mit einem Stich in die Bauchgegend. Dann wandte er sich den anderen zu,der zweite schaffte es ihn zu Boden zu werfen und Mary schrie erschrocken seinen Namen. Francis parierte die Faustschläge und warf sich nach vorn, sodass er dem Mann seinen Kopf in den Magen rammte. Daraufhin ließ dieser von ihm ab und Francis erstach ihm mit seinem Schwert. Den dritten Mann, der sich Mary genährt hatte, warf er zu Boden und während sie weinend und verzweifelt nach den Wachen rief, kämpfte Francis tapfer mit dem dritten Mann, jedoch gelang es diesen ihm am Arm zu verletzen, ehe er von Francis erstochen wurde. Er wollte sich dem vierten und letzten Mann zuwenden, der die Flucht ergriff, als Mary ihn aufhielt. >“ Lass ihn laufen.“<, sagte sie, >“ Die Wachen werden ihn fangen.“< Francis atmete schwer und er ging auf Mary zu, jedoch brach er plötzlich zusammen, sodass Mary panisch aufschrie. >“ Nein, kannst du mich hören? Kann du mich hören? Geh und hol Hilfe.“<, sagte sie an eine der Wachen gewandt, dann wandte sie sich wieder Francis zu. >“ Er holt Hilfe, dann gehen wir zurück ins Schloss und dann wirst du wieder gesund.“< Francis sah sie an und sagte mit schwacher Stimme. >“ Nein werde ich nicht.“< Mary schluchzte und sagte >“ Doch, Delphine wird dich heilen und dann...“< >“ Nein nicht. Nicht.“<, unterbrach Francis sie sanft. >“ Bitte kümmere dich um meinen Sohn, sag ihm, dass ich ihn geliebt habe. Versprich mir das du in Frankreich bleiben und mit Charles zusammen regieren wirst.“< >“ Nein Francis, ich will...“< >“Versprich es mir Mary.“<, wiederholte Francis. Und sie erwiderte unter Tränen. >“ ich verspreche es dir.“< Francis lächelte und erwiderte >“ So schön, wie wunderschön du bist. Du musst wieder heiraten und dich wieder verlieben.“< >“ Ich kann nicht.“<, sagte sie, >“ Ich kann niemand anderen lieben wie ich dich geliebt habe.“< Francis lächelte, dann fielen ihm die Augen zu und sein Kopf fiel zur Seite. Mary brach unter neuen Tränen auf seiner Brust zusammen und schluchzte.

Bash lief, gefolgt von zwei Wachen einen Korridor entlang und er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Eine Wache, die Mary und Francis begleitet hatte, hatte ihm eben von dem Überfall auf die Beiden erzählt und das sein Bruder gestorben war. An der Tür zu Catherines Gemächern hielt er an und klopfte an. Catherine saß hinter ihrem Schreibtisch und sah Bash abwartend an. Als er nichts sagte fragte sie >“ Was ist? Sprich!“< Dann schluckte Bash seinen Kloß hinunter und sagte mit schwerer Stimme >“ Catherine, es geht um Francis.“< Geschockt stand Catherine auf und hauchte >“ Nein.“< Dann verließ sie mit Bash, Nostradamus und den Wachen das Schloss und als sie zu der Stelle kamen, wo Mary neben den toten Francis kniete, stoppte Catherine eine Wache, die sie ansprach mit einer Handbewegung. Dann ging sie auf Mary zu, berührte sie sanft an der Schulter und sprach sie an. >“ Mary.“< Jedoch antwortete sie mit weinender Stimme. >“ Nein.“< Catherine kniete sich neben sie und sagte >“ Das ist nicht Francis, er ist gegangen.“< >“ Ich kann nicht.“<, sagte Mary. Sanft aber bestimmt zog Catherine die Hände der Königin von Francis und sagte >“ Haltet Euch an mir fest.“< Bash trat langsam vor und Mary wurde von Catherine in den Arm genommen, während beide Frauen dabei zusahen, wie Bash und die anderen Wachen Francis leblosen Körper anhoben und ihn trugen. Nostradamus hatte ihnen geholfen und nun ergab seine Vision auch Sinn, denn das Blut tropfte von seinen Händen auf die weißen Blätter.

Als sie alle wieder im Schloss waren, hatte Mary wutentbrannt den Friedensvertrag zwischen Frankreich und England zerrissen und den Botschafter erklärt, dass es nie Frieden zwischen ihr und Elisabeth geben würde, denn die Engländer hätten ihr heute das Wertvollste genommen, was sie hatte. Dann hatte sie sich auf ihr Gemach zurückgezogen. Sie lag auf ihrem Bett und weinte unaufhörlich, als es an ihrer Tür klopfte und Bash eintrat. Er schluckte und trat auf sie zu, dann sagte er leise. >“ Es ist Zeit Abschied zu nehmen.“< Mary nickte matt und zog sich ein schwarzes Kleid an. Dann wurde sie von Bash, der draußen auf sie gewartet hatte, in den Schlosshof geführt, wo die anderen Bewohner bereits anwesend waren. Mary fühlte sich, wie betäubt, als sie mit erhobenem Haupt in den Schlosshof ging. Vor ihr stand der schwarze marmorne Sarg, in dem ihr Ehemann, Francis, der König von Frankreich lag. Sie spürte mehr als das sie sah, wie sich die anderen Bewohner des Schlosses um sie herum versammelten und warf einen kurzen Blick nach links. Dort stand Bash, in den Händen hielt er das Schwert des Königs und mit starrem Blick verfolgte er die Zeremonie. Dann, als hätte er ihren Blick gespürt, wandte er seinen Kopf ihr zu und ein Kloß bildete sich in Marys Hals, als sie eine Träne seine Wange herunter laufen sah. In seinen Augen sah sie deutlich den Schmerz des Verlustes über Francis Tod, aber auch die Angst, was aus ihr, der Königin wurde und die Sorge, darüber, dass er sie womöglich nicht beschützen konnte. Sie fragte sich unwillkürlich, ob es genauso gekommen wäre, wenn sie damals Bash geheiratet hätte. Eben dieser legte das Schwert und seine Krone, die Francis noch vor wenigen Stunden getragen hatte, auf den Sarg. Nur nebenbei hörte sie wie Lord Narcisse ihr von dem Attentäter, der offenbar Schotte war, erzählte und als sie fragte ob man aus ihm noch etwas herausbekommen würde und er diese Frage verneinte, sagte sie. >“ Dann hängt ihn auf.“< Dann ging sie auf den Sarg zu, legte eine weiße Rose auf diesen und küsste den kühlen Stein kurz. Als eine Wache sie informierte, dass die Königin von Frankreich immer in der ersten Kutsche fuhr, sagte sie. >“ Ich bin nicht länger die Königin von Frankreich.“<, Anschließend folgte sie dem Sarg, der hinaus gefahren wurde und zog sich in ihr Gemach zurück.

Soo das wars.
Ich hoffe die FF findet einige Leser, auch wenn sie nicht besonders lang sein wird.
Wann das nächste Kapitel kommt ist unklar.
Bis bald
WhiteCat93
Review schreiben