Das Leben ist kein Ponyhof - Das Geheimnis von Whitehorse Castle (MMFF-Anmeldung geschlossen)

MitmachgeschichteMystery, Freundschaft / P16 Slash
02.08.2016
22.04.2019
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Prolog

Ein Rumpeln, dann schnelle Schritte. Stimmen, wirr durcheinander. Rufe. Sie drückte sich enger in die Ecke. Dunkel war es hier. Dunkel und staubig.
Immer wieder hörte sie, wie jemand lief. Mal schien es näher an ihrem Versteck zu sein, mal weiter weg.
Sie kümmerten sich alle nur um das Feuer. Warum kümmerten sie sich nur um das Feuer? Hatte niemand die seltsame Gestalt bemerkt, die sich im Schatten durch die Gänge gestohlen hatte?
Sie drückte den Gegenstand näher an sich. Was war das? Was trug sie da mit sich rum? Es war kalt, schwer, irgendwie unförmig. Fest. Wie Metall. Doch es war zu dunkel, um etwas zu erkennen. Hatte sie das schon die ganze Zeit bei sich gehabt? Ob sie es wohl wagen konnte, sich aus ihrem Versteck zu trauen, nur ein kleines Stück, um zu sehen, was sie da bei sich trug?
Sie zögerte. Lauschte. Warum war es so still? Kein Geräusch mehr. Keine Schritte, keine Stimmen. Nicht mal das entfernte Krachen des Feuers. Nichts.
Ganz langsam wagte sie sich ein kleines Stück aus ihrem Versteck heraus. Der schwache Schein einer Öllampe beleuchtete ein paar Meter entfernt das steinerne Gewölbe. Doch der Gang war leer.
Sie tat einen Schritt, einen zweiten, als...
Ein markerschütternder Schrei zerriss mit einem Mal die Stille. Ein Schrei, der klang, als wäre er nicht von dieser Welt, so erfüllt von Schmerz und Hass. Ein Knall. Und dann – Hufgetrappel. Ein Pferd musste über den gepflasterten Hof galoppieren! Sie ließ alle Vorsicht fallen und stürzte ans Fenster – und für den Bruchteil einer Sekunde meinte sie, ein weißes Leuchten zwischen den Bäumen verschwinden zu sehen.


Ramona schreckte hoch. Blinzelte. Brauchte einen Moment. Nur ein Traum. Mal wieder. Schlaftrunken tastete sie nach ihrer Decke, zog sich diese über die Schultern. Neben ihr schlief ihr Mann Leland, schnarchte leise. Alles war wie immer.
Die Träume kamen immer, wenn Ramona gestresst war. Morgen kamen die neuen Gäste, natürlich war sie gestresst. Aber sie freute sich auch! Sie lächelte und kuschelte sich in ihre Decke. Oh ja, sie freute sich, auf die neuen Gäste, auf die nächsten Wochen, auf den Sommer, der gerade erst begonnen hatte.
Als ein paar Stunden später der Wecker klingelte, hatte Ramona den Traum bereits vergessen.
Alles war wie immer.
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