in search of the truth (Trilogie teil 2/3)

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
OC (Own Character) Tori Vega
01.08.2016
21.01.2017
8
25422
 
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Achtung: Diese Geschichte kann zwar Solo gelesen werden, doch es ist zu empfehlen vorher Teil 1 dieser Trilogie zu lesen für das Story Verständnis.

Das Rating und die Genre dieser Geschichte können sich unter Umständen noch ändern je nach Story verlauf.
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Toris POV

Schweigend Stand ich auf meinem Balkon, den Brief in unserer Mitte wieder und wieder musternd. Ich brachte es nicht mal fertig meinen Freunden persönlich zu erklären was passiert war, viel mehr ließ ich diesen Brief für mich sprechen. Noch viel zu frisch war der Schmerz, der Regelmäßig meine Haut einem Schauer unterzog. Im wesentlichen Trug ich meine Trauer nicht großartig nach außen, viel mehr fühlte ich mich gefangen in Erinnerungen, so als würden die letzten zehn Jahre noch einmal rückwärts laufen in meinem Kopf – Nicht so aktiv wie man sich das wohl vorstellen würde, eher unterbewusst und schleichend. Wie Ein Gedankenansatz der einfach nicht laut werden wollte und dennoch präsent war. Dieses Grausame Schweigen zwischen uns machte das Ganze auch nicht unbedingt besser, niemand traute sich auch nur ein einziges Wort zu sagen und doch wussten wir: Dass die Worte in unseren Köpfen wohl dieselben waren. In Dieser Situation sagten blicke wahrlich mehr als alle Worte die man hätte ergreifen können. Wenn man in den Gesichtern der anderen las konnte man Schmerz, Verzweiflung, Ratlosigkeit, Trance artige zustände und Ernüchterung feststellen. Nur Beck schien mir noch einigermaßen Geistig anwesend zu sein, der am anderen Ende des Balkons für sich allein stand, auf die Brüstung gestützt an seiner Zigarette ziehend ohne das Meer aus den Augen zu lassen. Etwas Zögerlich setzte ich den ersten Schritt in seine Richtung, es fühlte sich an als würde ich tausend Meilen über Glasscherben gehen, Als wäre Beck in unerreichbarer Ferne. Er musste meinen Versuch zu ihm zu kommen bemerkt haben und kam mir entgegen. Er lächelte aufmunternd und nahm mich schützend in den Arm. Gern hätte ich mit ihm über alles gesprochen, alles einfach raus gelassen, doch meine Lippen blieben verschlossen so sehr ich mich auch bemühte. In mir regte sich nichts außer die stechende Leere, die mich unvollständig fühlen ließ.

Nach einer ganzen weile fuhr ich mir schließlich seufzend durchs Haar und ergriff das Wort: „Will jemand von euch vielleicht etwas Trinken ? Ich mixe mir jetzt auf jeden Fall etwas“, begann ich, während ich zur Bar lief und willkürlich einige Flaschen auf die Theke packte. Beck zog etwas Skeptisch die Augenbraue hoch, während er beobachtete wie ich Wodka, Bier, Jack und Stroh 80 zusammen schüttete in einem 1L Krug. „Was ist denn ?“, fragte ich trocken mit den Schultern zuckend, als Reaktion auf Becks blick. Er wollte wohl noch etwas darauf erwidern doch brach seinen Versuch sofort wieder ab, als ich den Krug ansetzte und in drei Zügen leerte. Mittlerweile war der Rest von uns auch wieder ansprechbar und fand sich an der Bar ein. „Ich Nehm dasselbe wie das was du gerade hattest“, meinte Andre auffordernd zu mir. Ich schüttete ihm einfach spontan einige spirituosen zusammen und stellte ihm die Teufels Mischung vor die Nase. Gierig griff er nach dem Krug, als würde sein Leben davon abhängen selbigen zu Trinken. Schon etwas schwach auf den Beinen Mischte ich rasch einen Krug nach dem nächsten, bis jeder mindestens drei vor sich hatte.

Keine Stunde später konnte keiner mehr richtig Stehen oder einen klaren Satz geradeaus sagen. Wie betäubt saß ich auf dem Küchen Boden, den Kopf gegen die Theke gelehnt, Die halb leere Wodka Flasche festhaltend. Mein Blick wanderte durch den Raum, das entstandene Chaos musternd. Sämtliche Tische und Stühle wurden von Cat zu einer Art Burg umfunktioniert in der sie sich versteckte. Cat schien äußerlich so fröhlich und Aufgeweckt wie immer, doch ich wusste genau dass diese Burg aus meinen Möbeln in der sie sich versteckte, mehr als Metapher zu sehen war. Die Jungs lagen zu dritt arm in arm auf dem Balkon und lallten irgendein Lied vor sich hin, den Rest der Gruppe konnte ich nicht entdecken – Möglicherweise lagen sie irgendwo anders in der Wohnung, in einer Ecke und versuchten sich nicht übergeben zu müssen. Übergeben war das passende Schlagwort, dachte ich mir und spuckte eine ordentliche Ladung Alkohol auf den Küchenboden und Schlief anschließend ein.

Als ich wieder zu mir kam wurde es bereits dunkel. „Na gut geschlafen ?“, fragte Beck Rethorisch und setzte sich zu mir auf den Küchenboden. „Mein Kopf…“, Beschwerde ich mich schmollend über den Kater, während ich meinen Kopf auf seine Schulter legte. „Wo sind denn die anderen ?“, fragte ich noch leicht benommen. „Die hab ich alle heim gefahren“, erklärte Beck ruhig, mir sanft den Kopf streichelnd. „Wieso bist du wieder zurück gekommen ?“, fragte ich, tiefenentspannt von Becks sanften Handbewegungen. „Schau dich doch mal an, irgendjemand muss doch hier bleiben und auf dich aufpassen“, meinte er und wischte mir etwas des verloffenen make ups aus dem Gesicht. „Ich seh ziemlich zerstört aus, nicht wahr ?“, seufzte ich, mein Gesicht im Taschenspiegel musternd. „Ich würde eher sagen mitgenommen“, widersprach Beck und stand auf, während er mir auf die Beine half. „Kannst du das alles Glauben ? Das sie wirklich für immer weg sein soll ?“, fragte ich, während ich mir einen Saft aus dem Kühlschrank holte. „Ich versuch lieber nicht darüber nachzudenken“, gab Beck ausweichend zurück. „Ich versteh das nur nicht…klar sie hatte ihre Probleme und sicherlich hatte sie es oft schwerer als andere aber es wurde doch in den letzten Wochen stetig immer besser – Dann auf einmal sowas. Das ergibt doch einfach keinen Sinn“, erklärte ich fragend und begann Cats Burg abzubauen. „Ich bin mir sicher da muss mehr gewesen sein als wir erahnen können. Möglicherweise hat sie auch einfach über vieles nicht gesprochen“, spekulierte Beck, während er mir zur Hilfe kam. „Ich denke du wirst wohl recht haben“, meinte ich niedergeschlagen. „Weist du eigentlich schon wann wir sie Beerdigen können ? oder wie es mit dem Testament aussieht falls vorhanden ?“, fragte Beck neugierig. „Nein noch nicht wirklich aber ich denke das werde ich wohl die kommenden Tage noch erfahren“, erklärte ich. „Wenn es dir nichts ausmacht kannst du Nicoles Bett nehmen heut Nacht…ansonsten könntest du….du könntest auch bei mir schlafen. Natürlich nur wenn du magst…“, stammelte ich, etwas nervös. „War das gerade eine Einladung ?“, grinste Beck. „Ja…ich hab Angst wieder allein zu sein – Wer weiß auf welche blöden Ideen ich dann möglicherweise komme…“, gab ich, mit traurigem blick und einem leichten zittern in meiner Stimme, zurück. „Keine Sorge, ich bleibe solang wie du willst“, bestätigte Beck meine Einladung und nahm mich in den Arm. „Danke“, antwortete ich klein laut, mit schwacher Stimme. „Ruh dich aus, ich schaff das schon mit dem Aufräumen“, erklärte Beck und schob mich Richtung Schlafzimmer. „Schlaf gut“, meinte er noch, nachdem er mich zudeckte. Ich nahm seine Worte nur noch halbherzig war, da ich bereits in meiner Traumwelt schlummerte.

„Guten Morgen“, grinste mir Beck aus der Küche zu. „Morgen“, antwortete ich verschlafen. „So gut sah es hier ja noch nie aus, wie lang warst du denn noch Wach ?“, stellte ich fragend fest. „Ich hab durchgemacht“, erklärte Beck und brachte das Frühstück zum Esstisch. „Du musst dir wirklich nicht solche Umstände machen“, meinte ich etwas errötet, während ich am Tisch platz nahm. „Ist doch nicht der Rede wert“, gab Beck freundlich zurück und reichte mir das Brot. „Wie Geht’s dir ?“, fragte er vorsichtig. „Ach naja, was muss das muss“, seufzte ich mit einem gequälten grinsen. „Ich denke du musst vielleicht einfach mal wieder unter Leute. Andre meinte heut Abend steigt noch eine Strand Party am Santa Monica Pier, wenn du magst nehm ich dich mit“, schlug Beck vor. „Mal sehen, ich überleg es mir“, lächelte ich und schnappte mir meine Tasche. „Bringen wir erstmal den heutigen Schultag hinter uns“, stöhnte ich genervt, mit dem Gedanken dass ich noch immer einige scripte lernen musste. „Das wird schon“ munterte Beck mich auf und folgte mir Richtung Wohnungstür.
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