Ein süßer Duft

von Yume x3
OneshotRomanze / P18 Slash
Mahiru Shirota Sleepy Ash / Kuro
01.08.2016
01.08.2016
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„Die Liebe zwischen zwei Menschen
lebt von den schönen Augenblicken.
Aber sie wächst durch die schwierigen Zeiten,
die beide gemeinsam bewältigen.“




"Was wollen wir heute noch essen, Kuro?"
Mahiru drehte seinen Kopf leicht zu der kleinen schwarzen Katze, die auf seiner rechten Schulter saß, während er weiter durch die Straßen schlenderte. An zahlreichen Geschäften vorbei.
"Instantnudelsuppe?"
Der Braunhaarige seufzte.
"Ich meine was Richtiges. Instantessen ist auf die Dauer nicht gut. Deshalb koche ich uns heute etwas Einfaches."
"Wie anstrengend..."
Der Schüler ignorierte die Bemerkung einfach und sprach weiter.
"Also, Ideen?"
"Nudelsuppe."
"Klingt gut. Ist auch einfach, also passt‘s!"
Instantnudelsuppe war also nicht gut, aber Nudelsuppe schon? Kuro wollte einfach nicht verstehen, warum sich Mahiru so eine Arbeit machte.
Na ja, was soll‘s. Sein Essen schmeckte hervorragend, also hatte die Katze nichts gegen einzuwenden.
"Ich glaub‘ ich mach Niku Udon*. Einverstanden, Kuro?"
Angesprochener gähnte erstmal ausgiebig.
"Miau."
"Gut, also los!"

Mahiru mochte es einfach und simpel, deshalb hatte er Kuro damals auch aufgelesen.
Schließlich gab es nichts Mühseligeres, als später zu bereuen, nichts getan zu haben.
Nie in seinem Leben hätte er gedacht, dass diese Katze ein Vampir wäre. Nachdem er ihm dann einen Namen und ein Halsband gegeben hatte, ließ Mahiru das Kätzchen bei sich zuhause wohnen. Jedenfalls bis er am nächsten Tag von der Schule wieder kam und die Katze keine Katze mehr war, sondern ein Mensch. Zu diesem Zeitpunkt hatte er gedacht, es sei jemand bei ihm eingebrochen, jedoch stellte sich dann heraus, dass dieser Mensch die Katze Kuro war.
Aus Versehen war er dann auch noch einen provisorischen Vertrag eingegangen und somit konnten sich die beiden ungleichen Vertragspartner nicht zu weit voneinander entfernen. Was damals ein ziemliches Desaster war, da sich beide auf den Tod nicht ausstehen konnten.
Im Laufe des Tages wurden sie dann auch noch von einem anderen Vampir angegriffen, weswegen sie dazu gezwungen waren, einen richtigen Vertrag einzugehen. Durch diesen wurde Kuro der Servamp von Mahiru und Mahiru der Eve von Kuro.
Später hatten sie dann noch Tsubaki, den Servamp der Schwermut, kennengelernt, der einen Kampf gegen all seine Geschwister führen wollte, weil er sich benachteiligt gefühlt hatte.
Das war praktisch die Geschichte, wie sie sich kennenlernten, im Schnelldurchlauf.
Seitdem sind mehrere Monate vergangen, einiges ist passiert und trotzdem ließ sich Mahiru nicht unterkriegen.
Er lebte seinen Alltag, so gut es eben ging, weiter.

Er betrat den Supermarkt und schnappte sich direkt einen Korb, in den er seine Einkäufe lagern konnte.
Währenddessen ging er durch, was er alles brauchte.
"Ich brauche Seetang und getrocknete Bonitoflocken** für die Dashi-Brühe, dann brauche ich Sojasoße, Udon Nudeln und Rindfleisch. Den Rest hab‘ ich daheim."
Er ging weiter durch den Supermarkt, legte die Zutaten in den Korb und hatte fast alles, bis auf die Sojasoße.
Bei dieser konnte er sich mal wieder nicht entscheiden. Es gab so viele verschiedene Varianten zu vielen verschieden Preisen und die Preise waren Mahiru neben der Qualität sehr wichtig. Er war eben nicht der Reichste.
Schließlich entschied er sich für eine Yamasa Sojasoße.
Er wollte gerade zur Kasse gehen, da machte sich Kuro auf seiner Schulter bemerkbar, indem er miaute.
"Was ist denn, Kuro?"
Sie standen genau vor dem Chipsregal. Natürlich musste sich Kuro da bemerkbar machen.
Der Schüler seufzte, ließ sich aber dennoch erweichen, legte zwei Tüten in den Einkaufskorb und stellte sich in die Schlange an der Kasse.

"Das macht dann 3500 Yen (ungefähr 30€)."
Die Kassiererin war vielleicht 19 Jahre alt, hatte blonde Haare, wahrscheinlich gefärbt, und hatte ein ziemlich freundliches Lächeln.
Während Mahiru seine Brieftasche rausholte, um zu bezahlen, bewunderte die junge Dame die schwarze Katze auf der Schulter des Schülers.
"Süße Katze, die Sie da haben. Darf ich fragen, wie sie heißt?"
Mahiru lächelte zurück.
"Genau genommen ist es ein Kater und er heißt Kuro."
Die Frau lachte.
"Kuro, weil es eine schwarze Katze, entschuldigt, Kater ist? Sehr einfach, aber auch passend."
Der Braunhaarige gab der Kassiererin eine 5000 Yen Banknote und nickte.
"Ich mag einfache Dinge."
Sie nahm das Geld entgegen und tippte in ihren Computer etwas ein, wodurch sich die Kasse öffnete. Sie nahm einen 1000 Yen Schein und eine 500 Yen Münze heraus und reichte sie Mahiru, der sie sogleich in seiner Brieftasche verstaute.
"Hier Ihre 1500 Yen Rückgeld.
Mir ist aber sehr neu, dass Katzen einfach auf den Schultern ihrer Besitzer sitzen bleiben. Haben Sie sie etwa dressiert?"
Der Junge lachte leicht.
"Nein, er ist nur sehr faul und bewegt sich so gut wie gar nicht. Trotzdem will er immer überall dabei sein, also nehme ich ihn mit."
Erneut schenkte die Blondine Mahiru ihr bezauberndes Lächeln.
"Sie müssen Ihren Kater ja ziemlich lieb haben.
Soll ich Ihnen Ihren Einkauf in eine Tüte tun?"
Der Braunhaarige nickte und lächelte.
"Ja, das habe ich.
Und ja, bitte machen Sie das."
Die Frau packte Mahirus Einkauf in eine Plastiktüte, legte den Kassenzettel hinzu und reichte diese dem Jungen.
"Vielen Dank."
"Kein Problem, Ihnen und Ihrem Kater Kuro noch einen schönen Abend.
Auf Wiedersehen!"
Mahiru verabschiedete sich ebenfalls und verließ dann den Supermarkt.

Zuhause angekommen legte der Braunhaarige die Tüte mit dem Einkauf auf die Arbeitsplatte und fing an sie auszuräumen.
Währenddessen verwandelte sich Kuro in seine menschliche Gestalt und setzte sich auf das Sofa.
"Du hast mich also ziemlich lieb, ja?"
Mahiru zuckte peinlich berührt zusammen und räusperte sich.
"Was hätte ich denn sonst sagen sollen?
'Ja, ich finde ihn zwar nicht verkehrt, aber ich würde nicht sagen, dass ich ihn lieb habe. Wir führen eher eine Beziehung auf freundschaftlicher Ebene.'?"
Kuro legte seinen Kopf nach hinten auf die Rückenlehne des Sofas.
"Ne, das wäre anstrengender gewesen."
"Eben. Und sowieso wäre das ziemlich komisch rüber gekommen."
Der Braunhaarige nahm einen Topf aus dem Schrank, ließ Wasser ein und stellte ihn auf den Herd.
Er schaltete ihn an, nahm sich danach direkt eine Schürze und zog sie an.

Mahiru war noch nicht einmal zehn Minuten am Kochen, da stand Kuro auf und wollte sich aus der Einkaufstüte die Chips holen.
Doch er hatte nicht mit seinem Eve gerechnet, der seine Augen wohl überall hatte.
Und so hatte dieser seinem Mitbewohner auf die Pfoten gehauen.
"Es gibt bald Essen, wenn du jetzt Chips isst, hast du später keinen Hunger mehr und ich hätte mir die Arbeit sparen können. Sowieso sind Chips kein richtiges Essen, also Finger weg!"
Kuro rieb sich seine Hand, murmelte noch, dass er einem sauren Mahiru nicht gewachsen sei und schaute als nächstes seinem Eve beim Kochen zu. Da er größer war, war das auch kein Problem, Mahiru ein wenig über die Schulter zu schauen.

Auch wenn es nach außen hin nicht so aussah, so hatte Kuro sich doch Gedanken darüber gemacht, ob er Mahiru mehr von sich erzählen sollte.
Er vertraute ihm zwar, aber es war sicher, dass das alles ziemlich gefährlich war.
Ja gut, wenn er so überlegte, waren sie schon längst in Gefahr. Schließlich waren sie in einen Kampf gegen Tsubaki und seine Abkömmlinge geraten.
Dennoch waren es Vampir-Angelegenheiten und er wollte Mahiru, soweit es ging, aus diesen heraushalten.
Nicht nur, weil es eben noch gefährlicher werden konnte, sondern hatte Kuro auch Angst, dass sich durch diese Informationen, die Mahiru in dem Fall erhalten würde, ihre Bindung schwächen würde.
Er wollte diese Bindung nämlich nicht kaputt machen. Er mochte Mahiru sehr. Ein weiterer Grund ihn nicht noch weiterer Gefahr auszusetzen.

"Was machst du da, Kuro?"
"Ich guck dir beim Kochen zu."
Mahiru blickte verwirrt nach hinten zu seinem Servamp.
"Ist dir das nicht zu anstrengend?"
Der Vampir gähnte.
"Ne, in dem Fall ist Videospiele spielen noch anstrengender."
Der Braunhaarige zuckte kurz mit den Schultern und drehte sich dann wieder nach vorne.
"Dann schau von mir aus zu, aber lenk mich nicht ab."
Das mit dem 'nicht ablenken' war zwar schön und gut, aber auch wenn Kuro nichts sagte, konnte Mahiru sich nicht wirklich konzentrieren.
Sie kannten sich jetzt seit mehreren Monaten und er würde lügen, wenn er sagen würde, dass ihm nichts an Kuro läge. Es lag ihm sogar mehr an ihm, als es ihm lieb war.
Schon seit Wochen hatte er so ein komisches Gefühl im Bauch, wenn sein Servamp ihm in seiner menschlichen Gestalt näher kam.
Und wenn er es simpel betrachtete, dann war das Liebe.
Warum und weshalb er jetzt aber so empfand, verstand er nicht und genau das machte es kompliziert. Mahiru war noch nie ein Freund von komplizierten Sachen gewesen, deshalb hasste er es, dass er so im Dunkeln gelassen wurde.
Und es machte es nicht besser, dass Kuro mit seinem Kopf immer näher kam, sodass er seinen Atem spüren konnte.
Er wusste nicht, ob der Ältere das mit Absicht tat, um ihn zu ärgern, oder nicht, trotzdem machte es ihn regelrecht verrückt.
"Kuro, du atmest mir gegen das Ohr."
Angesprochener wich sofort ein Stück zurück und entschuldigte sich flüchtig.
Es war nicht in seiner Absicht gewesen, seinem Vordermann gegen das Ohr zu atmen. Er wollte nur dem süßlichen Geruch auf die Schliche kommen, den er erschnuppert hatte. Aus diesem Grund war er Mahiru näher gekommen.
Zum Schluss hatte er dann herausgefunden, dass es Mahirus Haare waren, die so gut dufteten.
Er hatte nie darauf geachtet, wie seine Haare rochen, wenn er auf seiner Schulter saß. Das nächste Mal musste er definitiv daran denken!
Doch jetzt sehnte er sich nach diesem Geruch. Nur wie sollte er es anstellen, an Mahirus Haaren zu riechen, ohne ihn bei der Arbeit abzulenken?
Das würde anstrengend werden...
Kurzerhand bettete er einfach seinen Kopf auf der Schulter seines Eves.
"Kuro, was soll das jetzt werden?"
Mahiru klang leicht genervt.
"Ich schaue dir beim Kochen zu, aber mein Kopf wurde schwer."
Das war doch jetzt nicht sein Ernst, oder?
Musste er den Braunhaarigen wirklich noch mehr verrückt werden lassen, als er es eh schon war?
Er war doch total überfordert mit seinen Gefühlen.
Natürlich war Mahiru bewusst, dass es auf Dauer nicht so weitergehen konnte. Sie wohnten schließlich zusammen.
Irgendwann würde bestimmt die Zeit kommen, in der seine Barriere brechen würde und er sich nicht mehr beherrschen könnte.
Doch im Moment musste er damit zurechtkommen, auch wenn es ihm fast das Herz brach.
"Du hast Recht, dein Kopf ist wirklich schwer, also nimm ihn bitte von meiner Schulter. Das Essen ist eh bald fertig, also gibt‘s hier jetzt nicht mehr viel zu sehen."
"Na gut."
Kuro nahm widerwillig seinen Kopf von der Schulter seines Vordermanns und ging zurück zum Sofa.
Wenn es so weiter ging, würde er noch süchtig nach diesem Geruch werden.

Wenig später brachte Mahiru das Essen endlich zu Tisch und beide fingen an, genüsslich ihre Nudelsuppe zu schlürfen.
Irgendwann unterbrach Kuro das Nudelessen, um seinem Eve eine Frage zu stellen, die ihm schon ewig auf der Seele brannte, aber auf die er nie wirklich eine Antwort bekommen hatte.
"Hast du es eigentlich jemals bereut, mich aufgelesen zu haben?"
Diese Frage kam so plötzlich, dass Mahiru sich an seiner Nudelsuppe verschluckte und erst einmal husten musste, bevor er antwortete.
"Wie kommst du jetzt darauf?"
"Durch mich wurdest du in so viele gefährliche Dinge verwickelt… Da dachte ich-"
Kuro wurde sogleich unterbrochen.
"Blödsinn. Du machst mir zwar Arbeit und ich habe viele Dinge erlebt, die nicht nur positiv waren, aber ich habe das nie bereut.
Es hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Vielleicht hat es mich auch ein wenig stärker gemacht. Aber einfach gesagt, hätte ich all diese Dinge nie erlebt, wärst du nicht gewesen. Ich hätte nicht all diese neuen Freundschaften geschlossen und ich hätte nie diese andere 'Welt' kennengelernt.
Hätte nie etwas von Vampiren erfahren oder würde vielleicht auch vergessen, dass ich Sakuya je begegnet bin, weil er ja nach diesem Jahr gehen wollte.
Simpel ausgedrückt, bin ich dir dankbar für alles, was du mir gegeben hast. Und auch wenn es jetzt in Zukunft noch schwerer und komplizierter werden wird, wir stehen das gemeinsam durch. Als Partner und Freunde."
Kuro fielen fast die Essstäbchen aus der Hand.
Er hatte nicht damit gerechnet, dass jetzt so eine Rede kommen würde.
Trotzdem machte es Kuro verdammt glücklich und ehe er sich versah bewegte sich sein Körper von allein.
Er beugte sich über den Tisch, blendete die verwirrte Frage von Mahiru aus, was er denn da mache, und drückte seine Lippen auf die seines Eves.
Der Braunhaarige zuckte kurz zurück und riss seine Augen auf, als sich die weichen Lippen seines Gegenübers auf seine eigenen legten.
Sein Herzschlag beschleunigte in zehn Millisekunden auf 200 Schläge pro Minute, so kam es ihm jedenfalls vor. Ob das noch gesund war, wusste er allerdings nicht.
Viel zu schnell zog sich Kuro zurück, sodass Mahiru nicht einmal genug Zeit gelassen wurde, diesen sanften Kuss zu erwidern.
Als der Vampir wieder auf seinem Platz saß, sah er peinlich berührt zur Seite und meinte:
"Tut mir leid, ich hab nicht gedacht, bevor ich gehandelt habe.
Ach je... Dieser Peinlichkeit bin ich nicht gewachsen."
Mahiru lief rot an.
"Idiot! Einfach gedacht, magst du mich doch, oder? Somit wäre es noch viel komplizierter, würde ich nicht sagen, dass es mir doch genauso geht!"
Plötzlich schien der Braunhaarige es für sehr wichtig zu halten, seine restliche Nudelsuppe anzugucken, die jetzt wahrscheinlich schon kalt war. Aber vielleicht konnte er sie mit seinen Blicken ja wieder aufwärmen.
Zum wiederholten Male an diesem Tag war Kuro von Mahiru erstaunt. Wie oft hatte er noch vor, ihn zu verwirren? Das wurde immer anstrengender...

Mahiru starrte derweil noch immer auf seine Suppe, aber sie fing einfach nicht an zu kochen.
Als nächstes wurde er an seinem Handgelenk gepackt, von seinem Stuhl hochgezogen und in eine Umarmung gezogen.
"K-Kuro...?"
"Ich bin glücklich."
"Weshalb?"
Eigentlich war die Antwort doch ziemlich offensichtlich. Trotzdem wollte... nein, musste Mahiru die Antwort aus Kuros Mund hören.
"Dass du mich aufgelesen hast, dass du diese Entscheidung nicht bereust und dass du genauso fühlst wie ich.
Ich weiß nicht, ob ich diesen Gefühlen wirklich gewachsen bin..."
Mit einem Mal fiel ein Stein von Mahirus Herzen und er erwiderte die Umarmung seines Servamps und drückte sich an seine Brust.
Er wollte diese Nähe einfach nur genießen, doch Kuro hatte etwas komplett anderes mit ihm vor, als nur zu kuscheln.
Das bemerkte er spätestens dann, als etwas warmes und feuchtes über sein Ohr glitt und ihn erschaudern ließ.
"K-Kuro! Was machst du da?!"
"Ich bin nur ein anschmiegsames Kätzchen. Miau."
Als nächstes verirrte sich die Hand des Größeren in den Haaren des Kleineren und natürlich ließ er es sich nicht nehmen, an dem braunen Schopf seines Gegenübers zu riechen.
"Mahiru, benutzt du irgendein besonderes Shampoo?"
"Was? Äh... Na ja, ich hab mal eins mit Minze ausprobiert. Warte... riechst du gerade an meinen Haaren?!"
Kuro hörte das Riechen auf, ging ein wenig auf Abstand, sodass er Mahiru in die Augen schauen konnte.
"Minze?"
"Ich dachte Katzen stehen nur auf Katzenminze?"
"Vielleicht liegt es daran, dass du es bist."
Und schon fand sich Kuros Nase erneut in den Haaren seines Eves wieder.
"Mich wundert's, dass dir das alles hier nicht zu anstrengend wird."
"Liebe überwindet alle Grenzen."
Erneut leckte er über das Ohr des Jüngeren und knabberte dieses Mal sogar leicht daran.
"W-Was soll das eigentlich werden?"
Mahirus Hände hatten sich mittlerweile in das Shirt seines Gegenübers gekrallt.
"Wie ich schon sagte, ich bin ziemlich anschmiegsam und drücke nur meine Liebe aus, indem ich mein Herrchen ablecke. Miau."
Der Braunhaarige errötete und keuchte leicht auf, als Kuro wieder in sein Ohr biss.
"Du kannst deine Liebe auch anders ausdrücken."
Wie auf Knopfdruck ließ der Vampir von dem Ohr seines Eves ab und schnappte sich stattdessen dessen Lippen.
Dieses Mal hatte Mahiru auch genug Zeit, um zu reagieren und konnte endlich den Kuss erwidern.
Es dauerte auch nicht lange, da erbat die Zunge Kuros Einlass, der ihr auch sogleich erteilt wurde.
Zuerst stupste die Zunge des Älteren die des Anderen vorsichtig an, als würde sie sie zum Spielen einladen.
Doch sie ließ sich nicht lange bitten und so wurde der Kuss immer intensiver und wilder.
Mahiru war durch diesen Kuss so vernebelt, dass er nach hinten gegen die Wand stolperte und an ihr langsam herunter glitt.
Der Kuss wurde dabei kein einziges Mal unterbrochen.
Als sie dann jedoch beide auf dem Boden ankamen, mussten sie sich zwangsweise wegen Luftmangel lösen. Doch diese Pause dauerte keine 3 Sekunden.
Fast sofort wurde der Kampf der Zungen wieder aufgenommen.
Kurze Zeit später ließ Kuro wieder von den Lippen des Anderen ab und leckte an Mahirus Hals bis hoch zum Ohr, um dort dann wieder seine Nase in die braunen Haare seines Gegenübers zu stecken.
"Du riechst an mir, wie ein Kater an einer rolligen Katze.", bemerkte Mahiru.
Als Antwort wurde er in den Hals gebissen und sein Blut wurde gesaugt.
"Das bist du auch. Ich schmecke Lust."
Mahiru lief rot an.
"W-Was?!"
"Dein Blut verrät mir alles."
Kuro leckte noch einmal entschuldigend über die Wunde, bevor er seine Hand unter das Shirt des Braunhaarigen schob und über die Haut darunter fuhr, auf der sich sofort eine Gänsehaut ausbreitete.
"K-Kuro...warte..."
Mahiru hielt den Arm von seinem Servamp fest und verhinderte somit, dass Kuro noch weiter mit seiner Hand nach oben fahren konnte.
"Was ist?"
Kuro blickte in die Augen seines Gegenübers.
"Wir sind im Eingangsbereich. Ich weiß nicht, was du vorhast, aber trotzdem fände ich es besser, wenn wir in mein Zimmer gehen würden."
"Einverstanden.
Ist aber ziemlich anstrengend..."
Kuro zog seine Hand zurück, hob Mahiru hoch und trug ihn Prinzessinnen-like ins Schlafzimmer.
Dort legte er ihn auf dem Bett ab und stieg zu ihm.
Wie eine Katze, die gerade auf Beutefang war, krabbelte er zu dem Braunhaarigen hoch, stemmte sich über ihn und versiegelte erneut ihre Lippen.
Nach einer Zeit unterbrach Kuro jedoch den Kuss und schaute Mahiru in die Augen.
Dieser konnte nur mit Müh‘ und Not den Augenkontakt halten, so peinlich berührt wie er war.
Und mit jeder Sekunde, die er in die Augen seines Gegenübers sah, nahm sein Gesicht eine noch dunklere Rötung an.
"Alles gut, Mahiru? Dir steigt das Blut ganz schön zu Kopf."
Kaum hatte er es ausgesprochen, landete schon eine Faust auf seinem Kopf.
"An wem liegt das wohl?!"
"Autsch... Warum schlägst du deine kleine zuckersüße Katze?"
Kuro richtete sich auf, nahm dann die Hand, die ihm gerade eine verpasst hatte, in beide Hände und zog das Schweißband herunter.
"Dabei gibt es doch nichts, wofür du dich schämen müsstest."
Er leckte über die Hand des Braunhaarigen und jagte ihm so einen kleinen Schauer über den Körper.
"Kuro, was genau hast du eigentlich mit mir vor?"
Angesprochener hielt in seiner Bewegung inne und sah ihn an.
"Ziemlich anstrengende Dinge, denen ich wahrscheinlich nicht gewachsen bin."
Mahiru seufzte.
"Die da wären?"
Kuro ließ plötzlich ganz von der Hand ab, beugte sich wieder nach vorne und blieb vor dem Ohr des Anderen zum Stehen.
"Ich will dich mein machen.", flüsterte er und bescherte Mahiru dadurch eine gewaltige Gänsehaut.
"M-Mich dein machen? Was... Was soll das heißen?"
Doch Kuro gab darauf keine Antwort, sondern schob erneut seine Hand unter das T-Shirt des Braunhaarigen und schob es sanft nach oben.
Mahiru erzitterte unter den Berührungen des Älteren und krallte sich in dessen Oberteil.
Der Vampir nahm daraufhin seine Hand zurück, um die Griffel des Kleineren sanft von seinem Oberteil zu entfernen.
Kaum hatte er sie weg bekommen, zog er Mahiru sein Shirt über den Kopf und warf es achtlos auf den Boden.
Daraufhin strich er mit seiner Hand wieder über den Oberkörper des Jüngeren, fuhr mit seiner Zunge über dessen Hals bis zu seiner Brust herunter und leckte dort über die Nippel.
Mahiru keuchte erregt auf und spürte, wie langsam das Blut von seinem Kopf nach unten zwischen seine Beine floss.
Wenn sein Servamp so weitermachte, würde das noch ziemlich eskalieren. Und so wandte er sich unangenehm unter der Zunge des Anderen. Der ließ dann von ihm ab und schaute leicht besorgt zu Mahiru hoch. Seine Hand ruhte noch auf dessen Bauch.
"Soll ich aufhören?"
Schnell schüttelte der Braunhaarige den Kopf.
"Was ist dann?"
Im Prinzip wusste Mahiru selber nicht, was er genau wollte.
Einerseits wollte er nicht, dass Kuro aufhörte und andererseits wollte er nicht, dass es komplett eskalierte.
Das war mal wieder mega kompliziert...
"Bin ich zu unvorsichtig?"
Erneutes Kopfschütteln seitens Mahiru.
"Nein. Ich schätze, es ist einfach ungewohnt.
Aber... hör bitte nicht auf..."
Der Blauhaarige nickte und führte seine Arbeit fort.
Er leckte weiter über die Brust, bis hinunter zum Bauchnabel. Um diesen ließ er seine Zunge kreisen und versenkte sie kurz darin, bevor er sich weiter nach unten bewegte und kurz vor der Hose stoppte.
In der Zwischenzeit hatte sich Mahiru zurückgelegt, einen Arm auf seinen Augen platziert und ließ Kuro einfach machen.
Dieser war jetzt damit beschäftigt die Hose des Kleineren zu öffnen und sie ihm von den Beinen zu ziehen.
Als dieser dann den kalten Lufthauch unten herum spürte, zog er scharf die Luft ein und erbarmte sich dann doch, den Arm von den Augen zu nehmen, um zu gucken, was Kuro da unten denn genau trieb.
Als er jedoch nach unten schaute, fiel sein Blick auf seine eigene Erektion, die sich durch ein Zelt in seiner Boxershorts bemerkbar machte.
Somit beschloss er, seinen Arm wieder auf seinen hochroten Kopf zu legen.
Der Vampir fuhr währenddessen mit zwei Fingern unter den Bund der Unterhose, zog sie mit einem Ruck herunter und schmiss sie zu der Hose und dem T-Shirt auf den Boden.
Als die kühle Außenluft plötzlich gegen den Penis von Mahiru schlug, konnte dieser ein Keuchen nicht mehr unterdrücken. Er fragte sich ja sowieso, warum Kuro das alles mit einer Selbstverständlichkeit tat, während er selbst vor Scham fast explodierte.
Er wollte gerade zu eben dieser Frage ansetzen, als er laut aufstöhnen musste.
Sein Servamp hatte doch gerade wirklich sein Glied in den Mund genommen!
Mal davon abgesehen, dass dessen Mundhöhle verdammt warm war und es ihn fast verrückt machte, hatte Mahiru einfach nur die Hoffnung, dass Kuro seine Zähne bei sich behielt.
Langsam fing dieser dann an, seinen Kopf zu bewegen und sanft an der Erektion zu saugen. Zusätzlich nahm er noch seine Hand hinzu, um das Gefühl zu intensivieren.
Das war das erste Mal in seinem Leben, dass Mahiru so etwas spürte, aber es war einfach nur der Hammer.
Als wäre das alleine nicht schon genug, fuhr Kuro mit seiner Zunge noch über die Eichel, brachte damit den Braunhaarigen zum Stöhnen und in seiner Aktion bestätigt, fing er an zu schnurren.
Durch das Schnurren vibrierte Kuros Kehlkopf und für Mahiru wurde es immer schwieriger, sich mit dem Stöhnen zurückzunehmen. Deshalb versuchte er es auch gar nicht mehr.
Noch dazu wurde der Kleinere immer näher an den Abgrund geschoben und war verdammt nah dran, sich in dem Mund des Anderen zu ergießen.
Doch kurz bevor es dazu kommen konnte, ließ Kuro von dessen Penis ab, weshalb er ein Grummeln seitens Mahiru geschenkt bekam.
Dieser hatte mittlerweile den Arm von den Augen genommen und schaute Kuro voller Lust an. Vielleicht hatte er doch Recht damit gehabt, dass Mahiru einer rolligen Katze ähnelte.
"Ich mach‘ gleich weiter.
Muss nur eben was gegen diese Hitze unternehmen."
Mit diesen Worten landeten seine Jacke und sein Oberteil auf dem Boden und der Braunhaarige hatte freie Aussicht auf den Sixpack seines Gegenübers. Doch er hatte kaum Zeit diesen zu bewundern, denn sein linkes Bein wurde angehoben und auf der Schulter von Kuro abgelegt.
Soviel zu er mache gleich weiter, jetzt kümmerte er sich doch um was anderes.
Mahirus Erektion pochte noch immer schmerzhaft und winselte um Aufmerksamkeit, die sie aber noch nicht bekommen sollte.
Kuro steckte sich sogleich drei Finger in den Mund, befeuchtete sie und führte sie zu dem Eingang des Braunhaarigen.
Mit einem Mal wurde diesem dann auch schlagartig bewusst, auf was das hier hinaus laufen würde.
Dabei hatte er es sich fest vorgenommen, das Ganze nicht eskalieren zu lassen. Nur war es ab dem Zeitpunkt schon eskaliert, als ihm die Hose ausgezogen wurde.
Der erste Finger durchstieß den Muskelring und Mahiru empfand es als unangenehm. Es war nicht schmerzhaft, noch nicht, aber es war ungewohnt.
Nach kurzer Zeit kam ein zweiter Finger hinzu und das war schon schmerzhafter.
Mahiru krallte sich in das Bettlaken und verzog das Gesicht. Er war ganz sicher nicht entspannt, so wie er es eigentlich sein sollte.
Dies blieb natürlich nicht unbemerkt und Kuro hielt in seiner Bewegung inne.
"Alles ok?"
Der Kleinere nickte und versuchte sich so gut es ging an den Fremdkörper in sich zu gewöhnen. Wenn es schon längst eskaliert war, dann konnte er sich auch einfach der Lust hingeben.
Als er sich endlich entspannt hatte, fing Kuro an ihn mit scherenartigen Bewegungen zu dehnen, wodurch sich Mahiru erneut verspannte und sich irgendwann auch wieder entspannte.
Das Prozedere wurde dann noch einmal mit dem dritten Finger wiederholt und danach war der Vampir der Meinung, dass er seinen Eve gut genug vorbereitet hätte.
Er war zwar nicht der Servamp der Wollust, aber trotzdem wollte er nicht auf sein eigenes Wohlbefinden verzichten.
Er öffnete seine eigene Hose, gegen die seine Erektion schon eine Weile angekämpft hatte, zog sie samt Unterhose herunter und schmiss sie zu den restlichen Klamotten auf den Boden.
Er beugte sich wieder über Mahiru und schaute ihm in die Augen.
"Sicher, dass du-"
Er wurde jäh unterbrochen, als er in einen tiefen Kuss gezogen wurde.
"Ja, bin ich. Und jetzt mach hinne, sonst platz‘ ich noch."
Kuro leckte sich noch einmal über die Lippen und begab sich mit seinem Mund wieder zu Mahirus Ohr.
"Dann steck‘ ich ihn jetzt rein."
Angesprochener nickte und stöhnte sogleich auf, als die Spitze von dem Penis seines Servamps ihn in eindrang.
Ob vor Schmerz oder vor Lust konnte er nicht sagen, aber vermutlich von beidem etwas.
Kuro bewegte sich immer weiter nach vorne, sichtlich angestrengt, sich nicht mit voller Wucht in seinem Eve zu versenken.
Als er dann endlich mit seiner gesamten Länge in ihm war, musste er inne halten, um nicht sofort damit anzufangen, sich zu bewegen. Mahiru hatte nämlich schon Tränen in den Augen und wenn es so weiter ging, würde Kuro den Braunhaarigen noch mehr verletzen.
"Beweg... dich..."
Eigentlich wollte der Vampir es wirklich langsam angehen lassen, aber durch diese Worte Mahirus konnte er sich nicht mehr beherrschen.
So fing er an sich zu bewegen und keuchte immer wieder in das Ohr seines Eves, dem das gar nichts ausmachte.
Im Gegenteil, es machte ihn sogar an.
Kuro bewegte sich immer schneller und traf sogar den Punkt in Mahiru, der ihn Sternchen sehen ließ.
Von dieser Stimulation im Inneren angetrieben, stöhnte der Braunhaarige laut auf.
Immer wieder traf der Vampir deshalb diesen Punkt, trieb seinen Eve immer weiter an seine Grenze, griff kurzerhand noch das Glied Mahirus und pumpte es gleichmäßig zu seinen Stößen.
Da dauerte es nicht mehr lange, bis sich der Jüngere schreiend in der Hand des Anderen ergoss und dieser, wegen der urplötzlichen Verengung um sein Glied, nur noch wenige Stöße benötigte, bis auch er laut stöhnend in seinem Eve kam.

Wenig später lagen sie erschöpft an einander gekuschelt da und Mahiru verpasste Kuro einen leichten Schlag auf den Kopf.
"Idiot. Du machst die ganzen Sachen nur noch komplizierter."
"Und anstrengender. Aber Liebe überwindet ja bekanntlich alle Grenzen."
Der Braunhaarige fing an den Nacken seines Servamps zu kraulen und wurde dafür mit einem kehligen Schnurren belohnt.
"Du sagst die ganze Zeit, dass Liebe alle Grenzen überwindet, aber du hast es noch nie konkret ausgesprochen."
Das Schnurren hörte auf und Kuro blickte Mahiru in die Augen.
"Tut mir Leid, muss ich wohl vergessen haben."
Der Kleinere lachte kurz.
"Typisch Servamp der Trägheit."
"Aber ich kann es ja jetzt immer noch sagen.
Ich liebe dich, Mahiru.
Dich und dein Minzshampoo. Miau."
"Was hast du die ganze Zeit mit meinem Shampoo?!
Na ja, wie auch immer.
Ich liebe dich auch, Kuro."
Mahiru lächelte ihn an, Kuro seufzte und meinte grinsend, bevor er seinen Eve wieder in einen tiefen Kuss zog:
"Dem bin ich nicht gewachsen."

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*japanische Nudelsuppe mit Fleisch als Topping und Udon-Nudeln
**getrockneter und geräucherter Thunfisch (Bonito)

Halli Hallöchen
Hier bin ich mal mit einem OS zu einem meiner Lieblingsmangas/Animes und gleichzeitig einem meiner Lieblingspairs! (Von dem es irgendwie kaum Geschichten gibt, was los? O.o)
Ihr müsst mir verzeihen, wenn es alles etwas komisch ausgedrückt ist. Ich habe zum ersten Mal einen OneShot geschrieben und das ist mir, zugegebenermaßen, ziemlich schwer gefallen, da ich nicht gut darin bin, mich kurz zu fassen.
Ich hoffe dennoch, dass euch meine Geschichte gefallen hat und vielleicht lesen wir uns ja in anderen Projekten von mir wieder!

Also, see you next time!
Jaa ne!
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