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Durch die Hölle und zurück

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Eric OC (Own Character)
31.07.2016
28.11.2020
36
75.745
39
Alle Kapitel
107 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
21.12.2016 2.416
 
 Hallihallo ;-)
Hier ist das nächste Kapitel. Ehrlich gesagt hab ich lange überlegt, ob ich es nun hochladen soll oder nicht...bin mir nicht so sicher, wie es ankommt. Oder ob ich nur Schwachsinn schreibe den niemand hier nachvollziehen kann. Würde mich daher über Feedback freuen, um nicht die Geschichte kaputt zu machen.
Nun erst mal viel Spaß beim Lesen! ^^
Euer stern101chen






– Elenas POV -  

„Das nenne ich ein ordentliches Feilchen.“, murmelte der Arzt, Dominik, als er mit der Versorgung fertig war. Der Kampf gegen Eric hatte natürlich Spuren hinterlassen, wie ein Feilchen, geprellte Rippen und enorme Blutergüsse. Aber es hatte sich gelohnt, denn obwohl ich körperlich erledigt war, hatte ich viel Nützliches von ihm gelernt. Zwar auf die harte Tour – typisch für Eric – aber immerhin. Langsam drehte ich mich nach links und beobachtete den Anführer, welcher sich gerade seine gebrochene Nase richten ließ. Leicht musste ich schmunzeln. Richtig, ich hatte es tatsächlich geschafft, Eric, dem  Eric, die Nase zu brechen. Darüber freuen konnte ich mich allerdings nicht recht, denn es war viel mehr ein Missgeschick als eine beabsichtigte Tat gewesen.
Geduldig wartete ich, bis auch Eric fertig verarztet war, bevor ich aufstand und mit ihm die Krankenstation verlassen wollte.
„Einen Augenblick noch.“, begann Dominik und sah uns mit ernster Miene an. Fragend blieben wir stehen. Was denn noch?
„Fürs Protokoll: Trainingsverletzungen?“, hakte er nach und musterte zuerst mich und dann Eric mit einem etwas skeptischen Blick. Erics Gesichtsausdruck verfinsterte sich.
„Ja.“, gab ich etwas verwirrt zurück und beobachtete Eric, welcher deutlich angespannt war.
„Alles klar.“, antwortete der Arzt ruhig und vervollständigte das Protokoll. Noch bevor ich weiter nachfragen konnte, hatte Eric auch schon einen Arm um meine Schultern gelegt und schob mich mehr oder weniger bestimmend nach draußen.
„Er denkt, ich misshandle dich.“, brummte Eric und ich konnte ihm ansehen, dass er äußerst verärgert war.
„Aber wir haben ihm doch beide gesagt, woher die Verletzungen kommen.“, erwiderte ich nachdenklich. Der Ferox schnaubte.
„Du kennst meinen Ruf, wie über mich geredet wird. Er ist nicht der Einzige, der denkt, ich würde meine Aggressionen zum Spaß an anderen auslassen. Da reicht es, meine Verlobte mit diversen Verletzungen zu sehen und schon brodelt die Gerüchteküche wieder. “, sagte er mit leiser, aber deutlich angespannter Stimme.
Ich schwieg. Eric hatte mich schon oft außerhalb des Trainings geschlagen, aber das war, bevor wir einander näher gekommen sind. Hatten die Leute echt nichts Besseres zu tun?
„Lass sie doch denken, was sie wollen. Würdest du mich misshandeln, hätte ich dich schon längst kastriert und in die Schlucht geworfen.“, sagte ich übertrieben überzeugt und boxte ihm leicht in die Seite. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich, wie sich seine Mundwinkel nach oben zogen.
„Ganz sicher.“, meinte er und nahm meine Hand. Bis auf uns war niemand in dem Gang unterwegs, ansonsten würde er das nicht tun. Er hasste es, öffentlich Zuneigung zu zeigen.
Nachdem wir wieder zurück in der Wohnung waren, setzte ich mich auf die Couch, da mein Kopf noch immer schmerzte.
„Fang.“, rief Eric und als ich mich zu ihm drehte, konnte ich gerade noch die Packung Tiefkühlgemüse fangen, welche er mir zugeworfen hatte. Ich bedankte mich und hielt mir die kalte Packung an die Schläfe. Die Kälte tat extrem gut.
„Wenn dich dein Ruf so stört, warum änderst du nicht etwas daran?“, wollte ich wissen und sah den Anführer fragend an, welcher sich nun ebenfalls auf die Couch fallen ließ.
„Mein Ruf stört mich nicht, im Gegenteil. Nur die Gerüchte, die immer wieder umgehen, gehen mir auf die Nerven.“, antwortete er und lehnte sich zurück. „Aber das gehört dazu.“, fuhr er fort und ich nickte langsam. Eine Weile war es still und ich schloss die Augen.
„Was hältst du von einer Dusche?“, hörte ich den Ferox wenige Sekunden später fragen und ich nickte zögerlich. Nach dem Training hatte ich es sicher nötig, vermutlich müffelte ich schon so sehr, dass mich Eric darauf hinweisen musste. Ich schnappte mir frische Anziehsachen und schlenderte ins Bad, aber als ich die Tür hinter mir schließen wollte, stand da plötzlich Eric.
„Ich kann nicht abschließen, wenn du da stehst.“, sagte ich und runzelte die Stirn.
„Natürlich nicht.“, gab er zurück und ging nun ebenfalls ins Bad. Verwirrt blinzelte ich, bevor ich mich langsam zu ihm umdrehte.
„Eric?!“ Meine Stimme überschlug sich fast, aber der Ferox funkelte mich nur auffordernd an. Seine Nase war gebrochen, wie konnte er nur so gut drauf sein?!
Mit halb offenem Mund registrierte ich, wie er sich langsam aus seinen Klamotten schälte.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst.“, sagte ich tonlos, aber er sah mich nur unbeeindruckt an.
„Sag bloß, du traust dich nicht.“, meinte Anführer und zog herausfordernd eine Augenbraue nach oben. Ich starrte ihn unfassbar und ziemlich überfordert an. Er wollte, dass wir zusammen duschen? Etwa nackt?!
„I-ich..“, begann ich, stoppte aber, als ich feststellte, dass ich keine Ahnung hatte, was ich eigentlich sagen wollte. Als Eric nun nur noch in seiner Unterhose vor mir stand und auf mich zuging, griff ich instinktiv zur Türklinke und wollte verschwinden, aber seine starken Arme um meiner Hüfte hielten mich zurück.
„Hiergeblieben.“, raunte er und legte eine Hand um meinen Hals, sodass sich automatisch wieder dieses wohlige Gefühl in mir ausbreitete. Wie machte er das nur?
„Ich kann nicht mit dir duschen.“, stammelte ich und spürte, wie mir allein bei dem Gedanken daran die Röte ins Gesicht lief. Tief in mir drin musste wohl doch eine verklemmte Altruan sein.
„Vertraust du mir?“, fragte er rau und ich starrte ihn lange an. Viel zu lange.
Dann nickte ich.
Als wäre dies Antwort genug, drehte er mich um und ehe ich mich versah, hatte er mir mein Shirt über den Kopf gezogen. Anschließend fuhr er mit seinen Händen nach unten zum Knopf meiner Hose. Ich erstarrte. Wenn ich untenrum nichts mehr anhabe…was, wenn er einfach...so wie ich es von meiner Mutter mitbekommen hatte, mussten die Schmerzen furchtbar sein...
Augenblicklich spürte ich wieder den Drang, ihn von mir zu stoßen. Und das tat ich auch.
„Lass mich!“, fuhr ich ihn an und klang dabei viel aggressiver, als ich es beabsichtigt hatte.
„Elena.“ Erics Stimme war ganz leise und ich kam mir plötzlich vor, als rede er mit mir wie mit einem bockigen Kind.
„Lass mich. Hör einfach auf damit!“, fauchte ich und drehte mich abrupt um. Ich wollte einfach nur weg von hier und irgendwo allein sein. Aber das wurde mir offenbar nicht gegönnt, denn schon wurde ich am Handgelenk gepackt und zurückgezogen. Da meine Handgelenke vom Training noch weh taten, kniff ich schmerzhaft die Augen zusammen.
„Wenn du sagst, du vertraust mir, sagst du das nur so oder ist das auch die Wahrheit?“, fragte der Ferox und zwang mich, ihn anzusehen. Wütend funkelte ich ihn an. Er soll mich gefälligst loslassen.
„Eric, lass mich sofort los.“, forderte ich und ich merkte, wie zittrig meine Stimme klang. Ich musste hier weg bevor ich noch vor ihm die Fassung verlor.
Doch er lockerte seinen Griff nicht, egal wie sehr ich versuchte, freizukommen.
„Das ist die Wahrheit, ich vertraue dir, Eric.“, sagte ich schließlich ergeben um ihn dazu zu veranlassen, mich gehen zu lassen. Sein Blick wanderte prüfend über mein Gesicht.
„Wovor hast du dann solche Panik?“, hakte er nach und als ich an die Antwort auf seine Frage dachte, kamen mir plötzlich die Tränen hoch. Genau das hatte ich befürchtet.
„Ich hab keine Panik! Du weißt nicht mal was Panik ist!“, knurrte ich mit zusammengebissenen Zähnen.
„Ich erkenne Panik, wenn ich sie sehe. Und ich sehe sie in deinen Augen.“, murmelte er.
„Es ist okay. Okay? Es ist alles okay.“, sagte ich und bemühte mich, ruhig zu sprechen, auch wenn es mir absolut nicht gelang. Oh Gott, ich war so dämlich! Was musste Eric jetzt von mir denken? Dass ich ein schwaches kleines Mauerblümchen war? Verdammt, ich war eine gebürtige Ferox! Ich sollte wie alle anderen vor nichts zurückschrecken und einfach ins kalte Wasser springen…
„Ich denke, wir lassen das.“, sagte Eric tonlos und ließ mich schließlich los. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Er war gekränkt. Beleidigt. Vermutlich dachte er, ich wollte es nicht. Dass ich es nicht mit ihm wollte. Aber das tat ich.
„Eric...“, begann ich, aber er schob mich nicht gerade sanft aus dem Bad.
„Ich geh jedenfalls jetzt duschen.“, unterbrach er mich barsch und ich zuckte zusammen. Er hatte wieder seine kalte Maske aufgesetzt und es war allein meine Schuld. Traurig sah ich zu, wie er die Tür zumachte und mich stehen ließ.
Ich stöhnte genervt auf und schlug meinen Kopf gegen die Wand. Wieder mal klasse hingekriegt, Elena.

- Erics POV -

Genervt stellte ich das Wasser an und ließ es mir über den Rücken laufen. Ich hatte es verbockt. Eigentlich hatte ich gedacht, es wäre eine gute Möglichkeit, ihr zu zeigen, dass man einander auch so nahe sein kann, ohne direkt Sex zu haben. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wie schwer das wirklich für sie war. Ich konnte mich nur schwer in ihre Lage hinein versetzen. Generell fiel es mir schwer, solche Frauenprobleme zu verstehen. Die Frauen, die ich bisher hatte, waren im Vergleich zu Elena Schlampen und hatten überhaupt kein Problem damit, sich auszuziehen.
Verärgert fuhr ich mir übers Gesicht. Es war eine schlechte Idee gewesen und nun hatte ich sie wahrscheinlich erst recht vergrault. Sie schien richtige Panik bekommen zu haben, als ich sie ausziehen wollte. Als würde ich ihr gleich etwas antun.
Ich seufzte frustriert auf. Offenbar vertraute sie mir also doch nicht. Mag sein, dass es Arschlöcher da draußen gibt, die darauf abfahren, Frauen beim Sex Schmerzen zuzufügen, aber so einer war ich definitiv nicht. Was auch immer Elena von ihren Eltern alles mitbekommen hatte, der Gedanke daran musste für sie schrecklich sein…
Ich horchte auf, als ich mitbekam, wie die Badezimmertür langsam geöffnet wurde. Kurz überlegte ich, ob ich nachsehen sollte, ließ es dann aber. Dann hörte ich sie meinen Namen sagen.
„Eric.“
Zögerlich drehte ich das Wasser ab und zog den Duschvorhang einen Spalt zur Seite, nur um Elena direkt vor mir stehen zu sehen. Überrascht und abwartend sah ich sie an. Erst nach ein paar Sekunden realisierte ich, dass sie bis auf ihre Unterwäsche nichts anhatte.
„Mach mal Platz.“, forderte sie etwas zögerlich und stieg tatsächlich zu mir in die Dusche. Perplex starrte ich sie an. Okay, ich hatte alles erwartet, aber nicht das.
„Was machst du hier?“, fragte ich und fühlte mich ein kleines bisschen schuldig. Ich wollte sie zu nichts drängen. Abwartend sah ich ihr in die Augen, aus denen keine einzige Träne mehr kam. Obwohl sie versuchte, selbstsicher zu wirken, sah man ihr ihre Unsicherheit deutlich an.
„Ich möchte es versuchen. Wenn du immer noch willst.“, sagte sie leise und sah zur Seite.
Innerlich verdrehte ich die Augen. Als ob ich zu ihr nein sagen würde.
Prüfend musterte ich sie. Es musste sie viel Überwindung gekostet haben, halbnackt zu mir zu kommen. Sich mir quasi auszuliefern. Das rechnete ich ihr hoch an.
„Du vertraust mir wirklich, oder?“, stellte ich fest und sie nickte. Elena schien, als wollte sie etwas sagen, aber sie biss sich nur auf die Unterlippe. Auffordernd stupste ich sie an.
„Ich will dich und ich gehe jedes Risiko ein.“
Die letzten Worte flüsterte sie fast und nun konnte ich nicht mehr warten. Schnell überbrückte ich den Größenunterschied und küsste sie, während ich sie nach hinten gegen die Duschwand drückte. Ich liebte sie, auch wenn ich sie manchmal gerne einfach auf den Mond schießen würde, wenn sie mich in den Wahnsinn trieb. Mit ihr fühlte es sich richtig an.
Zuerst erwiderte Elena den Kuss nur zögerlich, ehe sie auftaute und ihre Arme um meinen Nacken legte. Ich öffnete ihren BH und schmiss ihn zur Seite, ehe Elena das Wasser wieder anstellte. Zu meiner Überraschung streifte sie sich sogar den Rest ihrer Unterwäsche von den Beinen, sodass sie wirklich komplett nackt war. Ich konnte nicht anders, als ihren Körper anzustarren, der viel weiblicher geformt war, als man es durch ihren lockeren Kleidungsstil hindurch vermutet hätte. Sie war schlank, hatte aber trotzdem genug zum Anfassen. Gebannt fixierte ich die Wassertropfen, welche sich auf ihrem Körper den Weg nach unten bahnten. Unwillkürlich leckte ich mir über die Lippen. Zugegeben, sie brachte mich wirklich in Versuchung, aber diesmal würde ich es nicht verbocken.

- Elenas POV -

Eric drückte mich so fest gegen die Wand, dass mir beinahe die Luft wegblieb, aber es fühlte sich unbeschreiblich gut an. Für Sex fühlte ich mich definitiv noch nicht bereit, aber das hier war schon mal ein Anfang. Und ich vertraute ihm, dass er nichts tat, was ich nicht wollte. Dass er mich nicht einfach nahm, wie mein Vater meine Mutter.
Obwohl ich zuerst unsicher war, merkte ich mehr und mehr, dass ich nichts zu bereuen hatte. Ich genoss es, wie Eric meinen Körper auskundschaftete, wie er seine großen Hände auf meine Brüste legte, sodass ich jedes Mal vergaß, weiterzuatmen und er mich grinsend daran erinnern musste.
Als ich aus Luftmangel von ihm abließ, begann ich, das Tattoo auf seinem linken Unterarm nachzuzeichnen. Er hingegen ließ seine Finger der anderen Hand über die Narben auf meinem Rücken gleiten, was ich hinnahm. Die Narben waren nun ein Teil von mir und ich brauchte mich dafür nicht zu schämen.
„Ich will mit dem Sex aber doch noch warten.“, murmelte ich und ertappte mich, wie ich dabei war, Erics Erregung anzustarren, die sich mir entgegen streckte. Sofort sah ich weg und hoffte, dass der Ferox das nicht bemerkt hatte.
„Was anderes habe ich auch nicht erwartet.“, antwortete Eric und fuhr mit seinen Lippen über meinen Hals, was mir ein zufriedenes Schnurren entlockte.
„Kein Sex, versprochen.“, fügte er hinzu sah mir tief in die Augen. Ich blickte zurück und zog seinen Kopf zu mir herunter.
„Weniger reden, mehr küssen.“, neckte ich ihn und küsste vorsichtig die Spitze seiner gebrochenen Nase. Eric lachte leise und ich sah wieder dieses Blitzen in seinen Augen, welches ich so schwer deuten konnte. Er drängte mich zurück, bis ich wieder mit dem Rücken an der Wand stand.  Offenbar wusste er, was er wollte. Und ich war aufgeregt. Und neugierig. Zwar hatte ich nach wie vor Angst, aber mit der würde ich zurechtkommen müssen.
Etwas ängstlich musterte ich ihn. Liebe bedeutete, Risiken einzugehen und vielleicht verletzt zu werden. Ein Blick in diese eisblauen Augen aber genügte um zu wissen, dass ich für Eric mittlerweile so gut wie jedes Risiko eingehen würde.
„Weißt du, wie man das nennt, Elena? Duschen mit gewissen Extras.“, raunte der Ferox und brachte mich anschließend auf angenehme Art und Weise zum Schweigen.
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