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Die Racheaktion oder: Wie ich bemerke, dass ich verrückt bin

GeschichteAllgemein / P12
28.07.2016
10.06.2017
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2.228
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28.07.2016 1.022
 
Hallöchen!
Alle, die sich hierher verirrt haben: Herzlich WiIlkommen zu der wohl verrücktesten Geschichte, die ich jemals erfunden habe!
Das ganze basiert auf dem Projekt Mein OC und ich von -Mandara- . Da ich aber das Problem habe, dass ich saumäßig viele OCs habe, habe ich kurzerhand entschlossen, dass ich daraus eine ganze Geschichte mache und die alle zusammenarbeiten. Was dabei rausgekommen ist, ist mehr als verrückt und macht mir irgendwie Angst vor mir selbst, aber na ja.


Prolog/1.Kapitel

Ich schloss die Haustür auf und flüchtete mich in die Kühle des Hauses. Meine Tasche warf ich an die linke Wand und rannte schon fast die zwei Meter, die es zur Toilette waren. Als ich fertig war, wusch ich mir die Hände und verließ das kleine Zimmer wieder. Im Flur zog ich mir meine Schuhe aus und genoss die Kälte den Fliesen unter meinen nackten Füßen. Ein kurzer Blick auf die Garderobe verriet mir, dass mein Vater nicht da war ebenso unser Hund. Ich hob meine Tasche wieder auf und ging vom Flur ins Esszimmer und blieb in der Tür stehen und rief: „Hallo? Jemand da?“
Wie zu erwarten erhielt ich keine Antwort. Aus Gewohnheit ging ich erst einmal in die Küche und warf einen Blick in den Kühlschrank. Es bot mir eine gähnende Leere und außer Joghurt, anderen Milchprodukten und Trinken gab es nichts, das mir halbwegs geschmeckt hätte. Seufzend drehte ich mich um und öffnete den Vorratsschrank, in dem ich, wie zu erwarten, auch nichts zu essen fand, das mir schmeckte. Missbilligend schnalzte ich mit der Zunge und machte mich auf den Weg in mein Zimmer im ersten Stock. Ich öffnete meine Zimmertür und wollte geradewegs wieder heraus gehen. Aber es bewegte sich kein einziger Muskel in meinem Körper. Die weißhaarige Person auf meinem Schreibtischstuhl drehte sich um und sie war mir total fremd und gleichzeitig schien ich sie ewig zu kennen. „Du hast dir Zeit gelassen. Außerdem hättest du doch gar nicht so rumschreien müssen, du weißt doch, dass deine Familie nicht da ist“, erklärte sie mir und sah mich mit ihren braunen Augen abschätzend an. „Wenn man dich so sieht, würde man nicht wirklich vermuten, dass du so fieser Autor bist.“
Diese Aussage verwirrte mich jetzt total. „Was soll das jetzt heißen?“, fragte ich, nachdem ich meine Kinnlade vom Boden aufgehoben hatte. „Und vor allem: Was machst du in meinem Zimmer? Und wer bist du überhaupt?“
„Also, das ist jetzt schon verletzend, was du hier machst! Du weißt nicht, wer ich bin? Du hast mich erschaffen“, sagte erbost und sah mich trotzig an.
„Was zum Henker? Ich soll dich erschaffen haben? Ich bin doch nicht Gott!“
„Der bist du definitiv nicht, auch wenn ich kein Plan habe, von wem du redest. Es gibt ja so viele Götter.“
Mich beschlich eine Ahnung, aber ich verwarf sie direkt wieder. Das war doch unmöglich! Das vor mir war auf keinen Fall Lissandra. Definitiv nicht.
„Weißt du jetzt, wer ich bin?“
„Ich hab ne Idee, aber das wäre einfach nur paradox.“
„Meine ganze Existenz ist paradox, das weißt du. Soll ich dir einen Tipp geben?“, so langsam klang sie ungeduldig.
„Bist du Lissandra?“
„Endlich! Du hast es erfasst!“
„Ok, Notiz an mich selbst: Zara, Jon und Fred sind keine gute Gesellschaft für Lissandra.“
„Na, so würde ich das nicht sagen.“
„Egal jetzt, was willst du hier?“
„Ich glaube, wir haben es Racheaktion genannt“, sagte sie ausweichend und kratzte sich hinterm Ohr.
„Racheaktion?“
„Ja, das war die Grundidee. Ich meine, weißt du eigentlich, wie du mit uns spielst? Weißt du, wie das ist, wenn man urplötzlich irgendwo splitterfasernackt aufwacht und keinen Schimmer hat, wer man ist?!“
„Ähm nein, aber du weißt, dass du sonst einfach zu sehr eine Mary Sue werden würdest und sowas liest niemand gern. Also, musste ich dich irgendwie schwächen.“
„Ist das dein Ernst?! Nur weil du Angst hast, dass deine Leser das nicht gerne lesen, lässt du mich splitterfasernackt einfach so auftauchen?!“
„Ja, das ist mein Ernst.“
Sie sah mich entrüstet an. Aber noch bevor sie etwas sagen konnte, tauchte neben ihr eine weitere Gestalt auf. Auch diese Gestalt erkannte ich und am liebsten hätte ich mich direkt in eine geschlossene Klapse eingewiesen. Das hier waren Wahnvorstellungen hoch zehn! „Ich denke, wir können anfangen, nicht wahr, Schatz?“, fragte die neudazugekommene Gestalt Lissandra und ich erkannte den jungen Mann als Jon Casterly. Er trug seinen Mantel und stützte sich auf einen braunen Stab, der mich an den Zauberstab von Gandalf aus Herr der Ringe erinnerte. „Ja, sie glaubt, dass ich nicht real bin. Sie hält das für paradox“, meinte Lissandra und stand auf.
„An deiner Stelle würde ich die Augen schließen, so als Tipp“, sagte Jon zu mir und ich kam seinem Tipp nach und schloss die Augen. Und auch durch meine geschlossenen Augenlieder sah ich das gleißende Licht, das plötzlich auftauchte und genauso schnell wieder verschwand. Als ich die Augen öffnete, musste ich mich zwicken, um zu glauben, dass ich mir das nicht bloß vorstellte. Ich stand vor einem großen, schlossähnlichen Steingebäude und spürte das Gras unter meinen Füßen. Die Sonne schien und überall liefen Leute herum und unterhielten sich. Sie ignorierten mich und meine Begleiter. Alle trugen schwarze Umhänge, vereinzelt gab es bunte Säume und mir wurde klar, wo ich war: Ich befand mich auf dem Gelände der Heiwa, Schule für Magie. Ein Ort, den ich selbst erschaffen hatte, mit meinen eigenen Charakteren. „Dann wollen wir dich mal den anderen vorstellen. Sie sind schon alle ganz gespannt auf dich. Ich denke aber, dass Helena nicht sehr gut zu sprechen sein wird. Ich nehme jetzt mal an, dass du weißt warum“, sagte Lissandra und führte mich auf das Gebäude zu. Ich sah schuldbewusst auf den Boden und nickte.

Ich war definitiv verrückt. Ich musste in die Klapse.


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Also,
die beiden Charaktere, die in diesem Kapitel vorkommen stammen aus meiner Geschichte Heiwa - Lodernde Flammen und die Szene, auf die sich Lissandra am Anfang bezieht, ist noch nicht veröffentlicht.
Das hier ist der Auftakt zur Racheaktion meiner OCs und ich werde in jedem Kapitel anderen meiner Charaktere (ich habe da eine ganze Bandbreite zur Verfügung) begegnen und diverse Sachen erleben.
~Lily
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