Hikari

von Eccho
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
28.07.2016
31.05.2018
29
124.620
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28.07.2016 2.946
 
Für alle, die das Vorwort lesen: Ich werde jeden Donnerstag (keine bestimmte Uhrzeit) ein neues Kapitel raus bringen. Geplant sind an die 50 Kapitel, also mal sehen, wie viele ich wirklich schreiben werde. Wer mein „Outlaws of love“ kennt, weiß, dass die Geschichte mit 25 Kapitel abgeschlossen ist. Geplant waren cirka 30. Nur damit ihr mal einen vagen Vergleich habt.

In dem Sinne wünsche ich euch noch viel Spaß beim Lesen! ^.^


Hikari




1.Altes Spiel

Wunderschön…

Das war der Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als mein Körper für Sekunden in der Luft zu schweben schien. Mein Blick und meine Gedanken galten dem azurblauen Himmel, der sich über mir erstreckte. In diesem Augenblick nahm ich weder Schmerz, noch Leid wahr. Es schien fast so, als hätte mein Geist sich bereits von meinem Körper gelöst.

Dass das nicht der Fall war, merkte ich dadurch, dass ich den harten Aufprall am Asphalt wahrnahm. Ich federte wie ein Flummi ab, machte eine halbe Drehung und schlug mit dem Kopf zuerst auf. Ich hörte Reifen quietschen und in der Ferne Schreie. Mein Blick war auf meine linke Hand gerichtet. Obwohl sie den rauen Boden berührte, fühlte ich nichts.

Ich schloss meine Augen und öffnete sie wieder. In meine Sicht trat eine Blutlache, die sich immer weiter ausbreitete. Es beunruhigte mich nicht, obgleich mir bewusst war, dass es meines war. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass ich gar nichts mehr fühlte. Weder den Untergrund, auf dem ich lag, noch meine Wunden, aus denen das Blut sickerte.

Meine Sicht veränderte sich und ich sah wieder den blauen Himmel. Jemand beugte sich über mich und sprach auf mich ein. Weitere Personen kamen auf mich zu, aber ich konnte sie weder erkennen, noch verstehen. Das machte nichts, denn meine Aufmerksamkeit galt nur dem Himmel, bis sich bernsteinfarbene Augen in meine Sicht schoben.

Auf einmal kamen alle verdrängten Erinnerungen zu mir zurück und Schmerz erfüllte mich. Diese Person sagte etwas, doch ich konnte ihn nicht hören. Ich fühlte mich gedemütigt und verraten, während mir Tränen in die Augen schossen. Mit aller Kraft die ich aufbringen konnte, beugte ich mich etwas nach oben und verfluchte ihn.

„Ich... hasse... dich....“

Ein Beben durchlief mich und ich fühlte die Kälte in meinen Körper kriechen, als meine Sicht zunehmend dunkel wurde. Der Schmerz wurde dumpfer, die negativen Gefühle verschwanden und eine unglaubliche Ruhe erfüllte mich. Wieder wurde meine Sicht etwas dunkler, doch das war mir nur Recht, denn ich merkte, wie erschöpft ich war. Die Stimmen gerieten immer mehr in den Hintergrund, ich fühlte, dass jemand mein Gesicht berührte, und dennoch ließ ich meine Augen zufallen. Es war okay, sagte ich mir und sank in eine tiefe Dunkelheit.


oOo

ca. 1 Jahr zuvor:

Der Sommer neigte sich dem Ende zu und auch die Sonne sandte ihre letzten Strahlen über die Dächer von Ikebukuro. Es war ein ruhiger Tag und manche Menschen hatten sich in dem West Gate Park versammelt, um dort ihren Feierabend zu genießen. Izaya hatte es sich auf einer Bank bequem gemacht und ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Menschen beobachten.

Doch in diesem Moment hatte etwas anderes seine Aufmerksamkeit erregt. Er verfolgte mit seinen Augen sein verhasstes Monster, das Tom Tanaka durch den Park folgte und plötzlich stehen blieb. Izayas Mundwinkel zuckten und in Erwartung der folgenden Worte, machte er sich schon sprungbereit.

„I~ZA~YA-KU~N!“, brüllte Shizuo quer durch den Park und einige der Anwesenden nahmen fluchtartig Abstand von ihm.

„Hey, Shizu-chan! Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen“, schnarrte er grinsend, in dem Bewusstsein, dass er log. Immerhin beobachtete er den Blonden öfter, als ihm lieb gewesen wäre.

„Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst mich nicht so nennen?! Ich habe einen Namen und der lautet Heiwajima Shizuo!“, knurrte das Monster und riss eine Bank aus der Bodenverankerung.

„Du bist so wütend. Das ist gar nicht gut für deinen Blutdruck, Shizu-chan“, erwiderte Izaya, musste sich allerdings kurz darauf unter der fliegenden Parkbank wegducken.

„Du Bastard! Ich habe dir gesagt, dass du dich in Ikebukuro nicht mehr blicken lassen sollst“, knurrte Shizuo und ging zu einer Laterne, um auch diese aus dem Boden zu reißen. Spätestens jetzt war der Park nahezu leer. Nur Izaya, das Monster und Tom Tanaka waren noch anwesend.

„Als ob ich auf dich hören würde. Wie dumm bist du eigentlich, Shizu-chan?“ Das waren Izayas letzte Worte, ehe er zur Flucht ansetzte. Das Monster schrie seinen Namen und rannte hinter ihm her.

Unterwegs warf Izaya eines seiner Messer, um Shizuo abzulenken, doch der Blonde fing das Messer mit den Zähnen auf und ließ es zu Boden fallen. Ihre Hetzjagd ging durch halb Ikebukuro und sorgte für viel Unruhe.

Izaya lachte, obwohl ihm schon langsam die Luft ausging. Er bog in eine Seitengasse ein und erkannte, dass es eine Sackgasse war. Das sollte kein Problem darstellen, da er behände über den Zaun sprang, als wäre er tatsächlich ein Floh, wie Shizuo ihn immer so liebevoll nannte. Das Monster riss den Zaun einfach entzwei und verringerte den entstandenen Abstand wieder.

Sie kamen wieder zu einer belebten Straße, die der Dunkelhaarige ohne Weiteres überquerte. Er hatte die andere Seite fast erreicht, als plötzlich ein Auto auf ihn zuschoss und drohte ihn zu erfassen. Dank seiner ausgezeichneten Reflexe sprang er katzengleich auf die Motorhaube und von ihr aufs Dach, nur um sich von dort wieder abzustoßen.

Izaya spürte einen leichten Schmerz, als er mit dem linken Fuß am Bürgersteg aufkam und wäre beinahe umgekippt. Rasch fing er sich wieder und hetzte weiter. Durch seine waghalsige Aktion hatte er es geschafft, den Blonden abzuhängen, und konnte sich in den U-Bahnabgang davonstehlen. Sein Knöchel pochte leicht, weshalb er froh war, dass er sich in der Bahn für wenige Stationen hinsetzen konnte.

In Shinjuku stieg er aus und ging die letzten Meter zu seinem Büro, welches auch als sein Zuhause diente, zu Fuß. Er tippte den Code in das elektronische Schloss und betrat seine Wohnung. Es war seltsam, dass Namie nicht da war. Nicht, dass ihm entfallen wäre, dass sie mit 40° Fieber bei ihr Zuhause im Bett lag. Er hatte sie einfach nur für robuster gehalten.

Seufzend warf Izaya seinen Mantel über die Couchlehne und schlenderte zu seinem Schreibtisch. Er weckte seinen PC aus dem Schlaf und checkte sein Handy, während sein Rechner hochfuhr. 3 Anrufe von Kida, 4 von verschiedenen Kunden und 1 von Shiki. Letzteren rief er gleich zurück. Es handelte sich um einen Auftrag. Dank seines PC’S hatte er die benötigten Daten schnell bei der Hand und konnte alle erforderten Informationen weiterreichen. Im Gegenzug erhielt er Auskunft zu einem Kunden.

Es war ein fairer Deal, zumindest empfand Izaya das so. Zwei der Kunden hatten ihm auf die Box gesprochen und zusätzlich Mails geschickt. Er schrieb einem von beiden zurück, dass der Auftrag noch in Arbeit sei und suchte in seiner Schreibtischschublade nach dem richtigen Handy, um den anderen Kunden anzurufen. Sie machten sich für diese Nacht ein Treffen in Ikebukuro aus, damit Izaya ihm Unterlagen mit den erwünschten Informationen geben konnte.

Natürlich wäre es dem Informanten lieber gewesen, sie hätten sich woanders getroffen , aber dem Kunden war das nicht möglich. Schließlich widmete der Dunkelhaarige sich seiner Recherche, als auch der Dollars Seite und dessen Chat. Eine gute Stunde später erhob er sich und ließ seinen PC wieder herunterfahren. Beim Auftreten schmerzte sein Fuß leicht, aber nach wenigen Schritten ging es wieder. Kurz überlegte er sich, ob er heute noch zu Shinra schauen sollte, entschied sich jedoch dagegen.

Sein Treffen mit dem Kunden verlief glatt und er zog mit einigen Scheinen mehr in der Tasche weiter. Izaya wollte Simon aufsuchen, doch leider fand ihn das Monster von Ikebukuro.

„Izaya!“, brüllte er und der Dunkelhaarige konnte knapp einem fliegenden Müllcontainer ausweichen.

„Aber, aber, Shizu-chan. Was habe ich dir wegen deinem Blutdruck gesagt?“, schnarrte Izaya in seiner gewohnten Manier. Er fand die Situation so amüsant wie immer und setzte mal wieder zur Flucht an. Natürlich meldete sich sein Fuß mit einem unangenehmen Stechen, aber es war nicht zu schlimm, um es zu ignorieren. Was ihn mehr erstaunte, war, dass Shizuo dieses Mal dichter an ihm dran war als sonst.

Wieder bog er in eine Sackgasse ein, die dieses Mal von einer dünnen Mauer abgesperrt wurde und sprang behände drüber. Als seine Beine über ihren Rand glitten und sein Blick auf Shizuos wutverzerrtes Gesicht fiel, musste er unwillkürlich lachen. Dieses verging ihm jedoch, sobald er mit seinem linken Fuß aufkam und dieser mit einem lauten Knacken nachgab.

Izaya entfuhr ein lauter Schrei und er schlug hart am Boden auf. Die Schmerzen waren so heftig, dass er für wenige Sekunden regelrecht gelähmt war. Ein Wimmern entfuhr ihm, während er sich aufrichtete, um seinen Fuß zu besehen. Gerade in diesem Moment wurde neben ihm die Mauer durchbrochen und das Monster von Ikebukuro blieb direkt vor ihm stehen.

Scheiße! schoss es ihm durch den Kopf, als er in die bernsteinfarbenen Augen seines Gegenübers blickte und zurück robbte.

„Hey, Shizu-chan. Du bist da etwas angestaubt“, scherzte er, während er zurück kroch, bis er schließlich mit dem Rücken an einer Mauer anstieß.

„Sag bloß, du kannst nicht mehr davonlaufen“, meinte der Blonde und hielt seinen Blick auf Izayas linken Fuß gerichtet.

Bevor Shizuo ihm noch näher kam, zückte der Informant sein Messer und hielt es ihm abwehrend entgegen. In einem bemüht gelassenen Ton fragte er, „Du wirst einem Verletzten doch nichts tun, nicht wahr, Shizu-chan?“

„Huh. Hast du etwa Angst?“ Langsam, wie ein Raubtier seiner Beute, näherte Shizuo sich ihm und ging neben dem Dunkelhaarigen in die Hocke. „Na, mach. Versuch mich mit deinem Messer zu treffen.“

Izaya wagte tatsächlich den Versuch, aber der Blonde packte seine Hand und drückte zu fest zu, dass das Messer klirrend am Boden aufkam. Blitzschnell zog der Informant ein zweites Messer, doch auch das landete auf dem Boden.

„Du verdammter…“, keuchte Izaya, da der Griff des Blonden ihm wirklich Schmerzen bereitete. Er konnte sich noch nicht einmal wehren, während Shizuo seine Arme über seinen Kopf hob und ihn an den Handgelenken mit einer Hand festhielt. Es gefiel ihm gar nicht, dass er dem Monster schutzlos ausgeliefert war und es wurde noch schlimmer.

„Noch irgendwelche letzten Worte?“, fragte der Blonde und ballte seine freie Hand zur Faust.

Izayas Blick war eben auf diese gerichtet und seine Kehle schnürte sich zu. Auf einmal fiel ihm das Atmen schwer und sein Herz begann zu rasen, als ob er noch immer durch die Gegend laufen würde. Als sein Körper sich noch immer weigerte, ihn ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, keimte Panik in ihm auf. Er fing zu zappeln an und versuchte seine Arme zu befreien, während sein Kopf nach vorne sackte und er würgend nach Luft rang.

Was war das nur? Wieso bekam er plötzlich keine Luft mehr?

„Hey. Beruhige dich wieder“, meinte der Blonde und hob Izayas Kinn an.

Der Dunkelhaarige hatte gar nicht mitbekommen, dass er zu weinen angefangen hatte, und erkannte es nur daran, dass seine Sicht immerzu verschwamm. Was war nur los?!

Ein Beben durchlief ihn und eine Hand wurde vor seinen Mund geschoben. Seine Augen huschten zu Shizuos und er fragte sich, ob der Blonde ihn ersticken wollte. Sein Atem ging noch schneller und rauer, kaum dass er anfing sich zu wehren. Izaya kniff seine Augen zusammen und bäumte sich auf, doch die Hand hielt seinen Mund verschlossen.

„Ich sagte, du sollst dich beruhigen“, kam es nun etwas sanfter von Shizuo, aber der Dunkelhaarige war zu aufgebracht, um ihm wirklich zuhören zu können.

Er zappelte mit den Beinen, während die Tränen unaufhörlich flossen und die Luft immer dünner wurde. Sein Blick ruckte wieder zu Shizuos Augen, doch die schwarzen Tupfen raubten ihm die Sicht. Izaya wollte schreien, aber konnte es nicht.

Nach einer Weile wurde ihm schwindelig und seine Atmung beruhigte sich tatsächlich wieder. Er hatte aufgehört sich zu wehren und die Hand wurde wieder von seinem Mund genommen. Frische Luft drang in seine Lungen und Erschöpfung legte sich über ihn. Geschafft ließ er seinen Kopf nach vorne fallen und brauchte noch etwas, bis er wieder normal atmete.

„Ich wusste gar nicht, dass du zu einem Anfall fähig bist“, kommentierte der Blonde und ließ die Handgelenke los, woraufhin Izayas Arme schlaff neben seinen Körper sackten.

„Das war kein Anfall“, keuchte der Dunkelhaarige und wollte nach seinen Messern greifen, aber seine Muskeln versagten ihren Dienst.

„Und was soll es dann gewesen sein?“, hakte Shizuo nach und nahm die Messer an sich. Izaya verzog kurz den Mund, ehe er wieder sein hämisches Grinsen aufsetzte.

„Jedenfalls nicht ein Anfall“, bestimmte er und versuchte sich aufzurichten, doch weder Arme, noch Beine rührten sich. Sie fühlten sich an, als ob die Muskeln überstrapaziert wären und deswegen nicht mehr kontrahieren konnten. Wie sehr hatte er sich bei seinem Nicht-Anfall angespannt?

„Hast du Probleme?“, kam es von einem schmunzelnden Shizuo und Izaya hätte ihm am liebsten dieses dämliche Lächeln aus dem Gesicht gewischt.

„Ach, halt die Klappe…“, erwiderte Izaya und war darum bemüht, seine Arme zu heben. Nur leider waren sie schwer wie Blei.

„In deinem Zustand könnte man mit dir machen, was man wollte und du könntest dich wahrscheinlich noch nicht einmal wehren“, meinte Shizuo nun ernster und musterte den Informanten mit einem nicht deutbaren Blick.

Natürlich musste Izaya genau in diesem Moment ein unpassender Gedanke kommen und er wandte rasch sein erhitztes Gesicht ab.

„Was-? Warum wirst du rot?“, wollte das Monster wissen, woraufhin Izaya noch heißer wurde.

Verdammt! Warum muss ihm jetzt so ein Gedanke kommen? Dabei wollte er den Blonden doch noch nicht einmal mit einer Kneifzange anfassen. Dennoch erschien in seinen Gedanken wieder dieses Bild: Er mit den Händen über dem Kopf gefesselt mit einer Binde über den Augen, während Shizuo frei über seinen unbekleideten Körper verfügte.

„Ich glaube, ich werde krank. Das ist auch kein Wunder, wenn ich so lange in deiner Nähe bin. Da bekomme ich deine Monster-Bakterien ab“, schnarrte er, ohne Shizuo dabei in die Augen zu sehen. Im Stillen fragte Izaya sich, ob er es wirklich so nötig hatte, wenn ihn schon dieser Gedanke anturnte.

Moment!

Hoffentlich hatte es ihn nicht so sehr angeturnt, dass er… Unauffällig rutschte der Informant hin und her, um festzustellen, ob er ein bestehendes Problem hatte. Alles gut. Keine Überempfindlichkeit und seine Hose schien auch nicht enger geworden zu sein. Das wäre ja noch schöner.

„Ich gebe dir gleich Monster-Bakterien“, brummte Shizuo ungehalten.

„Aber, aber, Shizu-chan. Du musst auf deinen Blutdruck achten“, säuselte der Dunkelhaarige hämisch, verstummte allerdings sofort, als sich direkt neben seinem Gesicht eine Faust in die Wand bohrte. Dieser Angriff kam so schnell, dass Izaya vergaß, sein übliches Grinsen aufzusetzen. Ein Beben durchlief ihn, kaum dass er das Monster von Ikebukuro mit geweiteten Augen ansah.

„Shi-“, hauchte er, aber der Blonde fiel ihm ins Wort.

„Ich habe dir schon oft gesagt, dass du mich nicht so nennen sollst!“, blaffte er und fügte hinzu. „Mein Name ist Shizuo. Heiwajima Shizuo!“

Izaya war unfähig auch nur ein Wort zu sagen, weshalb er den Blonden stumm und mit schnell pochendem Herzen anschaute. Seine Muskeln waren zum Zerreißen gespannt, während die Faust neben ihm aus der Wand gezogen wurde und Mauerwerk auf seine Schulter bröselte. Um seine Nervosität zu überspielen, lachte er kurz auf und beobachtete schließlich mit seinem aufgesetzten Lächeln, wie Shizuo sich zurücklehnte.

Nun saßen sie sich gegenüber und eine merkwürdige Stille legte sich über sie. In so einer Situation hatten sie sich schon einmal befunden. Sie gingen damals noch zur Schule und hatten es bei einem Ausflug mit ihrer Hetzjagd übertrieben. Im Endeffekt waren sie einen Abhang hinunter gekugelt und Izaya hatte sich dabei den Fuß gebrochen.

Zuerst hatten sie noch gestritten, dann wurden die Schmerzen zu stark und sie saßen sich schweigend gegenüber. Schlussendlich hatte Shizuo ihn am Rücken zu ihrer Unterkunft zurückgetragen und er wurde von den Lehrern ins Krankenhaus gefahren. Er hätte dem Blonden die Schuld an allem geben können, aber aus irgendeinem Grund tat er es nicht.

Izayas Blick fiel auf seinen – wahrscheinlich – verstauchten Fuß und schnaubte verächtlich. Beim letzten Mal, war es auch die linke Seite. Dieses Mal konnte er nicht darauf hoffen, dass Shizuo ihn irgendwo hintragen würde. Es grenzte bereits an ein Wunder, dass er trotz allem noch am Leben war.

„Also, wenn du mich nicht tötest…“, setzte der Dunkelhaarige an und versuchte sich aufzurichten, was mit dem verletzten Fuß gar nicht so einfach war. „…, dann werde ich jetzt zu Shinra-ah!“

Kaum dachte er, er würde sicher stehen, belastete er den verletzten Fuß und drohte zu stürzen. Zu seiner Überraschung fand er sich an Shizuos Brust wieder und spürte, wie der Blonde ihn sacht an sich drückte. Perplex schaute er zu ihm hoch und fühlte, wie ihm das Blut ins Gesicht schoss.

„Du wirst schon wieder rot“, bemerkte Shizuo, machte allerdings keine Anstalten ihn loszulassen.

„Ich... Monster-Bakterien...“, stammelte der Dunkelhaarige zur Erklärung, da er in diesem Moment wirklich nicht wusste, was er noch erwidern konnte. Ihm war die Situation so peinlich, dass er dem Blick des Anderen auswich.

„Ein Königreich für deine Gedanken“, murmelte der Blonde, ehe er Izaya schulterte.

„Hey! Lass mich runter!“, befahl der Informant, doch das Monster von Ikebukuro wollte nicht hören. Stattdessen verstärkte er seinen Griff und Izaya zucken zusammen. Er hatte bis dahin nicht bemerkt, dass Shizuos Hand nur knapp unter seinem Hintern lag. Zu seiner Beschämung musste er zugeben, dass er an dieser Stelle empfindlich war.

„Shizu-chan!“, rief er und schlug mit den Fäusten auf den Rücken vor seinem Gesicht, doch der Blonde reagierte nicht. Stattdessen setzte dieser sich in Bewegung und verließ mit ihm die kleine Gasse.

tbc

So... bitte... meine erste Durarara!!-Fanfiction ist nun on. Also das erste Kapitel. Seid gnädig mit mir! Q.Q
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