Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The 150th Hungergames - Teamwork

MitmachgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
27.07.2016
08.05.2021
29
107.303
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
31.03.2019 2.585
 
Finch Levenstean
Finch war mehr als froh, die Parade endlich hinter sich zu haben. Es war geradezu lächerlich, dieses Schauspiel, bei dem man die Tribute auf ihrem Weg ins Verderben bejubelte. Und dazu noch die dämlichen Kostüme. Finch und seine Mittributin Cierra hatte man in zerrissene Kleidung gesteckt, die von Kohle verdreckt war und zusätzlich ihre Haut damit bemalt. Es kam selten vor, dass sich die Stylisten für den letzten Distrikt etwas Gutes einfallen ließen.
Und dann war da noch die Verkündung der Teams – das, was dieses Jubeljubiläum zu etwas Spektakulärem machen sollte. Finch hatte nicht unbedingt das beste Team erwischt. Zwar hatte er eine Karriera, Leonore, bekommen, doch die dürre Skylar und der zwölfjährige Trevin waren nicht gerade gute Ausbeute. Sicherlich hatten auch sie ihre Stärken, doch Finch bezweifelte, dass diese im Kampf lagen. Gegen den Angriff eines anderen Teams hätten sie vermutlich keine Chance.
In vier von sechs Teams war ein Karriero. Ein Team hatte zwei, ein anderes gar keinen. Damit hatte Finchs Team zumindest nicht die schlechtesten Bedingungen, aber leider auch nicht die besten. Er konnte nur hoffen, dass Skylar und Trevin verborgene Talente hatten besaßen, die sich in der Arena als nützlich erweisen würden.  
„Da ist es!“, rief Nauris aufgeregt wie ein kleines Kind. Er hatte sich nach vorne gelehnt und deutete wie wild auf eines der vielen Hochhäuser.
„Du bist der Einzige, der sich darüber freut…“, murmelte Nilo, der Mentor des Distrikts. „Das ist nur ein Schritt mehr Richtung Tod.“
Das Lächeln wich aus Nauris‘ Gesicht.
„Ich will doch nur, dass sie nicht zu viel darüber nachdenken...“, wisperte der Betreuer.
„Aber das werden sie! Jede freie Sekunde! Wer wird mich töten?! Wen muss ich töten?! Wer wird mir in den Rücken fallen?! Man kann an nichts anderes denken!“, brüllte Nilo ungehalten.
Nauris ließ sich wieder in den Sitz fallen, jeglicher Enthusiasmus war verflogen. Statt aufgeregt auf das Gebäude zu deuten, blickte er nun bedrückt auf den Boden der Limousine und sagte kein Wort mehr.  
Es war sein erstes Jahr als Betreuer. Anfangs war er noch begeistert gewesen, doch schon jetzt – gerade einmal einen Tag nach der Ernte –  hatte sich seine Freude deutlich gelegt. Scheinbar war die Realität, zwei Jugendliche in den Tod zu begleiten, nicht so toll, wie er sich das vorgestellt hatte. Nilo trug nicht unbedingt zu einer angenehmen Stimmung bei. Finch war sich sicher, dass seine offensichtliche Abneigung gegen Nauris mit den Spielen zu tun haben musste – Nilo schrie nicht zum ersten Mal. Es war nicht schwer, etwas Falsches zu sagen, doch gerade der Betreuer schien ein besonders Talent dafür zu haben, Nilo auf die Palme zu bringen. Vermutlich einfach ein Resultat der Spiele, ein unbändiger Hass auf das Kapitol und alles, was damit zusammenhing?
Immer wieder hatte Finch sich gefragt, was Nilo in der Arena erlebt hatte und warum er so geworden war – lag es an den Hungerspielen oder an etwas besonders grausamen, das ihm dort widerfahren war? Nilos Sieg lag fast zwei Jahrzehnte zurück, daher wusste Finch nichts über seine Spiele. Natürlich könnte er einfach nachfragen, doch Finch war sich fast sicher, dass Nilo nicht über sein Trauma reden wollte oder konnte.

Die Limousine kam langsam zum Stehen. Nauris stieg aus und hielt den anderen die Tür auf, dann führte er die Truppe in das große, moderne Gebäude.
„Das Training findet hier unten statt“, erklärte er halbherzig, als er auf den Fahrstuhlknopf drückte. „Jeder Distrikt hat sein eigenes Apartment, ein ganzes Stockwerk. Wir sind der letzte Distrikt, also haben wir das Penthouse.“
„Nauris!“, rief eine unbekannte Stimme. Als Finch sich umdrehte, entdeckte er einen anderen Betreuer – ein schlaksiger Typ, mit unzähligen Ringen und Ketten behangen – auf sie zu rennen. Seine beiden Tribute folgten ihm weniger enthusiastisch.
„Tassos!“, rief Nauris erfreut aus. Der andere Betreuer warf sich in seine Arme und begrüßte Nauris mit Küsschen links, Küsschen rechts.
„Ich bin so stolz auf dich, Nauris. Du hast es geschafft! Betreuer! Ich freu mich so für dich!“
„Ich dachte du wärst enttäuscht“, scherzte Nauris. „Jetzt musst du dir jemand anderen suchen, der dich hübsch macht.“
„Wenn die Spiele rum sind, kannst du das wieder übernehmen. Und? Wie findest du’s? Hast du Spaß?“
„Ja“, erwiderte Nauris halbherzig. „Es ist… schön.“ Der Seitenblick auf Nilo war sicherlich keinem entgangen.
Für den Bruchteil einer Sekunde sah Tassos bedrückt aus, dann hellte sich seine Miene wieder auf und er schob seine beiden Tribute nach vorne.
„Das sind meine beiden Schützlinge. Marcella und Ian Luc“, stellte er sie vor. „Marcella ist mit deiner Cierra in einem Team. Sie werden sich bestimmt ganz toll verstehen.“
„Bestimmt…“, murmelte Marcella.
Die Fahrstuhltüren glitten auf und sowohl Distrikt 12 als auch Distrikt 5 stiegen ein. Nun begrüßte Nauris auch die Mentorin, eine ältere Frau, um die fünfzig, mit weißen Haaren. Tassos hingegen wandte sich Finch und Cierra zu.
„Na, wie schlägt er sich?“, fragte er neugierig.
„Sagt bloß nichts Falsches“, scherzte Nauris.
„Er ist… anders“, sagte Finch. „Aber ihr Leute aus dem Kapitol seid generell anders, nicht wahr? Nauris meint es gut, er will uns aufheitern und ablenken. Aber man kann nicht einfach vergessen, warum wir hier sind und was uns erwartet.“
„Verstehe…“, meinte Tassos nachdenklich. Sie waren im fünften Stock angekommen. „Nun, ich wünsche euch viel Glück. Vielleicht sieht man sich mal wieder.“
„Macht’s gut!“, verabschiedete Nauris den Distrikt. Kaum hatten sich die Türen wieder geschlossen, fielen seine Mundwinkel nach unten. Die Aussicht, mit Nilo und zwei zum Tode verurteilten Jugendlichen allein gelassen zu werden, schien ihm nicht sonderlich zu gefallen.
Finch konnte es ihm nicht verübeln. Nilo war nicht gerade der angenehmste Zeitgenosse. Manchmal mochte er nett und hilfsbereit sein, aber er war auch oft wütend und abweisend. Seine Stimmung konnte schnell wechseln, insbesondere wenn Nauris den Mund aufmachte. Der Betreuer tat Finch fast leid.
„Da wären wir“, verkündete Nauris halbherzig. „Das wird für die nächsten Tage euer Zuhause sein. Hoffentlich ist es nicht allzu furchtbar und halbwegs erträglich für euch. Viel Vergnügen.“
Mit diesen Worten verabschiedete sich der Betreuer und verschwand in einem der Zimmer.
„Ruht euch ein bisschen aus“, sagte Nilo. „Wenn ihr wollt, können wir später Strategien besprechen. Oder nicht, mir egal. Abendessen gibt es in“, er warf einen kurzen Blick auf die Uhr, „etwa einer Stunde. Wenn ihr irgendwas braucht, sagt es einem der Avox. Eure Zimmer sind rechts den Gang runter, streitet euch drum.“
Der Mentor durchquerte den großen Wohnraum,  ließ sich auf das blutrote Sofa fallen und schaltete den Fernseher ein, der fast die ganze Wand einnahm. Kunterbunte Bilder der Parade, die gerade einmal wenige Minuten zurücklag, huschten über den Bildschirm. Finch hatte absolut kein Verlangen danach, sich selbst dabei zuzusehen, wie er in diesem zerrissenen, schmutzigen Outfit versuchte, irgendwie sympathisch zu wirken. Also ging er stattdessen den Gang entlang, der zu seinem neuen Zimmer führte. Cierra hatte bereits das erste für sich in Anspruch genommen, deshalb blieb ihm nur das Linke übrig.
Finch blieb wie angewurzelt stehen, als er den Avox entdeckte – das konnte nicht sein! Unmöglich!
„Dad?“, fragte er fassungslos. Was machte sein Vater hier? Warum hatte man ihn zum Avox gemacht? Er hatte nichts verbrochen!
Der Avox sah ihn verwirrt an und schüttelte den Kopf.
„Aber… natürlich, bist du’s! Ich erkenne doch meinen eigenen Vater!“, rief Finch wütend. Warum log sein Vater ihn an?!
Erneut schüttelte sein Vater den Kopf. Dann bedeutete er Finch zu warten. Was zum Teufel war hier los? Was machte sein Vater hier? Hatte er tatsächlich etwas angestellt, in Finchs kurzer Abwesenheit von zuhause? Was war passiert? Und was war mit dem Rest seiner Familie? Seine Mutter, Jasmin, Dan? Hatte man sie auch bestraft?
Sein Vater wandte sich ab, suchte nach etwas. Als er Papier und einen Stift gefunden hatte, schrieb er darauf: „Pavlos?“
„Ja“, antwortete Finch verwirrt. „Das ist dein Name.“
Der Avox schüttelte erneut den Kopf und strich den Namen durch. Stattdessen schrieb er darunter „Miltiades“ und unterstrich es zweimal, dann fügte er das Wort „Zwillinge“ hinzu.
Finch starrte ihn fassungslos an. Es dauerte einen Moment, bis Finch seine Sprache wiedergefunden hatte.
„Du… du bist mein Onkel?“, stotterte er ungläubig. Miltiades lächelte, dann zerknüllte er den Zettel und aß ihn auf. Nun, da er genauer hinsah, fiel Finch auf, dass dieser Mann gar nicht sein Vater sein konnte. Miltiades sah ihm zum Verwechseln ähnlich, dennoch waren einige Unterschiede zu erkennen. Sicherlich hatte Miltiades einst auch in den Bergwerken des Distrikts gearbeitet bevor er ins Kapitol gebracht wurde, doch er war nicht so muskulös wie Finchs Vater, der seit rund dreißig Jahren in den Bergwerken schuften musste. Zudem war Miltiades etwas blasser als sein Zwillingsbruder. Bekam er etwa noch seltener das Tageslicht zu Gesicht? Schon Pavlos war recht blass, weil er so viele Stunden am Tag unter der Erde verbrachte, aber Miltiades schien das Haus nie zu verlassen – oder war das einfach die Mode im Kapitol? Finch hatte bereits einige blasse Gestalten herumlaufen sehen. Vielleicht hatten Avox einfach so auszusehen? Eins stand jedenfalls fest: Miltiades sagte die Wahrheit. Er war nicht Finchs Vater, er konnte nur dessen Onkel sein.
Finch konnte sich an keinen Onkel, geschweige denn einen Zwilling seines Vaters erinnern. Es musste lange Zeit her sein, dass Miltiades zum Avox wurde. Was wohl passiert war? Gerne würde Finch mit seinem Onkel darüber reden, aber Avoxen war das verboten. Sie existierten einzig und allein um zu dienen. Also lächelte Finch nur und umarmte sein neugefundenes Familienmitglied. Er konnte spüren, wie der Körper seines Onkels zu beben begann; ein seltsames Schluchzen drang aus seiner Kehle.
Jetzt, da Finch wusste, dass es seinem Vater und dem Rest seiner Familie zuhause in Distrikt 12 gut ging, spürte auch er die Tränen heiß in seinen Augen brennen. Aber diese Schwäche würde er jetzt nicht zulassen. Die Ernte hatte er auch ohne zu heulen überstanden.
Er dachte, er wäre ganz allein, ohne irgendjemand, der ihm wichtig war. Und das obwohl sein wahrscheinlicher Tod so kurz bevorstand. Nun doch unerwartet ein Familienmitglied an seiner Seite zu haben, war das Beste, was ihm in seiner Situation passieren konnte.
Nach einer Weile löste Miltiades sich aus der Umarmung und wischte die Tränen aus seinen Augen. Er versuchte sich an einem Lächeln und klopfte Finch auf die Schulter.
Finch konnte sich nicht annähernd vorstellen, wie es sein musste, nach Jahren – vielleicht sogar Jahrzehnten – zum ersten Mal wieder ein Familienmitglied in die Arme schließen zu können. Und dann auch noch in so einer beschissenen Situation. Schlimm genug, dass sie Miltiades zum Avox gemacht hatten. Sicherlich war er sich bewusst, wie Finchs Überlebenschancen standen: Nicht gut.
Für Finch war es fantastisch. Ein Familienmitglied, von dem er gar nicht wusste, dass es überhaupt existierte. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass er in den vielleicht letzten Tagen seines Lebens nicht völlig allein sein würde. Aber für seinen Onkel? Er hatte seine Familie schon einmal verloren. Und jetzt war er dazu verdammt zuzusehen, wie Finch direkt in sein Verderben lief. Es war, als würde Miltiades seine Familie ein zweites Mal verlieren.

Eine Stunde nachdem sie im Penthouse angekommen waren, saßen Finch, Cierra, Nilo und Nauris an dem großen, gläsernen Esstisch im Hauptzimmer des Stockwerks. Finch fragte sich, wieso man so viele Messer, Gabeln, Löffel und Gläser für eine Mahlzeit brauchte. Große Löffel, kleine Löffel, Messer, die sicherlich nicht zum Schneiden geeignet waren, bunte Gläser, bei denen den Machern offensichtlich keinerlei kreative Grenzen gesetzt waren. Ein Glas schien nicht zu reichen: Es gab einen Diamanten, ein schlankes Glas mit eindrucksvollen Verzierungen und ein hohes mit langem Stiel, das ein W formte. Finch fragte sich, wie um alles in der Welt er daraus trinken sollte.
Als Finch Schritte hörte, drehte er sich um – da alle anderen bereits am Tisch waren, konnte es sich nur um Avox handeln. Tatsächlich erschienen vier Avox, darunter auch Miltiades, jeder von ihnen mit einem Teller in der Hand. Synchron servierten sie jedem am Tisch die seltsame, violette Suppe.
Zum ersten Mal überhaupt war Finch im Zug bedient worden, doch diesmal hatte das Kapitol noch einen draufgesetzt: Eine Speise nach der anderen wurde serviert, kaum war eines der Gläser geleert, wurde es wieder aufgefüllt. Finch hatte schnell den Überblick verloren, wie viel er gegessen hatte, vier, fünf oder zehn verschiedene Gerichte – ganz zu schweigen davon, was das alles sein sollte. Inzwischen war er nicht länger überrascht oder verwundert, wenn er das seltsame Essen des Kapitols sah. Hier hatte man eindeutig eine andere Esskultur als zuhause in Distrikt 12; der Grundsatz war scheinbar „je bunter, desto besser“, selbst wenn es sich dabei um pinke, blaue oder giftgrüne Mahlzeiten handelte. Auch wenn es manchmal alles andere als essbar aussah und Finch meistens keine Ahnung hatte, was er da überhaupt aß, war es köstlich.
Das Seltsamste an diesem Abend war jedoch weder das bunte Essen noch die seltsam geformten Gläser: Es fühlte sich schlichtweg falsch an, von seinem Onkel so bedient zu werden, als würde Finch über ihm stehen. Er wollte, dass Miltiades bei ihnen am Tisch sitzen und mit ihnen reden konnte. Stattdessen konnte er nur danebenstehen und Wasser nachschenken.
„Morgen beginnt das Training“, verkündete Nauris – seine Stimmung hatte sich inzwischen wieder deutlich aufgehellt – als das Dessert, das hoffentlich letzte Gericht des Abends, serviert wurde. „Da könnt ihr euch so richtig auf die Spiele vorbereiten. Ihr habt alle nur erdenklichen Waffen zur Verfügung und es gibt Trainer, die euch helfen können. Also macht euch nicht allzu große Sorgen, ihr werdet nicht unvorbereitet in die Arena müssen.“
„Drei Tage sind zu wenig Zeit“, wandte Finch ein. „Wir werden nie im Leben mit den Karrieros mithalten können, sie hatten jahrelang Training.“
„Konzentriert euch auf eine Waffe“, sagte Nilo. „Schnappt euch am ersten Tag ein paar Waffen – Schwert, Bogen, Wurfmesser; Hauptsache sie unterscheiden sich stark – und probiert sie aus. Dann könnt ihr schon mal einschränken, was euch am besten liegt; Wurf, Fern- oder Nahkampf. Wenn ihr das herausgefunden habt, könnt ihr noch versuchen, eine ähnliche Waffe zu finden, mit der ihr noch besser umgehen könnt. Findet das, was euch von Anfang an am leichtesten fällt, dann habt ihr die beste Chance in der Arena zu überleben. Der Großteil der Waffen am Füllhorn ist in der Regel für den Nahkampf gedacht, das macht es spannender als einfach nur ein Schuss mit dem Bogen.“
„Dieses Jahr habt ihr sowieso die besten Karten“, meinte Nauris. „Dieses Jahr ist keiner allein.“
Nilo sah Nauris verdutzt an. „Wer hätte gedacht, dass du mal etwas Schlaues sagt… Ja, man könnte glatt sagen, dass ihr Glück habt. Jeder von euch hat einen Karriero im Team. Die anderen werden auch nicht völlig nutzlos sein. Findet heraus, wo die Stärken und Schwächen der anderen liegen, setzt euren Fokus so, dass ihr euch so gut es geht ergänzt, die Schwächen der anderen ausgleicht, die Stärken ausbaut. Wenn einer sich mit jeder Waffe dumm anstellt, soll er sich auf Pflanzen und Überlebenstechniken konzentrieren. Ihr seid ein Team, das dürft ihr nicht vergessen. Es gibt keinen Einzelspieler, ihr gehört zusammen. Die Stärken der Anderen sind eure Stärken. Ihre Schwächen sind eure Schwächen.“
Finch nickte nachdenklich. Was Nilo sagte, machte durchaus Sinn. Sicherlich konnte Leonore mit vielen verschiedenen Waffen umgehen, das war schon mal ein großes Plus. Trevin, der kleine Zwölfjährige, konnte wahrscheinlich eine Axt nicht einmal hochheben, aber dafür war er vermutlich schnell und wendig. Mit etwas Glück hatte er auch noch was im Köpfchen. Und Skylar, die Sechzehnjährige aus Distrikt 11… Sie war schwerer einzuschätzen. Sie wirkte zumindest kräftiger als Trevin, vielleicht konnte auch sie kämpfen. Nauris und Nilo hatten recht: Finch konnte sich glücklich schätzen, dieses Jahr in den Spielen zu sein. Noch war nichts verloren.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast