TWO WORLDS COLLIDE

GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Abby Maitland Connor Temple Nick Cutter OC (Own Character) Stephen Hart Tom Ryan
26.07.2016
12.09.2019
6
17165
11
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Two Worlds Collide
(by nymphadaphne)



Kurzbeschreibung:

[Eine Primeval-Fanfiction der etwas anderen Art! Haupthandlung beginnt ab der 1. Staffel, sprich das alte Team ist Mittelpunkt der Story! ] Eine Anomalie und plötzlich ist alles anders. Megan Fielding ist vierzehn Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert. Alles, was sie bisher für Fiktion hielt, war grausame Realität geworden. Allerdings war diese Erkenntnis nur von kurzer Dauer, da sie ihr Gedächtnis verliert. Als Megan Harper studiert sie acht Jahre später zusammen mit Connor, Duncan und Tom an der Central Metropolitan Universität. Wie es der Zufall so will, lernt sie auch das Team rund um Nick Cutter kennen. Wie geht sie mit den neuesten Ereignissen um? Und was wird sie am Ende mit ihren wiedergefundenen Erinnerungen tun? Wird es ein Happy End geben? [Warnung! OC | Character-Death | Freundschaft, Liebe, Drama | P16 | Pairings: Lasst euch überraschen! ;) ]


Disclaimer:


Alle Figuren, die ihr aus Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster kennt, gehören nicht mir, sondern Adrian Hodges und Tim Haines. Aus meinem Hirn sind alle anderen Charaktere entsprungen, sowie der veränderte Handlungsablauf. Ich möchte mit dieser Fanfiktion niemandem schaden und verdiene auch kein Geld damit.




Kapitel 1

20. Juli 2008

Camp Adelaide


Camp Adelaide. Das Mädchen-Camp schlechthin. Eine der größten Strafen für einen vierzehnjährigen Teenager überhaupt . So empfand es zumindest Megan, die für die nächsten zwölf Tage ihr Dasein in besagtem Ferienlager fristen sollte. Ihre Eltern, Karen und Thomas Fielding, hatten sie mit den Worten „Du wirst hier sicher neue Freunde finden und zusammen werdet ihr ganz viel Spaß haben“ bei Rebecca Summers abgesetzt. Becky war eine der drei Leiterinnen des Camps. Die junge Frau mit den dunklen lockigen Haaren, die sie zu einem Pferdeschwanz zurück gebunden hatte, blickte die Vierzehnjährige freundlich aus ihren dunkelbraunen Augen an. „So, Megan, dann will ich dir mal dein Bett und deine Mitbewohnerinnen für die nächsten zwei Wochen zeigen.“

„Zwölf Tage.“

„Wie bitte?“, fragte Becky leicht verwirrt, aber mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Es sind zwölf Tage. Zwei Wochen wären vierzehn Tage. Aber egal, es sind auch so schon zwölf Tage zu viel“, erklärte Megan missmutig und hob ihre beiden Taschen vom Boden auf. Sie hoffte inständig, dass die Mädchen, mit denen sie sich nun eine Blockhütte teilen musste, ihren Unmut auf die Sommerferien nicht noch verschlimmern würden. Es ging ihr schon gewaltig gegen den Strich, dass sie überhaupt hier sein musste. Denn eigentlich waren ihre Ferien ganz anders geplant gewesen. Normalerweise würde sie jetzt ihre Freizeit mit Scott Mayfield, ihrem besten Freund, verbringen. Aber durch ein blödes Missverständnis wurde sie von ihren Eltern in dieses Camp verfrachtet.

Mrs. Fielding war vor den Ferien in einem ungünstigen Augenblick in das Zimmer ihrer Tochter gekommen, als diese versuchte, ihren Play Station Controller von Scott fernzuhalten. Der hatte natürlich mit allen Mitteln versucht an ihn heran zu kommen. Leider sah es in den Augen der Mutter nach etwas ganz anderem aus. Was lächerlich war, da sich Megan in ihrem Alter gar nicht für Jungs interessierte. Sie kam super mit ihnen klar, besser als mit den dämlichen Hühnern aus ihrer Klasse, aber von Schmetterlingen oder anderen Flatterviechern war in ihrem Magen noch nie etwas zu spüren gewesen. Aber für Erklärungen war ihre Mutter blind oder besser gesagt taub gewesen und so hatten Megans Eltern entschieden, ihrer Tochter für die restlichen Schultage Hausarrest aufzuerlegen und sie dann weit genug von Scott in ein Ferienlager zu stecken. Und damit so etwas nicht mit einem anderen Jungen passieren konnte, was auch immer Mrs. Fielding glaubte gesehen zu haben, musste es natürlich ein reines Mädchen-Camp sein. Das Ganze war in Megans Augen so übertrieben und lächerlich, allerdings konnte sie sich nicht gegen den Entschluss ihrer Eltern wehren. Immerhin war sie noch minderjährig und musste sich den Regeln und Anweisungen der Familie beugen.

„Du wirst sehen, es wird dir hier gefallen“, meinte Rebecca zuversichtlich, während die Beiden am Black Lake – dem großen See, der zum Camp gehörte – vorbeigingen. „Und die fünf Mädels, die bereits die Hütte bezogen haben, haben auf mich auch einen sehr netten Eindruck gemacht.“

„Auch?“, kam es skeptisch von Megan. „Ich mache auf Sie also einen netten Eindruck? Vielleicht sollten Sie sich untersuchen lassen, irgendwas scheint mit Ihrer Wahrnehmung nicht so recht zu funktionieren.“ Diese Frau musste einfach unter einer Art der Wahrnehmungsstörung leiden, da war sich Megan sicher. Denn die Vierzehnjährige hatte seit ihrer Ankunft kein einziges Mal gelacht und nur ein einziges Mal gelächelt, wenn das überhaupt aufgefallen war. Meist war sie am Nörgeln gewesen und hatte irgendwelche frechen Antworten gegeben – ob der Gruppenleiterin oder auch ihren Eltern gegenüber. Der einzige, der ein Lächeln und einen Abschiedskuss bekommen hatte, war ihr kleiner Bruder Samuel gewesen. Er war auch gerade erst drei Jahre alt und konnte nichts für die Ignoranz der Menschen auf dieser Welt. Und außerdem war er mit seinen blonden Haaren, die einige Nuancen heller waren als ihre eigenen, und den blauen Augen einfach nur zum Anbeißen süß.

Rebecca war etwas perplex von dieser direkten Aussage des Mädchens, hatte sich aber sehr schnell wieder gefangen und ihr ehrliches Lächeln aufgesetzt. „Ich denke, du versteckst dich einfach nur hinter einer Maske. Und ich glaube auch, dass du diese Maske hier in den nächsten zwei Wochen, pardon, in den nächsten zwölf Tagen“, sie zwinkerte Megan zu, „fallen lassen und Spaß mit den anderen Mädchen haben wirst. Übrigens kannst du gerne Du sagen und mich Becky nennen.“

Megan atmete einmal, kaum hörbar, tief ein. Sie konnte nicht glauben, was gerade in diesem Moment geschah. Sie gab ihr Bestes, um Negativ aufzufallen und dieser Rebecca Summers machte das überhaupt nichts aus. Fehlte nur noch, dass sie anfing „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ zu singen, so ruhig und gelassen wie sie blieb. Doch das würde die Vierzehnjährige auch noch ändern. Immerhin waren die letzten drei Kindermädchen nicht ohne Grund aus dem Hause der Fieldings geflüchtet. Das Kind ist vom Teufel besessen, hatte eine der Damen sogar gesagt. Das stimmte zwar nicht so ganz, aber der Gedanke, etwas mit Luzifer gemein zu haben, erheiterte sie ungemein.

„Wie war der Name noch? Rebecca und weiter?“, fragte Megan und ging gar nicht auf die restliche Aussage der jungen Frau ein.

„Summers“, antwortete Becky lächelnd.

„Gut, Miss Summers, wo ist diese Blockhütte, in der ich mein Dasein fristen muss?“

Angesprochene seufzte kurz. Es würde wohl nicht allzu einfach mit dem Mädchen werden, aber sie war nicht umsonst Gruppenleiterin in diesem Camp. Spätestens am letzten Tag des Aufenthaltes würde sie das Kind der Fieldings zum Lächeln gebracht haben. Das hatte sie sich nun offiziell vorgenommen. Es wäre doch gelacht, wenn sie das nicht schaffen würde.

„So da wären wir“, sagte die Dunkelhaarige lächelnd und stieg die drei Stufen der Blockhütte hinauf. Sie klopfte kurz gegen die, mit einem Fliegengitter geschützte, Tür und öffnete diese dann. „Mädchen, ich hab euch eure letzte Mitbewohnerin mitgebracht“, sagte sie euphorisch und wartete darauf, dass der Neuankömmling eintrat.

Megan trat ein und hatte nicht einmal Zeit, um ihre Taschen abzustellen, als sie auch schon von einem rothaarigen Mädchen herzlich zur Begrüßung umarmt wurde. Das Entsetzen über diesen „Überfall“ stand ihr sichtlich ins Gesicht geschrieben und sie würde einen Teufel tun, diese Geste zu erwidern. Doch Sydney O’Neill hatte anscheinend keine Lust, Megan so schnell wieder loszulassen, ohne ebenfalls eine Reaktion auf die Umarmung von ihr bekommen zu haben. Was war nur los mit diesem Kind? Megan wusste es nicht und sie wollte es auch gar nicht wissen.

„Da ihr euch schon so gut versteht, kann ich euch ja alleine lassen“, meinte Becky fröhlich. „Ihr werdet in einer halben Stunde zum Abendessen abgeholt“, fügte sie noch hinzu und verließ die Hütte. Die Tür schlug dabei hinter ihr zu.

Megan dagegen stand immer noch da, umklammert von zwei Armen und schien sich schwer zusammenzureißen. „Wenn du mich nicht sofort loslässt“, kam es drohend von der Blonden, „wirst du morgen früh ohne deine roten Locken aufwachen!“

Abrupt ließ Sydney von ihr ab und trat einen Schritt zurück. „Das würdest du doch nicht wirklich tun, oder?“, fragte sie halb belustigt und halb ängstlich.

Ohne auf die Frage zu antworten, ging Megan an ihr vorbei und steuerte eines der beiden Hochbetten an. Sie stieg die Leiter mit einer der beiden Taschen hoch und platzierte diese auf dem Bett. Ein leises, fast schon zurückhaltendes Räuspern ließ sie nach unten blicken, wo ein zierliches Mädchen stand. Mei Nakamura war zehn Jahre alt und blickte etwas ängstlich zu dem Neuankömmling hinauf.

„Was ist?“, fragte Megan und klang dabei etwas schroffer, als sie eigentlich wollte. Sie war immer noch ziemlich sauer, weil ihre Eltern sie hiergelassen hatten.

„D-das…das ist…also…mein Bett“, stotterte die kleine Japanerin. Dabei hatte sie den Blick auf ihre zierlichen Hände gerichtet, die an der rosa Schleife an ihrer cremefarbenen Bluse nestelten. Sie war nervös, das konnte ein Blinder mit einem Krückstock erkennen. Allerdings verübeln konnte man ihr das nicht, immerhin hatte Megan nicht gerade einen guten ersten Eindruck hinterlassen.

„Ach ist das so?“, hakte die Blonde gelangweilt nach. „Steht hier irgendwo dein Name?“

„N-nein“, murmelte Mei.

„Hast du dieses Bett bei der Camp-Leitung reserviert?“

„Nein…“, kam es noch leiser als Antwort.

Megan seufzte. Sie warf einen Blick nach links zum Kopfkissen, wo ein hellbraunes Plüschtier lag. Mit einem gezielten Griff packte sie sich dieses und musterte es mit einer hochgezogenen Augenbraue. Sie hatte auch ein Plüschtier dabei, allerdings einen Coelurosauravus – eine Flugechse, wie Rex in der Serie Primeval. Aber so ein „Ding“, wie die kleine Japanerin hatte, würde sie niemals mit sich rumschleppen.

Mei hielt währenddessen die Luft an. Hatte sie doch keine Ahnung, was das gemeine Mädchen nun ihrem Luffy antun würde. Sie sah ihn schon mit abgerissenem Kopf und ausgerissenen Armen auf dem Boden liegen und unweigerlich stiegen ihr Tränen in die Augen. Er war doch ein Geschenk von ihrer großen Schwester gewesen.

„Du hast heute Glück“, stellte Megan mit einem Grinsen, ja fast schon einem Lächeln, fest. „Dein komischer Affe hier hat sich bereits hier oben breit gemacht und dir das Bett reserviert.“ Die Tasche warf sie auf den Boden und hüpfte gleich hinterher. Sie gab Mei das Stofftier und wuschelte dem Mädchen kurz durch die kinnlangen schwarzen Haare, ehe sie sich ohne ein weiteres Wort ihre Taschen schnappte und auf das noch freie Einzelbett warf. Es wurmte sie zwar, dass sie nicht oben schlafen durfte, allerdings hatte sie nicht großartig Lust auf eine weitere Diskussion und sie wollte schon gar nicht ein zehnjähriges Mädchen zum Weinen bringen, was sie beinahe mit ihrer Aktion erreicht hätte.

Mei drückte ihren Affen erleichtert an sich und sah dem Neuankömmling verwirrt nach. War sie gerade wirklich nett zu ihr gewesen? Dann war sie ja doch nicht so schlimm, wie die Japanerin zuerst gedacht hatte. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen und sie fasste ihren ganzen Mut zusammen. Mit kleinen Schritten ging sie auf das Einzelbett zu, worauf sich Megan mittlerweile gesetzt hatte und stellte sich genau vor sie hin. Dann sah sie sie schweigend an.

Megan ignorierte die Kleine zunächst, doch als sie auch nach gefühlten fünfzehn Minuten nichts sagte, seufzte sie. „Was ist denn noch?“

„Mei“, kam es kleinlaut von der Schwarzhaarigen und die Blonde sah sie irritiert an: „Bitte?“

„Mein Name…“, erklärte Mei und Megan empfand die Schüchternheit des Mädchens schon fast als niedlich.

„Megan“, antwortete sie daher in einem, für ihre Verhältnisse, freundlichen Ton. „Aber du kannst mich ruhig Maggie nennen.“ Sie warf einen Blick zu Sydney, die das Schauspiel zusammen mit den anderen Mädchen fasziniert mitverfolgt hatte. „Wenn du“, und sie betonte das Wort Du extra, „mich Maggie nennst, werde ich dich kopfüber in eine Regentonne stecken, klar soweit?“

Hastig nickte die Rothaarige. Ihr machte Megan immer noch Angst. Egal, ob sie nett zu Mei gewesen war oder nicht. Die Vierzehnjährige hatte auf jeden Fall etwas Unheimliches an sich, das konnte sie nicht bestreiten. Und wahrscheinlich würden sie in der kurzen Zeit, in der sie in diesem Ferienlager waren, keine Freunde werden. Aber Sydney wollte sich sie auch nicht zur Feindin machen. Denn sie wusste, dass sie das niemals heil überstehen würde.

Bevor noch irgendjemand irgendetwas sagen konnte, kam auch schon Becky vorbei, um die Mädchen zum Abendessen abzuholen. Erleichterung stand in vier der sechs Gesichter geschrieben, was der Gruppenleiterin nicht entging. Und sie konnte sich auch schon denken, dass irgendetwas vorgefallen sein musste. Was Megan angestellt hatte, wollte sie allerdings nicht wissen. Immerhin sah keines der Kinder aus, als sei es verletzt – zumindest nicht körperlich. Was die junge Frau allerdings irritierte, war, dass Mei dem etwas gewöhnungsbedürftigen Teenager munter Geschichten aus ihrem Alltag erzählte und dabei über beide Ohren grinste. Das war anscheinend der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Auch wenn sich Becky den ganzen Abend über die Frage stellen würde, wie diese Konstellation zustande kam.




Anmerkung:

Hallo ihr Lieben,
ich weiß gar nicht, was ich hier heute schreiben soll xD
Es freut mich, dass ihr meiner Fanfiction eine Chance geben wollt und bis hierher gelesen habt.
Habt keine Angst, Megan wird nicht ewig 14 bleiben. Das wäre auch für den weiteren Verlauf sehr unvorteilhaft xD Wobei es bestimmt lustig wäre, wenn ein Teenager das Team im ARC ein bisschen „unterstützen“ würde ^^ Oh, was hätte ich jetzt Lust, Lester und Becker zu ärgern xD
Egal, ich würde mich freuen, wenn ihr mir irgendwann im Verlauf der Story eure Meinungen zukommen lassen würdet. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Momentan bin ich bei dieser Geschichte eh im Schreibfluss, was auch mal Zeit wurde, da mir die Story schon eine Ewigkeit im Kopf rumspukt ^^

Jetzt hab ich ja doch ein paar Dinge geschrieben xDAber mal so nebenbei gefragt: Gibt es irgendwelche Urzeitwesen, die ihr UNBEDINGT in der Geschichte „sehen“ wollt? Ich hab eine riesige Auswahl, kann mich aber irgendwie nicht so wirklich entscheiden xD

Im nächsten Kapitel geht es dann heiß her ;)

Bis dahin
Eure Daphne
Review schreiben