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Forbidden Voice

von Ethereal
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Erik - das Phantom der Oper OC (Own Character)
25.07.2016
13.08.2020
6
11.126
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31.07.2016 1.339
 
Ein reges Treiben herrscht im Oper Populaire, wie jeden Tag, egal bei welchen Wetter. Da bald die Winterseason bevor steht muss noch viel vorbereitet werden. Ganz früh müssen die Ballerina aufstehen, um ihre alltäglichen Training für den großen Auftritt zu üben. Madame Giry, die Ballettmeisterin, die früher selber im Opernhaus getanzt hat, trainiert die Mädchen für die kommende Season. Klappt etwas nicht wird es erneut durchgeführt bis deren Füße anfangen zu bluten und alles perfekt ist, wie auch heute. Das Orchester dagegen ist erst dabei sich aufzuwärmen, da es bald soweit wäre mit der Primadonna die Lieder für die Oper zu üben. Diese befindet sich im Moment in ihrem eigenen Primadonna Zimmer, wo sie geschminkt und angekleidet wird für den Akt die sie gerade üben. Die Bühnenarbeiter sind dagegen schon seit den Morgengrauen auf den Beinen und bereiten alles für die Bühne vor. Die Kulissen hängen schon bereit, wie die anderen Accessoire für den ersten Akt. Die Ballerina strömen nun in den Saal auf die Bühne und machen nochmal ihre Übungen für den Tanz vor ihnen. Madame Giry betrachtet alles genau als sie mit den anderen Mädchen den Saal betretet. Dabei konnte sie nicht verhindern ein Blick in die Loge 5 zu werfen. Erst als sie wieder auf die Mädchen vor sie schaut bemerkt sie, dass ihre Tochter, Meg Giry, sich nicht hier befindet.
„Wo ist sie nun wieder hin?“
Genau diese Prima Ballerina wurde von einer der Putzfrauen des Opernhauses gestoppt, die einen Brief für La Carlotta erhalten hat. Neugierig betrachtet Meg das Brief als sie auf den Weg zur Bühne ist, wo Carlotta gerade ihr Unwesen treibt. Denn es kommt nicht oft vor, dass die Primadonna der Oper Populaire ein Brief erhält.
„Für La Carlotta Giudicelli von Violet Giduicelli.“
„Wo isch ihr Tochta?“ hört Meg schon Carlotta von weiten rufen.
Mit schnellen Schritten betretet sie die Bühne und wurde sofort von jeden beobachtet. Da sie so was schon gewohnt ist läuft sie unbekümmert zur ihre Mutter, wo sich ebenfalls Carlotta befindet.
„Verzeih mir für meine Verspätung, jedoch wurde ich von einer der Putzfrauen gestoppt.“ entschuldigt sich Meg schnell, als sie den mahnenden Gesichtsausdruck ihrer Mutter sieht.
„Dies Putzfrauan!“
„Sie haben mir gesagt, dass ich Ihnen diesen Brief hier geben soll. Es ist an Euch gerichtet.“
Missbilligend blickt Carlotta auf die kleine Händen von Meg, die ihr den Brief hinhält. Schnell reißt sie es aus ihren Händen und schaut dabei nach von wem es sich handelt.
„Meg, geh mit den anderen dich aufwärmen. Wir proben gleich.“ flüstert Madame Giry ihre Tochter zu, die ihr zu nickt und schnell zu den anderen Mädchen eilt.
„Mademoiselle Carlotta, was will das Phantom von Ihnen?“ fragt Madame Giry die Primadonna, die immer noch erstaunt auf den Absender sieht.
„Da Fantom? Der will nisch von moa. Es isch von meina Schwesta.“
Überrascht sieht Madame Giry auf den Absender, wo in schöner schwarze Tinte den Namen der Primadonna geschrieben wurde. Auch bemerkt sie erst jetzt, dass kein Toten Kopf Siegel sich auf den vorderen Seite des Umschlages befindet. Den Siegel der Familie Giudicelli brechend öffnet Carlotta den Umschlag und holt den Brief ihrer Schwester heraus. Mit ihrer Zunge schnalzend beginnt sie es laut vorzulesen ohne zu wissen, was sie im Brief ihrer Schwester auf sie wartet.

„Liebe Carlotta,
es ist viel in deiner Abwesenheit passiert. Kaum zu glauben, dass es schon zwei Jahre sind, nicht wahr? Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie du von nach Hause ausgezogen bist, um deinen Traum zu verfolgen. Bestimmt fragst du dich in diesen Moment, warum ich dir ein Brief schreibe, da ich sonst dir auch nicht schreibe, sondern unsere Mutter. Und genau deswegen schreibe ich dir. Es geht um unsere Eltern. Mutter und Vater waren auf dem Weg nach Paris, um dir eine Überraschung zu machen. Jedoch...“


Schwer schluckend sieht Carlotta auf die nächsten Zeilen vor sich, dabei weiten sich ihre Augen bei jeden Wort, dass sie liest. Tränen bilden sich langsam in die Augen der Primadonna, ungläubig was sie gerade vor sich hat. Es ist im Saal ruhig geworden als Carlotta angefangen hat zu lesen und jeder schaut zu ihr rüber, neugierig wie es weiter geht.

„Jedoch hat es am Vortag bei uns geregnet, weswegen der Waldweg immer noch rutschig und eine große Gefahr für eine Kutschenfahrt war. Unseren Eltern ist das nicht entgangen, aber sie wollten unbedingt zu dir und haben die Fahrt mit ihrem Leben bezahlt. Sie sind wegen eine scharfen Kurve einen Abhang runtergerutscht. Vater ist gleich gestorben und Mutter ist im Krankenhaus. Es hört sich für dich bestimmt ungläubig an und glaubst das ich lüge, dass stimmt jedoch nicht. Nun, ich bin mit den Sarg unserer Eltern auf dem Weg zu dir, da es deren Wunsch war in Paris begraben zu werden. Mutter möchte noch, dass du weißt das sie dich sehr geliebt hat und es ihr Wunsch ist, dass du auf mich aufpassen würdest.

In Liebe
Violet Giudicelli“


Langsam fließen die Tränen ihre Wangen herunter als sie den Brief ihrer Schwester zu Ende gelesen hat. Ihre Hände senken sich und fliegen ihr schlapp auf die Seite. Ihre Eltern sollten von ihr gegangen sein? Es kommt ihr so komisch vor hat sie doch erst vor zwei Tagen ein Brief ihrer Eltern bekommen, dass sie wieder nach Paris kommen werden, da sie ihre Aufführung, wie die anderen, nicht verpassen möchte. Eine Hand auf ihre Schulter holt sie wieder in die Realität, weswegen sie mit großen Augen zur Seite schaut. Madame Giry sieht sie mitleidig an und drückt ihr Verständnisvoll die Schulter. Diese blickt nun überrascht in die Augen von Carlotta als sie hart und sauer wurden. Keine Sekunde wurde die Hand von Madame Giry weggeschlagen.
„Piangi! Piangi! Maman isch...“ ruft sie schrill in den Saal, weswegen jede die Ohren zuhält.
So ein Geschrei haben sie schon lange nicht mehr von ihr gehört. Das erste Mal war es als einer dieser Unfälle passiert ist, wo sie fast immer betroffen war. Und nun sind es schon zwei Jahre her, als sie das letzte mal so geschrien hat. Schnell eilt der Ehemann zu Carlotta und nimmt sie tröstend in die Armen. Immer wieder ruft sie nach ihre Eltern und murmelt in italienisch irgendwas vor sich hin. Hin und wieder fiel das Wort 'Violet' aus ihren Mund, weswegen die anderen fragen wer die Person ist, die so viel Aufmerksamkeit von La Carlotta bekommt. Ihr Mann flüstert ihr beruhigende Worte zu, damit sie sich wieder beruhigen kann.
„Wir wissen ja gar nicht, wann sie kommen wird. Es kann ja sein, dass sie erst jetzt abfährt um nach Paris zu kommen.“ versucht Piangi sie zu trösten, was nach ein paar Minuten auch geschafft wurde.
Lächelnd steht sie wieder neben ihm und wischt sich die Tränen weg. Sie beginnt sogar noch zu lachen an, was die anderen mehr wundert, da sie gerade eben erst erfahren hat das ihre Eltern von ihr gegangen sind.
„Ah Madame Carlotta!“
Sofort blickt jeder zur großen Eingangstür, wo der Operndirektor der Oper Populaire hereintretet.
„Ich habe sie schon gesucht.“ kommt es freudig von Direktor Lefevre, der den Gang entlang läuft um zur Primadonna zu kommen.
Diese fängt geschmeichelt zu lächeln an und streckt ihre Hand zu ihm aus, die gleich von ihm genommen wird und einen Kuss auf ihre Hand gibt.
„Also weswegen ich Euch gesucht habe, Ihr habt einen Gast, die meint Eure Schwester zu sein.“
„Wie bitte?!“
Ihr Blick wurde wieder hart und sauer, genauso wie sie Madame Giry angesehen hat. Auf italienisch fluchend geht sie die Treppe runter, Richtung Eingang der Oper Populaire. Wütend stampft sie den Gang entlang und schubst jeden von ihr, der es nur wagt ihr im Weg zu stehen.
„Wir sollten Ihr vielleicht folgen.“ meint Madame Giry zu Lefevre, der überrascht Carlotta hinterher sieht.
Keine Sekunde später hören sie etwas schweres auf den Boden krachen und ihre hysterische Rufe im ganz Opernhaus. Schnell eilten sie ihr hinterher, bevor noch etwas zu Bruch kommt oder jemand verletzt wird. Davor sehen die beide nochmal zu Loge 5, wo sie glaubten jemanden bewegen gesehen zu haben.
„Violet!“
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