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Forbidden Voice

von Ethereal
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Erik - das Phantom der Oper OC (Own Character)
25.07.2016
13.08.2020
6
11.126
2
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.07.2016 1.131
 
Guten Abend :)
Da ich den Trailer gestern ja hochgestellt habe, habe ich mich extra beeilt um den Prolog fertig zu schreiben. Ich kann euch ja nicht im Unwissenden lassen, da der Trailer nicht viel gezeigt hat.
Zuerst bedanke ich mich für die tollen Reviews, die ich bekommen habe und für den Empfehlungsstern :) Es hat mich richtig glücklich gemacht.
Hinweis: Das Kursiv geschriebene ist die Vergangenheit, was passiert ist.
Und da ich euch nicht noch länger aufhalten möchte, viel Spaß beim Lesen!

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Die Sonne ist gerade dabei im Mittelpunkt des Himmels zu stehen, um sanfte Sonnenstrahlen auf die Erde scheinen zulassen. Jedoch bedecken die zahlreiche Wolken im Himmel die Sonne, weswegen die Sonnenstrahlen nur gedämpft auf die Erde strahlt und nur schwach den Erdboden erwärmt. Weiße Bettlaken bedecken den Erdboden, die im Sonnenschein anfangen zu glitzern. Es ist Mitte September, sehr kalt in dieser Jahreszeit in Frankreich. Eine Frau, ungefähr Mitte zwanzig, hat vor gut zwei Stunden die Villa ihrer Eltern verlassen und ist jetzt mit einer Kutsche auf dem Weg nach Paris. Es herrscht eine betrügende Stille in der Kutsche, ihr Kopf ist gegen den kalten Fenster gelehnt und ihre traurig grünen Augen beobachten die kleinen Schneeflocken, die langsam ihren Weg nach unten finden. Auch wenn es September ist fängt es schon in dieser Jahreszeit zu schneien an. Ihre roten Haare fallen ihr gewellt über ihre Brust, die sich bei jeder Kurve hin und her bewegen. Ihr grüne Augen schauen sich schon zum tausenden mal die Kutsche genauer an, um nur wieder enttäuscht und traurig festzustellen das sie immer noch alleine in dieser Kälte ist. Zitternd kuschelt sie sich näher an ihre Decke, die ihr mitgegeben wurde, da die fahrt nach Paris zweieinhalb Stunden dauern wird. Da wird es sehr schnell kalt in einer Kutsche. Ihre Wangen sind durch die Kälte leicht gerötet und bei jedem Atemzug bilden sich kleine Wölkchen. Die Augen schließend drückt sie sich gegen den Sitz und atmet zitternd wieder aus. Beruhigend fängt sie an leise zu summen an, dabei fließt unbewusst eine Träne der Verzweiflung ihren blassen Haut hinunter.

Hektisch rennt sie die Gänge im Krankenhaus entlang, um in einem bestimmten Zimmer zu gelangen. Ihr blasses Gesicht ist überströmt mit Tränen, die sie vergossen hat als sie die Nachricht vom Butler der Familie Giudicelli erfahren hat. Gleich nachdem ist sie ins Krankenhaus gefahren, um ihre geliebte Mutter zu sehen.
„Mademoiselle Violet, ihre Mutter...“
Die Lippen aufeinander pressend versucht sie die neue aufkommenden Tränen zu unterdrücken. Ihre Eltern waren auf dem Weg nach Paris gewesen, um eine Aufführung ihrer Schwester anzusehen. Auf dem Weg dorthin sind sie von einer Klippe heruntergestürzt. Der Aufprall war schmerzvoll, die Kutsche in tauschend Teilen zerstört und zwei sind sofort gestorben. Ihr Vater und der Kutscher haben den Unfall nicht überlebt, bloß ihre Mutter ist schwer verletzt. Vor dem Zimmer 3316 bleibt sie stehen und klopft zuerst. Dabei versucht sie ihre hektische Atmung unter Kontrolle zu kriegen. Ein gequältest 'Herein' hört sie gedämpft vom Zimmer, worauf sie schnell die Tür öffnet.
„Mutter!“
Ihre Hand vor dem Mund versucht sie ein schluchzen zu unterdrücken, die ihre Lippen verlassen wollte. Voll mit Bandagen liegt ihre Mutter in einer der vier Betten im Raum, ihr Gesicht voll mit Kratzern und blaue Flecken. Langsam schritt sie zu ihrem Bett hin, wo ihre Mutter sie mit einen gequältem lächeln ansieht, da ihr Gesicht angeschwollen ist.
„Mein Engel, du bist hier.“, flüstert ihre Mutter glücklich, dabei kommen beiden die Tränen hoch.
Die Hand von ihrer Mutter nehmend drückt sie leicht zu, um zu zeigen das sie bei ihr ist. Sie ist die einzige, die sich noch sorgen um sie macht. Ihre Mutter darf sie nicht verlassen, nicht so!
„Es tut mir so leid, mein Engel. Der Arzt hat gesagt, dass die Verletzungen innerlich zu schwer sind und ich es nicht schaffen werde. Sie können es aber schmerzlos machen.“, erklärt ihre Mutter als ob sie die Gedanken ihrer Tochter lesen konnte.
Geschockt weiten sich ihre Augen und sie drückt noch fester die Hand ihrer Mutter zu.
„Nein, Mama. Du darfst mich nicht auch noch verlassen. Zuerst Carlotta und dann Papa. Ich brauche dich doch.“, schluchzt sie, die Tränen quollen jetzt nur so aus ihren Augen und rollen jetzt in Strömen ihre Wangen hinunter.
Zitternd hebt ihre Mutter die andere Hand hoch und strich ihr über ihre gewellten Haaren, die vom rennen zerzaust sind. Mit ihrem Daumen wischt sie ihre Tochter das letzte mal eine Träne hinweg als sie bemerkt, dass sie jede Minute oder sogar jede Sekunde schwächer wird.
„Hör zu, mein Engel. Ich möchte das du zu Carlotta nach Paris ziehst und uns dort beerdigen lässt.“, flüstert ihre Mutter mit viel Mühe zu ihre Tochter, die sie ängstlich ansieht.
„Mama! Nein, Mama..“
„Psst! Und vergiss bitte nicht, was du uns versprochen hast. Was du 'mir' versprochen hast. Sing nur für mich, auch nach meinen Tod. Du bist doch meine kleine Violet..“
Mit jedem Wort die ihre geliebte Mama mit Mühe noch sagen konnte wurde sie immer leiser bis sie am Ende verstummt. Der Druck in ihrer Hand wurde kraftlos.
„Mama?“ flüstert sie leise und drückt die kalte Hand gegen sie.
„Mama?“
Schnell steht sie auf und rennt vor die Tür. Ruft verzweifelt nach einem Arzt, der ihre Mama hilft. Hektisch laufen zwei Ärzte auf sie zu und dann zu ihre Mutter. Was sie jedoch zu ihr sagten verstand sie nicht. Sie konnte nur in das leblose Gesicht ihre Mutter ansehen, die schon Leichenblass geworden ist. An das einzige was sie sich noch erinnern kann, dass sie von mehren Ärzten aus dem Zimmer getragen wurde. Sie um sich schlug, wie verrückt nach ihre Mutter rief und versucht hat wieder zu ihr zu gelangen. Das einzige was sie noch sah, war, wie eine Träne von ihre Mutter die Wange herunterrollt.
„Mama!“


Vorschreck zuckt sie zusammen als sie an den Schultern gerüttelt wurde. Überrascht weiten sich ihre Augen als sie bemerkt hat, dass sie eingeschlafen ist. Dankend nickt sie dem Kutscher zu, der ihr freundlich zu lächelt und kurz seinen Zylinder hob. Leicht lächelnd nimmt sie dann seine Hand an, die ihr angeboten wurde um aus der Kutsche zu kommen. Erstaunt und begeistert schaut sie mit großen Augen auf als sie das Opernhaus betrachtet von der Carlotta so viel erzählt hat. Sie hätte nie erwartet das es so groß ist, da sie erwartet hat das Carlotta übertrieben hat. Ein trauriges lächeln bildet sich auf ihre Lippen als sie wieder an ihre Eltern denken muss. Sie waren öfters hier gewesen, um Carlotta ihre Aufführung zu sehen, bloß sie selber durfte nie mitkommen. Es war ihr verboten, da sie sonst in Verführung kommen könnte. Ihre Koffern wurden neben ihr gestellt und der Kutscher schaut genau so begeistert wie sie das Opernhaus an.
„Willkommen bei Oper Populaire, Mademoiselle.“
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