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Licht und Schatten - ein Wintermärchen

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Loki
25.07.2016
13.07.2017
10
11.569
1
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5 Reviews
Dieses Kapitel
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01.08.2016 449
 
Hallo ihr Lieben

und herzlich Willkommen zu meiner ersten Loki-FanFiktion!
Es handelt sich bei dieser Geschichte um eine mehrteilige Oneshot-Sammlung, wobei die einzelnen Kapitel für sich stehen, aber gleichzeitig zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden können - das klingt jetzt komplizierter als es ist ^^
Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen,
eure Ithilarinia

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Skeptisch betrachte ich mein Spiegelbild. Prüfend lasse ich meine Finger von der Stirn über die Wangenknochen runter zum Kinn und dann wieder hoch huschen. Ich zeichne Linien nach, die mir doch eigentlich so vertraut sind. Doch seit ein paar Tagen ist alles anders. Seit du da bist, ist alles anders.
Warum sieht man es mir nicht an? Es erscheint mir so rätselhaft. Warum sieht man es in meinem Gesicht nicht, dass ich innerlich hin und hergerissen, ja fast schon zerrissen bin? Warum sieht man es nicht, dass ich schlecht schlafe und keinen Frieden mehr finde? Fragen, die sich mir nicht zum ersten Mal aufdrängen. Und das, obwohl ich längst begriffen habe, wie die Antwort darauf lautet: Ich bin wie du.
Nein, ich bin kein Gott, kein Magier, doch auch ich schaffe zauberhafte Bilder, Projektionen. Ich wandele als Trugbild durch mein Leben, erschaffe tagtäglich nahezu perfekte Illusionen, die noch keiner jemals durchschaut hat, wenn ich es nicht wollte.
Du siehst also, ich bin dir nicht so unähnlich. Und doch bin ich so ganz anders als du.
Ich glaube, dass genau das der Grund ist, warum du immer wieder zu mir kommst. Weil ich dich in gewisser Hinsicht an dich selbst erinnere, aber andererseits einen Gegenpol zu dir bilde. Ich, die Unscheinbare, die Ruhige, die Freundliche und Harmlose. Ja, so wirke ich wohl nach außen hin. Doch in mir, da brodelt es. Und das weißt du, du spürst es. Auch wenn es dir vielleicht nicht bewusst ist. Doch dein Instinkt drängt dich dazu, meine Nähe zu suchen.
Warum? Ich kann dir sagen, warum. Weil ich dich verstehen kann. Ich kann hinter deine Maske, deine Illusion sehen, ich kann all das spüren, was du vor dem Rest der neun Welten verbirgst.
„Eine stark ausgeprägte Empathie“, nennen es die Menschen, „ein Geschenk“. Für mich hingegen ist es einfach nur etwas, das ich nie wollte; etwas, um das ich nie gebeten habe. Oft mehr Fluch als Segen.

Ich kann mich nicht dagegen wehren. Es zehrt an meinen Kräften. Du zehrst an meinen Kräften. Doch ich kann auch nicht die Finger von dir lassen; ich kann dich nicht so einfach aus meinen Gedanken und Gefühlen verbannen. Du bist wie eine Droge für mich, meine ganz persönliche Droge. Und es kann gut sein, dass du mich umbringst irgendwann.... Ja, du wirst mein Ende sein.
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